Forum: Wirtschaft
Politik und Konjunktur: Warum eine neue Welle des Populismus droht
imago/ IPON

Die Wirtschaft ist im Abschwung, Verteilungskonflikte nehmen zu. All das spricht für eine weitere Polarisierung der Politik. Wir sollten uns auf einiges gefasst machen.

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duke_van_hudde 26.02.2019, 10:01
80. Leider zeigt Herr Müller wieder sein wirtschaftlichen Unverstand

1.Natürlich gilt weiter das Gesetz von Milton Friedman und wenn man dadrauf hinweist dann ist man halt kein Populist.
"Man kann offene Grenzen oder einen Wohlfhahrtsstaat haben aber nicht beides gleichzeitig."
Dieses Problem erkennen natürlich extrem viele und es wird dann in der nächstne Kriese natürlich voll schlagend.
2.Die Globailisierung und der freie Handel erzeugt mehr Bip Wohlstand in beiden Ländern die mehr handeln, aber
a.Jede weitere Zollenkung oder andere Erleichterung des Handels zwischen 2 Staaten bringt immer weniger dieses Vorteils. Der Vorteil Zölle von 100 auf 95 % zu senken ist höher wie von 5 auf Null %.
b.Der Bip Vorteil gilt für das ganze Land, aber natürlich nicht für jeden einzelnen. Das heisst mehr Globalisierung bringt im Schnitt mehr Bip, aber das heisst natürlich nicht das alle profitieren. sondern ein Teil wird immer zu den Verliern gehören und der abnehmende Grenznutzenjeder weiteren Zollsenkung kann sehr shcnell dazu führen das nur nch ein kleiner teil von einer weiterne Globailisierung profitiert. diese aber halt besonders.
In den USA ist dieser Effekt deutlich zu beobachten. Die IT Experten in dne bekannten Hightechfirmen profitieren extrem von der globalisierung, aber die Menschen im Rusbelt waren klar die Verlieren und wohl in der Anzahl der letzten Jahre auch deutlich mehr.
Der Fehler war die Einbindung von China in die WTO, damit hat die Elite extrem von der Glbalisierung profitiert, aber der normale US Bürger hat verloren.
Das man gerade in Deutschland dan über die offenen Grenzen gerade neue Konkurenz ins Land geholt hat die auch bei uns wohl zu den Verliern der letzten Globalisierung gehört hat und da diese Neubürger keine Konkurenz für Menschen wie sie die zu Elite gehören sind lässt die Probleme erkennen.
Die weitere Globalisuerung und die Neubürger werden vor allen bei deR Unter und Mittelschicht BIPdruck erzeugen und bei der elite wohl BIP Gewinner bringen.

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luiasogi 26.02.2019, 11:24
81. Ich mische mich mal ungefragt ein

Zitat von dia_bolika
... gibt's halt keine. Aber vielleicht mal anders herum: meinen Sie denn, ihre Rente würde auch nur einen Euro höher ausfallen, wenn es die Flüchtlinge nicht gegeben hätte ? Wenn Sie diese Frage mit Ja beantworten, haben Sie das Prinzip noch nicht verstanden und sind dem Populismus auf den Leim gegangen.
Sie aber auch.
2015 war eine Ausnahmesituation, als sich Flüchtlinge auf ungarischen Autobahnen auf den Weg nach Westen machten.
Es war menschlich gesehen, höchst anständig die Leute einreisen zu lassen.
Der Riesenfehler war dann eben, der Welt zu signalisieren, dass bspw. Syrer ohne Kontrolle einreisen dürfen.
Hunderttausende machten sich dann auf den Weg, aus allen Teilen der Welt, serbische Passfälscher hatten Hochkonjunktur.
Das nur zu ihrer Information, dass ich kein Fremdenfeind ala AfD bin.
Aber es hatte und hat natürlich Auswirkungen auf unser Leben.
Der grosse Zuzug hat die bereits bestehende unbefriedigende Situation auf dem Wohnungsmarkt, dem Schulsektor, bei den Kitas, der Justiz, der Polizei, und so weiter ja noch zusätzlich belastet.
Wenn mehr Menschen eine vorhandene, marode Infrastruktur nutzen, gibt es zusätzliche Probleme, die nicht so schlimm wären, würden sie weniger nutzen. Oder?

Die Konjunktur schwillt ab. Dann ist es nicht mehr möglich mit: Deutschland sei ein so reiches Land und kann das locker schultern, zu argumentieren.

Eine nachhaltige Politik hätte die Folgen absehen und berücksichtigen können, ja müssen.
Jetzt gehen halt viele auf die grossen Vereinfacher ein, ausblendend, dass es einfache Lösungen, zumal in einem Rechtsstaat, nicht so ohne Weiteres geben kann.
Ich sags nochmal. All das hätte die Politik berücksichten müssen.

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Armutsrentner2032 27.02.2019, 09:04
82. Die Polarisierung der Politik...

...bedeutet eine gelebte Demokratie, für die wir doch eintreten sollten.
Die sogenannten Verteilungskonflikte gibt es in Deutschland doch sowieso nicht, sie geht immer schon in die falsche Richtung.
Solange wir z.B. Menschen dafür mit Steuergeldern bezahlen müssen, damit sie in einem Unternehmen Arbeiten "dürfen" müsste jedem Bürger mit gesundem Menschenverstand klar sein, dass wir ein sehr großes Verteilungsproblem haben.
Auch Populismus gehört in einer Demokratie, und wenn Populisten den nerv der Bürger treffen, sollte nicht darüber diskutiert werden, dass es sich nur um Sellenfänger und Quatschköppe handelt, sondern als eine Warnung darüber, was falsch läuft.
Zuviel Alternativlosigkeit und Aussitzen von Problemen hat noch kein Land weitergebracht, sondern brauchen solche Parteien, um die Politik aufzuwecken.
Wann war noch gleich die Europawahl??? Wo ist der Wahlkampf???
Und dann wundert es noch einigen Menschen, wieso man sich in Stich gelassen fühlt?
Ein nährboden für Populismus, die die Menschen abfängt, die sich benachteiligt fühlen oder es sind.
Die Rentendiskussion wurde zu lange vernachlässigt. Aus gutem Grund haben Populisten mit diesem Thema Trumpfen können, weil genau wussten, dass 1 Vermögender Rentner den durchschnitt von 20 Armen Rentnern aufgehübscht hat, so dass niemand in der Regierung bemerkte, wie schlecht es dem größten Teil der Rentner heute geht.
Das und die fehlende gleiche Sprache zwischen Politik und Bürgern, führt zu Misverständnissen, die Populisten -egal ob Rechts oder Links - für sich nutzen können....und es funktioniert, egal ob die Versprechungen umsetzbar sind.
Wenn mir eine Partei verspricht, ein monatliches bedinungsloses Basis-Geld von 1500 Euro, welches über eine Finanztransaktionssteuer finanziert wird, und auch umsetzbar wäre, dann Wähle ich diese Partei, und hinterfarge nicht großartig, ob es sich um eine systemgefährdende Partei handelt (wobei ist systemgefährdend gleichzusetzend mit dem Verlust der Demokratie, oder soll ein system der sozialen Kälte ersetzt werden?)
Es wird in Zuknft nur noch extrem Rechts oder extrem Links geben, weil die Mitte sich zu sehr dem Lobbyismus verkauft hat, und eine Sinnvole Politik unmöglich macht!
Parteien die auf Deutschlands export- und industriegetriebenes Wirtschaftsmodell festhalten werden die Verlierer sein, denn dieses Modell funktioniert nur noch für die betroffenen Konzerne und Unternehmen, aber nicht den Arbeitnehmern in unserem Sozialstaat, dessen Löhne nicht kräftig genug steigen, und mit der begründung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit auch nicht steigen werden....alles Legal und von den Parteien gepusht, die auf der Verlierestrecke sind.
Viel Populismus steht einem verfahrenem industriegetriebenes Wirtschaftsmodell gegenüber.

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Karlowitsch 27.02.2019, 17:00
83. Pseudogewinne

Zitat von ThomasHenning
Aktien und Immobilienbesitzer haben in den letzten Jahren ein riesiges Plus eingefahren. Dieses dringende Thema wird wenig bis gar nicht diskutiert und Lösundsansätze entwickelt.
Immobilienbesitzer z.B. in München haben jetzt eine 3x so teure Immobilie wie vor 15 Jahren. Auf dem Papier. Jetzt wohnen die drin und später sieht es evtl. wieder ganz anders aus. "Plus" gemacht?
Aktien und Immobilien können im Preis auch wieder fallen! Ohne Verkauf kein Gewinn. Ursache: Gelddruckerei. Was können die Inhaber der Aktien und Immos dafür? Nichts!

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Karlowitsch 27.02.2019, 17:06
84. Naja

Zitat von Spiegulant
. Kaum waren die Bankenbonzen in Gefahr, ihre Boni zu verlieren, war auf einmal Geld wie Heu da, um des den Bank-Managern zuzuschieben. Da war mir klar, dass wir immer nur verscheißert werden. Es gehört zur Marktwirtschaft einfach dazu, dass Unternehmen und Banken, die fehlwirtschaften und auf Spekulation setzen, auch Pleite gehen müssen!
Da haben Sie recht, dass man Banken hätte pleite gehen lassen sollen. Gerettet wurde da aber nicht für irgendwelche Bonzen, sondern die EU-Staaten und der Euro. Und letztendlich hat man auch Angst vor wirtschaftlichen Einbrüchen und Folgen für den kleinen Mann gehabt. Die wirklich Reichen hätten die kleinsten Probleme gehabt.

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Karlowitsch 27.02.2019, 17:08
85. Eigenes Problem?

Zitat von kp229
scharfen Gegensatz zwischen den Lebensumständen einer alleinerziehenden Mutter, die für den Mindestlohn arbeitet, und jemand, der eine Milliarde Euro im Jahr an Dividende einstreicht (und dafür pauschal nur 25% Steuern zahlt) nicht erkennen kann,
Kein Politiker und kein Reicher kann etwas dafür, dass jemand alleinerziehend ist oder sein will

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Karlowitsch 27.02.2019, 17:16
86. Märchen

Zitat von Armutsrentner2032
Solange wir z.B. Menschen dafür mit Steuergeldern bezahlen müssen, damit sie in einem Unternehmen Arbeiten "dürfen" müsste jedem Bürger mit gesundem Menschenverstand klar sein, dass wir ein sehr großes Verteilungsproblem haben.
Sie spielen auf Aufstocker an. Laut Statistik meist Teilzeit, darunter wieder meist nur Minijob. Und, ganz wichtig, die haben unterm Strich dann mehr als nur den H4-Regelsatz. Und bei wenig Arbeitsstunden kaum weniger als viele Familien mit Arbeit und ohne Vergünstigungen aller Art. So unfreiwillig ist das oft nicht. Für viel Familie und Frau ohne Arbeit kann der Arbeitgeber schon mal nichts.

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scoopx 27.02.2019, 21:56
87. Entsetzlich!

Der Artikel ist auf das Billigste zusammengeschustert, eine reine Schlagwortschleuder, alles zusammengeleimt was so üblicherweise über die Gründe für den "Populismus" genannt wird.

Der sogenannte "globale Wettbewerb" ist nichts als ein rhetorischer Kniff, um die international vernetzte Ausbeutung und die globale Überproduktionskrise zu bemänteln. Das alles wissen wir seit Jahrzehnten, aber Henrik Müller holt den "Wettbewerb" aus der Mottenkiste und versucht, uns diesen als Naturgesetz unterzuschieben. Aber der Begriff ist ein Hirngespinst. Real ist der globale Betrug der Superreichen am Rest der Welt. Oligarchen gibt es eben nicht nur in Rußland, sondern auf der ganzen Welt.

Und woher kommt der Gegensatz zwischen "Metropolen und ländlichen Regionen"? Er ist das Resultat des "Standortwettbewerbs". Amazon und Silicon Valley sind überall. Erst wird eine "Metropole" erpreßt in der üblichen Manier (s. die Auseinandersetzung um die Amazon-Firmenzentrale) und dann gehen die Immobilienpreise und Mieten hoch. Woher holen sich die "Metropolen" das Geld um die erpreßten Vergünstigungen zu bezahlen? Von den "ländlichen Regionen", denen sie es wegnehmen und die dann noch weiter zurückfallen.

Was die "Mediennutzung" betrifft ist das Problem wiederum nicht der "harte Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Bürger" sondern das Übergewicht von Facebook. FB wurde bewußt als süchtig machend konstruiert (was die anderen Medien nicht sind) und gibt jedem als Selbstbestätigungsverstärker seine eigene Realität.

Schließlich: der "Gegensatz zwischen dem einfachen Volk und den Eliten" wird nicht "konstruiert", er ist da. Es gelingt nur nicht mehr, ihn durch Propaganda zu übertünchen.

Ich frage mich, was der Artikel überhaupt soll. So billig wir Henrik Müller möchte ich mein Geld auch mal verdienen.

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joomee 28.02.2019, 07:13
88. Widersprechen sich selbst

Zitat von tubolix
Seit den letzten Jahren kann es dem normalen Otto egal sein ob die Wirtschaft auf- oder abschwingt. Er hat, schlicht und einfach, so oder so nichts davon. In guten Zeiten wird er nicht beteiligt und in schlechten zahlt er die Zeche. Und die oberen Politik-Wirtschaft-Bosse sind verwundert, weil sich der Pöbel nach Alternativen für DE umschaut. Wer außerhalb der Realität lebt wird halt irgendwann nicht mehr wahrgenommen.
Sie widersprechen sich selbst (in schlechten Zeiten zahlt er die Zeche).

Und natürlich haben die allermeisten Menschen direkt oder indirekt etwas davon, wenn die Wirtschaft floriert. Ob alle genügend partizipieren ist eine andere Frage. Aber die Löhne und Renten steigen recht ordentlich, Arbeitsplätze werden sicherer, die Staatsverschuldung sinkt usw.

Ich befürchte eher, dass Sie außerhalb der Realität leben mit Ihrer negativen Sichtweise. Aber wenn man sich schon selber als Pöbel bezeichnet wird man auch im Paradies nicht zufrieden sein...

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joomee 28.02.2019, 07:22
89. Hängt davon ab wen man fragt

Zitat von undog
Weil Populismus überwiegend von Rechts kommt, dann noch etwas von Links aber nie aus der Mitte. Sehr amüsant, diese Versuche, mit dem "Vorwurf" populistisch die Anderen persönlich abzuwerten, anstatt nur auf den sachlichen Gehalt einzugehen.
Woher der Populismus kommt, hängt davon ab wen man fragt. Für einen Linken von rechts und für einen Rechten von links.

Alle arbeiten mit den selben demagogischen Mittel und je nach Ideologie liest und hört was man lesen und hören will - und ist mal großzügiger und mal kleinlicher was populistische Aussagen betrifft. Man verschiebt die Messlatte und Wahrnehmung wie es reinpasst.

Das ist wie bei dem Vorwurf der Lügenpresse. Sobald die eigene Gesinnung unterstützend gelogen wird, ist es OK. Aber wehe es geht in die andere Richtung...

Sie werden hier gleich an den empörten Widersprüchen erkennen, wie wahr das ist.

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