Forum: Wirtschaft
Populismus und Handelskrieg: Das Gespenst der Dreißigerjahre ist zurück
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Drohender Handelskrieg, Populisten in Italien: Auf uns alle kommen schwierige Zeiten zu. Doch in Deutschland macht sich eine erschreckend selbstgerechte Art breit, alle Mitschuld an den Wirren der Welt abzustreiten.

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matthias50a 09.03.2018, 12:59
1. Alarmismus pur - Fricke schlägt wieder mal die Alarmglocke

Warum erscheint der Artikel eiegntlich noch unter " Wirtschaft " ? Besser wäre Boulevard oder zumindest " Buntes "... :)
Alle Länder, die zu lange über ihre Verhältnisse gelebt haben, unterliegen irgendwann harten Anpassungsprozessen. Siehe Wiedervereinigungsschuldenorgie in D und später Harz IV... Italien und Co sind da keine Ausnahme.
Wenn Herr F. sich selbst geißeln möchte, bitte schön. Aber immer " wir " Deutschen kann ich nicht mehr hören.
Auf Argumente näher einzugehen lohnt sich auch nicht, da der Artikel zu 90 % aus Meinung besteht.

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Gjulch 09.03.2018, 13:00
2. Schon wieder Doomsday

Diese Doomsday Nachrichten in den Medien sind einfach nur nervig. Embargo, "Handelskrieg", Atomkrieg etc etc. etc. Ständig werden wir mit Weltuntergangsszenarien bombardiert, unterstützt von manipulativen Bildern wie diesem. Da hilft auch kein Versuch der Selbstkritik des Spiegel an den Medien. ich arbeite in der internationalen Exportförderung und spreche täglich mit deutschen Unternehmen im Exportgeschäft. Russland, Türkei, USA... die Exportbemühungen gehen weiter und deutsche Unternehmen lassen sich so schnell nicht verunsichern. Nicht umsonst sind wir Exportweltmeister. Die Zeiten waren immer schwierig, aber ich glaube an die Resilienz und Anpassungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.

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Timo Siedler 09.03.2018, 13:00
3. Zum Teil zutreffend

Ein zutreffender Artikel. Bereits vor 5 Jahren habe ich irritierte Blicke geerntet, als ich die heutige Zeit mit der Weimarer Republik verglich.
Aber es geht in Europa nicht um einen Kürzungskurs sondern um effiziente Strukturen im Staatswesen. In Italien, Griechenland und Co. verpuffen Investitionen immer noch nahezu wirkungslos weil Besitzstandswahrer blockieren. Auch bei uns.

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rene_schulz 09.03.2018, 13:07
4. Austerität

Tut mir leid, aber der Artikel hat wenig mit der Realität zu tun.
Es wäre schön, wenn der Journalist nicht nur mit Emotionen sondern mit harten Zahlen arbeiten würde.
Woran lässt sich denn die Austeritätspolitik wettmachen?
In Deutschland hat der deutsche Staat Rekordeinnahmen. Es werden Rekordsummen für Sozialleistungen aufgewendet, es gibt kaum Länder auf der Welt die mehr tun (und vergleichbar gross sind). Es geht einigen wenigen schlecht, aber man muss auch mal hinterfragen warum. Schulbildung, Herkunft, Eigenverantwortung könnte man auch mal hinterfragen und nicht nur auf den bösen Staat drauf hauen.
Und ja Italien hat reformiert, da brauch man erstmal keinen Gegensatz zu Deutschland aufbauen. Das ist gut aber auch dringend notwendig bei einem Land das in vielen Kriterien max. Mittelfeld ist und war.
Italien macht im übrigen auch weiter Schulden, also Kürzungen und Sparen ist nicht! Der Italiener ist im Durchschnitt auch mind. so vermögend wie der Deutsche! Man halt also Mittel und Möglichkeiten so wie bei den anderen Krisenländern Irland und Spanien durch Reformen wieder hoch zu kommen!

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Darwins Affe 09.03.2018, 13:08
5. Währung?

1) Der grösste Fehler wird im Artikel leider nicht genannt: Durch die Gemeinschaftswährung wird den südlichen Ländern die Möglichkeit einer Abwertung genommen.
2) Länder mit unterschiedlicher Produktivität und Wirtschaftsleistung können in keiner gemeinsamen Währung bestehen. Alternativ wäre eine dauernde Transferunion, Diese ist in den nördlichen Ländern (ausser vielleicht Deutschland) politisch nicht durchzusetzen.
3) Man denke nur an den kürzlich veröffentlichten Brandbrief: Dänemark, Estland, Finnland, Irland, Lettland, Litauen, die Niederlande und Schweden positionieren sich dezidiert gegen eine weitere Vertiefung der EU.

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matijas 09.03.2018, 13:10
6. beim Namen nennen

Kapitalismus bedeutet gegenseitiges Niederringen im Konkurrenzkampf. Es ist sinnlos, immer nur detailreich die Folgen zu beklagen, statt die Ursache beim Namen zu nennen und ernsthaft nach Alternativen zu forschen.

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dekorte 09.03.2018, 13:12
7. Endlich!

Endlich mal ein hervorragender Beitrag zum Thema deutsche Wirtschafts- und Gesellschaftpolitik in DE und dessen Wirkung speziell in der EU aber auch im Rest der Welt. Ergänzend wäre noch zu erwähnen, dass der Steuerbeitrag deutscher Unternehmen und Vermögender von allen westlichen Industrienationen in DE am niedrigsten ausfällt. Gleichzeitig die Belastung der AN (außer Belgien) am größten ist, bei gleichzeitig größtem Niedriglohnsektor. Tja, da kommt noch einiges an Wut und Frust auf DE zu. Generalstreiks sind in DE übrigens verboten...

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klardenkendermensch 09.03.2018, 13:12
8. Betonung der Vorteile der europäischen Einigung

Ich glaube besonders in wirtschaftliche Hinsicht, hinkt der Vergleich der heutigen Zeit mit der Zeit Anfang der 1930-er Jahre. Wir haben heute besonders in Deutschland praktisch Vollbeschäftigung und Fachkräfte werden in fast allen Bereichen händeringend gesucht. Die Steuereinnahmen in Deutschland sprudeln auf Grund einer guten Konjunktur jedes Jahr immer stärker und es ist in fast allen Ländern der EU anerkannt, dass uns die europäische Einigung weit mehr Vorteile als Nachteile bringt. So wurde im italienischen Wahlkampf ja auch von den rechten Populisten kaum gegen die EU gewettert. Natürlich kann man sich im Detail immer streiten, ob bzw. wie weit die Austeritätspolitik gehen soll und ein Investitionsstau herrscht ja auch in Deutschland. Oberlehrerhaftes oder besserwisserisches Verhalten, besonders von Deutschland ist sicherlich kontraproduktiv und verbieten sich, aber die durch Zustimmung aller Mitgliedsstaaten festgelegten Regeln (z.B. 3% Verschuldungsobergrenze p.a. etc.) und besonders auch die gemeinsam Werte hinsichtlich Gewaltenteilung, müssen auf Dauer eingehalten werden und dürfen nicht zur Disposition stehen, einfach auch im Interesse aller Europäer. Viel wichtiger ist es, die unbestreitbaren Vorteile der europäischen Einigung und Integration, besonders vor den globalen Bedrohungen und Risiken, wie China, Trump, Brexit, etc. immer wieder zu betonen und zu verdeutlichen, denn jedes einzelne Land der verbleibenden 27 Staaten würde alleine deutlich schlechter fahren als wir gemeinsam mit der EU Erfolg haben werden. Das abschreckende Beispiel wird das Vereinigte Königreich nach dem Brexit sein.

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samsix 09.03.2018, 13:20
9. Na dann hat Donald doch recht!

Dann ist die Steuerreform der USA ja wohl der richtige Weg.
Es darf ohnehin angenommen werden, dass die italienische Wirtschaft ihre eigenen Wege gefunden hat, mit den italienischen Steuersätzen umzugehen. Man darf annehmen, dass in die offiziellen Statistiken dieses Landes weniger als die Hälfte der tatsächlichen Wirtschaftsleistung Eingang findet. Insofern hat die italienische Wirtschaft schon seit langem ihre ganz eigene Steuerreform. Auch daran krankt dieses Staatsgebilde. Allein der Wirtschaft und dem arbeitenden Bürger dort Ist das vollkommen egal.

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