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Plus von 2,5 Prozent: In Berlin steigen die Mietpreise am schnellsten
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Zur Miete wohnen wird teurer - vor allem in Berlin. In der Hauptstadt lagen die Preise im Dezember 2,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Bundesweit wirken die Nettokaltmieten laut dem Statistischen Bundesamt sogar dämpfend auf die Inflation.

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Alme 21.01.2014, 14:22
60. Unsinnige Aussage

Zitat von homann5
Denn wie schon der Makler im Artikel so schön sagt: Angebot und Nachfrage. Will also niemand das mal für 500.000 Euro gebaute Reihenhaus haben, ist der Wert gleich 0.
Mit Verlaub, das ist völliger Blödsinn. 500.000 Euro Mietausgaben erreichen zwei Generationen locker, so ein Haus sollte allerdings mind. 3-4 Generationen überstehen. Also selbst wenn das Haus im unwahrscheinlichen Fall aufgrund fehlender Nachfrage sehr viel weniger als die einst investierten 500.000 Euro Wert ist, hat es immer noch den Vorteil, dass für die Bewohner keine Mietausgaben anfallen, und zwar viele Jahrzente lang. Wie man es dreht und wendet, Miete ist und bleibt ein Verursacher von riesigen Opportunitätskosten im Vergleich zum Eigentum.

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Solid 21.01.2014, 14:22
61. Miete zu hoch?

Wer glaubt, dass die Miete zu hoch ist, der kann ja versuchen, mit Wohneigentum billiger zu wohnen.
Dann wird er sehr schnell feststellen, dass die Mieten noch viel zu billig sind.

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humpalumpa 21.01.2014, 14:22
62.

Zitat von gagazar
was für ein schmarm. Hier in Berlin wirste immer mehr abgezockt von den Vermietern. Besonders bei kleineren Wohnungen. Egal wie winzig und verkommen, geht unter 340 warm fast garnichts mehr. Egal in welchem Berliner Stadtteil. Bin vor 2 .
340€? Welch Wucher! Dafür gibts in München oder Heidelberg vielleicht ne Garage...In München wirst Du abgezockt! Und die Mietpreisbremse, auf die hier einige schimpfen, ist dringend nötig! Das hat auch nix damit zu tun, dass die ganzen Münchner ja so doof sind und die Preise freiwillig zahlen, wie hier auch schon manch ein Forist klugerweise meint, sondern, weil wir sie zahlen müssen, weil wir hier Jobs haben! Jobs die ganz nebenbei den Länderfinanzausgleich finanzieren.

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tsaag 21.01.2014, 14:26
63. Berliner Gejammere

Einerseits feiert sich die "sexy" Hauptstadt mit einem unvergleichlichen Kulturangebot (und den dazu gehörigen Partys). Andererseits jammert man über die steigenden Mieten, da diese -wohl der besseren Wirkung wegen- prozentual angegeben, steigen sie natürlich schon sehr, da das Mietniveau für eine Großstadt sehr niedrig war und noch immer ist.
Der Bund und die Länder (Baden-Württemberg, Bayern und Hessen zahlen alleine an Berlin 3,3 Milliarden Euro) da darf die Hauptstadt sicher auch etwas mehr Steuer- und auch Mieteinnahmen aus eigener Kraft generieren.

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socrateased 21.01.2014, 14:27
64. Letzte Phase Stadtteilsanierungen Berlin

Zitat von sysop
Zur Miete wohnen wird teurer - vor allem in Berlin. In der Hauptstadt lagen die Preise im Dezember 2,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Bundesweit wirken die Nettokaltmieten laut dem Statistischen Bundesamt sogar dämpfend auf die Inflation.
Es ist ja grundsätzlich zu begrüßen, daß in Berlin jetzt auch die letzten unsanierten Mietshäuser gemacht werden, aber die neuvermieteten Wohnungen kosten - Standard, wohlgemerkt! - ca. 80 % der derzeitigen Mieten im Vergleich zu München. Die Nettoeinkommen sind aber nicht 80 % der Nettoeinkommen ggü. München, sondern in vielen Branchen höchstens ca. 65 %.

Während ein mittlerer Angestellter in München nämlich vielleicht 2600 € im Monat netto hat, hat sein Berliner Kollege vielleicht gerade mal knapp unter 2000 €. Das bedenken aber viele leider nicht immer, und den meisten Vermietern dürfte es auch ziemlich egal sein, da denen wiederum in den letzen Jahren horrende Mehrkosten auf Betreiben der Kommune(n) anfielen.

Hier bei uns ist - im zur Zeit in Sanierung befindlichen Haus - ein neuer Mieter eingezogen, der zur Zeit laut Mietspiegelvergleich 2008 zu 2013 einen etwas unterdurchschnittlichen Münchner Mietpreis von vor ca. 6 Jahren für diese Wohnungsgröße in vergleichbarer Lage bezahlt, "halb-warm", neue Zentralheizung, Whg. grundsaniert, keine Staffelmiete.
Das ist schon etwas heftig, denn auf ein Durchschnittseinkommen wie in München kommt er wohl nicht, denn das gibt es in Berlin bis auf sehr wenige Ausnahmen so nicht.

Kurz: zur Zeit obige Wohnung mit 65 qm in mittlerer Wohnlage für 600 € Brutto kalt mit betriebsfähiger Therme und Heizkörpern in allen Räumen, Heizkosten für Gas mind. ca. 1000 € im Jahr, Böden geschliffen, nagelneues Duschbad, Küche allerdings leer, kein Lift.
Selbe Wohnung vor etwa 8 Jahren im selben Haus für die damals unsanierte Wohnung derselben Größe zu 310 € Brutto kalt, das allerdings noch mit Ofenheizung (Öfen sind jetzt raus), mit miserablem Bad, alter Elektrik, alten Tapeten, abgewohnten Küchenteilen, ungeschliffenen Dielen, usw.

Da der Wohnungsmarkt für mittlere Einkommen in Berlin derzeit maximal angespannt ist, braucht man sich nicht zu wundern, daß so mancher Hauseigentümer hier regelmäßig zulangt, denn der hat ja schließlich die Wahl, und eben nicht der potentielle Mieter.

Wen es interessiert, Thema angespannter Wohnungsmarkt in Berlin, Hintergründe:

http://www.bmgev.de/

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KlausKram 21.01.2014, 14:29
65.

Zitat von humpalumpa
340€? Welch Wucher! Dafür gibts in München oder Heidelberg vielleicht ne Garage...In München wirst Du abgezockt! Und die Mietpreisbremse, auf die hier einige schimpfen, ist dringend nötig! Das hat auch nix damit zu tun, dass die ganzen Münchner ja so doof sind und die Preise freiwillig zahlen, wie hier auch schon manch ein Forist klugerweise meint, sondern, weil wir sie zahlen müssen, weil wir hier Jobs haben! Jobs die ganz nebenbei den Länderfinanzausgleich finanzieren.
Ah, fast fand ich Ihren Kommentar gut. Doch der letzte Satz beweist mir mal wieder: Wenn der Münchner nicht mehr weiter weiß, kommt er mit'm Finanzausgleich!

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Solid 21.01.2014, 14:31
66. Miete vs. kaufen

Zitat von j.vantast
Eine Immobilie zu finanzieren muss man sich aber auch erst einmal leisten können.
Wohnen muss man so oder so. Die Banken sind derzeit froh um jeden, der einen Kredit nachfragt. Die Zinsen sind historisch niedrig. Die Arge zahlt im ALG2-Fall sogar die Zinsen weiter, wenn die Wohnung angemessen ist.

Wenn man sich also eine hässliche kleine Wohnung sucht, dann kann man die auch ohne jedes Eigenkapital und trotz der schäbigen Grunderwerbssteuer immer finanzieren. Und die Bank wird da auch nicht meutern, sie wäre ja auch schön blöde.

Mieten kann nur dann billiger sein, wenn die Miete nicht kostendeckend ist. Und wenn das der Fall ist, bekommt man über kurz oder lang zwingend Probleme, entweder mit Mietsteigerung oder mit Entmietungsversuchen.

Zitat von j.vantast
Und Sie sollten nicht vergessen dass bei Deutschlands Bevölkerungsdichte überhaupt nicht genug Platz wäre als das sich jeder ein Eigenheim hinstellen könnte.
Deshalb wurde die Eigentumswohnung erfunden.

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Pfeiffer mit drei F 21.01.2014, 14:37
67.

Zitat von indytom
Ein Umzug etwa weg vom Paul-Lincke-Ufer an den Stadtrand oder ins Umland, wo die Mieten noch erträglich sind, kommt für Viele nicht in Frage. Sie wollen die Marktwirtschaft am liebsten der persönlichen wirtschaftlichen Situation anpassen als andersrum.
Natürlich zieht man nicht gerne aus den Szenekiezen weg, aber mir ist die Kinnlade heruntergefallen als ich gesehen habe, wie teuer mittlerweile selbst Dreckslöcher in der hintersten Ecke von Moabit oder Neukölln sind.

Zitat von indytom
Instandhaltungskosten oder energetische Haussanierung sind für sie ebenfalls ein Fremdwort.
Das ist alles über die Miete abgegolten ( und das sage ich als Vermieter). Energetische Haussanierung ist zwar eine ganz nette Idee, kann aber kaum ein Mieter bezahlen. Der Gesetzgeber hat da in seinem Öko-Wahn mal wieder völlig die wirtschaftliche Situation ignoriert.

Zitat von indytom
Es ist auch nicht wünschenswert, dass der Gesetzgeber dem Eigentümer zugunsten der Mieter zuviele Rechte abspricht und ihn auf den Kosten sitzen lässt. Eigentum muss Eigentum bleiben! Der Mieter ist zunächst immer ein Bittsteller nach einer Wohnung, kein Forderer. Er kann sich ja selbst mal ein Haus bauen oder eine Eigentumswohnung kaufen.
Ne ne, der Mieter braucht schon Sonderrechte. Wir reden hier ja nicht von einer Nebensächlichkeit, sondern vom Lebensraum eines Menschen. Von daher nehmen Mietwohnungen eine Sonderstellung ein, die Mietern ein paar mehr Rechte als Vermietern gewährt.

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AnnaF 21.01.2014, 14:44
68.

Zitat von Steuerzahler0815
Als Berliner sollten sie einfach mal schweigen Ihre "Luxuspreise" der "gierigen Investoren" kosten weniger als die Hälfte wie hier in München Aber hören sie jemanden aus München jammern?
Ehrlich gesagt höre ich Sie jammern. ;) Sie sagen ja fortwährend, dass es den Münchenern viel schlechter geht als den Berlinern.
Ich komme weder aus München noch aus Berlin, sondern aus einer Studentenstadt und mecker trotzdem über die Preise hier. Denn ich finde Wohnraum sollte immer bezahlbar bleiben. Und die Preise in München sind wirklich eine Frechheit. Aber wäre doch schön, wenn man dagegen angehen würde.

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gazettenberg 21.01.2014, 14:44
69.

Zitat von boblinger
Richtig. Besonders viel Spaß beim Spielen hat dieser "Sozialadel" übrigens gerade in Berlin, wo reihenweise die Leute vom Amt zum Umzug an den Stadtrand genötigt werden. Gut so! Dieses Volk hat in den schönen Wertsteigerungs-Immobilien innerhalb des S-Bahn-Rings eh nix verloren.
Offenbar kennen Sie Berlin nicht sonderlich gut. Denn auch beispielsweise in Mitte leben zahlreiche Menschen auf Stütze vom Amt, ohne dass man sie in andere Bezirke abdrängen würde, wie Sie hier unterstellen. Eine Villa in Zehlendorf ist natürlich nicht drin. Wäre auch ungerecht gegenüber den anderen.

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