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Privatanleger: Bund steigt aus Geschäft mit Schatzbriefen aus
DPA

"Günther Schild" sollte Anleger für Bundespapiere begeistern, jetzt aber hat die alte Werbe-Schildkröte ausgedient: Nach Informationen des "Handelsblatts" steigt der Bund aus dem Geschäft mit privaten Kunden aus. Zuletzt soll das Geschäft nur noch minimal zur Refinanzierung des Staates beigetragen haben.

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hman2 03.07.2012, 10:18
20. Kostenlos

Zitat von moritz27
Mal ganz abgesehen davon, dass offenbar bei den Privatanlegern die Neigung schwindet, einem "Unternehmen" das erwiesenermaßen nicht mit Geld haushalten kann weiteres Geld zu leihen.
Wenn das so ist, dann müsste die EZB sofort die Ausgabe von Geld an die Banken ersatzlos streichen, zumal die EZB ja Geld kostenlos verleiht und nicht nur verwaltet...

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Koana 03.07.2012, 10:20
21. Kann es sein,

Zitat von pragmat
In Japan ist der Staat hauptsächlich bei seinen Bürgern verschuldet. Wenn der dort pleite zu machen versucht, hat die Politik mindestens die Yakuza am Hals. So etwas möchte man hier tunlichst vermeiden. Bei uns verschuldet sich der Staat lieber bei Ausländern. Wenn man denen - wie jetzt mit dem ESM geplant - den Stinkefinger zeigt, machen wir einfach die Grenzen dicht und schalten die Computer ab.
.... dass Sie da etwas grundfalsch sehen?

Eine Staatspleite trifft nur jene, die ohnehin nichts besitzen, jene, die ihr Leben lang für die Plutokratensäcke in den Palästen buckeln, jene, die ein bissen Kleingeld auf dem Konto haben und ihre Lebensversicherung sehnlichst erwarten, jene, die wie kleine Karnikel dem Konsum hinterherhecheln, als wäre er Löwenzahn.

Jene die reich sind, denen gehört das Land, denen gehören die Fabriken, bald auch die gesamte Infrastruktur - von der Autobahn - über die Bahn, bis hin zur Energie-, Wasser- und Informationsversorgung.

Was juckt die eine Staatspleite - sie schreiben ihre Liquiden Rücklagen von x Billionen auf y Billionen zurück - so what?

Sind sie wirklich so naiv zu glauben, der Staat schütze seine Bevölkerung?

Unsere Politmarionetten sind seit nunmehr zwei Dekaden nur noch am umverteilen - von Arm zu Reich - vom Gemeinbesitz zu Privatbestiz.

Kann gut sein, dass die ganzen Kleinspaarer auch in Deutschland bald ein böses Erwachen erleben - dann gilt es darum bei den Palastbesitzern anzuklopfen und um die Scheisse aus der Latrine zu betteln - damit der Darm was zum verdauen hat.

Momentan leckt ihr ihnen die Hinterteile, um für sie buckeln zu dürfen - die meisten braucht man im Prinzip heute dazu aber schon gar nicht mehr.

Wirkliche Arbeit verrichten Lohnsklaven für einige Euro am Tag oder noch weniger, ihr kleinen Verwaltungsbienen, Hilfsbeamte, Beraterbetrüger, etc. ihr tummelt euch in eine Brackwasser, einer abgestandenen Brühe, die nur noch aus Selbstzweck dahinmodert - wenn es zu sehr stinkt - lassen Eure Herren den Damm sprengen und ihr versickert so schnell, ihr werdet es vielleicht gar nicht kapieren.

Es ist wirklich frappierend diese Welt beobachten zu müssen - jetzt mach ich das Fenster wieder zu - verschwinde in ein Buch und blende den brackigen Tümpel aus - ich bin sicher nicht alleine mit meiner Meinung - aber - ich glaube wenigstens 90 wenn nicht gar 99,9 von Hundert (nimmt man die 0,0001% Milliardäre mal aus der Menschenmasse heraus...) - sind nicht gerade von meinem Bild der Welt überzeugt - sie sehen es als überdrehte Jammerei - es sei euch vergönnt, dieses Glück der Ignoranz.

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Koana 03.07.2012, 10:30
22. Verleihen sie Geld?

Zitat von rschneider2
Liebe Bundesregierung, es ist klar, daß Ihr das "Geschäft" einstellt. Ich würde Euch keinen Cent leihen. Ihr hat das Vertrauen der Bürger derart verspielt, daß nur noch die Einführung einer Demokratie helfen könnte. Aber da spielen von den 620 MdBs höchstens 10 % Demokraten mit.
Falls ja, wem leihen sie es?

Ihren Kindern - schön, eine gute Idee.
Einem Unternehmen, dessen Geschäftsmodell ihnen gefällt und das sie als kreditwürdig ansehen - auch - sehr gut!

Sie haben kein Geld - nun - nicht schlimm - es geht vielen Menschen wie ihnen. - Nur - dann stellen sie sich einfach mal vor sie hätten welches - wem würden sie es denn am liebsten leihen?

Ja - der Staat hat in der Tat kein Vertrauen verdient - zumindest keines der Menschen - die eigentlich den Schutz des Staates bräuchten - der Staat ist zu einer Verwaltungsorganisation, zu einer rießigen Bewachungs- und Ordnungsorganisation verkommen, die dafür sorgt, dass die Summe der Menschen in Ihm möglichst gut zum Wohle der Reichen und Reichsten funktionieren - ein Prinzip, das seit Anbeginn der Zivilisation immanent vorhanden war.

Nur, es gab Zeiten, da konnte man hoffen, der Staat würde dafür sorgen, dass auch die Schwachen ein lebenswertes Leben vor sich haben, dass die Starken etwas von ihrer Kraft abgeben, die Glücklichen den Unglücklichen helfen - ich denke viele von uns hatten das Glück einige Dekaden in so einem Staat gelebt zu haben - leider - kommt das Grundprinip nun wieder immer stärker zu tragen - die zarten Versuche einer Sozialstaatlichkeit - sie werden niedergetrammpelt von der Gier und wir alle widersetzen uns nicht -sondern hoffen auf die Chance - eines kleinen Gewinns - egal was er anderen auch kosten möge.

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schachcheck 03.07.2012, 10:37
23. Was noch fehlt...

... sind jetzt eigentlich nur noch die Bundeswehr, die Jobcenter (Hartz IV) dann noch die gesetzliche Rentenversicherung und das Autobahnnetz !! Abgeben und privatisieren !! Spätestens dann können alle Parlamente und die Verwaltung geschlossen werden. Ach ? - was machen wir eigentlich mit dem Verfassungsschutz ?? Wär doch was für den CIA. Lasst uns alle nach Griechenland gehen, das bauen wir dann neu auf und lassen keinen dieser Aasgeier rein !!

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zzzZZZ 03.07.2012, 10:37
24. lächerlich...

was man hier zum Teil lesen muss.
Ja ich bin Banker, ja ich habe natürlich eine andere Sich der Dinge.

Aber einer meiner Vorschreiber hat es richtig geschrieben. Bei der Verwaltung von Konten und Depots entstehen Kosten. Jede Bank (oder sonstige Unternehmen) die das kostenlos anbieten müssen das Geld irgendwo anders her bekommen (Bsp. Postbank --> enorm hohes Einlagengeschät). Beim Staat funktioniert das in Form der Steuer. Das heisst die 330.000 Konten finanzieren sich durch die xx Mio. Steuerzahler. Womit wir wieder bei der sinnvollen Verwendung von Steuergeldern wären. Und der Tatsache, dass die Ausgaben bei der breiten Masse ankommen :-)

Und wenn ich dann noch den vorwurfsvollen Ton rauslese, weil die Banken ja GEBÜHREN verlangen. Das soll sich mal jemand vorstellen? Die wollen Geld verdienen? Damit die Beschäftigten bezahlt werden können (okay, auch die Lustreisen und und und... aber wo ist das nicht so?).
Ich denke die möchtegern Reichen der Nation sollten sich mal Gedanken machen ob eine Gebühr oder Kosten bei der Bank nicht vielleicht doch Sinn machen... und noch viel wichtiger: ist es wirklich sinnvoll dass ALLE Steuerzahler "die paar" Konten finanzieren.

Ich habe fertig :-)

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marcaurel1957 03.07.2012, 10:37
25.

Zitat von sysop
"Günther Schild" sollte Anleger für Bundespapiere begeistern, jetzt aber hat die alte Werbe-Schildkröte ausgedient: Nach Informationen des "Handelsblatts" steigt der Bund aus dem Geschäft mit privaten Kunden aus. Zuletzt soll das Geschäft nur noch minimal zur Refinanzierung des Staates beigetragen haben.
es wirft ein sehr erhellendes Licht auf das Niveau der hiesigen Kommentatoren, was man hier so absondert.

Da wird eine durchaus sinnvolle Maßnahme zur Effizienzsteigerung, auch zur Einsparrung von Steuergeldern getroffen

Den werten Foristen fällt dazu ein:

Banksklaven

Währungsreform

Diktatur

Bankster

und so weiter und so weiter..

Ich bin wieder in meiner Meinung bestätigt worden, daß wir froh sein können, daß es in Deutschland keine Volksabstimmungen gibt, dies ist in Anbetracht der durchschnittlichen intellektuellen Leistungsfähigkeit der Bürger tatsächlich ein Segen

Wer Wertpapiere kaufen will, ist bei einer Bank gut aufgehoben, es kann nicht Aufgabe des Staats sein, diese Dienstleistung zu subventionierten Preisen anzubieten

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hman2 03.07.2012, 10:41
26. Hg

Zitat von wiegehtsweiter
Oder hiervon: Die EU verbietet allen Bürgern den Kauf von Glühlampen
Aus sehr gutem Grund.

Zitat von
(die im Übrigen ebenso lange leuchten könnten wie die Herstellerangaben bei den tollen Energiesparlampen suggerieren, wenn das Herstellerkartell der Glühlampenhersteller dies zulassen würde, googeln Sie doch mal)
Unsinn. Dann wäre der Wirkungsgrad noch wesentlich katastrophaler als er ohnehin schon ist, denn Wirkungsgrad und Lebensdauer sind umgekehrt proportional zu einander.

Zitat von
und als einzige "ernstzunehmende" Alternative können Sie diese Quecksilberbomben kaufen. Entsorgung? Kosten? Umweltschutz?
Glühbirnen sind die wahren Quecksilberbomben. Die 4 Milligramm Hg (die im übrigen in vier Kilogramm Fisch auch enthalten sein dürfen, und Fisch wird bekanntlich gegessen...) in einer ESL sind fest im Glaskolben eingeschlossen. Zusammen mit den riesigen Mengen Kohlendioxid, die die Energieverschwendung durch Glühbirnen produziert, werden deutliche größere Mengen Quecksilber freigesetzt - und zwar direkt in die Atemluft.

Und zur Entsorgung und Kosten: ESL nehmen alle kommunalen Sammelstellen und allen größeren Händler kostenlos zurück.

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kein Ideologe 03.07.2012, 10:42
27. 545646

Zitat von hman2
Na super. Hat die Bankenlobby erfolgreich Druck gemacht, nachdem sich so langsam rumgesprochen hat, dass der Bund eine kostenlose Portfolioverwaltung angeboten hat. Jetzt muss man offenbar mal wieder blechen. Dann aber rechnen sich die Dinger nimmer. Offenbar will man den Banken das Geld der Anleger zuschustern. .......
Nur die Gebühren. Ist aber schlimm genug.

"Derzeit hätten private Kunden rund 8,5 Milliarden Euro auf gut 330.000 Konten angelegt." aus dem Artikel

Das ist doch eine Größenordnung, mit der sich eine schlanke Verwaltung aufrecht erhalten lassen müsste. Die brauchen keine Werbung, gebührenfrei reicht als Argument. Also eine Hotline, eine Webseite, etwas Backoffice. Die IT für 330 000 überwiegend schlafende Konten mit immer dem gleichen Produkt kann doch kein Problem sein. Gerade bei dem derzeitigen Image der Banken wäre doch ein direktes Geschäft Bürger-Staat ganz attraktiv. Versteh ich nicht.

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sickk 03.07.2012, 10:46
28. Ein Spiel

Stellen wir uns Kinder beim fangen spielen vor. Ein Kind, das nichth gefangen werden möchte, läuft in den Sicherheitsbereich wo es "sicher" ist. Das Kind das fängt, weiß das und schlägt das Kind in dem Sicherheitsbereich trotzdem. Warum ? Die grenzen sind im Kopf entstanden sind und weil es dem Kind einfach danach ist.
Alles ist ein Spiel wenn es um die Finanzwirtschaft geht. Die Bürger wahren nur den Schein eine Demokratie, doch im ganzem geht es nur noch um die Märkte zufrieden zu stellen und Kosten zu senken.
Einfach mal zurück lehnen, das gegebene System für sich arbeiten lassen und Popcorn bereitstellen. Das wird großes Kino in den nächsten Jahren.

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hman2 03.07.2012, 10:46
29. Privatisieren

Zitat von schachcheck
... sind jetzt eigentlich nur noch die Bundeswehr, die Jobcenter (Hartz IV) dann noch die gesetzliche Rentenversicherung und das Autobahnnetz !! Abgeben und privatisieren !! Spätestens dann können alle Parlamente und die Verwaltung geschlossen werden.
Die Arbeitsvermittlung ist bereits zu großen Teilen privatisiert. Das Autobahnnetz zum Teil, und zwar versteckt hinter blumigen Worten ("public-private-Partnership"). Die Rentenversicherung ist im Begriff privatisiert zu werden (Riester ist nichts anderes), und die Bundeswehr ist auch irgendwann dran. Blackwater (egal wie sie sich tagesaktuell grade nennen) wartet nur drauf. Da in der BW ja eh nur noch Söldner tätig sind...

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