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Preis für Edelmetall: Vorsicht vor den Goldbullen
DPA

Wenn es um Gold geht, verlieren Investoren jede Gelassenheit. Sie kritisieren die Edelmetall-Pessimisten, stricken an Verschwörungstheorien. Aber haben sie auch recht? Eine Warnung an übertriebene Erwartungen.

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kalle blomquist 17.03.2013, 12:28
180. Sicher ist sicher

Ich weiß nicht, ob Gold in den nächsten Monaten "steigt" oder "fällt".
Aber es ist ein beruhigendes Gefühl, im Fall eines nicht mehr unwahrscheinlichen kompletten Zusammenbruchs des Finanzsystems etwas Gold in kleinen Münzen zu besitzen. Wenn der Goldpreis vorübergehend weiter zurückgeht, sollte man das vielleicht ausnutzen und sich mehr von den glänzenden Goldstücken zulegen, die wohl auch in tausend Jahren noch im intergalaktischen Handel gern in Zahlung genommen werden.

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karl-felix 17.03.2013, 12:43
181. In

Zitat von kabian
Wer 1980 Gold zu einem Preis von über 1800$ je Unze kaufte wird bis heute wohl kaum einen Gewinn gemacht haben. Gold ist(!) ein reines Spekulationsobjekt. Es kann kurzfristig(!) als Inflationsschutz, bei entsprechenden Rahmenbedingungen, nützlich sein. Sie schreiben, das Gold muss zum richtigen Zeitpunkt gekauft werden, Aktien sollen aber irgendwann gekauft werden und dann liegengelassen werden? Aktien und (!)Gold erfordern eine Beobachtung des Marktes. Es gibt bei beiden starke (Spekulations)Schwankungen. Und auch bei Gold gibt Totalverluste denn nur ein Teil ist tatsächlich vorhanden. Nur relative wenige haben einen Barren zu hause herumliegen.
1980 betrug der Goldpreis durchschnittlich ca. 600 Euro/Feinunze. Es gab kein besseres Wertaufbewahrungsmittel als Gold in den letzten 35 Jahren.
Physisches Gold, davon reden wir, ist kein Spekulationsobjekt, der Spread ist zu gross.
Es eignet sich als Langfristanlage, zur Wertaufbewahrung und notfalls als Zahlungsmittel, da es alle notwendigen Eigenschaften des Geldes auch besitzt.
Es haben zwar auch sehr viele Menschen Barren im Besitz, aber Münzen und insbesondere Schmuckgegenstände sind weit verbreitet.

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karl-felix 17.03.2013, 12:52
182. Und

Zitat von kabian
Sie haben recht. Ein Fehler von mir. Der Höchststand war 850$ je Unze. Der niedrigste Stand danach war im Jahre 2001 mit 293,25$ je Unze.
genau wie Sie das wissen, weiss das der Goldinvestor auch und nutzt diese Schwankungen um einen niedrigen Einstandspreis zu sichern.
Da Gold kein Spekulationsobjekt ist, ist das kein Problem.
Ich will es Ihnen an einm Beispiel klarmachen. der hätte zum Höchststand nur 1 Unze gekauft, zum Tiefststand 3 Unzen und somit einen Einstandpreis von ca. 430 Dollar/Unze. Heute, 20 Jahre später
hätte er Gold im Wert von ca. 6000 Dollar. Schon zur Wertaufbewahrung über ein Vierteljahrhundert geeignet.

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paradigm 17.03.2013, 12:58
183. optional

Es ist jedes mal die gleiche Leier bei "kritischen" Artikeln über Gold. Die Goldbesitzer/-käufer verteidigen ihre Anlageform natürlich als die einzig wahre und sind immer schnell dabei die Alleinstellungsmerkmale von Gold als Anlageform aufzuzählen: Nicht (beliebig) vermehrbar wie Papiergeld, Mobiler als z.B. Immobilien und es würde einen irgendwie gearteten intrinsischen Wert haben, der irgendwie immer da sein wird.

Gerade letzteres scheint mir aber eine Illusion zu sein. Was, ausser dem Bedarf in der Industrie, verleiht dem Gold denn seinen Wert? Nur diejenigen, die darin einen Wert sehen. Gerne wird ja auf die vergangenen Jahrtausende verwiesen, aber die Vergangenheit ist nur bedingt zur Vorhersage der Zukunft geeignet. Der "Gold ist was Besonderes"-Glaube kommt ja eher daher, dass man früher nicht wirklich viel über die Elemente wusste und man sich von der Wahrnehmung hat leiten lassen, also es glänzt, ist schwer und auch noch recht selten, also irgendwie wertvoll. Gerade früher hatte man ja eigentlich garkeine Verwendung für Gold, außer für Schmuck und Zierrat. Als Zahlungsmittel funktionierte es nur, weil sich eben alle implizit oder explizit darauf geeinigt hatten, das Gold halt was Besonderes ist und es einen eigenen Wert darstellt. Wo liegt da jetzt, außer was die fehlende "Inflationsmöglichkeit" angeht, der Unterschied zu Papier- oder Sonstwasgeld?

Gerade im Vergleich zu Dingen wie Immobilien, Geräte, Maschinen (und bedingt auch Lebensmitteln) besitzt Gold keinen eigenen Nutzen. Wie man so schön sagt, man kann es eben nicht essen. In einer Wohnung/einem Haus kann man Wohnen, mit Maschinen/Geräten kann man etwas (einfacher) Herstellen/Bauen/Verrichten und Lebensmittel kann man essen. Gold kann man... naja, als Briefbeschwerer verwenden (da tuts aber auch ein profaner Stein) oder sich an seinem Glanz erfreuen. Warum sollte ich eine Wohnung gegen einen Klumpen Metall tauschen?

Und immer dieses Gerede vom "großen Knall"... ich glaube da haben einige eine zu lebhafte Phantasie. Das ist so ähnlich bei den irren in den USA, die sich einen Bunker in den Garten bauen. Die haben wohl zu viele Endzeitfilme gesehen.

Also bitte, etwas mehr Sachlichkeit bei der Zukunftsbetrachtung.

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kabian 17.03.2013, 13:05
184. Clevere Spekulanten investieren entgegen den Trend

Zitat von karl-felix
1980 betrug der Goldpreis durchschnittlich ca. 600 Euro/Feinunze. Es gab kein besseres Wertaufbewahrungsmittel als Gold in den letzten 35 Jahren. Physisches Gold, davon reden wir, ist kein Spekulationsobjekt, der Spread ist zu gross. Es eignet sich als Langfristanlage, zur Wertaufbewahrung und notfalls als Zahlungsmittel, da es alle notwendigen Eigenschaften des Geldes auch besitzt. Es haben zwar auch sehr viele Menschen Barren im Besitz, aber Münzen und insbesondere Schmuckgegenstände sind weit verbreitet.
Ich möchte ihnen einen text nahelegen:
"Die Wahrheit über Gold und Inflation" von DAS INVESTMENT.COM
Ich möchte nur das Fazit zitieren:
"Der Goldpreis reagiert nicht unmittelbar auf die Inflation. Vorausgesetzt, die offiziellen Inflationsdaten bilden die tatsächliche Preisentwicklung ab. Nur dank der kräftigen Hausse der vergangenen Jahre haben Goldkäufer der ersten Stunde und Einsteiger der 90er Jahre auch nach Inflation einen stattlichen Gewinn erzielt."

Man könnte meinen aufgrund der Entwicklung der letzten 10 Jahre, das Gold werterhaltend und als Inflationsschutz interessant wäre. Dem ist leider nicht so. Gold ist und bleibt in erster Linie ein Spekulationsobjekt. Selbst wenn sich die Euro- oder Weltwirtschaftskrise so stark verschärft das man nach Alternativen sucht, so ist Gold nicht die erste Wahl. Gold ist stark überbewertet und im Notfall kann man es nicht mal fressen. Da würde ich jedem Menschen mit Sicherheitsbewußtsein eher einen Bauernhof empfehlen. Ich kann mir durchaus Vorstellen, das Gold in den nächsten Jahren ungeahnte Höhen erreicht. Aber nach der Krise wird der Preis zwangsläufig sinken. Wer jetzt Gold kauft und meint langfristig zu denken, macht das vor allem aus ideologischen Gründen. Das halte ich für törricht.
Als Spekulationsobjekt ist Gold nach wie vor attraktiv. Man muss aber ständig ein Auge darauf haben um den richtigen Zeitpunkt des Verkaufes nicht zu verpassen.

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kabian 17.03.2013, 13:07
185. Da liegt der Hund begraben

Zitat von karl-felix
genau wie Sie das wissen, weiss das der Goldinvestor auch und nutzt diese Schwankungen um einen niedrigen Einstandspreis zu sichern. Da Gold kein Spekulationsobjekt ist, ist das kein Problem. Ich will es Ihnen an einm Beispiel klarmachen. der hätte zum Höchststand nur 1 Unze gekauft, zum Tiefststand 3 Unzen und somit einen Einstandpreis von ca. 430 Dollar/Unze. Heute, 20 Jahre später hätte er Gold im Wert von ca. 6000 Dollar. Schon zur Wertaufbewahrung über ein Vierteljahrhundert geeignet.
Gold muss genauso gehandhabt werden wier Aktien. Es gibt keine ständige Wertsteigerung. Nur wer den richtigen Zeitpunkt erwischt ist fein raus. Und das ist eine klare Spekulation.

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wwwwebman 17.03.2013, 14:03
186. Glück gehabt!

Zitat von blindsurfer
Gold ist ein Rohstoff. Für einige Produkte und Anwendungen unvermeidbar. Das meisste Gold liegt aber in Form von Schmuck, Münzen und Barre einfach nur rum. Spekulative Ausschläge des Goldkurses sind darum unvermeidbar. Goldpreis wird nun bis auf 1000-1100 Euro die Feinunze fallen. Wer teurer gekauft hat wird Geld verlieren und ein Paar Monate (wenn der Euro zusammenbricht) oder Jahre (bis zur nächsten Spekulationsphase) warten müssen bis der Preis wieder anzieht.
1. Ich bewundere Ihren Weitblick! Wo bitte steht der Goldpreis aus Ihrer Sicht in 5 Jahren?
2. Ich habe viel billiger gekauft ;-)
3. Wenn der Euro zusammenbricht wird der Goldpreis nicht "anziehen", sondern EXPLODIEREN
4. Eine Blasenbildung ist bei Gold fast unmöglich, da der Goldpreis nicht "steigt", sondern Papier nur seinen Wert verliert

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max_copernicus 17.03.2013, 14:08
187.

[QUOTE=texas_star;12267973
der langfristige und inflationsbereinigte goldpreis ist sehr , sehr nuechtern.... nichts mit konstantem anstieg....[/QUOTE]

Der Neid auf sehr vermögende Goldinvestoren muss besonders tief bei Ihnen sitzen, wiederholen sie diese Leier doch schon seit Jahren hier in jedem Thread zu Gold.

Aber soviel sei die Message: Selbst wenn sich der Goldpreis zehnteln sollte, sind manche Goldbugs immer noch reich.

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marine76 17.03.2013, 14:35
188. Prima Timing

[Es ist schon eigenartig an den Wochenende wo in Zypern in Bankautomaten geschlossen wurden kommt ein ein Beitrag bei Spiegel-Online "Vorsicht vor den Goldbullen".
Für mich ist ihre Botschaft klar.Bitte lieber Sparer rennt nicht zur Bank ,Gold ist keine alternative.

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karl-felix 17.03.2013, 14:56
189. Gott

Zitat von kabian
Gold muss genauso gehandhabt werden wier Aktien. Es gibt keine ständige Wertsteigerung. Nur wer den richtigen Zeitpunkt erwischt ist fein raus. Und das ist eine klare Spekulation.
der Gerechte. Tun Sie sich einen Gefallen und bleiben Sie dem Finanzmarkt fern.
Gold ist ein Langfristinvest. Das kauft man zu günstigen Preisen.
Der Spread ist viel zu hoch um mit physischem Gold zu spekulieren.
Es ist völlig egal, zu welchem Zeitpunkt Sie einsteigen. Das hat mit der Endrendite nur marginal zu tun. Entscheidend ist dass Sie sich vernünftig verhalten und nicht glauben,physisches Gold wie eine Aktie handhaben zu können. Da gelten ganz andere Spielregeln.

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