Forum: Wirtschaft
Postenkampf in Brüssel: Warum nennen wir die EU nicht gleich Deutsch-Europa?
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Lange galt, dass die Franzosen in Brüssel alles Mögliche besetzen. Mittlerweile sind wir Deutschen dabei, Anspruch auf so ziemlich alle Posten in der EU zu erheben. Ein gefährlicher Trend.

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Jenz P. Eter 28.06.2019, 22:19
60. Hallo Kosmopolit

Zitat von Patrik74
...weiß, dass sie mit dem Begriff "Grande Nation" nichts anfangen können - das ist eher so ein deutscher Mythos, damit sich der deutsche Stammtischbruder kosmopolitisch geben kann (kann ein paar Worte Auswärts - also, außer dos cervezas por favor), und vorgeblich irgendeine Ahnung von unseren Nachbarn hat - also jenseits des Wissens, dass sie jeden Abend Froschschenkel essen...
dos cervezas por favor

Ist Spanisch.
Nix französich.

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pethof 28.06.2019, 22:20
61. Lieber Herr Fricke!

Wäre es Ihnen den lieber, wenn die von Ihnen aufgezählten Posten im EU-Machtgefüge durch Vertreter aus den Mini-EU-Staaten Malta, Estland, Lettland, Litauen, Zypern, Slowenien, Kraotien und anderen Winzlingen besetzt würden? Auch innerhalb der EU hat Deutschland handfeste eigene wirtschaftliche Interessen, die nur durch entsprechende eigene qualifizierte Personen durchgesetzt werden können. Viele der kleinen EU-Staaten haben sich bereits hinlänglich als Vasallen und Wadenbeisser der US-Administration geoutet, die ausschließlich deren und nicht die deutschen und europäischen Interessen vertreten. Man denke nur an den Kampf um Nordstream 2.

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Patrik74 28.06.2019, 22:21
62. Nunja..

Zitat von Jenz P. Eter
Verdammt gut ist, das man in Deutschland alles kritisieren darf. Verdammt dämlich ist, sich als Deutscher automatisch klein zu reden (Zum Glück haben wir die Deutschen mit Migrationshintergrund: denen ist das fremd).
Spätestens seit der Bankenkrise drängt sich den Miteuropäern nicht unbedingt der Eindruck auf, dass sich Deutschland klein macht...

Es ist wohl eher so, dass die kleineren Ländern den Eindruck, dass ihr Recht in dieser Union sich darauf beschränkt, die Klappe zu halten und abzunicken, was den Hegemon in seiner Allwissenheit beliebt.

Die Quittung für soviel "Zurückhaltung" haben wir 2015 bekommen.

Vielleicht wäre weniger großkotziges Auftreten unseres Großinquisitors "der Märkte" aka "die Schwarze Null" zielführender gewesen. Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten sehr gut damit den Ball flach zu halten und als bedeutende Soft Power aufzutreten.

Das verstehen unsere Nationalisten und "Patrioten" zwar nicht, weil es ihrem persönlichen Minderwertigkeitskomplex keine Abhilfe verschafft (man wäre wohl gerne wieder wer...), aber diese irrationale Motivationslage ist kein Grund, die bewährte Politik des gepflegten understatements aufzugeben.

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murksdoc 28.06.2019, 22:31
63. Europäische Gemeinheit

Ich lerne daraus: "Nicht die Kompetenz entscheidet über eine Funktion (im guten und im schlechten Sinne), sondern die Nationalität (dito)". Gemeinheit geht vor Gemeinschaft. Die EU in dieser Form wird immer mehr zur Farce.

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Patrik74 28.06.2019, 23:24
64. Jo

Zitat von Jenz P. Eter
dos cervezas por favor Ist Spanisch. Nix französich.
"Auswärts" halt - da macht der Stammtisch keinen großen Unterschied...

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unitedwestand 28.06.2019, 23:51
65. Um Gottes Willen

... Ja glaubt denn hier in Deutschland ernsthaft jemand, dass in der EU überhaupt jemand scharf darauf wäre, dass Weber Kommissionspräsident wird? Nie und nimmer! Überhaupt Weber oder Öttinger, die CSU-Herren. Wenn diese Leute unsere Besten sein sollen für die EU?! Da kann man nur mit dem Kopf schütteln.

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AxelSchudak 28.06.2019, 23:59
66. Offene Fragen...

Wenn denn schon so schön klar gemacht wird, dass die Deutschen zu viele Posten haben, KÖNNTE man als Journalist ja auf die Idee kommen, das mit Statistik zu belegen. Wie viele Spitzenposition a la "Generalsekretär von ABC" gibt es denn, und wie lange wurden diese in den letzten 10/20 Jahren von Deutschen belegt. Weicht diese Prozentzahl deutlich vom politischen Gewicht Deutschlands ab (wie es sich z.B. durch die Bevölkerungszahl, Wirtschaftskraft oder den Nettobeitrag abbildet), DANN kann man in der Tat von einem fragwürdigen Übergewicht sprechen - natürlich gerne auch im Vergleich zu anderen Nationen. Aber das macht Arbeit. Mal eben 5,6 Posten raussuchen, die irgendwann mit Deutschen besetzt waren, und nebenbei Juncker und andere eindeutschen, ist sicherlich einfacher. Schade, Chance verpasst.

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d45gts 29.06.2019, 00:50
67. Wer profitiert massiv?

Zitat von bartsuisse
hat mit 74 Parlamentarier den allergrössten Anteil, Frankreich hat 61, Italien 60. Deutschland ist bestens vertreten und profitiert massiv von der EU. Da sind die läppischen 15 Milliarden Netto eine sehr gute Investition
"Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU"
https://www.stern.de/wirtschaft/geld/vermoegensschock--die-deutschen-sind-die-armen-wuerstchen-der-eu-7780210.html
"Deutsche belegen beim Vermögen den letzten Platz" EZB-Studie
https://www.welt.de/wirtschaft/article115143342/Deutsche-belegen-beim-Vermoegen-den-letzten-Platz.html

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Tante_Frieda 29.06.2019, 00:51
68. Das hört man oft

Zitat von bartsuisse
(...) hat mit 74 Parlamentarier den allergrössten Anteil, Frankreich hat 61, Italien 60. Deutschland ist bestens vertreten und profitiert massiv von der EU. Da sind die läppischen 15 Milliarden Netto eine sehr gute Investition
Dass Deutschland von der EU profitiert,bestreitet auch (fast) niemand.Allerdings vergessen diejenigen,die immer gern daran erinnern,die Tatsache,dass vom Handel innerhalb der EU jedes,wirklich jedes Mitglied profitieren kann.Es muss nur wettbewerbsfähige Waren und Dienstleistungen anbieten,nicht mehr und nicht weniger.

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kj.az 29.06.2019, 01:10
69. Tolle Ideen

Zitat von Jenz P. Eter
Es ist dämlich, wenn Trump rumschreit: USA first. Es ist noch wesentlich dämlicher, wenn ein deutscher Journalist rumschreit: Germany last. Zum Verständnis: ich bin alles andere als ein AFD Wähler. Ich lebe sehr gern mit Deutschen (!), die einen türkischen, italienischen, griechischen oder sonstwie Migrationshintergrund haben, zusammen. Wir alle sind zusammen Deutsche und sollten zusammen stark sein. Bei aller möglichen Kritik: Nicht alles, aber verdammt vieles, was aus Deutschland kommt, ist gut. Verdammt gut ist, das man in Deutschland alles kritisieren darf. Verdammt dämlich ist, sich als Deutscher automatisch klein zu reden (Zum Glück haben wir die Deutschen mit Migrationshintergrund: denen ist das fremd).
Danke. Sehr treffend.

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