Forum: Wirtschaft
Privates Autobahnprojekt: SPD wirft Dobrindt drohende A1-Pleite vor
DPA

Wegen der Klage einer Betreibergesellschaft an der A1 greifen SPD-Politiker den Bundesverkehrsminister an. Dobrindt habe solche Projekte "massiv vorangetrieben". Für eine Pleite dürfe nicht der Steuerzahler aufkommen.

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Smarty- 24.08.2017, 08:15
1. Äh, Moment....

Hat nicht die sPD letztens der Grundgesetzänderung zugestimmt, in dem u.a. die Autobahnprivatisierung möglich gemacht wurde?
Setzen, 6 Herr Bartol

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grommeck 24.08.2017, 08:18
2. Die Regierung steckt voller Lobbyisten

Alle Ministerien sind von Wirtschaftsvertretern unterwandert. Es wird auch keinerlei Verantwortung mehr übernommen, zu sehen eben am Dieselskandal und an den mit Giftstoffen belasteten Eiern. Es gibt wenn überhaupt, nichtssagende schriftliche Statements und Volksverdummung ala Dieselgipfel, bei dem hauptsächlich der Umsatz der Konzerne angekurbelt wurde. Gesundheit der Bürger ? Zweitrangig bis uninteressant, es sei denn, man verdient daran.

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Strangelove 24.08.2017, 08:22
3. unternehmerisches Risiko

Es ist mir völlig unverständlich warum die öffentliche Hand Einnahmeausfälle eines Privatunternehmens kompensieren soll. Zum einen gehört das nun mal zum Risiko eines Unternehmens, zum anderen sollten die Einnahmeausfälle ja durch ein geringeres Verkehrsaufkommen mit LKWs und der damit verbundenen Maut verursacht worden sein. Das heißt aber auch, dass die Strecke weniger beansprucht wird und demzufolge weniger Wartungs- und Instandhaltungskosten anfallen sollten.
Eigentlich richtig, dass dann weniger gezahlt wird. Da hat sich ein Unternehmen eben verkalkuliert, am besten fällt das wieder zurück an den Bund und hoffentlich ist das das Ende der Unsitte Infrastruktur zu privatisieren, denn für deren Bereitstellung zahlen die Bürger auch Steuern.

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flummip 24.08.2017, 08:28
4. unternehmerisches Risiko?

Wenn das durch geht möchte ich auch in Zukunft die Bundesregierung verklagen können wegen Verdienstausfall etc.wenn es aufgrund der Wirtschaftlichen Situation in Deutschland mal nicht so läuft mit meinem Unternehmen. Ich denke da würden auch gern einige der Bauunternehmen mitmachen die für die öffentliche Hand arbeiten.

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bimberle84 24.08.2017, 08:35
5. Das gleiche Muster

Dies ist der gleiche Schwachsinn, der schon andere in den Untergang getrieben hat. Man verkauft das Tafelsilber an Investoren um kurzfristig die eigene Bilanz zu schönen. Man erinnere an Karstadt, als man alle Häuser verkauft hat, nur um anschließend Mondpreise bei den Mieten zu zahlen. Das gleiche bei AirBerlin - Flotte verkaufen und anschließend teuer mieten bis die Pleite unausweichlich ist. Es gibt wohl auch kein einziges erfolgreiches Beispiel bei dem Gemeinden ihre kommunalen Aufgaben an Investoren übertragen haben und damit langfristig erfolgreich waren. Wer immer noch denkt, dass diese Geschäftsmodell tragbar ist, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Investoren sind keine Treuhänder. Es sind knallharte Geschäftsinteressen, die skrupellos auf Gewinnmaximierung ausgerichtet sind. Sahra Wagenknecht hat dazu vor kurzem eine sehenswerte Rede Im Bundestag gehalten (https://www.youtube.com/watch?v=t_9Oz1A5Zc0). Dieses Geschätsmodell ist in meinen Augen schlicht und einfach kriminell. Und jeder Politiker, der hier trotz besseren Wissens Beihilfe leistet, sollte dafür zur Rechenschaft gezogen werden.

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neurobi 24.08.2017, 08:40
6.

Zitat von Smarty-
Hat nicht die sPD letztens der Grundgesetzänderung zugestimmt, in dem u.a. die Autobahnprivatisierung möglich gemacht wurde? Setzen, 6 Herr Bartol
Soweit ich mitbekommen habe hat sie das verhindert und selbst den Winkelzügen des Herrn Schäubles einen Riegel vorgeschoben.
Aber warten wir mal die nächste Bundestagswahl ab, schwarz/gelb könnte möglich werden, dann gibt es einen neuen Anlauf,

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Becks0815 24.08.2017, 08:43
7. So läuft das also

Baknen erklären sich für systemrelevant, blasen fette Boni raus solange alles läuft und lassen sich dann von der Allgemeinheit retten, wenns knallt, und nun kommt der nächste auf den gleichen Trichter.

Wenn die Einnahmen sprudeln dürfte keiner der Firmeninhaber bei der Regierung anklopfen und darum bitten, einen Teil der Überschüsse abzunehmen, aber wenns knapp wird, dann steht man vor der Tür und hält die Hand auf.

Ich glaube, ich mache etwas falsch im Leben, oder kann mir jemand erklären, wie ich so etwas privat realisiert bekomme? Da könnte ich volles Risiko fahren, mich als Milliardär ganz schnell in den Ruhestand begeben, und wenns schief geht: Hand aufhalten.

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taunuskriecher 24.08.2017, 08:44
8. In die Historie schauen

Dobrindt die Schuld zuzuschreiben ist billigster Wahlkampf - und beleidigt die Wähler!

Die Konzession für die A1 wurde unter SPD-Minister Tiefensee vergeben. Vorher war das Ministerium 10 Jahre SPD-geführt. Da sollte man mit der Ursachenforschung beginnen.

Was wäre denn gewesen, wenn der Bund den Bau übernommenen hätte? Vermutlich wäre das Projekt heute fertig, bis auf 2 oder 3 kleine Lücken, die für Dauerstaus sorgen.

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TLB 24.08.2017, 08:50
9.

Dieses Konsortium wurde ja nicht von der Buindesregierung gezwungen oder arglistig getäuscht. Da hat sich irgendein Schlipsträger irgendwas schön gerechnet, stellt jetzt fest, dass er das kelien EinMalEins nicht beherrscht und verklagt die Bundesregierung. Können jetzt alle anderen Firmen, die wegen der Finazkrise ins Trudeln kamen, auch die Regierung haftbar machen? Man könnte aus diesem Anlass aber mal nachkalkulieren, ob sich die ganze Maut-Geschichte auf den nicht privat betriebenen Strecken überhaupt lohnt

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