Forum: Wirtschaft
Power-to-Gas: Die verschleppte Energierevolution
Uniper

Wieder einmal: In Deutschland wird eine Zukunftstechnologie entwickelt - und dann überlässt man der Konkurrenz das Feld. Dabei könnte Wasserstoff aus Ökostrom helfen, Kohlekraftwerke überflüssig zu machen.

Seite 1 von 40
kaiser.friedrich 07.05.2019, 09:18
1. Wasserstoff ist keine Lösung

Jeder, der schon mal im UHV-Labor mit Wasserstoff gearbeitet hat, weiss wie schwer dieser zu handhaben ist, da die Moleküle so klein sind, dass sie selbst durch Stahlwände durch diffundieren.

Es hat einen Grund, warum sich trotz der langen Verfügbarkeit von Wasserstofffahrzeugen, die sich nie in der breiten Masse durchgesetzt haben.

Mal davon abgesehen rechne ich sowieso nicht damit, dass der SPIEGEL meinen Kommentar freigibt, also koennte ich mir das hier auch sparen.

Beitrag melden
christoph_schlobies 07.05.2019, 09:21
2. Wasserstoff aus AKW ist sehr viel sinnvoller

Wasserstoff aus AKW ist sehr viel sinnvoller,weil dann nämlich die teuren Anlagen rund um die Uhr laufen könnten.-
Man sollte AKW nur zu diesem Zweck bauen-die kann man dann auch weit weg von Siedlungen errichten.Das wäre zwar unnötig,aber die deutschen Hysteriker stellen leider einen politischen Faktor dar.
Es könnte Wasserstoff hergestellt werden -also auch O 2 -und andere Treibstoffe und Heizöle .Das wäre sinnvoll ..

Beitrag melden
carinesophie 07.05.2019, 09:23
3. ohne Mathe-Abi / logischem Denken kommt nur Murks-Politik raus

Aktuell scheinen in der Smartphone-sozialisierten Jugend das logische Denken wie im Matheabitur fast völlig verschwunden zu sein. Ich mutmaße, daß auch zuvor schon nicht immer die Mathe-Versteher und wahren Intellektuellen in die Politik gewechselt sind, sondern eher die Mathe-Analphabeten - anders kann ich mir den E-Auto-Wahnsinn nicht erklären. Jeder 7.-Klässler mit etwas Verständnis für Physik weiß, daß es mit E-Autos nicht klappen kann.

Beitrag melden
klauswerner2 07.05.2019, 09:25
4. Wieso ist die Effizienz eigentlich so wichtig?

Wieso ist die Effizienz eigentlich so wichtig?
Das verstehe ich nicht - wenn man doch den Strom nimmt, den man sonst für teures Geld ans Ausland verkauft, odert wenn man den Strim nimmt, für den ansonsten Windparkbetreiber entschädigt werden, wenn sie die Anlagen bei zuviel Produktion herunterregeln, dann ist es doch völlig egal wie effizient die Anlagen sind - es wäre immer noch "billig".
klauswerner

Beitrag melden
kritischer-spiegelleser 07.05.2019, 09:29
5. verschleppte Energierevolution?

Ja, da gäbe es viele Möglichkeiten. Gäbe es da nicht die Kohlelobby und die Gas-Lobby und die Windkraft-Lobby usw. Und da ist es als Politiker eben schwer, sich zu entscheiden. Wasserstoff wäre eine Alternative um sinnvoll Windkraft-Strom zu speichern und auch als eigenständiger Energelieferant eine Alternative zum Windkraft-Strom. Aber Deutschland macht nun mal seine Energiepolitik sehr engstirnig und sehr teuer!

Beitrag melden
MikeMeyerhof 07.05.2019, 09:29
6.

Zitat von kaiser.friedrich
Jeder, der schon mal im UHV-Labor mit Wasserstoff gearbeitet hat, weiss wie schwer dieser zu handhaben ist, da die Moleküle so klein sind, dass sie selbst durch Stahlwände durch diffundieren. Es hat einen Grund, warum sich trotz der langen Verfügbarkeit von Wasserstofffahrzeugen, die sich nie in der breiten Masse durchgesetzt haben. Mal davon abgesehen rechne ich sowieso nicht damit, dass der SPIEGEL meinen Kommentar freigibt, also koennte ich mir das hier auch sparen.
Sie haben schon gelesen dass die Anlage das vergast. Also damit die Nachteile kompensiert von denen sie schreiben.

Beitrag melden
abcd63 07.05.2019, 09:30
7.

Was heisst denn "wirtschaftlich noch nicht vertretbar"? Wir reden hier von grünem Strom aus Überkapazitäten, dieser Strom würde sonst gar nicht erzeugt werden wg. Abschalten von Windkraftanlagen oder Herunterregeln von Photovoltaik. Sicherlich könnte man auch eine Menge Leitungen einsparen wenn man grünen Strom von Offshore-Anlage in Gas umwandelt und so über das bestehende Netz in den Süden transportiert. Was für Idioten sind denn hier in diesen Behörden unterwegs???

Beitrag melden
tangoman 07.05.2019, 09:31
8. zuständigen Wirtschaftsministerium :-) :-)

Das sagt doch schon alles!! Ein Wirtschaftsminister, welcher die 5G-Digitalisierung gerade an die Wand fährt, der beim Netzausbau aber auch gar nichts auf die Reihe bekommt und nun „übersehen„ hat, dass nicht ein paar Großkonzerne, welche Innovationen regelmäßig verschlafen (Daimler - Brennstoffzellen, Batterieproduktion), sondern der Mittelstand die tragende Säule der deutschen Wirtschaft ist.
Dass von so jemanden zu Power-to-Gas nichts Sinnvolles kommt, war zu erwarten.
Jemand hat letztes geschrieben: „Dieser Minister kann Vieles, aber nichts richtig“
Dem ist nichts hinzu zu fügen.

Beitrag melden
spon_7924415 07.05.2019, 09:31
9. Renditefragen, sonst nichts

"... Im zuständigen Wirtschaftsministerium heißt es, die Technologie sei wegen ihres geringen Wirkungsgrads "wirtschaftlich noch nicht vertretbar". "
Unterhalb von 10% garantierter Rendite wird hier niemand aktiv.
In Dänemark scheint man das anders zu sehen.
Die deutsche Industrie mit ihren überzogenen Renditeansprüchen hat sich längst aus dem Markt katapultiert.
Genau wie bei der Windkraft, PV, Solarthermie, Wärmenetze.

Beitrag melden
Seite 1 von 40
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!