Forum: Wirtschaft
Preisexplosion bei Lebensmitteln: Asien fürchtet Hungersnot

In Deutschland werden Lebensmittel immer teurer, doch das ist nichts im Vergleich zu Asien: In Indien kosten manche Produkte drei Mal so viel wie vor einem Jahr, in Bangladesch können sich die Ärmsten nicht mal mehr Milch leisten. Die Uno warnt vor einer Hungerkatastrophe - und Gewaltexzessen.

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dr.schomo 21.01.2011, 15:44
250. Bei Biodiesel

Zitat von Ingmar E.
Hallo, was sie hier beschrieben ist doch ein Fehlschluss. Auf welchen Flächen wollen sie denn Biotreibstoffe anbauen, wenn die Erträge zurückgehen und sie alle Flächen für Nahrungsmittelproduktion brauchen? Wenn man keinen Dünger und ....
"Sie können doch nicht sagen: so, jetzt nehmen wir drei viertel der Agrarfläche für Biotreibstoffe, dafür müssen wir leider drei Viertel der Bevölkerung von der Nahrungsmittelversorgung dieses Jahr ausschließen [...]."

Nein, aber man kann sagen: So jetzt nehmen wir drei Viertel der Agrarfläche für überflüssige Fleischproduktion, dafür müssen wir leider drei Viertel der Bevölkerung von der Nahrungsmittelversorgung dieses Jahr ausschließen.

Wieso wird allgemein in diesem Punkt zwischen Biodiesel und Fleisch unterschieden?
Wahrscheinlich ist Biodiesel wesentlich sinnvoller als Fleisch!

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altebanane 21.01.2011, 15:45
251. .

Zitat von Ingmar E.
Es ist nur jeder zwanzigste Arbeitplatz in Deutschland von der Automobilindustrie abhängig, und nicht jeder siebte oder achte, wie manchmal von deren Lobbygruppen verbreitet wird. Die Arbeitsplätze .....
Wer redet denn von "keine Energie mehr". Soweit sind wir nicht. Strom geht nicht aus. Nur Öl.

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Schnurz321 21.01.2011, 15:45
252. Inflation

Zitat von recardo
Wenn die Gehälter massiv steigen, steigert sich die Inflation ja noch mehr.
Wenn die Inflation geldmengenbedingt ist, steigt mit der Geldmenge auch der Nominallohn, wobei der Reallohn gleich bleint.
Ist die Inflation dagegen produktionsbedingt (zu wenig Lebensmittel), fallen die Reallöhne (sinkender Nominallohn bei steigenden Preisen).

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Ingmar E. 21.01.2011, 15:47
253. Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf:

Zitat von Katzenfreund
Es gibt noch lange keinen Peak of Oil. Alles Panik Macher. Es gibt noch genug Öl. Allerdings geht das Ölzeitalter nach und nach zu Ende. Weil immer weniger gebraucht wird. Und weil wir demnächst andere Alternativen heben werden. Die Steinzeit ging auch nicht zu Ende weil es keine Steine mehr gab oder gibt. BTL wird eine Lösung sein. Und viele Probleme werden sich in Luft auflösen.
Laut IEA war der Peak Oil im Dezember 2006, seitdem befinden sich die konventionellen Ölquellen mit 6,7% jährlich im Rückgang.
Nahezu alle Ölförderländer auf dem Planeten befinden sich im Förderrückgang. Ich sehe keinen Grund warum sich dieser Trend umkehren sollte. Zumal das Öl welches diesen Trend umkehren könnte, ja noch gar nicht gefunden ist.
Im Moment können die unkonventionellen Ölquellen (Ölsand-schiefer, verflüssigtes Gas) das noch ausgleichen, deshalb bleibt die Gesamtfördermenge gerade so stabil.

Aber das wird nicht so bleiben. Denn bei 6,7% jährlicher Rückgang, kommt man innerhalb von etwas mehr als einem Jahrzehnt auf 50% Einbruch der Förderung. Und das können die unkonventionellen Quellen nicht mehr ausgleichen. Wir befinden uns gerade an dem Punkt wo die Nachfrage das Angebot wieder dramatisch zu übersteigen beginnt. Ich glaube wir erleben die letzten Wochen mit zweistelligen Ölpreisen, werden wir mMn nie wieder sehen.

Auch kann man das unkonventionelle Öl welches das konventionelle ersetzt, nicht so preiswert fördern. Die Weltwirtschaft beruht ja nicht nur auf Öl, nein, sie beruht auf billigem Öl. Selbst wenn es Öl noch länger gibt, teures Öl aus Ölschiefergestein bringt die Weltwirtschaft nicht so zum brummen, wie billiges Öl was Fontänenartig aus Quellen herraussprudelte.


Meinetwegen stampfen sie in den nächsten Jahren mit dem Fuß auf dem Boden rum und schimpfen "es gibt doch genug Öl, warum ist der Preis dann so hoch". Dass der Preis jetzt schon so hoch ist, zeigt den Mangel. Gäbe es keinen Mangel, könnten die Produzenten ihr Öl nicht so teuer anbieten, sondern könnten nur etwas mehr als ihre Herstellungskosten verlangen.

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Jeff A. 21.01.2011, 15:48
254. ...

Zitat von Direwolf
JA klar, dann muß das ganze nur noch in Hungerregionen gebeamt werden, denn zumeist ist ja die Verteillogistik das zentrale Problem in diesen Ländern. Und ganz nebenbei müßte das auch noch so passieren, dass die verbliebenen lokalen Bauern nicht ruiniert werden. GAnz einfach...
Sie haben mich missverstanden. Es geht nicht darum die hierzulande überschüssigen Nahrungsmittel sonstwem in den Hals zu stecken, sondern es gar nicht erst zu einem Überschuss kommen zu lassen.
Dies würde die Nahrungsmittelpreise in der Tat senken.
Beispiel:
Ein Supermarkt schreibt vor das sein Brotregal zu jeder Zeit schön aufgefüllt auszusehen hat, wissend das 20% davon am Ende im Müll landen, dann sind das 20% eingekauftes Getreide zuviel die den Marktpreis hochtreiben.

Hier besteht auf jeden Fall dringender Handlungsbedarf.

Ich bin mir darüber im Klaren das dies nicht der einzige Grund für steigende Nahrungsmittelpreise ist.
Fakt ist aber, das es mit eine große Rolle spielt.
Könnte man diese "bewusste" Verschwendung verhindern oder zumindest stark einschränken, würde man ein Stück weit dazu beitragen das die Preise sinken.

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Celestine 21.01.2011, 15:51
255. xy

Zitat von probstheida
Gar nicht mal wegen der Biligkräfte. Die Landwirtschaft hierzulande ist so hochindustrialisiert, daß nur noch ganz wenige, hochqualifizierte, und gutbezahlte Maschienenbediener benötigt werden, um die Felder zu bestellen. Schon daraus ergibt sich ein Wettbewerbsvorteil ......
Richtig! In den Besitzverhältnissen im amerikanischen Agrarbereich ist inzwischen eine unglaubliche Konzentration erfolgt: Vor 20 Jahren gab es noch zigtausende Schlachtbetriebe; heute beherrschen jeweils 4-5 Konzerne die gesamte US-Produktion vom Geflügel bzw. Schweinefleisch. Die Farmer stehen unter Vertrag, werden zur hohen Verschuldung verpflichtet, um die neuesten Maschinen zu kaufen etc. etc. Sie fühlen sich den Konzernen ausgeliefert und entmachtet. Eine absolut ungesunde Entwicklung, die wohl auch hierzulande politisch gewollt ist.

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Celestine 21.01.2011, 15:58
256. ... dumpfe Ideologie ...

Zitat von Satiro
Gut, dass Sie nicht vergessen haben, auch bei dieser Gelegenheit mal wieder etwas gegen die bösen US- Konzernezu schreiben.
Sie können Ihre Häme sonstwohin stecken. Ich bin kein US-Basher, das können Sie hier in anderen threads zu genüge lesen. Aber selbst bei Freunden ist es wohl erlaubt, Fehlentwicklungen zu kritisieren. Alles Andere wäre dumpfe Ideologie.

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Ingmar E. 21.01.2011, 15:59
257. Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf:

Zitat von altebanane
Wer redet denn von "keine Energie mehr". Soweit sind wir nicht. Strom geht nicht aus. Nur Öl.
Ihnen ist offenbar nicht klar welche riesige Energiemenge uns jedes Jahr mit den fossilen Quellen geschenkt wurde.
Der Anteil der EE soll nur im Stromsektor in paar Jahrzehnten 50-60% betragen.
Ja, und der Heizsektor? Und der Nahrungsmittelsektor?
EE sind natürlich eine wichtige Maßnahme, aber Energiesparen ist viel wichtiger, weil EE niemals die fossilen Energie ersetzen kann. In diesem Jahrhundert wird der Reihe nach erst das Öl, dann Gas und Uran und zum Ende auch die Kohle zu Ende gehen (die hält nämlich nur bei heutigem Verbrauch noch 200Jahre, aber nicht bei steigendem Verbrauch). Das kann EE nicht ersetzen.

Um mal einen Eindruck zu geben: nur um die Energie aus dem Öl zu ersetzen (Gas, Uran, Kohle nicht betrachtet), bräuchte man >4000 Kernkraftwerke weltweit. Es wurden gerade mal paar hundert bisher gebaut.

Sie unterschätzen gewaltig die Menge der bisher praktisch kostenlosen Energie. Selbst wenn ein Barrel Öl 500Dollar kosten sollte, wäre es immer noch spottbillig wenn man die Energie betrachtet die drin steckt. Selbst bei 500Dollar/barrel wäre Sklavenhaltung noch teurer.

Wer denkt EE könnte das alles ersetzen, sollte sich warm anziehen. 2050 werden eben nicht fast alle Häuser in Deutschland passivhäuser sein, und wenn wir Pech haben gibts schon 15Jahre vorher kein Öl mehr am Weltmarkt.

Kanada wird das Öl aus seinen Ölschiefern doch selbst verbrauchen, wenn sie kein normales Öl vom Weltmarkt importieren können. Warum sollten sie es uns verkaufen, wenn die Kanadier dafür im Winter frieren?

Warum sollten uns die Afrikaner Solarstrom verkaufen, wenn sie selbst die Energie viel dringender brauchen?
Warum sollten uns die Norweger Wasserkraftstrom verkaufen, wenn sie im Gegenzug dafür frieren?

Wir werden uns alle mit einer zu kurzen Decke zudecken müssen, und es ist die Frage was wir raushängen lassen. Es gibt 4 große Sektoren: Wärme, Nahrungsmittel, Mobilität, Stromsektor. Da kannste dir ausmalen auf was wir zuerst verzichten.

Im übrigen kannste aus Strom keinen Dünger herstellen. Und du kannst auch keine Landwirtschaftlichen Maschinen über Akkus betreiben, zu groß, zuviel Leistungsbedarf. Genauso kannste nicht jedes Feld mit Oberleitungen ausstatten um den Traktor direkt ans Netz zu hängen.
Selbst wenn wir mehr als genug EE hätten, würde uns der Dünger und der Diesel fehlen.

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Realo 21.01.2011, 16:00
258. Was soll die Polemik ?

Zitat von nopolemik
Es gibt zu viele Menschen? Auf wen sollte man verzichten - auf Sie? Es gibt nicht zu viele Menschen.
Natürlich gibt es zuviele Menschen !
Wenn die Menschheit nicht mehr ernährt werden kann, dann sind es zuviele.
Einfach weniger Nachwuchs und das Problem erledigt sich von selbst. Falls Sie allerdings ein Anhänger des: "Seit fruchtbar und mehret Euch" sind, dann kann ich Ihnen leider auch nicht weiterhelfen....

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dr.schomo 21.01.2011, 16:00
259. Brot statt BMW

Zitat von Jeff A.
Sie haben mich missverstanden. Es geht nicht darum die hierzulande überschüssigen Nahrungsmittel sonstwem in den Hals zu stecken, sondern es gar nicht erst zu einem Überschuss kommen zu lassen. Dies würde die Nahrungsmittelpreise in der Tat senken. Beispiel: Ein Supermarkt schreibt vor das sein Brotregal zu jeder Zeit schön aufgefüllt auszusehen hat, wissend das 20% davon am Ende im Müll landen, dann sind das 20% eingekauftes Getreide zuviel die den Marktpreis hochtreiben. Hier besteht auf jeden Fall dringender Handlungsbedarf. Ich bin mir darüber im Klaren das dies nicht der einzige Grund für steigende Nahrungsmittelpreise ist. Fakt ist aber, das es mit eine große Rolle spielt. Könnte man diese "bewusste" Verschwendung verhindern oder zumindest stark einschränken, würde man ein Stück weit dazu beitragen das die Preise sinken.
Wir möchten aber nicht, dass unsere Lieblingssorte Brot abends um 20h im Supermarkt alle ist, nur damit irgendein armer Teufel in Asien mehr zu essen hat!
Wo kämen wir denn da hin? Als nächstes sollen wir wohl alle nur noch 3l Lupos fahren statt BMW... (ach ne, soweit kommt es nicht, es hängen ja 99% der Arbeitsplätze in D von der Automobilindustrie ab, ich vergaß).

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