Forum: Wirtschaft
Präsidentschaftswahlen: Frust in Frankreich
REUTERS

82 Prozent der Franzosen beklagen die wirtschaftliche Lage ihres Landes. Wählen sie einen Kommunisten oder eine Rechtspopulistin in den Elysée? Die gute Nachricht: Europa kann aus der Misere lernen.

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MKAchter 16.04.2017, 16:16
1. Gegen die Wand

Unser geschätztes westliches Nachbarland wird weder von einem weltfremden Sozialisten und Umverteiler wie Melenchon, noch von einer verbiesterten Nationalistin wie LePen profiitieren.

Wie im Artikel schon angedeutet: die Sozial- und Wirtschaftspolitik wird in beiden Fällen noch beschleunigt gegen die Wand gefahren werden. Im Grund haben wir hier sogar zwei mehr oder weniger "sozialistische" Entwürfe, nur der eine mild-kommunistisch, der andere nationalistisch eingefärbt.

Beides passt nicht in unsere heutige Zeit und in diese reale Welt.

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askl 16.04.2017, 16:23
2.

Ob Franzosen oder Deutsche: Wir leben auf einem Globus, und darum ist unsere Welt auch globalisiert. Wer das nicht will, der muss zurück zur Scheibe mit allen anderen Konsequenzen wie Hexenverbrennung etc.
Wenn wir Europäer im globalen Wettbewerb bestehen wollen, dann heisst das: gute Ideen produzueren, Ärmel hochkrämpeln und früher aufstehen! Dann wird Frankreich und Europa erfolgreich und das Rumjammern erledigt sich!

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LeonLanis 16.04.2017, 16:24
3. Wer

soll denn der "Kommunist" sein, der in Frankreich zur Wahl steht? Mir nicht bekannt. Vielleicht sollte man mit solchen Begriffen sorgfältiger umgehen und sich vorher überlegen, was eigentlich ein Kommunist ist. Kleiner Tip: Ein Kommunist tritt für die Vergesellschaftung der Produktionsmittel ein. Keiner der Kandidaten in Frankreich vertritt diese Position.

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CastroSempre 16.04.2017, 16:26
4. Lernen sollte der Autor dieses Artikels

1. "Die internationale Wettbewerbsfähigkeit schwindet schleichend."
Verglichen mit wem schwindet die Wettbewerbsfähigkeit? Wettbewerbsfähigkeit ist ein relativer Begriff. Gemeint aber nicht genannt ist hier Deutschland, das mit seiner Lohndrückerei die Franzosen auf dem Markt unterbietet. Frankreich ist übrigens in absoluten Zahlen produktiver als Deutschland.
2. "die Verschuldung der Unternehmen liegt um 50 Prozent über der deutschen" Welche Verschuldung ist gemeint? Wurden hier nur Schulden addiert ohne die Vermögen gegenzurechnen? So sagt das nichts aus. In einer gesunden Volkswirtschaft sind die Unternehmen Nettoschuldner. In Deutschland ist es leider nicht so. Inzwischen sind die privaten Haushalte, die Unternehmen und der Staat Nettosparer. Wie sollen Banken die Zinsen für die Guthaben erwirtschaften, wenn sich keiner verschulden will?
3. "Die Antworten ... sind allzu einfach - und deshalb falsch" Einfache Antworten sind immer falsch? So wie 1+1=2?
4. "was effektiv die europäischen Spielregeln ruinieren würde." Warum erwähnt der Autor nicht, daß Deutschland seit Jahren mit seinem Außenhandelsüberschuß die Euro-Regeln verletzt und daß die Kommission zwar mahnt aber nichts dagegen unternimmt? "Du siehst den Splitter im Auge...."

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mwroer 16.04.2017, 16:33
5.

Ist mittlerweile jede Wahl existenziell oder eine Gefahr für Europa?

Europa besteht aus grundverschiedenen Staaten, dass ist seine Stärke und wer ernsthaft fordert alles auf eine graue Einheitsmasse zu reduzieren der will kein 'vereintes Europa' sondern einfach nur seine Lokalpolitik wo er keine Verantwortung tragen muss in größerem Maßstab.

Das macht es ja soviel einfacher zu sagen 'Was kann ich schon machen .. Brüssel entscheidet und alles ist so groß'. Verantwortung weg, auch 'nationale Eigenheiten' sind schon zuviel und alles was im Auge des Betrachters stört - wie die beiden franz. Kandidaten - ist eine Katastrophe.

Mainstream forever - es lebt sich so bequem in der Masse gell lieber Autor?

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licorne 16.04.2017, 16:38
6.

Eine zweite Runde LePen - Mélenchon wäre schrecklich. Das wäre das Ende der EU. Aber inzwischen scheinen hier viele Leute zu realisieren, dass man nicht wie früher in der ersten Runde gegen jemand wählt, denn sonst bleiben für die zweite Runde zwei Euro- und EU Aussteiger. In London stehen die dort lebenden Franzosen jeden Tag an der Botschaft Schlange um sich für die Wahl anzumelden. Die haben von der Brexit Entscheidung gelernt. Ich denke, dass die Beteiligung trotz aller Unkenrufe hoch sein wird und dass Fillon trotz seiner Affairen noch eine Chance hat.

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candidesgarten 16.04.2017, 16:40
7. Melancholie, ick komme

Ja der Linke Melanchon. Der sich allerdings ( die Akzentzeichen spare ich mir), Melenchon schreibt. Soviel zum Lektor, der wohl eingespart wurde. Inhaltlich beschreibt der Artikel korrekt ein kommendes Disaster: Le Pen siegt, die EU ist am Ende; Melenchon siegt, die EU ist am Ende. Nur wenn Macron siegt, kommen wir nochmal davon. Aber -Optimismus des Autors-Europa könne lernen. Hah. Als die Titanic den Eisberg rammte, war es für das Lernen etwas spät. Wichtiger aber: Was soll denn gelernt werden? Wir sind in der Krise, weil die EU und die EU-Staaten überoptimistisch waren, der Euro wurde eingeführt und funktionierte nicht, der EuGH masst sich eine Rolle an, die die nationalen Rechtsordnungen nicht nur ergänzt und leitet, sondern ursurpiert, der Versuch der Deutschen, im moralischen Jubelton die EU-Staaten auf eine von kaum einer Bevölkerung eines EU-Staates ansatzweise akzeptierte Einwanderungspolitik zu verpflichten, ist krachend gescheitert. Lernen würde eine Rückkehr zum Pragmatismus bedeuten, Richtung Wirtschaftsgemeinschaft, weg von der Sozialunion. Wenn das grosse Endziel eines europäischen Staates nicht funktioniert, muss es eben erstmal etwas weniger sein. Schon weil die Verteilungsunion von Norden nach Süden mit merkantilistischer Wirtschaftspolitik in den Niederlanden, Skandinavien, Irland und wohl auch Osteuropa nicht akzeptiert werden wird. Aber vermutlich meint der Autor genau das: mehr Europa. Also mehr von demjenigen, das uns in die Bredouille gebracht hat. Sollte Macron gewählt werden, werden uns die EU-Fanatiker genau das auftischen: Eine EU-Armee, EU-Sozialversicherungen, Eurobonds usw. Damit die Union irreversibel wird. Wird sie aber nicht. Das ist der nächste Eisberg

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sir wilfried 16.04.2017, 16:42
8. EU lernresistent

Natürlich kann Europa namentlich die EU) daraus lernen. Schon viele Wahlen und Abstimmungen gaben Anlass, zu lernen. Bisher aber zeigten die EU-Bosse und ihre Handlanger in den Parlamenten wenig Neigung dazu. Wie es aussieht, werden sie mit Trotz und Gleichgültigkeit an ihren Sesseln kleben, bis sie jemand aboperiert.

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fatrick 16.04.2017, 16:44
9. Ereignisse der Entscheidung

Ich frage mich warum Sie in keiner Silbe erwähnen dass dieser Zustand in Frankreich auch eine resultierende Logik massiver Probleme mit der immer grösser werdenden Zahl muslimischer Bewohner Frankreichs zu tun hat ?
Eine Problematik die minimum 2 Jahrzehnte weggedrückt wurde.
Mit verheerenden Konsequenzen wie man hier sieht- denn ihre Begründung für diesen Zustand ignoriert das ebenso völlig.
Oder wollen Sie etwa sagen Charlie Hebdo -Nizza.... usw....wir wollen nicht alle Taten aufzählen ist null und nichtig ?
Das sind Ereignisse der Entscheidung dieses Zustandes und Ihre Ignoranz dem gegenüber ist keinesfalls gesund Monsieux Dames vom ____Spiegel
allenfalls linientreu

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