Forum: Wirtschaft
Power-to-Gas: Die verschleppte Energierevolution
Uniper

Wieder einmal: In Deutschland wird eine Zukunftstechnologie entwickelt - und dann überlässt man der Konkurrenz das Feld. Dabei könnte Wasserstoff aus Ökostrom helfen, Kohlekraftwerke überflüssig zu machen.

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karl-felix 08.05.2019, 00:29
300. Das

Zitat von adal_
dass die Bundesnetzagentur Alarm schlägt und einen massiven Ausbau von grundlastfähigen Kraftwerken fordert.
ist falsch . Gefordert werden spitzenlastfähige Kraftwerke. Grundlastkraftwerke sind ein Relikt auf der Steinzeit der Elektrizität, aus dem letzten Jahrtausend. Niemals wieder wird in Deutschland ein Grundlastkraftwerk gebaut werden . Grundlast ist ein obsoletes kaufmännisches Institut für nur schwer/nicht regelbare uralte nuklear/fossile Kraftwerke. Die baut man seit Jahrzehnten schon nicht mehr. Technische Steinzeit , Sie müssen immer 100% der Last bedienen oder Ihr Netz bricht zusammen .

Wo haben Sie Ihr Un-Wissen her? Ohne Quelle ist das schlicht eine Latrinenparole auf Neudeutsch Fake-Behauptung . Wir nehmen bis 2030 alle Grundlastkraftwerke vom Netz .

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Oberleerer 08.05.2019, 00:47
301.

Zitat von johannes-kh
von unglaublich rauchenden Schloten von Kraftwerken ins Netz? Nur um Leser zu verunsichern? In Wirklichkeit ist es harmloser Wasserdampf.
Zum einen ist Wasserdampf ein stark wirksames Klimagas, was zumindes lt. Klimaskeptiker viel wirksamer zur Erderwärmung beiträgt als CO2 und
Zum Anderen ist das ein Zeichen, daß hier 2/3 der Kohlen-Energie sinnlos hinausgeblasen wird.

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holy64 08.05.2019, 07:56
302. Hier sind die Altdenker (Lobby für RWE, E-On etc.)

unterwegs und verhindern neue Entwicklungen. Gerade auch in der politischen Landschaft sind doch nur Rückwärtsgewandte (Konservative) aktiv und verhindern jegliche Neuausrichtung.

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Ökofred 08.05.2019, 08:16
303. So so

Zitat von interessierter Laie
die Verbraucher zahlen für die teure Landschaftsdekoration und die Rendite von Windmüllern und Sonnenbauern. Das kann man aber den Erzeugern nicht vorwerfen. Das ist Sache der Politik. Erzeuger sind nicht die Heilsarmee und dahinter steht zu einem beträchtlichen Anteil auch der Staat als Eigentümer. So lukrativ ist die Geschichte ohnehin nicht. Von den großen 4 sind zwei inzwischen alles andere als gesunde Unternehmen. Dass RWE noch Dividenden zahlt, ist eigentlich ein Hohn. Der Kohlestrom wird verramscht. Es freut die Verbraucher in unseren Nachbländern, die dann richtig motiviert sind, ihren Verbrauch zu senken. Es gibt eigentlich nur zwei Optionen. Entweder die Kohle muss über den CO2-Preis verteuert oder das Gesamtsystem bestehend aus regenerativer Erzeugung, Speicherung, Transport und Gasverstromung gefördert werden. Und zwar nicht abhängig davon, wieviel Strom regenerativer Strom irgendwann irgendwo erzeugt wird, sondern wie günstig der effektive, also der tatsächlich abgenommene Strommix wird. Das EEG hat von Anfang an genau diesen Konstruktionsfehler gehabt.
Und die Kohle wird nicht subventioniert? Natürlich wird sie das und zwar erheblich, zwar nicht über eine Abgabe wie früher (den "Kohlepfennig") sondern über den Steuerzahler.
Sicher ist die Politik gefordert, sie sollte diesen Unsinn Landschaftsverbrauch wie die Braunkohleverstromung schnellstens abschaffen. Aber da müssen ja Arbeitsplätze gerettet werden … 10.000 ? 20.000? In der Windenergiebranche arbeiten 170.000 Menschen.
Alternativ hätte man früher den Big 4 die Etablierung der regenerativen Energien einfach vorschreiben sollen bie gleichzeitiger Förderung. So funktioniert es in anderen Ländern zB durch ein Quotenmodell. Dann hätte sich die in DE einzigartige mittelständische Kultur der reg. Energien uU nicht entwickeln können, ausserdem hätten die Versorger alles daran gesetzt, dies zu hintertreiben.
Was die Entwicklung der Versorger angeht liegen Sie völlig falsch. Erstmal ist es nicht Aufgabe des Staates oder einer Gesellschaft eine überkomme Technik aufrecht zu erhalten. Oder Monopole zu schützen. Perfiderweise haben die Versorger (bes. Vattenfall und E.On) sehr wohl große Windenergie Projekte betreiben - im Ausland. In DE musste man nicht nach vorne schauen, hier gab es ja mit der Kohle ein lukratives Geschäft.

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christian-h 08.05.2019, 08:43
304. Angabe

Zitat von descartes
1) aktuell muss ich zusätzlich zu meinen Fixkosten für mein Gas je cbm und meinen Strom je kWh laufende Kosten überweisen, wo sehen Sie diese, wenn sie eine PV-H2 Anlage auf dem Dach hätten? 2) gebe ich Ihnen auch teilweise Recht, allerdings wird durch die erhöhten Stückzahen und, sollte sich die Technik weiter bewähren, den Konkurenzdruck, der Preis sicher noch fallen.
1) Sie haben immer laufende Kosten und sei es nur Versicherung und Wartung. Schon heute haben Sie laufende Kosten wenn Sie eine PV Anlage auf dem Dach haben. Bei so einem System werden diese durchaus höher sein.
Sie können ja auch heute schon Dach PV Anlagen mit Speicher (Akku) kombinieren, nur lohnt es sich noch nicht wirklich. Der kombinierte Preis dafür ist höher als der Haushaltsstrompreis.
Wenn Sie jetzt noch eine Elektrolyseanlage hinstellen inkl. Zubehör, kann es nicht billiger sein. Zudem, wie sieht es mit der Sicherheit aus? Explosionsschutz?

2) Das kann sein, es kommt eben auf die Komponenten an. Standardkomponente werden ja schon in großen Stückzahlen hergestellt und verkauft. Wo es Kostensenkungen geben kann sind bei Sonderanfertigungen oder Spezialapparaten.

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tatsache2011 08.05.2019, 09:12
305. Eigenartig

Zitat von adal_
.... Ein Vielfaches dieser Verluste entstehen durch negative und nicht kostendeckende Strompreise an der Strombörse. Der Verbraucher zahlt es über die EEG-Umlage. Deutschland ist Strompreis-Weltmeister.
1) Warum speisen Kohlekraftwerke noch ins Netz, wenn sie dafür Geld bezahlen müssen bzw. wenn es nicht kostendeckend ist?

2) Wieso können andere Länder den Strom abnehmen und ihre Kraftwerke drosseln?

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wjb27 08.05.2019, 10:05
306. So isses

Zitat von Ökofred
Und die Kohle wird nicht subventioniert? Natürlich wird sie das und zwar erheblich, zwar nicht über eine Abgabe wie früher (den "Kohlepfennig") sondern über den Steuerzahler. Sicher ist die Politik gefordert, sie sollte diesen Unsinn Landschaftsverbrauch wie die Braunkohleverstromung schnellstens abschaffen. Aber da müssen ja Arbeitsplätze gerettet werden … 10.000 ? 20.000? In der Windenergiebranche arbeiten 170.000 Menschen. Alternativ hätte man früher den Big 4 die Etablierung der regenerativen Energien einfach vorschreiben sollen bie gleichzeitiger Förderung. So funktioniert es in anderen Ländern zB durch ein Quotenmodell. Dann hätte sich die in DE einzigartige mittelständische Kultur der reg. Energien uU nicht entwickeln können, ausserdem hätten die Versorger alles daran gesetzt, dies zu hintertreiben. Was die Entwicklung der Versorger angeht liegen Sie völlig falsch. Erstmal ist es nicht Aufgabe des Staates oder einer Gesellschaft eine überkomme Technik aufrecht zu erhalten. Oder Monopole zu schützen. Perfiderweise haben die Versorger (bes. Vattenfall und E.On) sehr wohl große Windenergie Projekte betreiben - im Ausland. In DE musste man nicht nach vorne schauen, hier gab es ja mit der Kohle ein lukratives Geschäft.
Zum Bauen bedarf es einer Baugenehmigung. Die wird immer noch von staatlichen Organen geprüft und erteilt. Also Liebe Grüne baut, baut, baut, das die Heide wackelt und schiebt nicht immer euer Versagen auf die Energieversorger, die Euch konstant den Strom für Eure Träume am PC liefern.

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heineken1 08.05.2019, 10:08
307.

Zitat von ardbeg17
Die Forcierung der Methanisierung nicht nutzbaren Windstroms bei gleichzeitigem Ausbau der steuerbaren KWK (zuHause-Kraftwerk, siehe Lichtblick&VW) könnte mehrere Probleme gleichzeitig entschärfen: Netzstabilisierung, Speicherung (Gasspeicher gibt es schon) UND die neuen Trassen wären weitgehend überflüssig. Mir diesen Milliarden könnte man eine Menge Anlagen errichten. Aber ohne massive Forcierung von steuerbarer gasbasierter dezentraler KWK sinnlos. Eigentlich müssten in alle neuen Mehrfamilienhäuser mit Gasanschluss solche extern geregelten Motoren.
Wissen Sie, ich habe das mal für ein Zwei-Familien-Haus, aber »leider« von der Sorte »Niedrigenergiehaus« durchgerechnet. Sowohl in schlüsselfertig als auch in weitgehendem Selbstbau. Das Ergebnis war in allen Fällen dasselbe: Es rechnet sich einfach nicht.
Der erzeugte Strom war in allen Szenarien sowas von teuer - ohne ordentliche CO2-Bepreisung wird das alles nichts.

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heineken1 08.05.2019, 10:16
308.

Zitat von interessierter Laie
Es gibt eigentlich nur zwei Optionen. Entweder die Kohle muss über den CO2-Preis verteuert oder das Gesamtsystem bestehend aus regenerativer Erzeugung, Speicherung, Transport und Gasverstromung gefördert werden. Und zwar nicht abhängig davon, wieviel Strom regenerativer Strom irgendwann irgendwo erzeugt wird, sondern wie günstig der effektive, also der tatsächlich abgenommene Strommix wird. Das EEG hat von Anfang an genau diesen Konstruktionsfehler gehabt.
Wie meinen Sie das? Der »Marktpreis« wird doch längst über den unsäglichen Merit-Order-Mechanismus gebildet. Wobei »Marktpreis« eben nicht der reale zu bezahlende Preis ist -> EEG-Umlage als »Verlustausgleich« für staatlich verordnete garantierte Einspeisevergütungen der EE-Erzeuger.
Und der (v.a. Braun-)Kohlestrom macht den Spielverderber: Drückt via Merit-Order den Marktpreis in den Keller, weil halt die Grenzkosten der Kohlemeiler lächerlich klein sind, und versaut damit das Spiel.

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wjb27 08.05.2019, 10:18
309. So isses

Zitat von tatsache2011
1) Warum speisen Kohlekraftwerke noch ins Netz, wenn sie dafür Geld bezahlen müssen bzw. wenn es nicht kostendeckend ist? 2) Wieso können andere Länder den Strom abnehmen und ihre Kraftwerke drosseln?
Weil die Versorger eine Lieferpflicht haben. Sie müssen sogar den angeblich sauberen Strom liefern wenn er momentan nicht erzeugt wird. Der kommt dann aus der sicheren Quelle, dem Kohlekraftwerk.

Andere Länder nehmen den Strom ab wenn Kraftwerke in Revision sind. Das ist der Sinn des europäischen Verbundnetzes. Wir importieren auch zeitweilig Strom aber aufgrund der noch vorhandenen Reservekapazität überwiegt der Export und das ist auch gut so.

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