Forum: Wirtschaft
Power-to-Gas: Die verschleppte Energierevolution
Uniper

Wieder einmal: In Deutschland wird eine Zukunftstechnologie entwickelt - und dann überlässt man der Konkurrenz das Feld. Dabei könnte Wasserstoff aus Ökostrom helfen, Kohlekraftwerke überflüssig zu machen.

Seite 11 von 40
Ökofred 07.05.2019, 10:50
100. Lobby, ganz schlimm..

Zitat von kritischer-spiegelleser
Ja, da gäbe es viele Möglichkeiten. Gäbe es da nicht die Kohlelobby und die Gas-Lobby und die Windkraft-Lobby usw. Und da ist es als Politiker eben schwer, sich zu entscheiden. Wasserstoff wäre eine Alternative um sinnvoll Windkraft-Strom zu speichern und auch als eigenständiger Energelieferant eine Alternative zum Windkraft-Strom. Aber Deutschland macht nun mal seine Energiepolitik sehr engstirnig und sehr teuer!
Ganz ehrlich, ohne die Windkraft Lobby gäbe es keine Windenergie. Wenn sich alle Ideen nur durchsetzen, weil sie besser sind würden wir vielleicht noch mit Torf heizen. Auch die Kohle Lobby musste sich irgendwann mal dursetzen, ja da hatten die auch Probleme, besonders als die Atom Lobby aufkam.. (und ohne die Kohle Lobby wäre unser Land jetzt zugebaut mit AKWs wie Frankreich, Atomminister Strauss sei Dank, einfach mal "Der Stromstaat" Googlen)

Beitrag melden
Marut 07.05.2019, 10:51
101. Unrentabel

Zitat von abcd63
Was heisst denn "wirtschaftlich noch nicht vertretbar"? Wir reden hier von grünem Strom aus Überkapazitäten, dieser Strom würde sonst gar nicht erzeugt werden wg. Abschalten von Windkraftanlagen oder Herunterregeln von Photovoltaik. Sicherlich könnte man auch eine Menge Leitungen einsparen wenn man grünen Strom von Offshore-Anlage in Gas umwandelt und so über das bestehende Netz in den Süden transportiert. Was für Idioten sind denn hier in diesen Behörden unterwegs???
Nun ist diese Argumentation, Energie aus Wasserstoff sei unrentabel, jenes Argument, das diejenigen verwenden, die diese Energiegewinnungsrichtung verhindern wollen, da sie eine unliebsame Konkurrenz gegen die etablierten Energieerzeuger verhindern wollen.
Hier haben die "Großen" Angst um ihre Monopolprofite! Wer einbißchen in der Materie drinsteckt weiß, dass der klassische Rentabilitätsbegriff hier nicht angewendet werden kann. So hat der nicht für Wasserstoff erzeugte Strom, weil die Windanlage abgeschaltet werden muß, eine Rentabilität von 0% - es ist vorhandene aber verschleuderte Energie.
Auch ist es ein nicht zu vernachlässigender Vorteil, dass wir überschüssigen Strom nicht ins Ausland verschleudern müssten, sondern z.B. zur Verwendung in Brennstoffzellen (Thema Mobilität) ganz im eigenen Land verbrauchen könnten.

Beitrag melden
Haarfoen 07.05.2019, 10:52
102. Oh je - Eine "neue" Technologie ...

Unsere Regierung und der Umgang mit neuen Technologien erinnert stark an die SED und das Politbüro der DDR. Da gab es jede Menge Innovationen bis hin zum Common Rail- Motor - hat alles nichts genützt und ist in den Schubladen verschwunden. Innovation wurde nicht gefördert. Unser digitales Netz erinnert an den Trabant. Ein Schelm sei der, der die Biografie unserer Kanzlerin als Begründung anführt.

Beitrag melden
Freedom of Seech 07.05.2019, 10:52
103. Unbesiedeltes Gebiet: Lausitz

Zitat von severus1985
Wo haben Sie denn in Deutschland unbesiedelte Gebiete? Und wenn Sie ein solches finden, fliegen Sie die Belegschaft dann mit dem Helikopter ein?
In der Lausitz gibt es genug Flächen (Braunkohleabbau Gebiete) die nicht besiedelt sind. Die Leute dort wären sicher froh wenn ein paar moderne (sichere) Kernkraftwerke hingestellt würden. Die Anschlüsse an das Elektrizitätsnetz sind vorhanden. Vielleicht sollte man mal die Anwohner dort direkt befragen, statt ihnen vorzuschreiben wie sie zu denken haben - die Anti-Atom Lobby erzählt nämlich ziemlich viel Blödsinn was nicht jeder glaubt.

Beitrag melden
Ökofred 07.05.2019, 10:53
104. Nein..

Zitat von gmein
Wasserstoff- oder Methangaserzeugung mit Strom wäre natürlich an den Offshore Windparks am vernünftigsten, Einspeisung ins Gasnetz von North Stream, oder wie das heißt. Stattdessen will man den Windparkstrom über Monstertrassen bis nach Süddeutschland transportieren, um dort die Akkus der künftig elektrisch fahrenden LKW-Flotte mit Strom zu betanken. Auf so etwas wären noch nicht einmal die Schildbürger gekommen, abgesehen davon, dass es eine Elektro-LKW-Flotte mangels Akku nie geben wird.
So einfach ist es auch nicht, die Windtrassen sollen den Strom bringen, den Bayern auch so braucht, nachdem die AKW da wegfallen. Das reicht nicht für irgendwelche LKW Flotten.

Beitrag melden
cvdheyden 07.05.2019, 10:53
105. Genau

Zitat von kaiser.friedrich
Jeder, der schon mal im UHV-Labor mit Wasserstoff gearbeitet hat, weiss wie schwer dieser zu handhaben ist, da die Moleküle so klein sind, dass sie selbst durch Stahlwände durch diffundieren. Es hat einen Grund, warum sich trotz der langen Verfügbarkeit von Wasserstofffahrzeugen, die sich nie in der breiten Masse durchgesetzt haben. Mal davon abgesehen rechne ich sowieso nicht damit, dass der SPIEGEL meinen Kommentar freigibt, also koennte ich mir das hier auch sparen.
Wasserstoff ist keine Loesung aber Methan und das sagt der Artikel, den Sie offensichtlich nicht gelesen haben aber dafuer in unsinniger Weise kommentieren.

Beitrag melden
dunkelpeter 07.05.2019, 10:54
106. Was heisst hier Wirkungsgrad?

Es ist Solar- oder Wind-Strom im Netz, und der kann zeitweise nicht verbraucht werden. Also wird er "weggeworfen". Selbst wenn nur ein Anteil 10% des sonst weggeworfenen Stroms als Wasserstoff / Methan zur Verfügung steht, liegt der Wirkungsgrad bei "Unendlich", also deutlich über 100%!
Wir sollten übrigens auch daran denken, dass Strom nur ein kleiner Teil des Energieverbrauchs ist, 3% Solar-Strom sind wieviel Prozent des Gesamtenergieverbrauchs?

Beitrag melden
nwz86 07.05.2019, 10:54
107. Kernfusion statt Verbrennung

Wasserstoff ist tatsächlich die Lösung... im Fusionsreaktor, einer "Energiewende", die diesen Namen auch verdienen würde, deren Erforschung und Erprobung hoffentlich weiter vorangetrieben wird (auch wenn die Grünen dagegen sind).
In Deutschland haben wir Wendelstein 7-X in Greifswald wo schon tolle Erfolge erzielt werden, aber ich sehe es kommen: Unsere unfähige Politik und die technophobe Öffentlichkeit wird diese Zukunftstechnologie torpedieren... und den Durchbruch schaffen dann die Chinesen. Unser Land will einfach nicht mehr und gibt sich selbst auf.

Beitrag melden
sarang he 07.05.2019, 10:54
108.

Die öffentlichen Subventionen für die Entwicklung Power-to-Gas sind ausgelaufen und somit werden die Projekte von den Unternehmen gestoppt, da kein Interesse besteht selbst die weitere unternehmerische Verantwortung zu übernehmen.
War ja schon bei den Solarzellen, wo die deutschen Unternehmen die Industrialisierung der Solarzellenproduktion trotz hoher Subventionen nur unzureichend durchgezogen haben, weil dies etwas mehr an Eigenmitteln erfordert hätte. Oder bei der Einstampfung der Lithiumionenakkuproduktion eines großen Automobilherstellers unmittelbar nach Auslaufen der öffentlichen Fördermittel.
Es werden auch Unternehmen als Akkuhersteller gehypt, die 100 % der Akkutechnologie zukaufen und endmontieren.

Beitrag melden
NorddeutschePflanze 07.05.2019, 10:55
109. Danke sehr.

Zitat von r_saeckler
Maximale Effizienz erreichen Sie, wenn Sie gar nicht erst schweineteure Windradln bauen die in 3 bis 8 Tagen im Jahr bei Starkwindlagen überflüssigen Strom erzeugen. Immer noch reccht gute Effizienz erreichen Sie, wenn Sie grundsätzlich nur den Strom ins Netz einkaufen, den Sie benötigen - und das Problem der Überproduktion dem Produzenten überlassen wie der damit klarkommt - machen Sie persönlich übrigens bei Erdbeeren, Kartoffeln und Bügeleisen ganz genauso, nicht wahr? (Womit mal wieder die absolute Schwachsinnigkeit der dt. Energeigesetzgebung angesprochen wäre...). Und wenn "irgendjemand" unter den leider hierzulande derzeit herrschenden schwachsinnigen Randbedingungen des (Elektro-)Energiemarkts eine ökonomische Nische für sich sieht in der er den sinnlos eruzeugten Windradl-Überschussstrom billigst oder sogar geschenkt mit Abnahmeprämie zu irgendwas irgendwie speichert/verarbeitet/sonstwie nutzt - so hat er meinen Segen das doch recht gerne zu tun... Nur: um Himmels Willen jetzt nicht auch noch ein neues Subventionsloch graben!!!
1. Ich kann meinen Namen nicht tanzen.
2. Sie haben viele Argumente dagegen, aber haben Sie auch irgendwelche Ideen, wie man es denn besser machen kann?

Ich glaube nicht, und by the way: Etwas Kenntnis in Orthografie täte Ihren Beiträgen gut.

Beitrag melden
Seite 11 von 40
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!