Forum: Wirtschaft
Postenkampf in Brüssel: Warum nennen wir die EU nicht gleich Deutsch-Europa?
NEIL HALL/ POOL/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Lange galt, dass die Franzosen in Brüssel alles Mögliche besetzen. Mittlerweile sind wir Deutschen dabei, Anspruch auf so ziemlich alle Posten in der EU zu erheben. Ein gefährlicher Trend.

Seite 1 von 14
Shelumia 28.06.2019, 14:59
1. EU größer DE

Deutschland blockiert ständig wichtige Vorhaben weniger Macht für Deutschland wäre also besser.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
curiosus_ 28.06.2019, 15:28
2. Was lernen wir daraus?

Zitat von Thomas Fricke
Was lernen wir daraus? Vielleicht ließe sich neben dem Kriterium Ich-bin-deutsch ja noch das eine oder andere fachliche Argument berücksichtigen, wenn in der Nacht von Sonntag auf Montag um die Besetzung so wichtiger EU-Posten für die nächsten Jahre gerungen wird. Nur mal so als Anregung. Und zum Wohle aller.
Macron schmiedet eine Allianz gegen Deutschland

Es geht in Brüssel um mehr als die Vergabe der EU-Topjobs. Frankreichs Präsident Macron plant eine große Südstaaten-Achse, um den Einfluss der Deutschen zu schmälern. Bundeskanzlerin Merkel agiert in dieser Lage fahrlässig.


(WELT, 27.06.2019)

Vielleicht, dass alles doch auch ganz anders sein könnte? Oder dass der Frömmste nicht in Frieden leben kann, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt?

"Und zum Wohle aller":

Wenn es so einfach wäre hätten wir kein Problem. Und Macron keinen Grund seine Kandidaten zu bevorzugen (oder hat er etwa das Wohle aller im Sinn? Oder steht er Ihnen in seinem Wollen einfach nur näher? Fragen über Fragen). Nur setzt das voraus, dass es sich um eine WIn-win-Situation handelt. Da habe ich aber so meine Zweifel, oft dürfte es sich um eine Win-lose-Situation handeln.

Das letzte Wort hat nun mal der Chef. Und nicht die zweite (oder 3.) Reihe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-1049022215 28.06.2019, 15:40
3. Mathematik

Grob gerechnet ist jeder sechst Europäer in Deutschland lebend. Also steht Deutschlan ein sechstel aller EU-Posten zu. Oder anders gesagt: nach jeweils sechs Kommissionspräsidenten ist einer aus Deutschlan dran. So einfach ist das. Was das ganze kompliziert macht, ist, daß Frau Merkel gerne einen deutschen EZB-Präsidenten will – anbetracht derkommenden Italienkrise sicher einmal etwas, was sie richtig macht –, das EU-Parlament aber partout keinen EU-Kommissionspräsidenten haben will, der nicht Spitzenkandidate bei der Europawahl war. Und wenn die dort keine anderslautende Koalition zusamenbekommen, wird es der aus der EVP, Manfred Weber nämlich. So einfach.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TGX 28.06.2019, 15:54
4. "Warum nennen wir die EU nicht gleich Deutsch-Europa?"

... warum eigentlich nicht, da Deutschland den ganzen Laden ja zum Großteil finanziert. Es gilt auch hier der gute alte Grundsatz: "Wer bezahlt, bestimmt" und da sollte man dann auch das Recht haben, die vom Autor -zurecht- angeregte Umbenennung in die entsprechenden EU-Gremien einzubringen und zu beantragen. Guter Vorschlag !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
peter.di 28.06.2019, 16:45
6. Warum nennen wir die EU nicht gleich Deutsch-Europa?

Vermutlich deswegen weil es Quatsch wäre das zu tun, nur weil bei ein paar Posten Personen mit dt. Staatsbürgerschaft im Gespräch sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hillspills 28.06.2019, 16:49
7. Na, ja n bisschen zu viel hätte hätte...

Klar kann sicher auch n anderer machen, niemand ist unersetzlich. Aber ob es mit Weidemann schlimmer gekommen wäre weiß niemand. Das sind reine Mutmaßungen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bartsuisse 28.06.2019, 16:50
8. sponfacebook - Deutschland

hat mit 74 Parlamentarier den allergrössten Anteil, Frankreich hat 61, Italien 60. Deutschland ist bestens vertreten und profitiert massiv von der EU. Da sind die läppischen 15 Milliarden Netto eine sehr gute Investition

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wolly21 28.06.2019, 16:54
9.

Es geht Herrn Macron nicht um die Vorherrschaft Deutschlands in der EU, er hält einfach Herrn Weber für höchst ungeeignet für den Posten als Kommissionspräsident.
Und damit hat er recht !!!
Ob Weidemann ein guter EZB Chef wäre, kann ich nicht beurteilen.
Können sollte er es wohl.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 14