Forum: Wirtschaft
Populismus und Handelskrieg: Das Gespenst der Dreißigerjahre ist zurück
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Drohender Handelskrieg, Populisten in Italien: Auf uns alle kommen schwierige Zeiten zu. Doch in Deutschland macht sich eine erschreckend selbstgerechte Art breit, alle Mitschuld an den Wirren der Welt abzustreiten.

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wahrsager26 10.03.2018, 14:34
160. An spaceagency. Nr185

Dank für Antwort ...und ich sehe nichts gutes.Suemögen sich aus vielerlei Gründen nicht einlassen,so dass es für beide! wenig gehaltvoll ist.Hätten Sie sich ( Superlative,was soll das hier sein?) auf die kommunizierenden Röhren eingelassen,wir hätten herrliche Bezüge zur Politik gefunden...aber so? Danke

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skeptikerin007 10.03.2018, 14:56
161. Das hätten sie schon gehabt

Zitat von troka
Herr Fricke, das nennt man zyklische Krisen des Kapitalismus. Ist eine systemimmanente Gesetzmäßigkeit. so, wie Kriege, sie sind unausweichlich in einem kapitalistisch-imperial orientierten System. Die Kausalität von Handelskriegen und dem politischen Zustand der Weltgemeinschaft wird am Beispiel Handelszölle nur eben mal etwas deutlicher. Da können Sie in Ihren Artikeln noch lange um einen angeblich humanen Kapitalismus herumscharwenzeln, die Gesetzmäßigkeit und Logik des Kapitalismus und dessen fatale Folgen, zu denen auch der 1. und der 2. WK gehören, bleiben uns damit nicht erspart. Was ist so schwer daran zu begreifen, dass nur ein grundlegender Systemwechsel, hin zu einer nicht kapitalistisch-marktwirtschaftlich orientierten Gesellschaftsform, ein Änderung bringen kann?
Ihr Systemwechsel hat nichts gebracht. Und kommen sie nicht mit dem Ammenmärchen von nicht richtig angewendeten Sozialismus. Es gibt kein Land, wo das funktionierte, nicht einmal in Nicaragua oder Nord Korea.
Die zyklischen Krise des Kapitalismus ist ein Märchen , womit die Genossen ihre Leute, die nach diesem System lechzten, verblödet hatten.
Mein linker Vater, der nach dem kz nicht nach Deutschland zurückkam, musste mit fast Verzweiflung feststellen, es ist doch noch ein besseres System. Schlimm geworden ist mit der Globalisierung und der turbokapitalismus. Ich bin aber überfragt, was die Lösung sei. Jedenfalls Kein Alarmismus a la Fricke und Co.

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Rosbaud 10.03.2018, 15:43
162. Mythos "Wirtschaftswunder"

Zitat von wahrsager26
Dank für Antwort,aber bleiben Sie bitte im 'Rahmen'.Wissen Sie,worauf Sie sich stützen, könnte sehr fehlerhaft sein.Deutschland war total zerstört -das erschließt sich Ihnen überhaupt nicht.War das auch die Schweiz? Die USA? Selbige litt später unter veralteten Maschinen.Sowie wir aus Trümmern auferstanden sind........Ich frage Sie: was sollen derartige Betrachtungen? Sie biegen sich aus ideologischen Gründen etwas zurecht.England fällt mir dazu auch ein......Aber nichts für ungut: Zahlenreirerei liegt uns Deutschen nun einmal und deren falsche Auslegung....siehe auch die Expertisen zu den Feinstaubtoten ganz aktuell-verfolgen Sie das bitte! Danke
Sie geben hier nur den westdeutschen Gründungsmythos wieder, der mit der Wirklichkeit nichts gemein hat.

1948 gab es in Westdeutschland 14% mehr und um ein Drittel jüngere Fabrikationsanlagen als 1935, und das trotz Kriegszerstörungen und Demontagen. Es gab keine Stunde Null. Weitere Gründe für das "Wirtschaftswunder": Die DM war 1948 um ca. 20 Punkte gegenüber dem Dollar unterbewertet, Marshallplangelder in ganz Europa regten Investitionen an, massenhaft billige, willige und gut ausgebildete Arbeiter (12 Mill. Flüchtlinge), großer Bedarf durch die Zerstörungen des Krieges, Amerika war mit Korea beschäftigt, wir waren die „Werkbank der Welt.

Das "Wunder" war also keines, es hatte natürliche Ursachen. Und es war auch nicht eine exklusive deutsche Angelegenheit. In vielen europäischen Ländern gab es ein "Wirtschaftswunder".

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böseronkel 10.03.2018, 16:26
163.

Zitat von matthias50a
Warum erscheint der Artikel eiegntlich noch unter " Wirtschaft " ? Besser wäre Boulevard oder zumindest " Buntes "... :) Alle Länder, die zu lange über ihre Verhältnisse gelebt haben, unterliegen irgendwann harten Anpassungsprozessen. Siehe Wiedervereinigungsschuldenorgie in D und später Harz IV... Italien und Co sind da keine Ausnahme. Wenn Herr F. sich selbst geißeln möchte, bitte schön. Aber immer " wir " Deutschen kann ich nicht mehr hören. Auf Argumente näher einzugehen lohnt sich auch nicht, da der Artikel zu 90 % aus Meinung besteht.
Zunächst ist einmal fest zu stellen der Artikel erschien nicht unter "Wirtschaft" sondern wie alle Kolumnen unter "Meinung". Klar beschäftigen sich die Fachkolumnisten bei Spon Thomas Fricke und Henrrik Müller mit Themen aus der Wirtschaft. Wer bereit ist einmal kurzfristig die neoliberalen Scheuklappen abzulegen, wird leicht erkennen können wie unsere schwarze Null und die Vorgänger mit der Sozialabbauagenda 2010 die rasante Ausbreitung der Armut mit der Zunahme der Tafeln gefördert haben. Es ist nach vorurteilfreier Betrachtung leicht erkennbar wie das Wegsparen der Nachfrage das außenwirtschaftliche Gleichgewicht aus dem Takt gebracht hat und zu den gesamtwirtschaftlich äußerst schädlichen Handelsbilanzüberschüssen geführt haben. Fricke und Müller sind näher an der Realität als blindwütige selbsternannte Ökonomen.

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joomee 10.03.2018, 16:41
164. Psychologische Projektion

Ich weiss ja nicht, welche Medien Fricke konsumiert, aber in jedem seiner Beiträge wird auf eine ominöse, bösartige, oberlehrerhafte Mainstream-Meinung der Deutschen oder bestimmten Personen verwiesen, wo regelmäßig andere Länder ihr Fett wegbekommen.

Es ist ja nicht so, dass es keine Meinungen oder auch kritische Berichte über Vorkommen in anderen Ländern gibt. Das ist in jedem Staat so und in der vernetzten Welt wohl auch üblich. Allerdings dramatisiert nur Fricke das und übertreibt bzw. polemisiert meiner Meinung nach enorm. Oder er sieht und liest eben, was er sehen und lesen möchte - aus welchem Grund auch immer.

Mir fällt dabei immer der wissenschaftliche Fachbegriff der psychologischen Projektion ein: Man schliesst von sich auf andere. Und da Fricke nun mal ein Besserwisser, Oberlehrer und eine Drama-Queen erster Güte ist, der/die gerne Dinge künstlich aufbauscht, unterstellt und sieht er eben permanent diese Eigenschaften auch bei anderen...

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böseronkel 10.03.2018, 16:49
165.

Zitat von bella-1956
Nun, ich bin keine sog, Biodeutsche, sondern habe nur den Pass dieses Landes, also in gewisser Weise ein Produkt der liberalen Entwicklung, zu der die Alliierten dieses Land zwingen mußten. Der Morgenthau-Plan ist Geschichte, er wurde bekanntlich nur diskutiert. Europa und der Rest der Welt hat ein Problem mit den Deutschen. Zu den beschriebenen Eigenschaften muß noch der deutsche Perkektionismus und deren sprichwörtlicher Fleiß und protestantischer Arbeitseifer hinzugefügt werden. Sind 88 Mill. vereinte Deutsche wirklich ein Segen für Europa? Frau Thather und ihr französischer Kollege hatten da Zweifel und wollten lieber weiter 2 deutsche Staaten. Das wäre sicher besser gewesen, denn die Systemkonkurrenz unter den perfektionistischen Deutschen erzwang einen beachtlichen Sozialstaat im bevölkerungsreichen Westen. Meine Lösung lautet Migration, Auffrischung durch Zuzug. Der hat der chaotische deutsche Hauptstadt Berlin irgendwie interessant und sexy gemacht..(auch wenn Neuköln oft nervt, hier versagt der Perfektionismus und die deutsche Post funktioniert nur durch Nachbarschaftshilfe) und auch München wird durch Zuwanderung vom In- und Ausland immer liberaler. Gerade die USA zeigt, dass Einwanderungsländer lebenswert sind und Hochtechnologie hervorbringen können....schönes Wochenende noch.
Als mittlerweile 83jähriger Bundesbürger weiß ich aus eigenem Erleben der Morgenthau-Plan wurde nicht nur diskutiert sondern auch umgesetzt. Als Sofortmaßnahme wurden all Schulen geschlossen. Als unsere Befreier merkten, dass die Befreiten möglicherweise das Wechselgeld in die Milchkanne steckten und die Milch in die Tasche wenn sie zu Milchholen geschickt wurden Schulen mit dem strikten Verbot von naturwissenschaftlichem Unterricht wieder geöffnet. Nach fast einem Jahr. Die naturwissenschaftlichen Fakultäten wurden erst wieder zugelassen als 1956 wegen des Koreakrieges deutsche Soldaten an vorderster Front zum totschießen gebraucht wurden. Also das hübsche Märchen "der Morgenthau-Plan wurde nicht umgesetzt" sollte schon hinterfragt werden.

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böseronkel 10.03.2018, 16:59
166.

Zitat von Rosbaud
Sie geben hier nur den westdeutschen Gründungsmythos wieder, der mit der Wirklichkeit nichts gemein hat. 1948 gab es in Westdeutschland 14% mehr und um ein Drittel jüngere Fabrikationsanlagen als 1935, und das trotz Kriegszerstörungen und Demontagen. Es gab keine Stunde Null. Weitere Gründe für das "Wirtschaftswunder": Die DM war 1948 um ca. 20 Punkte gegenüber dem Dollar unterbewertet, Marshallplangelder in ganz Europa regten Investitionen an, massenhaft billige, willige und gut ausgebildete Arbeiter (12 Mill. Flüchtlinge), großer Bedarf durch die Zerstörungen des Krieges, Amerika war mit Korea beschäftigt, wir waren die „Werkbank der Welt. Das "Wunder" war also keines, es hatte natürliche Ursachen. Und es war auch nicht eine exklusive deutsche Angelegenheit. In vielen europäischen Ländern gab es ein "Wirtschaftswunder".
Marshallplangelder flossen in ganz Europa außer in Deutschland direkt in die Wirtschaft. In Deutschland wurden Marshallplangelder zur Verbilligung von Krediten genutzt. Die deutsche Wirtschaft konnte sich für einen in der damaligen Zeit märchenhaften Zinssatz von 4% verschulden. Schulden scheinen also doch nicht so gruselig zu sein wie die schwarzen Nullen ständig kolportieren.

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bella-1956 10.03.2018, 17:26
167. Herr Fricke hat das Sparparadoxum verstanden.....

.....viele Mitdiskutanten leider noch nicht. Leider gehört Herr Fricke mit seinen durchaus richtigen Erkenntnissen zu einer Minderheit hierzulande. Diese wird von rechten Mainstream gerne als oberlehrerhaft denunziert. Aber dieses rechte Klientel hat einen festen Glauben, der leider durch Tatsachen nicht zu erschüttern ist...

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Aberlour A ' Bunadh 10.03.2018, 17:35
168. psychologischen Projektion

Zitat von joomee
Ich weiss ja nicht, welche Medien Fricke konsumiert, aber in jedem seiner Beiträge wird auf eine ominöse, bösartige, oberlehrerhafte Mainstream-Meinung der Deutschen oder bestimmten Personen verwiesen, wo regelmäßig andere Länder ihr Fett wegbekommen. Es ist ja nicht so, dass es keine Meinungen oder auch kritische Berichte über Vorkommen in anderen Ländern gibt. Das ist in jedem Staat so und in der vernetzten Welt wohl auch üblich. Allerdings dramatisiert nur Fricke das und übertreibt bzw. polemisiert meiner Meinung nach enorm. Oder er sieht und liest eben, was er sehen und lesen möchte - aus welchem Grund auch immer. Mir fällt dabei immer der wissenschaftliche Fachbegriff der psychologischen Projektion ein: Man schliesst von sich auf andere. Und da Fricke nun mal ein Besserwisser, Oberlehrer und eine Drama-Queen erster Güte ist, der/die gerne Dinge künstlich aufbauscht, unterstellt und sieht er eben permanent diese Eigenschaften auch bei anderen...
Fricke ist Keynesianer. Und Keynesianer sehen die (ökonomische) Welt nun mal anders als der deutsche Ordoliberalismus. Eine deutsche Kuriosität, die im Ausland eher Kopfschütteln erzeugt hat. Wegen des Mangels an Pragmatismus. "Drama-Queen erster Güte": was sagen wohl deutsche Ordnungsfanatiker zu Mindestlöhnen? Eben: "Drama-Queen".

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