Forum: Wirtschaft
Privatpatienten als Goldgrube: Eine Hand röntgt die andere
Corbis

Offiziell dürfen Ärzte keinen wirtschaftlichen Vorteil daraus ziehen, dass sie Patienten an bestimmte Kollegen weiterüberweisen. In der Praxis wird diese Vorschrift jedoch oft unterlaufen, wie ein Beispiel aus Freiburg zeigt. Die Ärztekammern sind weitgehend machtlos.

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el_jefe 20.08.2013, 15:57
1. Ist doch nichts neues

Zur Jahrtausendwende ist meine Frau an einen Orthopädenring in Hannover geraten, die nach dem gleichen Prinzip gehandelt haben: prüfen, behandeln, an den nächsten Kollegen weiterreichen.

Das hat ihr Vertrauen in die Ärtzezunft (oder doch -sumpf?) zerstört.

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würstl 20.08.2013, 15:58
2. hier wird

vergessen, dass es natürlich verboten ist legal so viel Geld wie möglich zu verdienen, sonder vor allem , dasses tatsächlich allen Patienten zu Gute kommt. Ohne die Privatpatienten würden weder die Krankenhäuser ( auch die rechnen wesentlich mehr ab als für die GKV Verischerten) noch viele Praxen genug Geld verdienen umd die Leistungen auf einem hohen Niveau zu halten. Auch die ganzen Zusatzversicherungen die es für Zähne und ähnliches gibt, sind - in einem gewissen maß- notwendig. Wenn die Regierung das Geld nicht zum Fenster rauschmeißen würde ( z.B. dadurch das Immigranten, die Kinder in der EU nachweisen können - müssen nicht in Deutschland wohnen- für jedes Kind Kindergeld bekommen!!!!) wäre das sicherlich Geld, was man gut in die Leistugnen der GKV Versicherten stecken könnte. Und NEIN ich bin kein Arzt und wähle nicht die Jungs von der ganz ganz rechten Seite....

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vinzenz 20.08.2013, 16:10
3. Hoppla

"Ärztekammern sind zwar dazu da, unerlaubte Vorteilsannahmen in ihren Reihen zu unterbinden. Aber sie haben im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft nur begrenzte Ermittlungsmöglichkeiten. Wenn ein Beschuldigter die Auskunft verweigert, enden solche Ermittlungsversuche regelmäßig mit der Einstellung des Verfahrens. "

in diesem Fall gilt für mich die Gleichung
Ärztekammer = nutzlose Institution!!!

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junglejet 20.08.2013, 16:15
4. ungeklärt

bleibt die Antwort auf die Frage, wieso exakt dieselbe Leistung einmal 85 und einmal 300 bis 400 Euro kostet. Den das Foto macht keinen Unterschied zwischen Privat- und Kassenbehandlung. Solche diskriminatorischen Preisgestaltungen (wie auch unterschiedliche Preise zwischen Männleinund Weiblein) sind in anderen Branchen schlicht sittenwidrig, hier werden sie aber vom Staat auch noch unterstützt. Also eine Umverteilung ganz besonderer Art.

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smerfs 20.08.2013, 16:18
5. skandal

Zitat von sysop
Offiziell dürfen Ärzte keinen wirtschaftlichen Vorteil daraus ziehen, dass sie Patienten an bestimmte Kollegen weiterüberweisen. In der Praxis wird diese Vorschrift jedoch oft unterlaufen, wie ein Beispiel aus Freiburg zeigt. Die Ärztekammern sind weitgehend machtlos.
an dieser geschichte ist: das ich als selbstzahler ein vielfaches von dem bezahle was ein kassenpatient bezahlt und das bei gleicher behandlung!
in der goä gehören endlich die multiplikatoren abgeschafft!

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artusdanielhoerfeld 20.08.2013, 16:18
6. Diesem Spuk...

...wäre mit einem Niederlassungsverbot und einer Festanstellung der Ärzte bei den Krankenkasen zum Festgehalt schnell ein Ende bereitet. Und würde dem Steuerzahler zig Milliarden Euro sparen.
Wenn da nicht die eitle Elitenbildung der Mediziner und die Pharmalobby wäre...

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strixaluco 20.08.2013, 16:20
7. Einerseits Abzocke, andererseits Überarbeitung

Was ich an der Sache bitter finde, ist, dass ein Teil der Ärzte, gerade Radiologen, sicher eine goldene Nase verdienen, während andere, wie Allgemeinmediziner, Kinderärzte und junge Klinikärzte, mit exzessiven Überstunden und durchaus auch Geldmangel zu kämpfen haben. Bei Allgemeinmedizinern glaube ich, dass sie ein paar Privatpatienten gut gebrauchen können, um die Praxis zu halten - aber bei dem, was Radiologen, siehe oben, so verdienen, zählt dieses Argument definitiv nicht! Also bitte: Mehr Transparenz, Kosten und Einnahmen stärker offenlegen, Fairness zwischen den Ärzten herstellen! - Das Geld stammt schließlich eins ums andere aus Versicherungsbeiträgen!

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jurist79 20.08.2013, 16:24
8. Ich bin selbst privat versichert

und ganz der Meinung meines Vorposters. Die private Krankenversicherung gehört abgeschafft und sämtliche gesetzlichen zu einer einzigen zusammengelegt, bei der die Mitgliedschaft von der Wiege bis zur Bahre verpflichtend ist. Und dies ohne Deckelung. Das würde dem Begriff Solidargemeinschaft endlich wieder Leben einflößen.

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neo99999 20.08.2013, 16:29
9. einheitliche Gebuehrenordnung

wie bei Tieraerzten, Anwaelten, etc gehoert geschaffen. Als Kassenpatient zahlt man oft genug extra Betraege und ist trotzdem Patient zweiter Klasse. Und dabei ist mein Gesamtbeitrag an die Krankenkasse auch nicht niedriger,als der eines gleich alten Selbstaendigen.

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