Forum: Wirtschaft
Privatinsolvenz durch Franken-Freigabe: 2800 Euro Einsatz, 280.000 Euro Verlust
DPA

Die plötzliche Aufwertung des Schweizer Franken schockte die Finanzmärkte - und kostete deutsche Kleinanleger viel Geld. Ein 26-jähriger Ingenieur steht nun vor dem Bankrott.

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dann22 19.03.2015, 10:22
100. hmm...

Wieso wurde denn sein Trade nicht automatisch geschlossen als seine 2800 EUR weg waren? Eigentlich alle Broker welche ich benutzt habe wuerden niemals den Tradern einfach so erlauben mehr Verluste zu machen als sie eingezahlt haben. Da muss die besagte Person schon einen richtigen Vertrag mit IG Markets gehabt haben wo eben wirklich 100% darauf hingewiesen wurde was passiert wenn er einen massiven Verlust macht. Wie konnte er denn so einen Trade bei einem Stop Loss setzten wo er 280.000 EUR Verlust gemacht haette.

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claterio 19.03.2015, 10:23
101.

Zitat von caine666
Warum darf man solche Produkte ohne ausfall Versicherung verkaufen?
Weil die Kunden erwachsen sind und gegenüber der Bank angegeben haben, dass sie seit vielen Jahren Börsengeschäft betreiben und sich damit auskennen.

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einuntoter 19.03.2015, 10:23
102. Nicht nur das

Zitat von slainte321
Müller hat doch einen gut bezahlten Job...dann wirds halt mit dem Häuschen zunächst mal nichts werden, aber er ist ja noch jung! Verständlich erscheint mir sein Ruf nach der Jurisdiktion.... die hätte er im Falle eines Gewinns sicherlich auch bemüht....
Er kann die Verluste ja auch noch steuerlich geltend machen

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klangschmied 19.03.2015, 10:23
103.

Naja, er kann sich ja vielleicht darauf berufen, dass ja Grossinvestoren, die in Staatsanleihen von GR investieren ja auch gerettet werden... immerhin benimmt er sich so. Ich gehe Risiko ein, denn dann kann ich gewinnen, wenn der kleine mit seinem Steuergeld herhalten muss, aber wenn ich verliere, lasse ich mir das auszahlen... von selbigem.
Es gehen auch Menschen insolvent, weil solche Leute wie er Erfolg an der Börse haben... jetzt spürt er es am eigenen Leib.

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Herr_Jeh 19.03.2015, 10:24
104. der Euro war nur noch 92 Cent wert

habe ich etwas verpasst? sollte ich beim Bäcker in Zukunft mit Cent bezahlen statt mit Euro?

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finnegan 19.03.2015, 10:25
105. Du meine Güte...!

Das Problem der gesamten Menscheit ist: Schuld ist immer jemand anders!

Was wäre eigenlich gewesen, wenn er 280.000€ Gewinn gemacht hätte? Hätte er auch dann den Brocker verklagt, dass der das gewonnene Geld endlich zurücknimmt?

Das Hauptproblem ist allerdings: Dass der Gesetzgeber stets bereitwillig reagiert und entsprechende Gesetze erlässt.

Was wollen die Bürger eigentlich? Das man sie stets und ständig vor ihrer eigenen Blödheit beschützt?

Warum erinnert mich so etwas immer an George Orwell?

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sbaatfast 19.03.2015, 10:25
106. Sorry...

...aber es ist Jedem klar, der high leverage traded, dass das Verlustrisiko ebenso gehebelt ist wie der Gewinn.

400x ist ein extremer Hebel!

Wenn dicke Gewinne eingestrichen werden heult auch Niemand rum.

Dass bei den heutigen Laufzeiten von Trades ein Privatanleger kaum noch Gewinne oberhalb des bezahlten Spreads machen kann ist ebenso klar- daher verkommt das System leider zum 'Gambling'- dem Gluecksspiel mit der Existenz.

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gracie 19.03.2015, 10:25
107. Gier...

Ich frage mich warum ich mit den Fank Müllers dieser Welt Mitleid haben sollte.

Anscheinend reichte der gut bezahahlte Job mit 26 Jahren (dieses Glück haben nicht viele) nicht aus. Nein es sollte mehr, viel mehr sein.

Gier, gepaart mit einer totalen Selbstüberschätzung (Schguster bleib bei deinen Leisten) ist wohl die Schlimmste Mischung und mit Vollgas gegen die Wand zu rasen.

Es bleibt den Frank Müllers dieser Welt nur einen Trost, sie sind jung genung und haben Zeit wieder auf die Beine zu kommen.
280'000 Euro sind trotzdem ein steiler Berg. Toi, toi, toi den Frank Müllers dieser Welt. Ich hoffe es wird euch eine Lehre sein für die Zukunft.

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PeterC 19.03.2015, 10:25
108. Kein Mitleid

Die Frage, ob es solche Produkte überhaupt geben darf, ist eine politische. Da aber die Banken die wirkliche Macht ausüben, werden deren Schergen wie Juncker, Draghi und andere die Wünsche und Interessen der Banken vertreten. Es wird sich da nichts zum Guten ändern.
Aber andererseits, wie dumm darf ich als Verbraucher sein? Typisch auch wieder die Einstellung, erst unverantwortbare Risiken einzugehen und wenn es dann einmal schiefgeht zu versuchen, juristisch dagegen vorzugehen. Einen entsprechenden Gewinn hätte der Herr Ingenieur sicher kommentalos oder triumphierend eingestrichen. Währungsspekulation mit Hebelprodukten als Normalverdiener. Da hätte er wahrscheinlich die besten Chancen, wenn er Unzurechnungsfähigkeit geltend machen würde.

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cdrenk 19.03.2015, 10:25
109. Selber schuld

Wenn die Anleger entsprechende Summen gewonnen hätten, würden sie sicher nicht an die Presse gehen. Der SPON-Artikel würde lauten "Zocker rauben Omas aus"..

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