Forum: Wirtschaft
Private Krankenversicherung: Die Wechsel-Falle
DPA

Privatversicherte müssen teils drastische Beitragssteigerungen stemmen. Oft wird als Ausweg ein Tarifwechsel empfohlen. Doch auch dieser Schritt birgt Tücken.

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supergrobi123 17.05.2016, 12:42
30.

Zitat von fin2010
sind m.E. ungeeignet, um daraus irgendetwas Sinnvolles zu schliessen. Für mich als PKV Kunde kann ich nur sagen: sehr zufrieden, zumindest bisher. Mit 39 bin ich (2 Kinder, Angestellter) angesichts der Demographie und der damit .....
Keine Angst.
Der Hammer kommt noch.
Werden Sie mal 55. Oder 60. Oder Rentner.

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mischubo 17.05.2016, 12:43
31. Nö...

Zitat von alsterherr
Ehe wieder die "Kein Mitleid für Besserverdiener, die sich aus der Sozialgesellschaft verabschieden" Keule .....
...der Grafikdesigner sollte bei der Künstlersozialkasse unterkommen...ansonsten haben Sie recht, was die Zwangsversicherung für Selbständige angeht: ein wahrer Motivationsmotor für Kleinunternehmer...

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henson999 17.05.2016, 12:43
32.

Zitat von alsterherr
Ehe wieder die "Kein Mitleid für Besserverdiener, die sich aus der Sozialgesellschaft verabschieden" Keule geschwungen wird: Der Dönerbudenbesitzer, der Grafikdesigner mit Kleinstaufträgen, beide sind Privatversichert. Der Bankangestellte in der Regel nicht!
Nein, die sind nicht privat versichert, sondern freiwillig versichert. Und das geht wunderbar bei einer gesetzlichen Krankenkasse zu den gesetzlichen Tarifen. Aber der Grafikdesigner will ja lieber Einzelzimmer im Krankenhaus bei (jetzt) geringeren Kosten und verlässt daher das Solidariätsprinzip. Dann habe ich tatsächlich wenig Mitleid, wenn man später Probleme bekommt.

Und ja: Ich bin seit über 20 Jahren freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse genau aus diesen Gründen versichert. Das Argument "Ich wusste es nicht besser" lasse ich also auch nicht gelten.

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Marut 17.05.2016, 12:45
33. Alter kommt gnadenlos

Zitat von fin2010
Mit 39 bin ich (2 Kinder, Angestellter)....
Seine Zufriedenheit mit der PKV mit 39 festzustellen ist einfach. Das dicke Ende kommt mit Sicherheit, auch wenn Zukunft und Alter jetzt noch verdrängt werden.

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wll 17.05.2016, 12:46
34. Kein Titel

Zitat von Korken
Sorry, habe da kein Mitleid. Wer sich aus dem Solidaritätsbereich verabschiedet muss dafür nunmal gradestehen. Wieso schafft es die Regierung nicht, eine Bürgergrundversicherung für ausnahmslos alle einzuführen, darauf on Top dürfen sich die Privaten mit Zusatzangeboten setzen. Wer mehr möchte soll diese Möglichkeit weiter haben. Aber einmal dieses System eingeführt ist es halt kaum mehr wegzubringen. Ein Glück, dass die FDP damals mit ihrer Privatrente scheiterte. Die Folgen der Versuche belasten aber bis heute!
Weil Sie das nicht will. Ansonsten müsste nämlich der Staat für seine Beamten Krankenversicherungsbeiträge bezahlen, und das würde ganz schön kosten. Wenn sich hier jemand aus der Solidargemeinschaft verabschiedet, dann ja wohl der Staat.

Die Privatversicherten folgen nämlich genauso dem Solidarprinzip, wie die in einer GKV Versicherten, oder woher glauben Sie, kommt das Geld für deren Behandlungskosten? Privatversicherte stellen genauso Patientenkollektive dar, wie die in einer GKV Versicherten. Zudem tragen die Privatversicherten überproportional zur Finanzierung des Gesundheitswesens bei. So gesehen trifft ihr Vorwurf eher auf die gesetzlich Versicherten zu... ;-)

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Join_Me 17.05.2016, 12:46
35.

Zitat von alsterherr
Ehe wieder die "Kein Mitleid für Besserverdiener, die sich aus der Sozialgesellschaft verabschieden" Keule geschwungen wird: Der Dönerbudenbesitzer, der Grafikdesigner mit Kleinstaufträgen, beide sind Privatversichert. Der Bankangestellte in der Regel nicht!
Wieso sollte der Dönerbudenbesitzer oder Grafikdesigner mit Kleinstaufträgen privat versichert sein?
Damit er Geld spart? Er kann auch in die gesetzliche Versicherung eintreten, zumindest BEVOR er in die PKV einzahlt.
Er meldet sich in der PKV an, weil er sich davon Kostenersparnis erhofft. Die bekommt er in jungen und gesunden Jahren auch. Aber sobald er älter und kränker wird, will er wieder zurück in die GKV, weil er sich die PKV aufgrund der erhöhungen nicht mehr leisten kann.

Der Bankangestellte ist, wie der Name auch sagt, angestellt. Er ist ein normaler Arbeitsnehmer und normale Angestellte einer Bank, verdienen auch nicht über der Bemessungsgrenze.

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Marut 17.05.2016, 12:48
36. Rosinenpicken

Zitat von applefan
Es muss endlich dem Wahnsinn Einhalt geboten werden, dass man die Privaten nicht mehr verlassen und zu den Gesetzlichen wechseln kann.
So weit kommt es noch. In jungen Jahren die Solidargemeinschaft verlassen, um für keinen mitbezahlen zu müssen und dann, wenn der Zahn der Zeit zuschlägt, in diese Gemeinschaft zurückkehren wollen. Mehr Egoismus geht ja kaum noch.

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mr.andersson 17.05.2016, 12:49
37.

Zitat von Ottokar
und in jungen Jahren Geld sparen, dann im Alter nach dem Staat schreien ? Mein Mitleid hält sich in Grenzen.
Wo kommt eigentlich dieses Märchen her?
Ein gesetzlich versicherter Gutverdiener mit 1 Kind und eventuell sogar noch der Frau zu Hause zahlt deutlich mehr in der Privaten, als wenn er in der gesetzlichen bleibt wo die beiden kostenfrei mitversichert sind.

Blebt der einfach in der gesetzlichen und schliesst dann Ergänzungspakete ab, hat er eine Leistung die schon recht nahe an der privaten ist, nur das die Gemeinschaft die Grundbeiträge für Frau und Kind zahlen. Das ist aber irgendwie "solidarisch" für die breite Masse.
Geht er in die private und zahlt für jede Person den Beitrag, ist er irgendwie "unsolidarisch". Warum auch immer.

Und wer schreit eigentlich nach dem Staat? Die Privaten sind verpflichtet einen Tarif anzubieten,der in Kosten und Leistung mit der gesetzlichen vergleichbar ist. Somit gibt es auch da längst eine Lösung, wenn das Geld nicht mehr reicht.
Ach ja: Und ohne die zusätzlichen Einnahmen, die die privatpatienten mit ihren höheren (!) Einzahlungen finanzieren, kämen viele Ärzte kaum über die Runden. Somit finanzieren die Privatversicherten auch die Ärztedichte, von der alle profitieren.

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mr.andersson 17.05.2016, 12:52
38.

Zitat von alsterherr
Ehe wieder die "Kein Mitleid für Besserverdiener, die sich aus der Sozialgesellschaft verabschieden" Keule geschwungen wird: Der Dönerbudenbesitzer, der Grafikdesigner mit Kleinstaufträgen, beide sind Privatversichert. Der Bankangestellte in der Regel nicht!
Ist doch deren Entscheidung. Niemand zwingt die in die Private. Jeder Selbstständige kann freiwillig in die gesetzliche Krankenversicherung gehen.

Nur ist eben das risikogerechte Bezahlen der deutlich höheren Prämien in der privaten beileibe kein verabschieden aus der Sozialgesellschaft, wie gerne behauptet wird. Günstiger ist das, wenn überhaupt, für Einzelpersonen. Sobald man eine Familie hat, ist es bedeutend billiger in der gesetzlichen zu bleiben.

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CancunMM 17.05.2016, 12:53
39.

Zitat von Drschlaumeierxy
.... mal lieber bei den Ärzten die Schrauben ansetzen. Sobald man als PKVler das erste mal in der Praxis erscheit, werden alle (schon abgeschriebenen) Geräte zum Einsatz gebracht und unsinnige Untersuchungen angesetzt. Diese werden dann (fast schon grundsätzlich) mit dem erhöhten Faktor 2,3 oder 3,5 abgerechnet. Wenn dann der Arzt noch 10,85€ für die Terminvergabe ("Beratung, auch fernmündlich") mit auf die Rechnung setzt, ist doch ein großes Sparpotenzial gegeben. Und wenn die Versicherten sich selbst dagegen wehren, wird mit den "Knebelverträgen" zwischen Arzt und Patient gewunken. Dort steht dann drin, dass der Leistungsnehmer bezahlt egal, ob die PKV zahlt oder nicht.
1. Der Steigerungsfaktor von 2,3 ist ein ganz normaler Steigerungsfaktor ohne Mehraufwand. Bei 3,5 muss es begründet werden. Manchmal muss man es tun, weil es z.B. für die Leistung, die man erbringt keine entsprechende Ziffer gibt. Übrigens stammt die letzte Neufassung der GOÄ aus den 80erJahren. Wieviel Gehaltserhöhungen hatten Sie seitdem ? Auch die letzte Anpassung stamm von 2001. In der Zwischenzeit hatten die Arzthelferinnen mehrfache Gehaltsanpassungen, die sie auch verdienen. Geräte wurden teurer, Strom wurde teurer... und, und...
2. Dass ein Arzt für die Terminvergabe die Ziffer 1 abrechnet ist nicht zulässig, denn es setzt ja den persönlichen Kontakt voraus. Einfach den Mund aufmachen !
3. Ein Vertrag zu machen ist ja nun kein Ehrenrühriges unterfangen und hat auch nichts mit Knebel zu tun, oder werden Sie darin zu etwas gezwungen, was nicht rechtens ist. Und dass bei Privaten nun mal der Vertrag zwischen Arzt und Patient geschlossen wird ist nun mal so. Was Sie mit Ihrer privaten Kasse ausmachen ist Ihre Sache. Sie können doch nicht ernsthaft verlangen, dass der Arzt als Leistungserbringer einspringt für den Leistungsempfänger, wenn die Kasse nicht zahlt.

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