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Private Krankenversicherung: Die Wechsel-Falle
DPA

Privatversicherte müssen teils drastische Beitragssteigerungen stemmen. Oft wird als Ausweg ein Tarifwechsel empfohlen. Doch auch dieser Schritt birgt Tücken.

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monzaman 17.05.2016, 11:55
1.

Ab Januar 2016 wollte die Axa monatlich 150,00 € mehr von mir.

Was blieb mir anderes übrig als in einen billigeren Tarif zu wechseln?

Nun - ich habe meinen Selbstbehalt von 250 € auf 900 € hochgesetzt.

Trotzdem immer noch besser als gesetzlich versichert zu sein.

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Ottokar 17.05.2016, 11:56
2. Privatversichert

und in jungen Jahren Geld sparen, dann im Alter nach dem Staat schreien ? Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

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Drschlaumeierxy 17.05.2016, 12:02
3. Die PKVs sollten ....

.... mal lieber bei den Ärzten die Schrauben ansetzen. Sobald man als PKVler das erste mal in der Praxis erscheit, werden alle (schon abgeschriebenen) Geräte zum Einsatz gebracht und unsinnige Untersuchungen angesetzt. Diese werden dann (fast schon grundsätzlich) mit dem erhöhten Faktor 2,3 oder 3,5 abgerechnet. Wenn dann der Arzt noch 10,85€ für die Terminvergabe ("Beratung, auch fernmündlich") mit auf die Rechnung setzt, ist doch ein großes Sparpotenzial gegeben. Und wenn die Versicherten sich selbst dagegen wehren, wird mit den "Knebelverträgen" zwischen Arzt und Patient gewunken. Dort steht dann drin, dass der Leistungsnehmer bezahlt egal, ob die PKV zahlt oder nicht.

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alsterherr 17.05.2016, 12:04
4.

Ehe wieder die "Kein Mitleid für Besserverdiener, die sich aus der Sozialgesellschaft verabschieden" Keule geschwungen wird:

Der Dönerbudenbesitzer, der Grafikdesigner mit Kleinstaufträgen, beide sind Privatversichert.

Der Bankangestellte in der Regel nicht!

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Robert Mitchum 17.05.2016, 12:05
5. Das ganze Theater wäre nicht nötig

wenn es in DE eine gesetzliche solidarische GRUNDversichung gäbe und Zusatzleistungen privat dazugeordert werden könnten.

Zudem leuchtet mir nicht ein, wieso noch die Heerschaar der Beamten grundsätzlich "privat" versichert sind, nur weil der Staat nicht willens ist, die Beihilfe (also quasi den Arbeitgeberanteil) zu übernehmen. Aktuell ist ein gesetzlich versicherter Beamter (was möglich ist) mit einem unsinnig lausigen Preis/Leistungsverhältnis gesegnet, da der Staat keine "Beihilfe" in der GKV leistet.

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fin2010 17.05.2016, 12:09
6. anekdotische Beispiele

sind m.E. ungeeignet, um daraus irgendetwas Sinnvolles zu schliessen. Für mich als PKV Kunde kann ich nur sagen: sehr zufrieden, zumindest bisher.

Mit 39 bin ich (2 Kinder, Angestellter) angesichts der Demographie und der damit absehbaren Leistungsverschlechterungen der GKV in die PKV. Ausgewählt habe ich einen Versicherer auf Gegenseitigkeit mit Tarifen, die dieser seit mehr als 20 Jahren anbietet (und das auch heute immer noch, jetzt als Unisex). Die Preissteigerungen über 17 Jahre liegen knapp oberhalb der GKV Preisentwicklung (Entwicklung Beitragsbemessungsgrenze + Prozentualer Beitragssatz). Dafür gibt es keine vom Gesetzgeber verordneten Leistungsverschlechterungen. Kein Rumgezicke mit Ärzten oder Apothekern wg. wechselnder Arzneimitteln aus Versorgungsverträgen. Die Beiträge für meine beiden Kinder und mich liegen zusammen deutlich unter dem GKV Höchstsatz. Meine Frau durfte leider nicht wechseln. Da war der Gesetzgeber vor. Sonst hätte sie das auch gemacht.

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Korken 17.05.2016, 12:10
7. Ja, die PKV

Sorry, habe da kein Mitleid. Wer sich aus dem Solidaritätsbereich verabschiedet muss dafür nunmal gradestehen. Wieso schafft es die Regierung nicht, eine Bürgergrundversicherung für ausnahmslos alle einzuführen, darauf on Top dürfen sich die Privaten mit Zusatzangeboten setzen. Wer mehr möchte soll diese Möglichkeit weiter haben. Aber einmal dieses System eingeführt ist es halt kaum mehr wegzubringen. Ein Glück, dass die FDP damals mit ihrer Privatrente scheiterte. Die Folgen der Versuche belasten aber bis heute!

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applefan 17.05.2016, 12:10
8. Macht Schluss mit dem Wahnsinn!

Es muss endlich dem Wahnsinn Einhalt geboten werden, dass man die Privaten nicht mehr verlassen und zu den Gesetzlichen wechseln kann.
Wenn eine Krankenversicherung Pflicht ist, dann sollte sie auch bezahlbar bleiben!

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krassmann 17.05.2016, 12:15
9. Wie lange noch?

Bis dieses kranke System endlich beseitigt wird. Eine Versicherung die nur so lange gut funktioniert wie man gut verdienender Single ist verstösst einfach gegen den gesunden Menschenverstand.

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