Forum: Wirtschaft
Power-to-Gas: Die verschleppte Energierevolution
Uniper

Wieder einmal: In Deutschland wird eine Zukunftstechnologie entwickelt - und dann überlässt man der Konkurrenz das Feld. Dabei könnte Wasserstoff aus Ökostrom helfen, Kohlekraftwerke überflüssig zu machen.

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bstendig 07.05.2019, 12:56
210. Die Industrie macht das,

Zitat von jens109
Immerhin eine Alternative. Der Wirkungsgrad wurde ja schon diskutiert. Windgas oder GreenGas halte ich neben Wasserstoff für einen tollen Kompromiss. Die Infrastruktur für Autogas ist fast vollständig da. Leider haben sogar Autohersteller die ein Gas Auto im Angebozt hatten, dieses zugunsten des Batterie Hypes wieder auf Eis gelegt. Auch VW geht meiner Meinung nach einen gefährlichen Weg in eine mögliche Sackgasse.
was sich verkaufen lässt. Momentan ist der Hype halt bei Batterieautos am größten.

Alle MINT-fernen Schulabgänger, wahrscheinlich so um die 80-90% (Physik und Chemie werden imemr als Erstes abgewählt), kennen die Batteriautos noch aus ihrer Kindheit. DAS lieben Sie.

Wasserstoff setzen sie in erster Linie mit dem Hindenburg-Drama in Lakehurst in Korrelation. das wäre NOCH schlimmer als Diesel fahren oder gendergerechter - "Dieselin" fahren.

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Freedom of Seech 07.05.2019, 12:58
211. @196 Misterknowitall

Zitat von misterknowitall2
da sehr sicher zu sein. Gibt es in der ganzen Gegend keine Krebsfälle? Was macht sie so sicher, dass es nicht auch mit dem Atommüll zusammenhängt?
Gäbe es dadurch bedingte Krebs Neuerkrankungen, müsste sich das in einer plausiblen und statistisch signfikanten Zunahme der Krebsfälle in der Region zeigen. Gibt es nicht (Quelle s.u.). Wenn Sie wirklich etwas gegen gesundheitlich schädliche Strahlenbelastung tun wollen, sollten Sie sich dafür einsetzen, dass das Rauchen verboten wird (mehrere Tausend Tote pro Jahr in Deutschland durch radioaktives Radon im Zigarettenrauch). Das scheint der Anti-Atom Lobby aber egal zu sein.
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2010-12/asse-regierung-krebsrate

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tommirf 07.05.2019, 13:02
212. in den Erdgasspeichern

Zitat von adal_
Wo kann "Energie kostengünstig und in großen Mengen als Gas gespeichert werden"? Von der Bundesregierung hört man zu dem Thema so schlaue Sätze wie: "Das Netz ist der Speicher..." Fakt ist: Die Erzeugung überflüssigen Stroms wird auf breiter Front mit Milliarden subventioniert (vom Stromkunden), Speichertechnik ist noch nicht mal in Ansätzen vorhanden, geschweige denn, dass sie nennenswert gefördert wird.
die die Gasversorger eingerichtet haben, um die sog. startegische Gasreserve zu halten, die den Bedarf im Winter über bis zu 90% decken kann, falls es zu Lieferengpässen kommt. Lächerlich 20 Milliarden Kubikmeter...Die ganze Infrastruktur, Anlagen, Netz, ist schon da.

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christoph_schlobies 07.05.2019, 13:02
213.

Zitat von les2005
- kann in Deutschland nicht passieren. Bei uns gabs ja noch nie Großunfälle. Siehe Transrapid, siehe Eschede, siehe... Aber selbst wenn man optimistisch genug ist, AKWs für hinreichend beherrschbar zu halten.
Beurteilen Sie die Sicherheit eines Daimler -Cabrio nach ALLEN UNFÄLLEN,die es seit Beginn der Automobiltechnik mit Autos gegeben hat?
Nein-das machen Sie nicht,weil es hochgradig bescheuert wäre.-
Aber bei AKW macht man es- da fängt man an bei Harrisburg über
den Uralt-Typ Tchernobyl,der nicht einmal die sowjetische Betriebserlaubnis hatte,über Fukushima,wo man sich sämtliche Sicherheitsmaßnahmen sparte,die sonst zwingend sind-weil: Wir wollen das Ding sowieso abschalten.-
Und nun reicht noch nicht mal das-nun kommen Sie auch noch mit Eschede usw
AKW sind die mit weitem Abstand sichersten KW der Welt-weitaus sicherer als PV-Dächer,von denen Hekatomben von Familienvätern herabgestürzt sind - und nun als Krüppel leben.

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syracusa 07.05.2019, 13:06
214.

Zitat von specialsymbol
Die da wäre: Wie hoch ist der Wirkungsgrad? Sind wir bei 30% dann ist es wieder mal Banane.
Warum informieren Sie sich nicht selbst, bevor Sie hier schreiben? Sowas ist doch kein Geheimnis.

Die Elektrolyse von Wasserstoff erfolgt typischerweise mit ca 70% Wirkungsgrad, mit geeigneten Katalysatoren kann bei hoher Temperatur und hohem Druck ein Wirkungsgrad bis 85% erreicht werden.

Das Helmeth-Projekt hat kürzlich eine für den großtechnischen Einsatz geeignete Anlage präsentiert, die Methan direkt aus Strom, Wasser und CO2 synthetisiert. Dies geschieht mit einem Wirkungsgrad von 80%.

Damit ist es im Grundsatz möglich, aus preiswertem EE-Strom synthetische Treibstoffe zu Preisen wie für Benzin und Dieselöl zu erzeugen. Die Gestehungskosten für EE-Strom in Nordafrika und im Nahen Osten liegen bei unter 1,5 ct/kWh.

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Freedom of Seech 07.05.2019, 13:07
215. @194 les2005

Zitat von les2005
Wie "weit weg von Siedlungen" kann man denn in Deutschland irgendetwas errichten? 5km? 10km? Was nützt das bei einer Technologie, die im Ernstfall Hunderte bis Tausende Quadratkilometer verseucht. Jetzt werden Sie vermutlich sagen - kann in Deutschland nicht passieren. Bei uns gabs ja noch nie Großunfälle. Siehe Transrapid, siehe Eschede, siehe... Aber selbst wenn man optimistisch genug ist, AKWs für hinreichend beherrschbar zu halten. Wie soll in einem Land wie Deutschland, wo grundsätzlich gegen alles geklagt wird, sei es eine Stromleitung oder ein Windrad, jemals wieder ein AKW gebaut werden? Es wäre schon schön und wichtig genug, allmählich mal die Entsorgungsfrage zu klären, 50 Jahre nachdem man angefangen hat, im großen Stil Atommüll zu produzieren. Aber abgesehen von all diesen "Details", ja natürlich wäre Atomkraft die ideale Energiequelle für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen.
Bei neuen Kernkraftwerkstypen gibt es keine Kernschmelze mehr, daher werden keine Regionen verstrahlt. Das wurde gerade von der US-amerikanischen Bundesbehörde (Nuclear regulatory Commission NRC) dem Reaktortyp des Unternehmens Nuscale bescheinigt (senkt die Baukosten wegen wegfallender Sicherheitsvorkehrungen und Regulierungsauflagen dramatisch). Die Entsorgungsfrage wurde poltisch verschleppt. Man hätte das längst lösen können z.B. auch dadruch indem man das Angebot der australsichen regieurng vor einigen Jahren angenommen hätte die Endlagerung in Australien vorzunehmen. Der Klagewut kann man durch die Ausrufung des Klimanotstands entgegen wirken. Außerdem wäre eine breit angelegte Aufklärung der Bevölkerung über die realen (und nicht phantasierten) Risiken der Kernkraft hilfreich - wenn man hier den Emotionsfaktor abzieht bleibt nur noch wenig übrig.

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bstendig 07.05.2019, 13:08
216. Reden Sie grade über sich selbst?

Zitat von cvdheyden
Schon an der bekloppten Diskussion hier im Forum sieht man, dass der Michel sein Benzin, das Auto und den Gestank in den Staedten liebt. Es waere so einfach. Aber der Michel will nicht. Er braucht Autos mit Benzin, kann nicht mit Wasserstoff und Computern umgehen und vor allem (das ist das schlimmste) hat sich wie die Amis vom Kapitalismus anstecken lassen.
Die Volkshocschulen bieten auch Computerkurse für Anfänger, lieber Michel.
Da können Sei auch mit dem ÖPNV hinkommen. Lassen Sie Ihren Verbrenner doch mal stehen.

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descartes 07.05.2019, 13:10
217.

Zitat von christian-h
Ihre Aussage war, das der Wasserstoff "umsonst" hergestellt wird. Laut Ihrer Quelle kostet diese Anlage 1,43mio Euro in der Investition. Hinzu kommen noch die Betriebskosten. Rechnen Sie mal um was dann die kWh Strom kostet. Es wird sicher mehr herauskommen als "umsonst".
Meine Aussage war
1. von den Anschaffungs- und Wartungskosten (die Sie bei allen anderen Anlagen auch haben) "umsonst"

2. Ist diese Anlage für einen Wohnblock mit über 170 Wohneinheiten konzipiert (macht pro Wohneinheit ca. 8.500,-) für eine ausreichende Menge Energie für Strom, Heizung und KfZ. Auf beispielsweise 10 Jahre gerechnet 850,-, selbst wenn die Wartung nochmal 10.000,-/a kosten würde (also 60,-/Wohnung/a), also in Summe 910,-/a bin ich da jetzt aktuell mit dem Vierfachen für Gas, Strom, Benzin jährlich dabei.

3. Ist, ein Prototyp ja niemals deutlich teurer, als eine folgende Grossserie, nicht wahr?

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syracusa 07.05.2019, 13:11
218.

Zitat von specialsymbol
Die Frage ist, stimmt das wirklich? Ich behaupte das seit Jahren, werde aber regelmäßig niedergeschrien das sei der Stand von vor 10 Jahren (als ich noch in der Uni war) - die Materialwissenschaft habe enorme Fortschritte gemacht und heute sei das nicht mehr so, der Wasserstoff würde nicht durch alles hindurchgehen.
Beides ist richtig. Wasserstoff diffundiert auch durch Stahlwände, und man kann Wasserstoff in Pipelines transportieren. Im Ruhrgebiet gibt es eine seit vielen Jahrzehnten arbeitende Wasserstoff-Pipeline.

Das deutsche Erdgasnetz verträgt eine gewisse Beimengung von H2. Bis vor einigen Jahren wurde als Obergrenze 5% H2 genannt, nach Austausch von besonders korrosionsanfälligen Kompressoren und anderen Anlagenteilen liegt die Obergrenze nun bei 10%, wird aber noch weiter nach oben verschoben werden.

Allerdings ist das seit dem Erfolg des Helmeth-Prozesses nicht mehr nötig. Die Methansynthese kann damit mit dem gleichen hohen Wirkungsgrad von 80% durchgeführt werden, wie die H2-Elektrolyse alleine. Die Infrastruktur für die Verteilung von Methan ist bereits voll ausgebaut.

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descartes 07.05.2019, 13:13
219.

Zitat von 5412
Das Problem bleibt doch die Effizienz. Besser wäre es den Strom vor Ort zu erzeugen und dort zu nutzen, oder zu speichern. Das BEV und die Energiewende gehören zusammen. Wasserstoff gehört nicht dazu.
Leider gehören BEV und Ökologie aber nicht zusammen. Da geht der nachhaltige Weg nur über H2!

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