Forum: Wirtschaft
Private Krankenversicherung: Die Wechsel-Falle
DPA

Privatversicherte müssen teils drastische Beitragssteigerungen stemmen. Oft wird als Ausweg ein Tarifwechsel empfohlen. Doch auch dieser Schritt birgt Tücken.

Seite 12 von 29
ruhepuls 17.05.2016, 14:32
110. Ganz einfach...

Zitat von sola bona
Vor 5 oder 6 Jahren bekam ich eine Rechnung von einer Hautärztin von ca. 760 Euro. Es handelte sich ganz überwiegend nur um mehrere kleinere Standard-Leistungen (z.B. Warze vereisen), die jedoch alle mit Faktor 2,3 bzw. 3,5 abgerechnet worden waren, was sich natürlich summierte. Ich rief .....
Auch den Krankenkassen ist bekannt, dass die Gebührenordnung für Ärzte seit den 80er-Jahren kaum verändert wurde (2001 gab es eine Anpassung).

Da heute kaum noch jemand mit dem Gehalt von 1980 auskommt, gilt das auch für die Ärzte (ich bin keiner...).

Außerdem wissen die Kassen auch, dass auf entsprechende Nachfragen vorformulierte Antworten erfolgen, die dann genau begründen, warum der erhöhte Satz berechnet wird. 2,3 bzw. 3,5-fach ist der "normale Satz", wenn der Arzt selbst tätig wurde. Nur für Hilfsleistungen (die z.B. die Helferin erbrachte) gelten niedrigere Sätze (aber auch nicht 1-fach).

Beitrag melden
colonium 17.05.2016, 14:32
111. Makler Provisionsabhängig

Zitat von wll
Die Makler werden mitnichten von den Versicherungen bezahlt (die werden sich hüten), sondern von den Versicherten beauftragt und üblicherweile nach Erfolg bezahlt. Die Allianz macht auch keine "10 Milliarden Gewinn pro Jahr", sondern in den ......
Selbstverständlich werden Makler von den Versicherungen bezahlt. Man nennt das bei angeblich unabhängigen Maklern dann "Courtage", was aber im Kern nichts anderes als eine Vermittlerprovision ist.

Staatlich zugelassene Versicherungsberater werden nicht von den Versicherern bezahlt, sondern vom Versicherten. Diese Personengruppe würde ich als unabhängig bezeichnen, Makler hingegen haben auch ein provisionsorientiertes Vermittlungsintresse.

Beitrag melden
ruhepuls 17.05.2016, 14:40
112. Fair?

Zitat von gelikiel
ich schreie nicht nach dem Staat sondern verlange nur dass die privaten Krankenversicherungen eine faire Regelung für ältere Versicherte einführen. Da die Versicherungen eine sehr gute Lobby in Berlin haben sollten sich die zuständigen Gremien mit dem Problem möglichst objektiv beschäftigen. Übrigens bin ich für eine Bürgerversicherung für alle Bundesbürger (ähnlich wie in der Schweiz). M.f.G. gelikiel
Was wäre denn fair? Verteilt man die Kosten besser, dann muss man die Eintrittsbeiträge erhöhen. Dann aber bekommt man kaum noch neue Kunden. Ohne neue Kunden käme nicht mehr genug Geld ins System - also auch nicht mehr genug für die Alten. Oder man deckelt die Leistungen, was aber gerade im Alter eher ungünstig wäre...

Es ist einfach so: Keine Versicherung kann mehr bezahlen, als sie einnimmt - egal, wie sie sich organisiert.

Beitrag melden
berndpaul 17.05.2016, 14:40
113. Eine staatliche KK + Zusatzversicherungsangebot reichen

Hàtten wir nur eine gesetzliche Kasse fùr alle, ķònnten wir jede Menge Verwaltungskosten sparen.
Die ùberflùssigen Versicherungsangestellten kònnte man zu Krankenpflegern und Sozialhelfern umschulen.

Beitrag melden
ruhepuls 17.05.2016, 14:44
114. Staat?

Zitat von gorlois7
Ich geh mal davon aus, dass in dem Fall "der Staat" endlich eine Idee hätte, wie er das Ärztewesen vernünftig finanzieren könnte.
Der "Staat" (also die Politik?) hätte sicher Ideen. Nur, ob wir als Versicherte davon profitieren würden, wage ich zu bezweifeln.

Beitrag melden
mr.andersson 17.05.2016, 14:50
115.

Zitat von dill
Kein Wort im Artikel über die Lüge des vermeintlich "Privaten". Die Hälfte der Versicherten sind Beamte bzw. Pensionäre, die ihre 'private' Versicherung über die Beihilfe zu 80% vom Steuerzahler vergütet bekommen. Und die fehlenden 20% dürfen sie auch noch für 170 Euro im Monat pauschal restversichern. Also 100% beliebige Leistungen, oft in Höhe der Monatspension. Ohne die staatliche Förderung wäre die PKV längst Geschichte.
Falsch.
Beamte zahlen Ihre Rechnungen zunächst einmal selbst und privat. Von diesen Rechnungen erstattet der Staat den Anteil in Höhe der gewährten Beihilfe. Da kommt an dieser Stelle gar keine Versicherung vor. Der Saat zahlt nicht die private Versicherung. Der Staat zahlt die erbrachte Leistung.

Für den Rest, je nach Beihilfesaz zwischen 20 und 50%, wird dann im Regelfall eine Versicherung vom Beamten abgeschlossen. Wie sie auf die Idee einer Pauschaltarifierung kommen, ist mir auch schleierhaft.

Und welche staatliche Förderung überhaupt?

Beitrag melden
mr.andersson 17.05.2016, 14:52
116.

Zitat von markus_wienken
/einmisch Alles eine Frage der Kalkulation Aber dass jemand ernsthaft nur aus Solidarität in der GKV verbelibt glaube ich allerdings auch nicht.
Ich stelle meine Frage immer wieder gerne: Warum ist es "Solidarisch", wenn man in der GKV verbleibt?
Ich zahle für meine Kinder und mich selbst seperate Beiträge in die PKV und bin unsolidarisch, während meine Kinder umsonst in der GKV wären, was dann solidarisch von mir wäre?

Beitrag melden
aktiverbeobachter 17.05.2016, 14:54
117. Panikmache

Mein Beitrag für die PKV ist seit Jahren um keinen einzigen Cent gestiegen. Wenn ich GKV wäre, müsste ich jedes jahr eine Beitragserhöhung bezahlen. So Habe ich einen TopTarif, bekomme bei Rechnungsfreiheit meine gesamten Beiträge zurückerstattet und zahle deutlich weniger als wenn ich GKV wäre. Und Ja ich habe eine Selbstbeteiligung, aber als ich noch GKV war musste ich auch regelmäßig Eigenanteile leisten, daher ist das doch völlig entspannt.

Beitrag melden
neurobi 17.05.2016, 14:54
118.

Leid tun mir eigentlich nur die, die sich nicht gesetzlich versichern können, obwohl es vom Einkommen angebracht wäre, u.a. einfache und mittlere Beamte und viele Freiberufler.

Ich habe der Versuchhung widerstanden und bin, obwohl ich hätte wechseln können in der GKV geblieben.

Beitrag melden
ichliebeeuchdochalle 17.05.2016, 15:02
119.

Zitat von musorki
... wenn man als rentner seine pkv beiträge nicht mehr zahlen kann, bleibt nur die grundversorgung.
850 Euro Grundsicherung minus 650 Euro PKV Basistarif, bleiben 200 Euro monatlich über. Für Essen, Trinken, Miete, Strom, Heizung. Wird knapp, oder?

Beitrag melden
Seite 12 von 29
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!