Forum: Wirtschaft
Politisches Frustpotenzial : Deutschlands Globalisierungsverlierer
imago/Rainer Weisflog

Deutschland profitiert vom freien Handel. Doch vor lauter Lobhudelei über die Exportpotenz unterschätzt die Bundesregierung, dass es auch hierzulande viele Menschen gibt, die nicht zu den Gewinnern zählen. Viel zu viele.

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quark2@mailinator.com 13.07.2018, 13:03
10.

Tja, wußte man zwar schon, aber gut, daß es mal wieder klar gesagt wird. Und ich sehe es auch so, daß die Bilanz für DE im Moment nur deshalb in Summe positiv aussieht, weil wir gerade Konjunktur haben. Nach der Euro-Einführung nannte man DE nicht umsonst den Kranken Mann Europas. Das kommt auch wieder zurück. Hinzuzufügen wäre, daß heute pro Job weniger gearbeitet wird, das also die Anzahl der Arbeitsstunden geringer ist, als es auf den ersten Blick angesichts der Arbeitsplätze scheint. Die Kaufkraft der Gehälter wäre das, was am Ende zählt. Und dann kommt noch die sich öffnende Schere und die kommende Verrentung der Babyboomer dazu. Mehr als genug Gründe, sich den Kopf zu zerbrechen. Ich stimme dem Autor in seinem Fazit zu - die Welt sollte enger zusammenarbeiten, damit irgendwann mal das Glück in der Breite ankommt.

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mannakn 13.07.2018, 13:03
11. Der Fisch....

....stinkt immer vom Kopf her. Wenn es einer Branche oder einen Betrieb schlecht geht, wird immer über das geschäftliche Umfeld,mdie Globalisierung, die bösen Chinesen usw. gejammert. In der Volkswirtschaft sollte sich einfach mal die alleinfachste Kausalität durchsetzen: ein Untenehmer der Dinge produziert, die die Leute nicht haben wollen, ist ein schlechter Unternehmer.
Das zweite Problem ist mangelnde Personalentwicklung. Jahrzehnelang waren Personalfreisetzungen das probate Mittel bei wirtschaftlichen Problemen und die Politik hat sich über die Zeit völlig erpressbar gemacht. Wenn das Unternehmen versagt, ist die Politik schuld und der Staat bezahlt das ALG. Und jetzt wird über Fachkräftemangel gejammert. Deutschland Unternehmer sind zu schlecht für Ihren Job. Sie müssen ständig Läden zumachen, Kunden betrügen, wie im Falll der Autoindustrie, merkwürdige Projekte abschreiben, Branchenführende Unternehmen nach China verkaufen usw. Da liegt das Problem.

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steueramtsrat 13.07.2018, 13:05
12.

Eine solche Globalisierung wie im letzten Absatz gewünscht, wird es nicht geben, da sie den Gesetzen des Kapitalismus (Profitmaximierung) zuwiderläuft.

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zweiter 13.07.2018, 13:10
13. Konsumenten versus Arbeiter

Zwar ist jeder Erwerbsarbeitende ein Konsument, doch gibt es mit Rentnern, Kindern, Studierenden, Erwerbsunfähigen und anderen Nicht-Erwerbstätigen viel mehr Konsumenten als Arbeitende. Die Konsumenten aber sind die wahren Profiteure der Globalisierung. Für sie ist die Auswahl enorm gewachsen und gleichzeitig der Preis stark gesunken. Drehen sie die Globalisierung zurück (unterstellt, das geht überhaupt) dann haben ein paar Menschen mehr Arbeit, aber die zahlt der das gesamte Volk mit schlechter Auswahl und massivsten Preissteigerungen.

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freudentanz 13.07.2018, 13:14
14. An vielem sind auch wir selbst schuld

wenn man jegliche Industrieform als schmutzig, böse ansieht um gewisse "Umweltstandards" (sei es Lärm, weniger als reiner Sauerstoff-Luft, Fahrzeuge, Gebäude,etc) zu erfüllen hat während sich um D herum ein ganz andere Situation darstellt. Interessanterweise sind es oft diese vom Saulus-zum-Paulus Mitmenschen die anderen ihr Glück versagen. Jahrzehntelang auf Teufel komm raus die Umwelt versaut und jetzt mit den sozialen Medien die wohlsituierten Freunde zu animieren funktionale, wettbewerbsfähige, stabile Industriezweige abzuschießen. Sollen sie doch Kuchen essen. Danke ich bin schon satt. Die Landbevölkerung wird hier systematisch abgeschnitten und merkwürdigerweise wird hier gerne das Darwinsche Gesetz aufgezählt, zB Stahl ist von gestern, lasst uns alle online leben. Profan ausgedrückt aber Fakt ist: Die Dienstleistungswirtschaft kann die sozialen kassen gar nicht befüllen und Stadtbewohner wollen das nicht begreifen aber verlangen alles, sofort zum besten Preis. Das, HrFricke ist meines Erachtens , das größte Problem welches bis auf den Bundespräsidenten niemand sehen will. So, und jetzt wundern sie sich alle warum jemand , dem man den Boden unter den Füßen weggezogen hat (böser Industriebetrieb geschlossen), sein demokratisches Recht wahrnimmt? Jetzt wundere ich mich.

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gaaps 13.07.2018, 13:14
15. Leider unvollständig

Es erklärt leider nicht, warum in der prosperierenden Region Ingolstadt die Afder dann einen so hohen Zulauf haben.

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frechwieoskar 13.07.2018, 13:15
16. na dann schaffen wir die globalisierung einfach ab

und dann schauen wir mal, wieviele gewinner und wieviele verlierer es dann gibt!

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gammoncrack 13.07.2018, 13:15
17. MIch würde schon sehr interessieren, was man denn hieran

"Allerdings stecken hinter diesem tollen Saldo zwei regional atemberaubend gegensätzliche Trends: ein Plus von fast einer Million Jobs dank Exportboom nach Osteuropa und China auf der einen Seite; und auf der anderen mehr als eine halbe Million Stellen, die wegen globalisierter Billigkonkurrenz in den altindustriellen Regionen bei uns gestrichen wurden. Besonders fatal: Diejenigen, die ihre Jobs verloren haben, sind nicht die, die jetzt auf den neuen Stellen arbeiten."

so hätte ändern können, dass die mehr als halbe Millionen ihren Job nicht verloren hätten. Welche positive Alternative zu "mehr als 500.000 Arbeitsplatzzuwächsen" wäre denn möglich gewesen?
Man kann ja immer alles ins Negative ziehen, aber dann sollte der Artikelschreiber doch wenigstens einmal aufzeigen, wie er es besser gemacht hätte. Am besten um so viel besser, dass die AfD unter 5% geblieben wäre.

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Sleeper_in_Metropolis 13.07.2018, 13:18
18. Verlierer

Zitat : "Wie Südekum und andere auch für Deutschland herausfanden, haben rechte und rechtspopulistische Parteien just in jenen Regionen überdurchschnittlich Erfolg, die von den Forschern als Verlierergebiete eingestuft wurden."

Aber das ist doch nun eine weder besonders überraschende noch besonders neue Feststellung. Arm&abgehängt (egal ob akut oder davon bedroht) war schon immer das Kernklientel rechter Parteien. Die Gründe, warum bestimmte Leute in so einer Lage gelandet sind mögen sich abhängig von den Umständen ändern, die Folgen auf dem Wahlzettel sind meist die gleichen.

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seit1973 13.07.2018, 13:19
19. Nicht die Globalisierung ist ...

...Ursache für soziale Verwerfungen. Es ist der Wettbewerb. Dieser hat früher gleichermaßen stattgefunden, innerhalb kleinerer geographischer Einheiten, und er hat schon immer Verlierer und Gewinner produziert. Krassestes Beispiel ist die WIedervereinigung. Aber auch in der Nachkriegs-BRD hat es Wettbewerbsverlierer gegeben, Autohersteller, die wegen der harten und profitableren Konkurrenz im Inland aufgeben mussten, es gibt tausende Beispiele.
Doch warum wählen Verlierer in der BRD AfD, und nicht mehr Die Linke? Ich befürchte, hier tut sich ein Abgrund auf...

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