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Preisverzerrung im Onlinehandel: EU-Kommission verhängt Millionenstrafen für Elektron
REUTERS

Höhere Preise für Notebooks und Kopfhörer: Die EU-Wettbewerbshüter haben mehrere Unternehmen wegen illegaler Preisabsprachen mit Millionenstrafen belegt. Die höchste Summe muss Computer-Hersteller Asus zahlen.

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KlausKoe2 24.07.2018, 13:44
1. Hört sich so an als ob die den Job der Regierung gemacht haben.

jaja ...

Als Kunde will ichs billig. Ich weiß aber auch, dass das nicht lange gut gehen kann, wenn einiger wenige oder einer am Ende es am günstigsten anbieten und alle bei dem kaufen. Onlinehänlder können günstiger anbieten und die übrig gebliebenen zerfleischen sich gegenseitig.

Mit geht's auch nicht umkj MM opder S, die habven ja selber vorher die kleinen kaputt gemacht.

Aber es wird auf Dauer nicht gut gehen, wenn am Ende nur einer/A übrig bleibt.

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jewill 24.07.2018, 14:33
2. Schutz für Einzelhandel

Die Firmen haben sich ja nicht bereichert - im Gegenteil sie haben die Produkte zu günstig an die Händler verkauft. Die Firmen wollten nur verhindern, dass Online-Händler einen für den Einzelhandel ruinösen Wettbewerb veranstalten. Frau Vestager gönnt dem Einzelhandel aber offensichtlich die für das Überleben notwendigen Margen nicht.

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jowitt 24.07.2018, 14:57
3. @ jewill heute, 14:33 Uhr

Zitat von jewill
Die Firmen haben sich ja nicht bereichert - im Gegenteil sie haben die Produkte zu günstig an die Händler verkauft. Die Firmen wollten nur verhindern, dass Online-Händler einen für den Einzelhandel ruinösen Wettbewerb veranstalten. Frau Vestager gönnt dem Einzelhandel aber offensichtlich die für das Überleben notwendigen Margen nicht.
Zunächst mal geht es bei dem beschriebenen Onlinhandel ja auch um Einzelhandel und eben nicht um Großhandel.
Insofern ist Ihr letzter Satz schon falsch. Ferner geht es darum, dass Hersteller sich abgesprochen haben und dem Handel vorgeschrieben haben, zu welchem Preis die verkaufen. Das ist laut Gesetz ganz klar illegal.

Es geht also NICHT darum, ob Frau Vestager irgendjemanden etwas gönnt oder nicht. Das ist eine unsinnige Behauptung.

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wombie 24.07.2018, 15:16
4.

Zitat von jewill
Die Firmen haben sich ja nicht bereichert - im Gegenteil sie haben die Produkte zu günstig an die Händler verkauft. Die Firmen wollten nur verhindern, dass Online-Händler einen für den Einzelhandel ruinösen Wettbewerb veranstalten. Frau Vestager gönnt dem Einzelhandel aber offensichtlich die für das Überleben notwendigen Margen nicht.
Für mich als Konsument ist eine unabhängige Preisfindung der Einzelhändler wichtig, egal ob online oder offline. Die Strafen wurden aufgrund nicht rechtmäßiger Verkaufsvorgaben zurecht erhoben. Der Einkauf im lokalen Handel ist für mich eine sinnlose Verschwendung meiner knappen Freizeit, die ich mit schöneren Erlebnissen als Einkaufserlebnissen in Innenstädten ausfüllen kann. Für den Erhalt des stationären Einzelhandels bin ich als Kunde nicht zuständig.

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sailor60 24.07.2018, 15:27
5.

Zitat von KlausKoe2
jaja ... Als Kunde will ichs billig. Ich weiß aber auch, dass das nicht lange gut gehen kann, wenn einiger wenige oder einer am Ende es am günstigsten anbieten und alle bei dem kaufen. Onlinehänlder können günstiger anbieten und die übrig gebliebenen zerfleischen sich gegenseitig. Mit geht's auch nicht umkj MM opder S, die habven ja selber vorher die kleinen kaputt gemacht. Aber es wird auf Dauer nicht gut gehen, wenn am Ende nur einer/A übrig bleibt.
Sie machen den Job der Regierung, weil sie die Regierung sind. Auch wenn sie Kommissare genannt werden, entsprechen sie unseren Ministern. Viele Bereiche werden schon in Brüssel geregelt. Ansonsten gilt ganz allgemein, dass Preisbindungsklauseln nicht gelten. UVP = unverbindliche Preisempfehlung (des Herstellers) - mehr darf der Hersteller nicht!

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p-touch 24.07.2018, 15:31
6. Als Kunde wird

man nur noch bes...... es vergeht ja kaum noch ein Monat in dem nicht eine Branche millionen-, oder gar millardenschwere Strafen bezahlen muß. Die Justiz sollte mal anfange die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen und nicht nur Bußgelder verhängen.

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shardan 24.07.2018, 15:34
7.

Zitat von jewill
Die Firmen haben sich ja nicht bereichert - im Gegenteil sie haben die Produkte zu günstig an die Händler verkauft. Die Firmen wollten nur verhindern, dass Online-Händler einen für den Einzelhandel ruinösen Wettbewerb veranstalten. Frau Vestager gönnt dem Einzelhandel aber offensichtlich die für das Überleben notwendigen Margen nicht.
Das ist nicht mal so. So viel teurer ist der Einzelhandel nicht, dafür bietet er oft die bessere Beratung und den besseren Service. Die Aussage "Einzelhandel = Teuer" hält sich hartnäckig. Aus Erfahrung über viele Jahre hinweg leidet der Einzelhandel am meisten unter einem Phänomen, das ich "Beratungsbetrug" nenne. Der Kunde kommt in den Laden und lässt sich beraten. Dann kommt ein freundliches "Dass muss ich mir nochmal überlegen". Der Kunde verlässt den Laden und schreitet flugs zum großen Elektromarkt oder bestellt am PC. Der Witz daran: Die Fachhändler sind preislich oft nicht oder nur minimal teurer, bieten aber erheblich besseren Service. Aufstellen, anschließen, einstellen, Verpackung entsorgen - der Service des Fachhändlers, oft im Preis drin. Beim Großmarkt schleppt Kunde den neuen Riesen-TV dann selbst in die 5. Etage und muss sich mit Kabel etc rumschlagen. Dann fehlt dieses oder jenes Kabel, ein Adapter oder ähnliches (Hat der anliefernde Fachhändler in der Regel im Auto) und auf dem erneuten Weg zum Fachhändler kann er gleich den Verpackungsmüll in die Tonnen karren. Dafür hat er dann den TV im Glücksfall 20EUR billiger bekommen.... Schönen Dank auch. Klar auch der Großmarkt liefert an, stellt auf - und berechnet satte Preise dafür, die jede Ersparnis mehr als auffressen. Ganz klasse wird das mit Großgeräten wie Waschmaschinen. Bestellt man das online, bleibt man auf Verpackung und Altgerät sitzen. Die Entsorgung einer alten Waschmaschine wird dann gern abenteuerlich und arbeitsaufwändig - oder recht teuer. Schon mal 80 KG Waschmaschine aus dem Keller ins Auto gehievt? Aber egal, beim Kauf 20 EUR gespart. Mein Fazit: Hierzulande ist Geiz eben geil, koste es, was es wolle.

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Fxxx 24.07.2018, 15:58
8. Margrethe Vestager sollte ein Vorbild für viele Politiker sein!!!

Entgegen den ganzen Lobbies und Politikern mit "Nebenverdiensten" setzt sie sich für mehr Wettbewerb ein und gibt Unternehmen Paroli, gegen die ein einzelnes Land oder gar ein einzelner Verbraucher keine Chance hätte. Vielen Dank Frau Vestager!

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bloßich 24.07.2018, 16:42
9. ...

Zitat von KlausKoe2
jaja ... Als Kunde will ichs billig. Ich weiß aber auch, dass das nicht lange gut gehen kann, wenn einiger wenige oder einer am Ende es am günstigsten anbieten und alle bei dem kaufen. [...] Aber es wird auf Dauer nicht gut gehen, wenn am Ende nur einer/A übrig bleibt.
Die Gefahr, die sie da sehen, wenn am Ende nur einer übrigbleibt - nämlich ein Monopol - nehmen Sie in seiner Wirkung allerdings schon vorweg, wenn sie eine solche vertikale Preisbindung erlauben würden.

In beiden Fällen bestünde kein (Preis-)Wettbewerb mehr.

Schon daher macht ihre Befürchtung keinen Sinn.

... Zudem ist das natürlich auch erst einmal bloß eine unsubstantiirte Behauptung, wenn Sie unterstellen es gäbe dann in der Folge nur noch einen einzigen Anbieter.
Ihre Logik wäre auf jeden anderen Markt genauso anzuwenden. Eine solche allgemine Tendenz zur Monopolbildung gibt es aber nicht. Und auch eine völlige Verdängung des stationären Handels ist wohl nicht zu befürchten und zudem wettbewerbsrechtlich (und daran hat sich die Kommission hier zu orientieren) auch nicht problematisch.

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