Forum: Wirtschaft
Postenkampf in Brüssel: Warum nennen wir die EU nicht gleich Deutsch-Europa?
NEIL HALL/ POOL/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Lange galt, dass die Franzosen in Brüssel alles Mögliche besetzen. Mittlerweile sind wir Deutschen dabei, Anspruch auf so ziemlich alle Posten in der EU zu erheben. Ein gefährlicher Trend.

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kj.az 28.06.2019, 17:41
20. Zweite Liga

Herr Fricke, Sie kennen sich bestens in der Regionalliga aus - in Bruessel stehen aber die Lizenzen fuer die Bundesliga an.

Und den besorgten Vorrednern hier im Forum sei gesagt, dass Deutschland in der Geschichte nicht immer sehr gut gefahren ist, wenn Frankreich bestimmt hat: Versailler Vertrag, Wiedervereinigung mit der Einfuehrung des Euro erzwungen - Deutschland ist gegenueber seinem "Erzlieblingsnachbarn" sehr oft eingeknickt, nicht immer zum eigenen Wohle.

Da hilft auch das mantrahafte Wiederholen der EU Mitgliedschaft Deutschlands nichts. Kritiker sollen bitte mal in Betracht ziehen, dass die Deutschen vielleicht nach wie vor arbeitsam und fleissig sind. Gruss aus USA.

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qjhg 28.06.2019, 17:41
21. Genau aus dem Grund,

weil wir Deutschen schon viel zu dominant in der EU sind, sollten wir darauf verzichten, einen Eu Kommissionspräsidenten zu stellen. Dass der genannte Herr Weber nach allgemeinerAuffassung auch nicht der gewünschten Kompetenz entspricht, sollte es uns Deutschen sogar noch leichter machen. Die Bundesregierung sollte darauf drängen, den unabhängigen und damit einflußreichen EZB Präsidenten zu stellen. Der Bundesbankpräsident wäre da genau derRichtige.

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power.piefke 28.06.2019, 17:53
22. @tgx

""Wer bezahlt, bestimmt"" ... genau, und wenn irgendein oligarch mehr bezahlt als Sie, dann sollten Sie einfach mal einen Schritt zurück gehen. Schon mal was von Demokratie und Solidarität gehört?

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nofreemen 28.06.2019, 17:54
23. nur noch so lange das Geld fliesst

Deutschland finanziert Europa mit dem Geld das man den anderen Volkeswirtschaften weg nimmt. Durch den gewaltigen Niedriglohn- Sektor schnürt man den anderen die Luft ab und läßt sie jämmerlich ersaufen. Danach wirft man ihnen den Rettungsring zu und klopft sich stolz auf die Schulter. Der nächste Schritt ist die Einforderung aller wichtigen Positionen. Wenn bei soviel "Frechheir" Europa nicht ins zittern kommt, wer denn? Sowas kann man nicht mehr aussitzen, es wäre fatal.

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Darwins Affe 28.06.2019, 17:55
24. Belämmert!

1) Viele Länder der EU lassen sich das Hegemonialstreben von D und F nicht mehr gefallen. GB hat sich schon verabschiedet und die anderen Länder mucken auf.
2) Dazu kommt, dass der Keil zwischen D und F immer grösser wird. Macron will die Stimmenmacht der Club-Med-Staaten in der EZB für seine Zwecke nutzen. Die nördlichen Staaten (ausser D) setzten den beiden Hegemonen mit dem Neuen-Hanse-Bund zu. Die Oststaaten haben sich in der Visegrád-Gruppe organisiert.
3) Und Deutschland weiss inzwischen nicht mal mehr, was es will – und steht daher mit recht belämmert da: Eine blockierte Regierung und eine blockierte Opposition mit 1-Themen-Parteien.
4) Fazit: Der Traum von der Hegemonie über Europa scheint (gottseidank) sowohl für Deutschland wie auch für Frankeich (wieder mal) schiefgegangen zu sein.

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r.muck 28.06.2019, 17:56
25. Wenn es um die Qualifikation geht..........

............ist Weber wahrscheinlich nicht die beste Wahl. Vor allem, weil er nie in einer Regierung gearbeitet, und so versteht sich die Kommission, hat und auch nie Verwaltungserfahrung sammeln konnte.
Dass das Operettenparlament, was sich wieder zeigt, wo sich die Staatschef, vorneweg Macron, die Regierungschef (Plural?) einen Deut um die Mehrheitsverhältnisse kümmern, macht viele Wähler sehr ärgerlich und trägt sicher zum negativen Image der EU bei.
Ich habe liberal gewählt um Margrethe Verstager im Kampf um die Kommission zu stärken., hieß keine drei Tage später, die gesetzten Kandidaten/innen habe sowie so keine Chance.

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seine-et-marnais 28.06.2019, 17:56
26. Volle Zustimmung und zwei Warnungen

Ich kann diesem Artikel voll zustimmen. Die Art und Weise wie seit Merkel EU-Politik betrieben wird spaltet Europa.
Die erste Warnung ist dass die These der 'Europäer' aufrecht erhalten wird. Es gibt keine 'Europäer' im engeren Sinn, das sind alles Deutsche, Franzosen, Iren, Finnen, Polen, Ungarn, Griechen, Malteser, Portugiesen usw die eine eigene Geschichte und Tradition haben (Wirtschaft, Religion, Sozialstaat), die eben keinen Melting Pot wie in den USA erlauben. Man kann in Europa nicht Alles und Alle über einen Kamm scheren.
Die zweite Warnung betrifft Macron. Die Persönlichkeit Macrons zeigt, dass er schöne Reden über die EU halten kann, dass er sich gut verkauft. Es geht ihm aber letztlich nicht prinzipal um das Vorankommen der EU, selbst nicht um eine 'Vormachtstellung Frankreichs', es geht ihm um seine persönliche Karriere. Und die ist sehr wackelig in Frankreich; darum wer auf Macron und seine Bluffs bei der Konstruktion Europas baut, der baut auf Sand.
Fazit: den Deutschen stände ein Mea Culpa gut zu Gesicht und die Rolle eines 'Ersten unter Vielen', aber nicht die merkelsche Besserwissereipolitik die versucht die EU am 'deutschen Wesen genesen zu lassen', und man sollte sich nicht von Macron ins Bockshorn jagen lassen.

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sanibel123 28.06.2019, 17:59
27. Ein Deutscher als Nachfolger von Junckers: keine Gute Idee !

Für Deutachland ist es immer besser, wenn ein kleiner Nachbar
den Chefin Brüssel stellt. Die Niederlande oder Dänemark bieten sich
an.

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freefox 28.06.2019, 18:04
28. Wir sollten endlich mal lernen und begreifen

Zitat von TGX
... warum eigentlich nicht, da Deutschland den ganzen Laden ja zum Großteil finanziert. Es gilt auch hier der gute alte Grundsatz: "Wer bezahlt, bestimmt" und da sollte man dann auch das Recht haben, die vom Autor -zurecht- angeregte Umbenennung in die entsprechenden EU-Gremien einzubringen und zu beantragen. Guter Vorschlag !
daß man pro Einwohner (Kopf) rechnet und nicht pro Land und es gibt ärmere, weniger arme und reiche Einwohner. So ähnlich wie in Deutschland McPom und BaWü. Irgendwann haben wir gemeinsam in Europa beschloßen zusammen zu rücken; so ähnlich wie der Bayer und der Bremer usw. Sie sollten gefälligst Ihr Vorredner Nr. 3 mal zuhören, bzw lesen: Mathematik!

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jo-bo-sa 28.06.2019, 18:04
29. Egal ob Weber oder sonstwer

als EU-Kommissons-Chef. Hauptsache nicht dieser unsägliche Timmermann.

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