Forum: Wirtschaft
Privatinsolvenz durch Franken-Freigabe: 2800 Euro Einsatz, 280.000 Euro Verlust
DPA

Die plötzliche Aufwertung des Schweizer Franken schockte die Finanzmärkte - und kostete deutsche Kleinanleger viel Geld. Ein 26-jähriger Ingenieur steht nun vor dem Bankrott.

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ThomasGB 19.03.2015, 12:23
340. Das kommt davon,

... wenn man solchen Klinkenputzersprüchen wie "der Euro ist so stabil wie die D-Mark" vertraut.
280.000 EUR ist noch viel zu wenig, da gehören die E..er abgeschnitten. Wer wettet schon angehendes Klopapier gegen eine echte Währung ?

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j.vantast 19.03.2015, 12:23
341. Irrwitzig

Wenn einer an der Börse gewinnt dann verliert ein anderer. Wo grosse Gewinne locken, da liegt auch ein grosses Risiko. Und wer sich nur darüber informiert was im Erfolgsfall passiert und nicht darüber, wenn alles in die Wicken geht, der riskiert bewusst sehr viel.
Das passiert eben wenn "Möchtegern-Profis" da herumspielen.

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emil-n 19.03.2015, 12:23
342. Wie geht sowas?

Wie kann es sein, dass einer mehr als einen Totalverlust haben kann, sprich, dass die eingesetzten 2800 Euro weg sind? Wer kann den Mann belangen, wenn er eben nichts "nachschießt"? Und: Was können die Schweizer dem Deutschen?

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sitiwati 19.03.2015, 12:24
343. TRau keinem

der sagt, er kann dein Geld vermehren, die müssten doch selbst alle Multimillardäre sein, wenn sie das könnten, aber die sind gnauso schlau wie alle anderen, aber wie meine Frau sagte. jeden Tag steht ein Dummer auf

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misterxyz0815 19.03.2015, 12:24
344. Frage der Verantwortung

Zunächst: Wie hoch die Verluste tatsächlich sein können, kann der Laie nur ahnen.
Selbst als studierter Wirtschaftswissenschaftler ist es nicht einfach, die möglichen Auswirkungen immer ausloten zu können, am Besten können das nach wie vor die Praktiker.
Die Frage, ob Hebelprodukt für Privatkunden erlaubt sein sollen, darf definitiv gestellt werden.
Es gibt zahlreiche andere Produkte und Leistungen, die auf dem Markt verboten sein mit dem Zweck, das Individuum zu schützen (Medikamente, Drogen, Glücksspiel, etc.)
Man kann auch nicht einfach die Verantwortung immer blind auf den Einzelnen abwälzen, wenn es um Schicksale geht, die zerstört werden.

Momentan befinden wir uns aber genau in einer solchen Phase, in der der Einzelne allein gelassen wird.

Moralisch gesehen ist vor allem der Broher verantwortlich: dieser hat das Risiko entweder nicht gesehen, dann war er dumm, oder aber nicht richtig kommuniziert, dann war er dreit, letzteres ist wahrscheinlich, schließlich muss er Provision machen. Wenn man sich ansieht was damals bei der VW-Aktie passiert ist ist klar: nichts ist unmöglich im aktuellen Finanzgeschäft.
Was den armen Ingeneur angeht kann man nur sagen, dass tut einem Leid, aber wie andere schon gesagt haben: die Gier nach schnellem Geld, Hebel von 1:400, das ist schon auch selber eingebrockt. Denn es gilt der Satz: Nichts im Leben ist umsonst und am wenigsten glaube ich Leuten die aus dem Kasino kommen und sagen, man kann ich hier Geld verdienen, DAS lohnt richtig!!

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UnternehmerMitHerz 19.03.2015, 12:25
345. Dummheit und Unwissenheit ...

... schützen bekannter Maßen nicht vor Strafe. Dennoch sind die Finanzmarktprodukte als kritisch einzustufen. Wie soll man als kleiner Anleger so etwas prüfen? 3 unabhängige Anwälte zu gleich befragen? So blöd es klingt: hier muss leider auch eine Schranke her.

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BartS 19.03.2015, 12:25
346. Kleinanleger?

Sorry, aber wenn man Geschäfte mit Nachschusspflicht tätigt, dann habe ich absolut kein Mitleid. Und von "Kleinanlegern" kann man absolut nicht sprechen - das ist schlichtweg nichts für Kleinanleger.

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truthonly 19.03.2015, 12:26
347. Keine Chance

Zitat: "Noch hofft Müller, sich mit seinem Broker, IG Markets, gütlich zu einigen."
Da der broker, hier IG Markets, gegenüber den Börsen und anderen brokern in der fianziellen Verantwortung steht, gibt es hier keine Möglichkeit einer gütlichen Einigung da das Geld, vom Konto von IGM, abgeflossen ist. Es besteht hier kein Anlass das IG Markets den Verlust des Anlegers quasi mit eigenem Kapital zu Gunsten des Anlegers ausgleicht. Die Verträge von CFD brokern sind immer wasserdicht, das heißt das die Kunden auf die Risiken von Hebelprodukten mehrfach hingewiesen werden und ihre Akzeptanz mit ihrer Unterschrift auf dem Vertrag bestätigen. Es wird in diesen Verträgen auch explizit darauf hingewiesen das ein gesetzter Stop-Loss nicht immer vor Verlusten schützen kann da die gloablen Börsenöffnungszeiten nicht synchronisiert sind. Jeder der CFD Handel betreibt und Positionen über Nacht, also zu Zeiten in denen die Börse an der der Kontrakt geschlossen wurde (durch den broker), stehen lässt spielt gewaltig mit dem Feuer. Es gibt zwar broker welche einen garantierten Stopp-Loss anbieten aber nach meinem Wissen gehört IGM nicht dazu.
Auch wenn die Werbung, auch im TV, immer wieder versucht zu suggerieren das der CFD Handel eine Möglichkeit ist Geld quasi nebenbei zu verdienen, ist das Risiko Geld zu verlieren sehr hoch und noch höher wenn man seine offenen Positionen nicht permanent auf dem Bildschirm beobachtet und notfalls schnell aussteigen kann, wobei das auch wieder relativ ist.

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wiseguy71 19.03.2015, 12:28
348. Im Gewinnfall

Was hätte der Herr eigentlich gewonnen, wäre der Frankenkurs nicht frei gegeben worden? Interessant wäre einmal herauszubekommen, welches Produkt und wie groß der Hebel genau war. Kann das jemand nachprüfen anhand der im Artikel genannten Daten?

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ihawk 19.03.2015, 12:28
349. Produkt war nicht zu verkaufen

Der Verlust ist vornehmlich dadurch entstanden, dass sich die "Profies" zuerst bedient haben und den Kleinanlegern dadurch die Verluste aufgehalst haben - letztendlich so: die Stärksten sind als erstes am Fressnapf und lassen die Kleinen bewusst verhungern.
Der Handel mit s.g. Hebelprodukten ist genau genommen "legaler" Betrug der darüber hinaus demonstriert, wie kaputt der weltweite Finanzmarkt ist.

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