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Private Krankenversicherung: So können PKV-Versicherte viel Geld sparen
DPA

Aus der privaten Krankenversicherung kommen Versicherte kaum wieder raus. Allerdings können sie Hunderte Euro im Jahr sparen - mit klugen Fragen an die eigene Kasse und neuen Tarifen.

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annibertazeh 03.12.2016, 11:36
1. Tarifwechsel?

Und am Ende können die Versicherten nach einem Schlaganfall keine Heilmittel-Behandlung mehr in Anspruch nehmen? - Die Gefahr ist groß, dass mit dem Abspecken der Versicherungsbeiträge auch ein Schwund von Leistungen verbunden ist, auf die man als Noch-nicht-Erkrankter glaubt verzichten zu können.

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Ein_denkender_Querulant 03.12.2016, 11:38
2. verzerrte Sichtweise

Wie kommen Sie auf die Idee, dass die Beiträge hüt alle Mitglieder steigen? Private Krankenversicherungen passen alle drei Jahre den Beitragssatz an. Und natürlich steigt der Satz stetig. Viele vergessen dabei, das der Satz der geseztlichen Versicherung inzwischen auf vier Ebenen subtil erhöht wird:
- Erhöhung der Bemessungsgrenze
- Reduzierung der Leistungen, zum Teil gravierend
- Erhöhung des prozenzualen Satzes, insbesondere seit Deckelung des Arbeitgebenanteils
- Verändert Besteuerung getrade für Renten mit erheblich Beitragssteigerung, da sämtliche Einnahmen zur Berechnung des Krankenkassenbetrags herangezogen werden.

Die gesetzliche Versicherung ist für das Mitglied unkalkulierbar, ein Schritt von der gesetzlichen zur privaten ist in höherem Alter quasi unmöglich, aus der privaten kommt man bis 55 relativ einfach zurück in die gesetzliche, indem man kurze Zeit unterhalb der Beitragsmessungsgreze fällt, z.B. auch durch unbezahlte Auszeiten.

Die Schere der Leistungen geht immer weiter auseinander, weniger, weil private mehr bezahlen, als viel mehr, weil gesetzliche Versicherungen immer weiter streichen, dazu die Medizin immer mehr zu einem profitorientiertem Wirtschaftszweig wird. Gemacht wird immer weniger was hilft, gemacht wird vor allem, was gut bezahlt wird. Privat versichert ist die Möglichkeit viel besser, als möglichen behandlungen die stimmige und hilfreiche zu wählen. Dazu bedarf es aber Selbstinitiative und Verständnis sowie Verantwortung für die eigene Gesundheit.

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smartphone 03.12.2016, 11:39
3. Ansgelagertes Problem

Ein Generalproblem ist , daß dei Kassen sich quasi ausser Stande sehen , eine halbwegslangfristige Prognose zu geben . Wenn Sie vor zb 20 Jahren in eine PKV gingen oder mußten ( DIe GKV nahm ALOs nicht so ohne weiters an ) sagte niemand , daß sich die Beiträge verdreifachen oder mehr ..:DAS ist das Grundärgernis in Zeiten , in welchen sich solceh ver x fachten , aber die Löhne sich z T halbierten .... Und die Politk liefert keine Lösung ( ausser Tarife mit weniger Leistung...) di DKV erhöhte letztes Jahre wichtige Lesitung nonchalant um über 25% - einfach so - ohne dass der "Kunde" eigentlich was dagegen machen kann Ansonsten wird immer weit über der Infaltion erhähet -auch so ein Unding . . Was generell längst hätte gelöst werden müssen , ist ,daß die KVs speziell (Klein)Unternehmer systematisch in die Pleite treiben ...also ein KVexit längst hätte kommen müssen . Abschaffen dr KV Pflicht oder eben Einführen eines BGE ( >1500€ +KV je Erw .... Nicht mit H4 zu verwechseln ).

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keksguru 03.12.2016, 11:41
4. PKV Mitglieder sind selbst schuld

wenn sie den vollmundigen Versprechungen der Unternehmen gefolgt sind ohne weiter nachzufragen. Der demographische Wandel war den Verscicherern schon vor 30 Jahren bekannt, darüber geredet wurde damals aber nur auf Drückerschulungen.... dabei ist das soo einfach: steigende Lebenserwartung bedingt streigende Krankheitsausgaben, und weil ich da aufgepaßt hab bin ich in der GKV geblieben obwohl ich jetzt fast das Doppelte der Beitragsbemessungsgrenze verdiene... da meine Frau nicht arbeitet kostet mich die GKV für 2 Personen und auch für alle Kinder die da mal kommen mögen, sage und schreibe 360 Euro im Monat. Wenn da irgendwo irgendwann mal eine Leistung privat bezahlt werden muß, dann sei es eben so aber in der PKV kostet jeder Kopf extra, jedes Kind extra und jede Tarifopiton sowieso. Und den Beitragserhöhungen im PKV Bereich, die tlw. zweistellig sind, stehen Beitragssteigerungen bei der GKV gegenüber, die sich eher im Promillebereich bewegen. Von den 6 Millionen PKV Mitgliedern haben sich mindestens mal die Hälfte geirrt bzw. haben gutgläubig Verträge auf LEbenszeit unterschrieben.

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bufalo_bill 03.12.2016, 11:42
5. Private Krankenversicherung

Gerade den Artikel von Ihnen gelesen. Bin leider ein betroffener, der seit über 30 Jahren bei der Debeka versichert ist. Schön wäre es gewesen, wenn die Debeka nur 20% den Betrag erhöht hätte, leider wurde mein Tarif um fast 30% erhöht! Mit 60 Jahren kommt man auch nicht mehr raus der Versicherung und zwangsläufig in den sauren Apfel beissen. Die Debeka macht allerdings auch ein Angebot, das man weniger zahlt, wenn man wechselt. Allerdings hat man dann einen Tarif für den man wieder weniger zahlt, aber die Selbstbeteiligung schnellt dann auf 1000,- - 1500,-€ hoch. Wenn man sich das mal durchrechnet, zahlt man eigentlich alles dann aus eigener Tasche, für was hat man dann diesen unnötigen Vertrag ? Lohnt sich dann nur, wenn man mehrmals im Jahr operiert werden muss.

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musorki 03.12.2016, 11:44
6. die pkv informiert...

...über alternative tarife. das ist dann eher ein witz. meine pkv erhöht den tarif um rund 20%. sie bietet mir an, daß ich in einen anderen tarif wechsel kann um auf dem bisherigen beitragsniveau (550€) zu bleiben. dafür hätte ich einen höhere selbstbeteiligung von rund 1.000€ und die leistungen wären mit der der gkv vergleichbar. mit 57 jahren kann ich nicht mehr in die gesetzliche zurück und mir graust schon jetzt vor jedem jahr des älter werdens. auf der anderen seite wird mir mitgeteilt, daß, wenn ich für dieses jahr eine rückerstattung bekäme, ich den gesamten erhöhungsbetrag für das kommen jahr zurück bekomme. offenbar wird hier der kranke meist ältere versicherte gegen den gesunden meist jüngeren versicherten ausgespielt. inwieweit dies noch mit einem korrekten wettbewerb vereinbar ist. ich wünsche mir für alle eine bürgerversicherung um dem spuk der pkv endlich ein ende zu bereiten.

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spmc-12355639674612 03.12.2016, 11:45
7. Ich würde das jetzige System der PKV abschaffen

Ja genau: Ich würde das jetzige System der PKV abschaffen und eine Basisversicherung mit denselben Konditionen für alle einführen, die durch Zusatzversicherungen (oder private Zusatzzahlungen) nach Belieben ergänzt werden kann. Kinder erhielten ihre Beiträge zur Basisversicherung vom Staat bezahlt oder erstattet, solange Kindergeld bezogen wird. Bezieher von Sozialleistungen könnten Zuschüsse erhalten. Interessanter Nebeneffekt: Eine solche Versicherung würde sich auch für die Arbeitgeber richtig lohnen, da sie dann nur noch die Hälfte des Beitrages zur Basisversicherung zahlen müssten.

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henkeltopf 03.12.2016, 11:48
8. Ich spare schon

Ich spare alleine schon mehrere hundert Euro im Monat, indem ich als junger Selbstständiger eine günstige (230€/Monat) private Krankenversicherung habe und NICHT in der freiwilligen gesetzlichen Versicherung bin. Diese würde mich 700€/Monat kosten.
Zudem weiss ich als Arzt aus erster Hand, dass AOK und Co durch einen veralteten und mangelhaften Leistungskatalog und massiven Geldkürzungen bei den Ärzten den Patienten 2. Klasse selbst kreieren. Und das "Solidarprinzip" sollte man auch kritisch überdenken, wenn man selbst Sport treibt und sich gesund ernährt - und im Gegenzug die Milliarden rausgeblasen werden für Patienten die rauchen, saufen und ihre Zähne nicht putzen.

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mr.andersson 03.12.2016, 12:04
9.

Immer dieses "die privaten erhöhen ihre Beiträge dieses Jahr wieder", ich kann es nicht mehr hören. Die gesetzliche erhöht es auch jedes Jahr. Damit ich als Angestellter wechseln kann, muss ich oberhalb der Bemessungsgrenze sein. Bleibe ich trotzdem in den der gesetzlichen (was btw mit Familie billiger ist, womit die "Solidaritätsdebatte" im Regelfall jeder Grundlage entbehrt), dann erhöht die gesetzliche durch jährliche Anhebung der Grenze jährlich die Beiträge.

Ohne Beitragsrückerstattung in Leistungsfreien Jahren, ohne die Möglichkeit des Tarifwechsels. Und ohne bildung von Altersrückstellungen, so dass ich bei einem späteren wechsel in die private ebenso nichts zu mitnehmen hätte.

Und die steigerungen zwischen privater und gesetzlicher sind über die Jahre ziemlich ähnlich, auch diese bekannten Verläufe könnte man mal erwähnen bei einem solchen Thema.

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