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Privatisierung: Griechenland verkauft Hafen Piräus an chinesische Reederei
REUTERS

Der Vertrag ist unterzeichnet: Der größte griechische Hafen Piräus gehört nun mehrheitlich der chinesischen Großreederei Cosco. Der Verkauf von Staatseigentum war eine Bedingung der Euro-Geldgeber.

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karlsiegfried 08.04.2016, 12:38
1. Na toll

Da werden die Löhne in Piräus auch bald kräftig sinken und die Arbeitszeiten kräftig steiegen. Nun müssen die Griechen auch noch chinesisch sprechen und schreiben lernen. Wie der Rest der Welt bald auch. Viel Spass dabei.Mich juckt das nicht mehr, denn in 30 Jahren bin ich bestimmt schon in der Kiste.

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spiegelleser861 08.04.2016, 12:40
2. Schnäppchen?

Hochgerechnet ist die Hafengesellschaft gerade mal 550 Mio. wert. Also entweder hat der chinesische Konzern hier ein echtes Schnäppchen gemacht oder der Hafen wird so miserabel geführt, dass er nicht mehr wert ist...

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meinung2013 08.04.2016, 12:44
3. die Frankfurter

Betreiberfirma des Flughafens "fraport" kauft die lukrativen Flughäfen - die defizitären Schrottflughäfen bleiben bei Griechenland. Das alles auf Druck der Geldgeber.
China kauft jetzt den Hafen von Piräus und sicherlich bleiben die defizitären Häfen bei Griechenland.
Wie soll dieses Land denn jemals auf die Beine kommen?

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erzengel1987 08.04.2016, 12:47
4. Privatisierung

Ist in diesem Fall das dümmste was man nur tun kann. Hier hätte eine Forderung ein können Personalabbau und schauen dass das teil Gewinn bringt und somit laufende Einnahmen für den Griechischen Staat einbringt.

Zudem wird Griechenland derzeit finanziell zerstört und den Menschen die lebensgrundlage entzogen. Das ist wirklich ein tolles Europa aber hauptsache Banken retten die niemand brauch Menschen dürfen hungern und im elend leben.

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Seltsam 08.04.2016, 12:53
5.

Der Hafen ist anlagenmäßig/infrastrukturmäßig zur Zeit nicht mehr wert. Aber der Platz ist super. Die Chinesen sind schlau, sie werden ihn aufrüsten und dann gute Geschäfte machen bzw. sehr gut auch für sich nutzen können.

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schienbeinschoner 08.04.2016, 12:55
6.

Hmm, laut Wikipedia ist seit 2009 COSCO Pächter der Hafenanlage und zahlt ca. 100mio. EUR jährlich für die Nutzung. Und investiert zudem im großen Stil (wenn ich es richtig verstehe, ist auch der Verkauf an eine Investition gebunden).
Wer erklärt mir, wo bei diesem Verkauf die Vorteile für Griechenland/die griechische Betreibergesellschaft liegen? Ausser dem, dass die Bedingungen des Hilfspakets das vorgeben (Übrigens interessant: staatliche Hilfspakete nur unter der Bedingung staatliches Eigentum in privatwirtschaftliches zu überführen... in dem Fall besonders lustig, an eine chinesische Firma – sind die auch am Hilfspaket beteiligt? Wusste ich gar nicht...

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Freies Franken 08.04.2016, 12:57
7. Erneut gravierendes EU-Politikversagen

Die EU bzw. Euro-Gemeinschaft hat ca. 100 Milliarden oder mehr € nach Griechenland gepumpt (u.a. meine Steuergelder). Die meisten Experten halten diese Kredite mit schier unenendlichen Laufzeiten für verloren. Bei jedem kleinen Häuslebauer würde die Bank auf Sicherheiten bestehen, aber nun geht das wenige 'Tafelsilber' wie der Hafen in Piräus nach China (wo selbst die Krisenzeichen zunehmen). Die EU-Politik kann man nur noch als absurd bezeichnen. Aber man forciert ja lieber die Ablenkung durch die Panama-Papiere. Zu den billigen Steuersätzen, die Luxemburg, Holland, Irland und andere EU-Länder nach wie vor an international agierende Großunternehmen gewähren, schweigen Juncker und Konsorten wie gehabt. Jeder vernünftige und selbständig denkende EU-Bürger, der noch jung genug ist, sollte sich an Schillers 'Ring des Polykrates' halten:
"Hier wendet sich der Gast mit Grausen:
'So kann ich hier nicht ferner hausen,
Mein Freund kannst du nicht weiter sein.
Die Götter wollen dein Verderben –
Fort eil ich, nicht mit dir zu sterben.'
Und sprach’s und schiffte schnell sich ein."

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themistokles 08.04.2016, 12:59
8.

Zitat von karlsiegfried
Da werden die Löhne in Piräus auch bald kräftig sinken und die Arbeitszeiten kräftig steiegen. Nun müssen die Griechen auch noch chinesisch sprechen und schreiben lernen. Wie der Rest der Welt bald auch. Viel Spass dabei.Mich juckt das nicht mehr, denn in 30 Jahren bin ich bestimmt schon in der Kiste.
Auch eine chinesiche Firma muss ich an die gesetzlichen Arbeitsregelungen in einem europäischen Land halten.
Und chinesisch sprechen oder schreiben muss sicherlich kein Arbeiter müssen. Man merkt, Sie haben noch nie für ein internationales Unternehmen gearbeitet.

Unabhängig vom dem China Bashing halte ich den Deal für Griechenland für äußerst schlecht. Häfen zählen mit zu den wichtigsten Infrastruktureinrichrungen eines Landes. Inbesondere für ein Land mit viel Küste und Inseln wie Griechenland. Verliert der Staat hier seinen Einfluß, kann sowas auf lange Sicht nicht gutgehen.

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zynik 08.04.2016, 12:59
9. Wer profitiert?

Geil, alles muss raus. In Zeiten in denen sich immer mehr Kapital in den Händen von immer weniger Individuen sammelt, ist das Verramschen der staatlichen Infrastruktur ideologisch nur konsequent. Wird hier demnächst auch hier stattfinden.

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