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Privatsender: ProSiebenSat1 will Staatsknete
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Rundfunkbeiträge für Privatsender? Der Chef der Sendergruppe ProSiebenSat1 hält das für gerecht. Er fordert: Öffentliche Mittel sollten an Inhalte geknüpft werden - nicht an die Sender.

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todoni 01.07.2017, 18:03
1. Geht es noch?

Natürlich haben die privaten Sender eine größere Reichweite bei jungen Generation. Wenn mann sich jedoch mal diese „Inhalte“ anschaut, sollte einem auffallen, dass hier Welten zwischen den öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten und den privaten Sendern liegen. Ich bin selbst 23 und möchte einfach etwas Niveau im Fernsehen haben und mich interessiert es reichlich wenig, wer mal wieder „Superstar“ oder König des Jungels geworden ist. Sollte ich mit dem Rundfunkbeitrag wirklich diesen privaten Dünnschiss finanzieren sollen, werde ich alles dafür tun mich davor zu drücken. Egal ob legal oder nicht.

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romeov 01.07.2017, 18:06
2. Nein Danke!

...für diesen Mist gebe ich mit Sicherheit kein Geld aus. Die Werbeblöcke dauern ja eh schon ganze Lichtjahre, damit wird man doch das bisschen Inhalt finanzieren können.

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bessernachgedacht 01.07.2017, 18:07
3. umgekehrt

einfach die privaten abschalten. Dass die jungen Menschen in unserem Land von so einem Müll ihre tägliche Bildung beziehen, ist der Untergang unserer Zukunft. Aus den öffentlich rechtlichen noch bitte die Werbung und die schlechten Vorabendserien entfernen. Dann wird's wieder was.

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oldman2016 01.07.2017, 18:09
4. Kostenpflichtiges DVB-T2 für Privatsender

Warum geht der Autor nicht darauf an, dass mit der Einführung von DVB-T2 die Privatsender auf dem terrestrischen Wege gar nicht mehr frei empfangbar sind? Und ist es nicht richtig, dass die Privatsender demnächst auch über Sattelit nur noch verschlüsselt senden wollen? Und ist es nicht richtig, dass die Kabelkunden ebenfalls neben dem Rundfunkbeitrag auch an die Kabelbetreiber und privaten Sender eine ganz schöne Stange Geld bezahlhen müssen. Warum werden von Spiegel-Online keine kritischen Fragen an den Chef Pro7Sat1 gestellt? Ein unwürdiger Artikel, der einem Qualitätsmagazin nicht würdig ist.

- - - - - - - - - Wir zitieren hier erstmal nur aus der FAS... MfG Redaktion Forum

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bestrosi 01.07.2017, 18:11
5. Inhalte? Wirklich?

Einerseits kann ich die Argumentation schon nachvollziehen, dass öffentliche Gelder nur für öffentlich relevante Dienstleistungen verwendet werden sollten, also nicht für Gameshows, die totale Fußballschwemme oder Spezialinteressen. Andererseits wäre auch dann ein Beitrag für die Privatsender nicht gerechtfertigt, wohl aber eine massive Kürzung bei den ÖR-Sendern, dafür sollten die Zeitungen mit Subventionen bedacht werden.

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weltbetrachter 01.07.2017, 18:11
6. ARD und ZDF ...!!!...???

Warum brauchen wir eigentlich in der ARD so viele seperate Sendeanstalten, die alle noch dazu eine eigene Verwaltung bis zum Intendanten haben ? Da reicht es beim ZDF doch auch für eine Verwaltungseinheit. Warum müssen die öffentlich rechtlichen Sendeanstalten sich mit hunderte von Millionen an Ausschreibungen für Sportereignisse beteiligen ? Ich halte es für unangemessen und nicht zeitgerecht das hierfür Steuergelder aufgewendet werden. Das gesamte System der öffentlich rechtlichen Sendeanstalten gehört auf den Prüfstand und reformiert. Auch das System der "STAATSVERTRÄGE" und das Gebührenmodell gehört auf den Prüfstand. Es erscheint mir ein riesiger "Selbstbedienungsladen" zu sein. Einsparpotentiale sind genug vorhanden - man muss es nur wollen. Und wenn das von alleine nicht klappt, dann ist die Politik gefordert. Hier schlummert ein "Wahlkampfthema". Nur glaube ich nicht wirklich an dem Willen etwas für die Bürger zu ändern. Zu viel Proporz ist hier im Spiel - schade eigentlich. Und eines dürfte auch klar sein, die privaten Sender haben am Gebührentopf nichts verloren !!!

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athanasia 01.07.2017, 18:11
7. Das ganze System...

gehört reformiert. Die Rundfunkgebühr ist eine ungerechte Zwangsabgabe. Es sollte einen oder zwei durch Steuergeld finanzierte unabhängige Nachrichten- und Informationssender geben, alles andere ist Unterhaltung und gehört von den Personen, die sich unterhalten lassen wollen bezahlt. Dann kann man sich aussuchen, ob man irgendeinen Schrott mit einem überbezahlten Markus Lanz sehen möchte, "Berlin Tag und Nacht", Fußball oder eine Serie wie "Game of Thrones" und was man eben bereit ist dafür zu bezahlen. Dass die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten derart viel Geld für so viel Schrott, den keiner sehen möchte, verschwenden ist einfach eine Unverschämtheit.

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phillyst 01.07.2017, 18:11
8. So ganz unrecht hat er ja nicht.

Auch bei den ÖR findet sich ein unglaublicher Haufen Schundfernsehen und Programme, die mit dem Bildungsauftrag absolut nichts zu tun haben (Verbotene Liebe, Sportsendungen, Mutantenstadl und dgl.), aber im Augenblick durch den Rundfunkbeitrag locker querfinanziert werden. Allein das ZDF hatte 2015 mehr Umsatz als die ganze Pro7Sat1-Gruppe allein aus den Rundfunkgebühren. Eine Förderung aus dem Rundfunkbeitrag für Sendungen, die bestimmte Kriterien erfüllen würde ich begrüssen, wenn die Höhe der Förderung dabei ebenfalls festen Kriterien folgt. Wahrscheinlich bekäme dann Arte mehr Geld vom Rundfunkbeitrag als ARD und ZDF zusammen.

Vielleicht würden sich die großen ÖR-Sender dann mal wieder auf diesen Bildungsauftrag besinnen, wenn sie nicht mehr automatisch ohne sich Mühe zu geben pauschal die Milliarden aufs Konto geschaufelt bekämen.

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darevilo71 01.07.2017, 18:12
9. glück gehabt ...

wenn nur der inhalt zählen soll, dann bleibt es ja beim status quo.

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