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Probleme im Zugbetrieb: Grüne fordern Zerschlagung des Bahn-Konzerns
DPA

Verspätungen, Personalmangel, defekte Züge: Für die Probleme der Bahn sehen die Grünen nur eine Lösung - eine umfassende Reform des Unternehmens. Andernfalls liefen geplante Investitionen ins Leere.

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RalfHenrichs 23.11.2018, 06:09
1. Privatisierung ist keine Lösung

Bei der DB muss vieles verbessert werden, aber als Münsteraner bekomme ich gerade die Situation bei Eurobahn mit. Das ist der größte private Anbieter im öffentlichen Schienenpersonenverkehr in NRW und steht vor dem Aus, weil die Leistungen - auch im Vergleich zur DB - schlicht unterirdisch sind. Würde die DB ihr Geld wirklich vernünftig investieren, d.h. nicht im Ausland für die Welteroberung und nicht für unsinnige Projekte wie Stuttgart21, wären wir schon viel weiter.

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Grummelchen321 23.11.2018, 06:15
2. Personalmangel?

Laut Agentur für Arbeit gibt es genug Arbeitslose und Alg 2 Bezieher die man geziehlt für Stellen bei der Bahn qualifizieren könnte.Warum macht man das nicht?
Ganz einfach die Angebote der Agentur und Jobcenter gehen an den Erfordernissen vorbei.
Dazu gibt es ein Heer moderne Arbeitssklaven die sich über eine Festeinstellung mit einem Tarifgehalt freuen würden.

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richooo 23.11.2018, 06:27
3. Verstaatlichen

und zwar jede wichtige Infrastruktur. Das von den Grünen so ein Vorschlag kommt verwundert mich schon sehr....

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axelschwarz 23.11.2018, 06:32
4. Wer benötigt hier Wettbewerb

Die Analyse und Therapie des Dr. Hofreiter sind Fehldiagnosen.

Was man benötigt ist 1. eine jahrzehntelange, stetige Und sichere Finanzierung der Ersatzinvestition im Schienennetz. 2. eine jahrzehntelange, stetige Und sichere Finanzierung der Neu- und Ausbaumaßnahmen im Netz. Dadurch können Knoten und Strecken hinsichtlich der Kapazität erweitert werden. Das alles ist 70 Jahre nicht gemacht worden.

Wettbewerb? Wer soll den Wettbewerb haben? Ich will um Xx Uhr abfahren oder ankommen. Da hilft kein Wettbewerb. Da helfen nur bessere Kapazitäten.

Und die Fahrkarten dürfen ruhig teurer werden. Bei vollen Zügen sind die Fahrpreise im Fernverkehr zu billig, im Nahverkehr zu teuer.

Die Bahn steht auch im Wettbewerb zum Bus - ohne Maut. Zum Flieger ohne Steuer. Also seine Welt ist eine falsche der Bahn.

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michael_torloxten 23.11.2018, 06:34
5. Wie bitte?

Netz und Transport sind doch längst getrennt. Hat Herr Hofreiter das nicht mitbekommen? Die Probleme bei der DB gingen erst los, als massive Einsparungen und die Privatisierung mit anschliessendem Börsengang der Bundesregierung eingefordert wurden und Herr Mehdorn an die Spitze gesetzt wurde, um das durchzudrücken. Entlassungen in allen Bereichen auf Teufel komm raus, Wartungsintervalle rausgeschoben bis an den Rand der Verantwortungslosigkeit und Investitionen an den Nagel gehängt, und das alles auf politischen Druck. Herr Hofreiter, dass ist alles politisch erzwungenes Elend!

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haralddemokrat 23.11.2018, 06:37
6. Dem kann ich

nur zustimmen. Die Bahn wird von Management geführt, dem jegliche Fähigkeit für das Güter- u. Transportgeschäft fehlt. Dazu kommt ein desaströs geführtes Material- u. Einkaufsmanagement, dass der Bundeswehr im Ergebnis ähnelt. Es müssen Hierarchien abgebaut, die Operative Führungsstruktur abgeflacht werden. Die Entscheidungswege sind zu lang und es muss ihr der „Beamtenstatus“ entzogen werden. Es fehlt ihr an Dynamik und Führungs- sowie Entscheidungskraft. Vor allem fehlt es den Führungsköpfen an Wissen und Blick für die Realität und Durchblick für die Bahnstruktur.

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arrogist 23.11.2018, 06:52
7. Das Ergebnis von zehn Jahren CSU im Bundesverkehrsministerium!

Putzig ist ja das Folgende: "Wegen derschlechten Pünktlichkeitsquote hatte die Bahn erst vor wenigen Tagen ihren bisherigen Fernverkehr-Vorstand Kai Brüggemann abgelöst - und durch den bisherigen Fahrplanchef Philipp Nagl ersetzt."
Ach, die Bahn hat einen Fahrplanchef??? Mal davon abgesehen, daß der Mann ja wohl eher entlassen statt befördert werden sollte, müsste der Job wohl passender mit" Chef der völlig unverbindlichen Absichtserklärungen" bezeichnet werden.
Aber da ja bekanntlich der Fisch vom Kopf her zu stinken anfängt, sollte man auch genau dort suchen. Denn die Deutsche Bahn AG ist zu 100% in Bundesbesitz, nur leider tut der Bund in der Gestalt von Bundesverkehrsminister und Bundeskanzlerin absolut null niente und gar nichts. Und das seit vielen Jahren wenn nicht Jahrzehnten. Ausser Leuchtturmprojekten, die dem Reisenden kaum wirklich Vorteile bieten. Zum Beispiel weil ICE Tassen vor Köln und Nürnberg auf der alten Trasse enden und die Durchschnittsgeschwindigkeit dann die 300 km/h, die Milliarden gekostet haben, sinnlos werden lässt. Mal davon abgesehen, daß die Tassen schon nach wenigen Jahren renoviert werden müssen.
Es ist ein einziges Trauerspiel mit der Bahn. Ich fahre jetzt viel mehr mit dem Auto als früher, weil man sich auf die Bahn überhaupt nicht verlassen kann. Oder man muss am Vortag zu Terminen anreisen und dann ein Hotel bezahlen.

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UweGroßberndt 23.11.2018, 07:15
8.

Die Bahn muss restrukturiert werden. Nur hört bei Hr. Hofreiter das Denken nach dem Satz auf. Nahezu das vollständige Personal muss getauscht werden. Manager in Positionen gesetzt werden die ihren Fähigkeiten entsprechen, zum Beispiel Bahnsteige kehren und Mülleimer entleeren. Viele altgediente Service-Mitarbeiter sollten auch entsprechend ihren Fähigkeiten eingesetzt werden: Archiv, Vorplatzreinigung, Formulare bügeln und dann entsorgen.
Sinnvoll sind auch ausreichende Lohnkürzungen bei den immens wichtigen Mitarbeitern in Management und Verwaltung.
Denn mal ehrlich, mit jeder Gehaltsrunde stiegen die Gehälter des Wasserkopfes und die Qualität ist gesunken. Das ist aber nicht das Verschulden der Lok-Führer oder Wartungstechniker. Es liegt im Versagen der Führung und Verwaltung.

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ruhuviko 23.11.2018, 07:22
9. Nichts Neues unter der Sonne

was hier vorgeschlagen wird. Aber die Lobby der Bahngesellschaft ist viel zu stark um hier die notwendige Änderung durchzusetzen.

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