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Preisverfall: Aldi geht auf Konfrontationskurs zu Milchbauern
DPA

Angesichts der niedrigen Milchpreise kämpfen viele Bauern ums finanzielle Überleben. Immer wieder protestieren die Landwirte gegen die Dumpingpreise der Discounter. Aldi weist nun alle Schuld von sich.

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denkdochmal 22.08.2016, 18:00
1. Ich trinke gern mal...

ein Bier. Genau so gern aber Milch. Was ich schändlich finde, sind die Preise. Beim Bier für 0,2L 1,80 € mindestens und für Milch der Liter um 0,45 €.
Das ist eine üble Herabwürdigung der Leistung der Milchbauern, die wahrhaftig viel mehr leisten müssen als die Bierbrauer.

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crunchy_frog 22.08.2016, 18:02
2.

Aldi hat doch völlig recht. Als Einzelhändler ist es deren ureigenste Aufgabe, so günstig wie möglich zu halten. Kein Milchbauer ist gezwungen, zu diesem Preis zu verkaufen, nur wenn so massiv überproduziert wird, sinkt der Preis ganz automatisch.
In jeder anderen Brance würde sich das von selbst marktwirtschaftlich regeln, nur die Milcherzeuger meinen sie sind etwas besseres und können produzieren wie viel sie wollen. Und wenn dann der Markt das nicht mehr aufnehmen kann, wird nach der Politik geschrien undder Steuerzahler soll diesen Irrsinn finanzieren.

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BettyB. 22.08.2016, 18:02
3. Tja,...

Da schaufeln Milchwirte ihrer Kollegen Grab in der Hoffnung, nicht selbst hineinzufallen...

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INGXXL 22.08.2016, 18:03
4. Wenn es eine Überproduktion

gibt müssen halt die nicht rentabel en Betriebe schließen. 5% sind da halt zu wenig.

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bristolbay 22.08.2016, 18:03
5. Angebot und Nachfrage

Noch immer bestimmt das Verhältnis von Angebot und Nachfrage den Preis, auch in einer sozialen Marktwirtschaft.

Sicherlich hat die Marktmacht auch eine Bedeutung, doch es stehen sich doch einige große Nachfrage nur einigen großen Anbietern gegenüber und deshalb sollte doch dieser Aspekt nebenrangig sein.

Aber das marktwirtschaftliche Denken vieler Bauern ist zu simpel und sollte als Milchmädchenrechnung in den Milchsee gekippt werden.

Bei einer Verdopplung der Kühe steigt das Angebot an Milch und der Preis wird weniger als vorher sein. Liebe Bauern, dies ist falsch.

Viel wichtiger. Die Landwirte sollen mal hinterfragen, was denn ihre Genossenschaften machen. Die Milchwirtschaft und große Teile des Landhandels werden doch von Genossenschaften beherrscht. Ob sie Milram, agravis, RWZ, HaGe, Baywa, Westfleich
oder wie heißen, sie sind doch die Anbieter fast aller
landwirtschaftlichen Produkte und die Landwirt sind doch als Genosse Mitinhaber oder ist es so, dass sich diese ausgeklinkt haben und nur die Verwalter der Agroindustrie sind.

Was hat ein bayrischer Obstlandwirt davon, wenn "seine" Baywa gleichzeitiger größter Apfelhändler Neuseelands ist?

Also, nicht stöhnen, Menge runternehmen, dann gibt es auch bessere Preise.

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lalale 22.08.2016, 18:05
6.

die preise macht der markt... so sehr ich mich normalerweise gegen diese rethorik wehre, aber wenn nun mal zu viel angebot da ist, stürzen eben die preise ab. gab es nicht mal ne quote wieviel milch produziert werden darf? wurde die nicht auf druck der milcherzeuger abgeschafft und dann von ihnen investiert um sich ne goldene nase mit mehr milch zu verdienen? tja dumm gelaufen und vor allem mit großbauern die diesen investionswahn mitgemacht haben, hab ich dann halt auch echt wenig mitleid. niemand zwingt sie zum preis den aldi haben will zu verkaufen... aber dann wird halt gar nicht verkauft

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ernstmoritzarndt 22.08.2016, 18:05
7. Nicht Aldi geht auf Konfrontationskurs, ...

... sondern viele der Milchbauern können nicht rechnen. Das ist eine ganz einfache Angelegenheit: Wenn ich meine Ware nicht zu konkurrenzfähigen Preisen produzieren kann, wird sie mir niemand abnehmen. Dann muß ich meinen Laden schließen. Das geschieht hier in Deutschland in verschiedenen Branchen, zuerst die kleinen Tankstellen, dann die kleinen Autowerkstätten, .... usw. usf.: Wir können doch keine Schutzzonen für irgendwelche Branchen schaffen. Man möge nur bedenken, daß wir das Molkereiensterben, eben jener kleinen Betriebe, die sich auch den kleineren landwirtschaftlichen Betrieben gewidmet haben, schon seit über 30 Jahren hinter uns haben. Da haben damals die Bauern selbst die ökonomischen Ursachen gesetzt, indem sie bei der kleinsten Milchpreisveränderung zu den Großbetrieben gelaufen sind. Jetzt schicken die Großbetriebe die kleinen Landwirtschaften auf die Straße, weil die Abnahme kleiner Mengen nicht mehr rentabel ist.

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micromiller 22.08.2016, 18:06
8. Der Milchbauernverband

sollte auf seine Abgeordneten im Bundestag Druck machen und diese Auffordern die Sanktionen gegen Russland endlich zu beenden. Frau Merkel hat schon so viel Unheil angerichtet, unser Parlament ist gefordert weiteren Schaden von Deutschland und der EU abzuwehren.

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einfachmensch 22.08.2016, 18:09
9. staatlich finanzierte Löhne für Bauern-Mismanagement?

Als Steuerzahler und Verbraucher, she ich es nicht ein, dass die sinnlose Überproduktion der Bauern auch noch von uns Steuerzahlern bezahlt werden soll. Diese "zuviel-produzierte" Milch braucht einfach niemand. Als Unternehmer würde ich mir "jetzt" überlegen doch besser andere Produkte zu vermarkten. Wer das nicht will, muss sein Unternehmen halt schließen! Mitleid habe ich da nicht, besonders im Hinblick, dass diese "Massenproduktionsbauern" unsere Umwelt unverantwortlich vergiften.

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