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PR-Desaster: Rainbow Warrior II in Bangladesch abgewrackt
REUTERS

Greenpeace kämpft gegen die Zerlegung von Schiffen unter widrigen Bedingungen an den Stränden von Bangladesch. Nun ist die Umweltschutz-Ikone Rainbow Warrior II genau dort gelandet - einschlägige Firmen spotten.

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Hitbacker 28.12.2018, 21:13
10. Wucher und Effizienz

"Der Rückkauf scheiterte also am Kaufpreis. Die Prioritäten von Greenpeace scheinen sich kaum von denjenigen ihrer "Gegner" zu unterscheiden."
Tja ich vermute mal, bei dem Schrottwert eines alten Trawlers sind 10 mio USD ein absoluter Wucher. Das wäre dann Untreue gegenüber den Spendern, das Geld dafür auszugeben. Man hätte den Fehler offensiver konzedieren müssen.

Was an der Berichterstattung stört: Maximale Klickzahlen anvisiert, statt sachlich zu informieren. Als ob wir nicht in der Lage wären, uns eine eigene Meinung zu bilden...

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h.gramann 28.12.2018, 21:20
11. Etwas differenzierter

Fakt ist, dass Friendship ein für nationale Fahrt zugelassenes und marodes Schiff zu entsorgen hatte. Greenpeace war nicht Verkäufer, aber hätte anders reagieren und planen müssen. Die zertifizierte Werft mag die Beste in Bangladesh sein, der Zertifizierer jedoch hat schon viele Substandard-Betriebe gemäß Hong Kong Convention zertifiziert. Schade ist eigentlich, da die "Beaching-Recycler" sich tlw. EU-Standards hart erarbeitet haben, dass wieder generell kritisiert wird. Im Fall von PHP evtl. zurecht, da der geforderte Rückkaufpreis keine Kooperationsbereitschaft erkennen lässt, um den Kritikern die neuen Qualitäten zu zeigen.

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chlorid 28.12.2018, 21:23
12.

Zitat von agreatwaytofly
Offenbar hat auch der Spiegel wenig aus dem eigenen, aktuellen Haus-Desaster gelernt. In alter Tradition wird ein Thema mal wieder einseitig ins gewünschte Licht gerückt. Natürlich ist die Sache ein Fauxpas. Die Frage ist aber doch, ob das ganze fahrlässig geschehen ist. Ein Veto kann ja nur dann eingelegt werden, wenn man in den Entscheidungsprozess einbezogen ist. War dies der Fall? Jeder, der sich für Greenpeace engagiert (und nicht daheim auf dem Sofa bleibt), genießt meinen größten Respekt - auch wenn ich nicht hinter allen Aktionen stehe. Aber es ist natürlich einfacher, aus dem klimatisierten Luxus-Büro in Hamburg für ein paar schnelle Klicks zu sorgen und die Moral-Keule zu schwingen.
Was? Moral-Keule? Wo? Ich kann in dem Artikel nichts dergleichen finden. Die Berichterstattung ist sachlich und beleuchtet auch die Zusammenhänge. Eine Wertung ist nicht darin. Im Gegensatz zu Ihrem Posting... "aus dem klimatisierten Luxus-Büro"... DAS ist eine eindeutige Moralkeule.

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111ich111 28.12.2018, 21:26
13. Ja, ja. Verschwörungen, wo man hinschaut.

Zitat von agreatwaytofly
Offenbar hat auch der Spiegel wenig aus dem eigenen, aktuellen Haus-Desaster gelernt. In alter Tradition wird ein Thema mal wieder einseitig ins gewünschte Licht gerückt. Natürlich ist die Sache ein Fauxpas. Die Frage ist aber doch, ob das ganze fahrlässig geschehen ist. Ein Veto kann ja nur dann eingelegt werden, wenn man in den Entscheidungsprozess einbezogen ist. War dies der Fall? Jeder, der sich für Greenpeace engagiert (und nicht daheim auf dem Sofa bleibt), genießt meinen größten Respekt - auch wenn ich nicht hinter allen Aktionen stehe. Aber es ist natürlich einfacher, aus dem klimatisierten Luxus-Büro in Hamburg für ein paar schnelle Klicks zu sorgen und die Moral-Keule zu schwingen.
Zitat Greenpeace: "Wir hätten unsere Partner der Shipbreaking Platform konsultieren sollen, das haben wir nicht getan. Keine Ausrede. Das hätten wir tun sollen."

Klingt nicht gerade so, als ob Greenpeace das nicht gewusst hätte. Eher so, als ob man etwas verschlafen hätte. Kommt halt mal vor, keine Frage.

Muss man keine kartell-kapitalistische, geheim-missionarische Verschwörungstheorie draus machen. Auch nicht, um sein eigenes Gewissen zu beruhigen. Sollte man Gestalten wie DT überlassen.

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Bueckstueck 28.12.2018, 21:31
14. Typische, erwartbare Kommentare

Besonders in Deutschland gibt es ja so eine Bevölkerungsschicht, die Greenpeace grundsätzlich hasst - warum auch immer. Und natürlich wird jede Gelegenheit, ob nun unpassend oder passend, genutzt um der Organisation vor den Koffer zu treten.

Die haben einen Fehler gemacht, unter Garantie nicht böswillig. Dafür wurden sie sogleich von dieser Verhökerfirma vor den Karren gespannt um das PR-Debakel zu vervollständigen. Bin mir sicher, sowas passiert Greenpeace nicht nochmal.

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h.gramann 28.12.2018, 21:36
15. Etwas differenzierter

Greenpeace war nicht Verkäufer, sondern Friendship, welche ein lediglich für nationale Fahrt geeignetes und marodes Schiff zu entsorgen hatte. Das Vetorecht hätte sicher von Greenpeace genutzt werden müssen und eine ordentliche Planung und Selektion der Recycler vorgenommen werden müssen. PHP ist zertifiziert, von einer Firma die bereits diverse andere Substandard-Recycler zertifiziert hat. Das bedeutet nicht, dass PHP unbedingt substandard ist, aber aus 300.000 USD Kaufpreis 10mio machen zu wollen, zeugt nicht vom Erkennen einer Chance, der generellen Kritik an der Beaching-Methode den Wind aus den Segeln zu nehmen. Es hat sich in einigen Werften enorm viel getan, aber das wird mit generalisierter Kritik negiert, hier sind Spiegel wie auch die NGO Shipbreaking Platform eins. Eine faire und differenzierte Beurteilung individueller Recycler ist vorab nötig. Dass Greenpeace hier einen großen Fehler begangen hat ist ohne Frage. Zur Schadensminderung ist nun die Kooperationsbereitschaft aller notwendig, ob es am puren Geschäftssinn Einzelner scheitert?

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Der Sheldon 28.12.2018, 21:36
16. Hallo, SPON, aufgewacht...

...es ist schön, dass ihr mal wieder auf die Machenschaften der selbsternannten NGOs eingeht. Hätte aber viel früher passieren können: Die Lügen von Greenpeace bez. Golden Rice, die unappetitlichen Drückerkolonnen, die für den BUND Gelder "besorgen", die Nazivergangenheit des NABu etc. Was wir brauchen, ist eine breite gesellschaftliche Diskussion des gegenwärtigen Zustands der sog., demokratisch nicht legitimierten "Zivilgesellschaft". Greenpeace etc. wann vor 40 Jahren notwendigem Missstände aufzudecken, jetzt sind sie selbst der Missstand.

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güntherdreyfuß 28.12.2018, 21:43
17.

Asbest ist nicht schädlich für die Umwelt, es ist ja nur ein Silikat. Chemisch wie Sand.SiO2.

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Peletua 28.12.2018, 21:45
18. Was für ein Aufreger!

Greenpeace hat mal Mist gebaut, und SpOn macht gleich einen Riesen-Aufreger daraus. Was soll das? Ich bin etwas irritiert über die Linie, die sich hier abzeichnet. Man liest zunehmend Kommentare, die früher nur ein Fleischhauer loslassen durfte, zum Teil seltsamster Art - wie z.B. 'Ja zu Tempo 200', 'Chinas rücksichtslose Revanche' oder der AfD-Versteher-Schmarrn zum Waldorfschulen-'Skandal', der gefühlt eine Woche lang an prominenter Stelle zu lesen war. Wenn das die Vorläufer der neuen Chefredakteurs-Ära sind, dann verzichte ich dankend.

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Der Sheldon 28.12.2018, 21:52
19. Hallo bueckstueck:

Zitat von Bueckstueck
Besonders in Deutschland gibt es ja so eine Bevölkerungsschicht, die Greenpeace grundsätzlich hasst - warum auch immer. Und natürlich wird jede Gelegenheit, ob nun unpassend oder passend, genutzt um der Organisation vor den Koffer zu treten. Die haben einen Fehler gemacht, unter Garantie nicht böswillig. Dafür wurden sie sogleich von dieser Verhökerfirma vor den Karren gespannt um das PR-Debakel zu vervollständigen. Bin mir sicher, sowas passiert Greenpeace nicht nochmal.
Also:"Die haben einen Fehler gemacht, unter Garantie nicht böswillig." Wie blind muss man sein, denen nur einen -ogottogott- nicht böswilligen Fehler zuzugestehen? Seit dem Ausscheiden von Patrick Moore ist diese Organisation darauf getrimmt, Kasse zu machen, dabei spielen Fehler nur dann eine Rolle, wenn sie auffallen. Dann wird kurz mal das Büsserhemd angezogen, und kurz danach die nächste Lügenkampagne gestartet, um die zwischenzeitlich eingebrochenen Spenden wieder anzuheben. Greenpeace ist nicht gemeinnützig, sondern mittlerweile gemeingefährlich. Und diejenigen, die Greenpeace angeblich "hassen": können dies nicht vielleicht diejenigen sein, die von Greenpeace enttäuscht sind? Übrigens: ich hasse Greenpeace nicht, ich verachte den Laden.

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