Forum: Wirtschaft
Probleme im Zugbetrieb: Grüne fordern Zerschlagung des Bahn-Konzerns
DPA

Verspätungen, Personalmangel, defekte Züge: Für die Probleme der Bahn sehen die Grünen nur eine Lösung - eine umfassende Reform des Unternehmens. Andernfalls liefen geplante Investitionen ins Leere.

Seite 6 von 11
bluebill 23.11.2018, 09:45
50. Fahrplanchef???

Ich wusste gar nicht, dass es einen Verantwortlichen für die Fahrpläne gibt. Was macht der denn hauptberuflich? Auf jeden Fall nix mit Logistik. - Die Fahrpläne sind großteils von vorne herein uneinhaltbar, weil die Haltestellen-Aufenthalte wesentlich zu knapp berechnet werden. Wenn Hunderte von Menschen ein- und aussteigen, geht das eben nicht in zwei Minuten. - Aber es gibt noch sehr viele andere Baustellen. Wenn die Bahn sich auf ihren Beförderungsauftrag besinnen würde, statt weltweite Spekulationen und unsinnige Prestigeprojekte zu finanzieren, könnte sie durchaus funktionieren. Und sogar Profit abwerfen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kosaptes 23.11.2018, 09:48
51. :)

Die Grünen scheinen auch dazu über zu gehen, die richtigen Fragen zu stellen und dann eine Lösung durch ein propagieren falscher Antworten zu behindern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ingen79 23.11.2018, 09:56
52. #16

Der Container Verkehr auf der Autobahn klappt aber just in Time, was man von der Bahn nicht behaupten kann. Vielleicht ist das Geld in Autobahnen besser angelegt als bei der Bahn.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
moralapostelabstinenzleri 23.11.2018, 09:58
53. Oh, die Grünen,

wo leben die?
Das Drama der Bahn begann mit der Privater sierung und der Aufsplittung in Netz und Transport. Die Bahn ist ein Service-Unternehmen. Als solches kann sie nicht auf Gewinn ausgerichtet sein. Die Bahn wurde kaputtgespart, um börsenfähig zu werden. Nun hat man die Ergebnisse. Hinsichtlich Verspätungen ist sicher einiges hausgemacht. Der Winter naht und viele Weichen haben noch immer keine Weichenheizung und müssen per Hand eis- und schneefrei gehalten werden. Aber gegen renitente Schwarzfahrer, die sich weigern auszusteigen und somit die Abfahrt verzögern oder gegen spielende Kinder im Gleis und anderes dergleichen ist die Bahn recht machtlos.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ingen79 23.11.2018, 09:59
54. 24#

Nach meinem Kenntnisstand ist die Bahn in Japan in privater Hand.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
axelschwarz 23.11.2018, 10:00
55. Was das System Bahn benötigt

ist eine Organisation als "Unternehmen" wie die SBB und im Staat verankert wie die SBB. Eine Bahn, eine Infrastruktur, ein Verkehrsunternehmen. Und ein Geldtopf für Netzfinanzierung je Projekt - und nicht wie bei uns - mehrere Töpfe. Hofreiter und seine Partei sind damit unwählbar für Eisenbahner und Bahnfahrer. Das ist Verkehrspolitik a la FDP: Geisterfahrt im Porsche ohne Licht und Ziel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nils1966 23.11.2018, 10:27
56. Hoheitliche Aufgaben....

Bei der Gründung der DBAG hat man einiges vergessen.
1. Eine Eisenbahn-Infrastruktursystem kann nicht wie ein typischer Industriebetrieb mit REFA-Vorgaben, womöglich unter Shareholder-Value-Gesichtspunkten geführt werden.
2. Eine zu starke Zergliederung macht flexibles Agieren unmöglich. In der freine Wirtschaft fusioniert man ja auch überall, wo es geht wegen "Synergie-Effekten"....das funktioniert natürlich auch umgekehrt dysfuntional, dann halt als "Divergenz".
3. Die Erhaltung einer funktionierenden Infrastruktur war und ist (in aufrund seines föderalen Staatsaufbaus) Deutschland) ein typische nationale, daher hoheitliche Aufgabe. Kein Mensch stellt ja auch ernsthaft in frage, daß Autobahnen und Bundesstraßen vom Staat finanziert werden sollen, und ganz klar dessen Eigentum sind, Aber ob und wie damit finanzielle Defizite oder Gewinne entstehen, wird da nicht gefragt. Gleiches muß für ein Eisenbahnsystem gelten (ansonsten steigert man allein Quantität des Autoverkehrs zu Lasten der Bahn).
4. Die Gründung der Staatsbahnen SNCF und British Rail aus den damaligen großen und einst glorreichen Privatbahnen, zeigte eindeutig, daß zunehmende Größe, Umfang und Vernetzung des Bahnverkehrs (sowie wechselseitige Verpflichtungen Privatwirtschaft Staat) nicht mehr von diesen profitabhängigen Einheiten gestemmt werden konnten. Das sollte ein warnendes Beispiel sein für den Anspruch, privat werden zu sollen. Die SNCF ist heute derzeit das einzige europäische Bahn-Unternehmen, das erfolgreich ist. Staatlich vor allem. Wo steht im Vergleich dazu heute die inzwischen vollprivatisierte BR ???? Die DBAG kann ihre weltweite Expansion auch nur aufgrund staatlicher Beihilfen durchführen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
claus7447 23.11.2018, 10:31
57.

Zitat von ingen79
Der Container Verkehr auf der Autobahn klappt aber just in Time, was man von der Bahn nicht behaupten kann. Vielleicht ist das Geld in Autobahnen besser angelegt als bei der Bahn.
Den Beitrag kann ich entweder unter Satire oder Zynisch ablegen.

Mittlerweile habe ich das Autofahren auf Minimum eingeschränkt - es macht keinen Spaß mehr zwischen LKW Staus und Egomanen zu fahren. Das ist beides nicht unbedingt lebenserhaltend.

Aber die Kapazitäten auf der Bahn reichen nicht hinten und vorne. Das lavieren der Bahn z.B. Oberrheintal strecke - hier bezahlt sogar die Schweiz Zuschüsse, die vertraglich lange vereinbart sind, stocken (und dann kann man nicht mal Tunnel richtig bauen).

Aber es ist schon klar, dass ein noch verstärkter Güterverkehr auf der Straße dann auch noch unsere ohnehin gestresstes Infrastruktur weiter zu schwächen.

Vielleicht müsste der Ansatz auch in eine zweite Richtung gehen: das sogenannte "Just in Time", dass unsere Strassen belastet ist eine Lösung die nur deswegen aufgeht, weil Güterverkehr auf der Strasse im Moment a. zuverlässig und b. billig ist. Daher muss beides angegangen werden. Mehr Kapazität insb. im Nachtsprung (es mangelt ja schon an rollendem Material!).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ex_Kamikaze 23.11.2018, 10:48
58. Womit bekämpft man die Exzesse des Neoliberalismus?

Na, klar: mit noch mehr Neoliberalismus. Zumindest bei den Grünen. Öko-Marktradikalismus für Besserverdienende.
Zu einem sinnvollen Bahnbetrieb gehören alle Zweige, und nicht Kampf um den letzten Taler zwischen Bereichen die einander benötigen zum Schaden der Sache - nämlich des Bahnbetriebes. Der sollte im Mittelpunkt stehen, nicht der Gewinn. Dafür gibt es nur einen Weg und der heißt Verstaatlichung!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
K. Behnert 23.11.2018, 11:21
59. Die Lösung sämtlicher Probleme.....

......kann doch nur in den Händen derer liegen, die hier das Sagen haben: Die Politik.
Man sieht doch, was unsere Volksvertreter bisher schon alles unternommen haben, um die Bahn zu reformieren: Nachdem der Erfolgsgarant Herr Mehdorn alles in die Grütze gefahren hat - von seinen darauf folgenden Aktivitäten beim Berliner Grossflughafen usw. - haben wir eine grosse Hoffnung in Herrn Pofalla gesetzt. Auch so ein Experte, von dem man erwarten durfte, er sei nun der richtige Mann an der richtigen Stelle. Vielleicht sollte man nun Spezialisten in Augenschein nehmen, die bei ihren bisherigen Betätigungen doch reichlich Erfahrung sammeln konnten: Ursula von der Leyen z. B. oder die beiden letzten Macher aus dem Verkehrministerium, Dobrint und sein bayrischer Nachfolger. Das sind doch alles Kapazitäten, denen man grosse Erfahrung unterstellen kann. Und wenn dann die Gage noch stimmt, na, dann kann ja alles nur noch besser werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 11