Forum: Wirtschaft
Politik und Konjunktur: Warum eine neue Welle des Populismus droht
imago/ IPON

Die Wirtschaft ist im Abschwung, Verteilungskonflikte nehmen zu. All das spricht für eine weitere Polarisierung der Politik. Wir sollten uns auf einiges gefasst machen.

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WolfThieme 24.02.2019, 18:41
10. Selbstmord aus Angst vor dem Tod

Das ist gefühlt der 150. Beitrag über den Untergang der Demokratie und der bisherigen Bundesrepublik, schlotter-schlotter. Fackelmarsch der Neonazis durchs Brandenburger Tor! Wohin man blickt: alles furchtbar. Verdammt noch mal, wo bleibt der ersehnte Führer, der die sich kosmopolitisch gerierenden Eliten in den Kosmos befördert?
Zwei Wochen kein Strom, und der Rausch im Internet ist verflogen.

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RolfWolf 24.02.2019, 18:41
11. Alles selbst gemacht.

Der Populismus ist nicht aus sich selber entstanden, er hat seine Ursachen.
Und diese Ursachen sind noch lange nicht aufgearbeitet. Die Gelbwesten sind nicht aus Spaß an der Freud auf die Straße gegangen, sondern haben einfach die Schnauze voll. Man kann sich nur wundern, daß der deutsche Michel noch so träge ist, aber warten wir mal ab. Die Industrie 4.0 kommt, der Autobau verliert massiv an Arbeitsstellen, der Export wird vom "befreundeten" Amerika mit Zöllen belegt und man schreibt uns vor, wen wir beliefern dürfen und wen nicht, den Iran zum Beispiel. Der Nordstream wird planmäßig sabotiert, weil die Amis lieber ihr eigenes Gas an uns verkaufen wollen. Dann kamen ab 2015 Hundertausende von angeblichen Facharbeitern und Akademikern, die in unsere Soziasysteme einwandern durften. Selbst heute noch kommen bis zu Zweihunderttausend dieser dringend benötigten Fachkräfte. Wie wurden sie doch genannt? Goldstücke! Wie war das noch mit der "Einzelfall-Liste"? Wieviel zigtausend Fälle stehen da jetzt drin? Und da wundert sich noch mancher, daß hierzulande der Populismus blüht? Macht endlich Politik für die, von denen ihr gewählt worden seid, dann hat sich das Thema schnell erledigt.

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undog 24.02.2019, 18:46
12. ".. warum benennt der autor dies nicht beim richtigen namen?"

Zitat von dieter-ploetze
waere, dass die SPD auf den ausbau des sozialstaates setzt. wie haengt das denn zusammen? ich meine eher, dass das "respekt"rentenangebot purer linkspopulismus ist, denn es dient nur dem stimmenfang und ist so nicht zu verwirklichen. es ist weder respekt noch sozial noch gerecht was die SPD vorschlaegt. reiner populismus eben. warum benennt der autor dies nicht beim richtigen namen? oder sieht er das nicht so?
Weil Populismus überwiegend von Rechts kommt, dann noch etwas von Links aber nie aus der Mitte. Sehr amüsant, diese Versuche, mit dem "Vorwurf" populistisch die Anderen persönlich abzuwerten, anstatt nur auf den sachlichen Gehalt einzugehen.

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quark2@mailinator.com 24.02.2019, 18:48
13.

Den Kampf um eine faire Verteilung der Erträge als Populismus zu bezeichnen, ist aus meiner Sicht zweifelhaft. Irgendwann ist dann jede vernünftige Abwägung populistisch, weil im Interesse der Mehrheit, wohingegen extreme Positionen dann nicht populistisch sind. Diese Aufteilung der Welt ist mir zu billig.

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success4us 24.02.2019, 18:59
14. Der Spiegel kennt keine Links Populisten, oder?

Liebe Spiegel Redaktion
Warum ist alles Populisitsche (Lat. vom Volke) rechts. Waren es denn nicht die Links Populisten die Mio von illegalen ins Land gelassen haben und mit Vollpension versorgen

Ist es rechts populisitsch, wenn ich in D mehr als 30 Jahre arbeite und mit einer Rente abgespeist werde, die jeder illegale Einwanderer oder syrische Geduldede auch bekommt. Ohne je 1 Euro in die deut Sozialkassen zu zahlen.
Der deutsche Staat hat in 2018 ca 90 Mrd fuer die Gäste Merkels ausgegeben (pro Jahr versteht sich). Das ist mehr als der Etat fuer Familien und die Bundeswehr zusammen.
Das ist fuer jeden Deutschen 1000 Euro die wir pro Jahr aus dem Fenster werfen. in einer durchschnittl Familie sind das 4000 Euro die wir fuer Merkels Gäste zahle, plus steigende Mieten, plus +++++
Ist man populistich wenn man solch eine Verschwendung anmahnt?

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PeaceNow 24.02.2019, 19:01
15. Nunja

Seit über 10 Jahren brummt die Wirtschaft und immer neue Rekordgewinne der Unternehmen und Aktionäre.
Immer mehr Millionäre und Miliardäre und wachsendes Vermögen, das aber immer extremer und ungleicher verteilt ist, da fast nur die oberen 10% abkassieren.
Das Dumme ist nur das davon Unterschicht, untere Mittelschicht bis obere Mittelschicht so gut wie NICHTS abbekommen haben.
Ganz im Gegenteil, wegen steigender Energiepreise, Lebensmittelpreise und Mieten haben viele heute weniger an frei verfügbarem Einkommen als noch vor 10 Jahren, geschweige denn im Vergleich zu vor 20, 30, 40 Jahren.
Und wenn dann der Abschwung kommt wird es lauten WIR müssen den Gürtel enger schnallen.
Mit WIR sind dann die gemeint die NICHTS vom Boom hatten, aber dann voll vom Abschwung getroffen werden.
Mal sehen ob dann die Ränder von links bis rechts starken Zulauf bekommen.

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ThomasHenning 24.02.2019, 19:09
16. Populisten und Vermögensungleicheit in Deutschland

Warum wird so wenig die Ungleicheit bei Einkommen und insbesondere bei Vermögen in Deutschland diskutiert? Untere Einkommen haben über einen längeren Zeitraum, nach Inflation, einen Einkommensverlust, trotz langjährigen Aufschwungs. Das gilt für die Mehrheit der Arbeitnehmer. Aktien und Immobilienbesitzer haben in den letzten Jahren ein riesiges Plus eingefahren. Dieses dringende Thema wird wenig bis gar nicht diskutiert und Lösundsansätze entwickelt.

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RalfHenrichs 24.02.2019, 19:10
17. Was ist Populismus?

Antwort: Alle politischen Lösungen, die Henrik Müller falsch findet. So existiert z.B. die Forderung keine staatlichen Schulden zu machen (eingeflossen in die Schuldenbremse). Müller findet das richtig, aber ist das nicht auch schlicht Populismus? Eine einfach zu verstehende "Lösung", die jedem, der keine Ahnung von der Materie hat, einleuchtet. Das war aber das Hauptschlagwort der letzten Jahre aus der Mitte. Aber die Mitte ist ja nie populistisch.

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Leser161 24.02.2019, 19:11
18. Erzählungen

"Im harten Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Bürger haben die großen Vereinfacher und Zuspitzer Vorteile gegenüber dem Typus des bedächtigen Problemlösers. "

Unterschwelliger Vorwurf: Die Menschen sind halt nicht so schlau. Aber wo ist er den der bedächtige Problemlöser, den die Populisten plattmachen?

Die nichtpopulistischen Politik der letzten Jahre fiel mir vor allem durch unverhohlene Lobbybedienung (Möwenpicksteuer) und alarmistische Schnellschussentscheidungen (Fukushima/Atomausteig, Flüchtlingskrise/Wir schaffen das ) auf.

Die Populisten gedeihen nicht auf bedächtigen Problemlösern, sie gedeihen auf obigen So-tun-als-ob-ern. Ein bedächtiger Problemlöser würde den Populisten ratzfatz das Wasser abgraben. Denn worauf sollten die Populisten noch rumnörgeln wenn Probleme wirklich gelöst werden würden?

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spon-1269847769890 24.02.2019, 19:15
19. Ansaessige?

Sehr geehrter Herr Mueller,

vielleicht sollten Sie einmal reflektieren, ob es nicht auch Ihre Wortwahl ist, die dem Populismus Vorschub leistet. Wenn Sie zwischen "Zuwanderern" und "Ansassigen" unterscheiden, stossen Sie vielen "Einheimischen" vor den Kopf. Es gibt mit Sicherheit viele Bundesbuerger, die sich weit fernab des rechten politischen Spektrums verorten, denen es aber denen es nicht ausreicht, zu der Gruppe derjenigen zu gehoeren, "die schon laenger in Deutschland wohnen". Ich bin selber seit fast zwoelf Jahren im aussereuropaeischen Ausland ansaessig. Einheimisch fuehle ich mich aber weiterhin nur in Deutschland. Diesen Unterschied zu marginalisieren und sich des politisch korrekten Neusprech zu bedienen, fuehrt auf Dauer zu einer Staerkung der Populisten. Ich denke, viele Leser haben ein feines Gefuehl fuer Sprache und deren Missbrauch. Und wenn Journalisten nicht mehr schreiben was ist (SPIEGEL-Motto aus den besseren Zeiten des Magazins), sondern wie sie es in Ihrer Weltanschaung gerne haetten, leisten auch sie Ihren Beitrag zur Staerkung des Populismus.

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