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Produktionsindex fällt: Kampf gegen den Smog bremst Chinas Wirtschaft
AP

Die Luftverschmutzung wird für Chinas Wirtschaft zum ernsten Problem. Ein wichtiger Produktionsindex zeigt ein Abkühlen des Wirtschaftswachstums - als ein Grund gelten Kosten der Industrie im Kampf gegen Smog.

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frenchie3 01.11.2017, 09:52
1. Und trotzdem, die Chinesen haben es verstanden

Dem chinesischen Staat entgehen jährlich Milliarden an Tabaksteuer weil bei der Luft kein Mensch mehr raucht. OK, jetzt mal ernsthaft. Diese "Delle" wird sich einebnen wenn die Um- und Einbauten abgeschrieben sind. Im Gegenzug dürften die Ausgaben für Krankheitskosten gewaltig sinken. Klar, geht einer Firma am Achtersteven vorbei, aber in China denkt man gesamtheitlich. Dazu dürfte mit der Zeit eine Expertise in Umweltschutz dazukommen was Firnen für diesen Zweck wieder weltweit Vorsprung verschaffen dürfte

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grommeck 01.11.2017, 10:01
2. Wer verursacht muß zahlen, richtig so!

Jahrelang den Dreck in die Luft geblasen, Landschaften zerstört, da bleibt die Rechnung zum Schluss übrig und die zahlt die Bevölkerung - wie immer. Diesmal aber weltweit!

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mrotz 01.11.2017, 10:03
3.

Zitat von frenchie3
Dem chinesischen Staat entgehen jährlich Milliarden an Tabaksteuer weil bei der Luft kein Mensch mehr raucht. OK, jetzt mal ernsthaft. Diese "Delle" wird sich einebnen wenn die Um- und Einbauten abgeschrieben sind. Im Gegenzug dürften die Ausgaben für Krankheitskosten gewaltig sinken. Klar, geht einer Firma am Achtersteven vorbei, aber in China denkt man gesamtheitlich. Dazu dürfte mit der Zeit eine Expertise in Umweltschutz dazukommen was Firnen für diesen Zweck wieder weltweit Vorsprung verschaffen dürfte
Da die Chinesen bei Umweltschutz eher pragmatisch als dogmatisch sein werden, sind auf diesem Gebiet auch die Deutschen dann abgehängt.

mfg

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krauseberg 01.11.2017, 10:07
4. "In China denkt man gesamtheitlich"

Wenn es so wäre, hätte China kein Smog-Problem. Ob es sich um eine Delle handelt wird sich weisen. Problematisch ist, dass die Zahlen aus China nicht unabhängig erhoben werden. Von daher ist unmöglich zu brurteilen, wie die wirtschaftliche Entwicklung Chinas wirklich ist.

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piep00 01.11.2017, 10:20
5.

Die Sorgen um eine Konjunkturabschwächung mache ich mir auch. Vergesst doch das bisschen Smog. Wer wachsen will muss leiden, da nützt es doch auch nichts sich ständig zu beschweren. Also, liebe Chinesen, das bisschen Arbeit macht sich ja auch nicht von allein.

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kopfball123 01.11.2017, 10:22
6. Ja sowas aber auch...

... Jahrzehntelang hat man Umweltstandards ignoriert um günstiger produzieren zu können und Mitbewerber aus dem Markt zu drängen. Jetzt ist die Umwelt aber tatsächlich ans Limit gestoßen (eigentlich schon vor 7 oder 8 Jahren) und man MUSS was machen. Nicht weil China die Natur so liebt sondern weil sie sonst an ihrem Smog und Dreck ersticken.

Man wird sehen wie viel vom staatlich geplanten Umweltschutz wirklich umgesetzt wird in einem Land wo für alles Schlupflöcher existieren, notfalls mit Hilfe von Bestechung. Wenn die Produktion zu drosseln die einzige Möglichkeit im Moment ist um den Smog nicht komplett außer Kontrolle geraten zu lassen, dann ist das ja auch nicht unbedingt eine souveräne Politik.

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wolfen2 01.11.2017, 10:37
7.

Umweltschutz kostet, ist aber unabdingbar. China lernt es gerade schmerzhaft.

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Beat Adler 01.11.2017, 10:46
8. Falsch: Umweltschutz ist hoch profitabel!

Zitat von wolfen2
Umweltschutz kostet, ist aber unabdingbar. China lernt es gerade schmerzhaft.
Falsch: Umweltschutz ist hoch profitabel!

Fuer einen CNY in Umweltschutz investiert, kommen mindestens 10 CNY zurueck in Form Gesundheit, Arbeitsleistung, Tourismus, bessere landwirtschaftliche Produktion, etc. etc.

Wer in den 60iger Jahren am Rhein spazieren ging, musste die Nase zuhalten. Wieviel haben wohl die Wasserreinigungsvorschriften und Rauchgasreinigungen in Europa eingebracht? Ein Vermoegen! Gesundheit ist ein Vermoegen Wert, auch in China.
mfG Beat

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oldman2016 01.11.2017, 10:46
9. Investition schafft Arbeitsplätze

Umweltschutz kostet eben. Investitionen in den Umweltschutz generieren Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum. Dies haben Politik und Medien im Westen jedenfalls immer behauptet, und dabei vergessen zu erwähnen, dass wegen der Kosten für den Umweltschutz gerade im produzierenden Wirtschaftsbereich Millionen Arbeitsplätze in das Ausland vor allem nach China verlagert worden sind. Warum sollte das in China anders sein? Es gibt ja noch einige Entwicklungsländer, in denen Umweltschutz eine Fremdwort ist. Es dürfte klar sein, dass über kurz oder lang in jedem Staat die Produktionskosten durch die Investitionen in den Umweltschutz steigen und der Kostenvorteil ein Stück sinkt. Neben den Lohnkosten sind es auch die Steuerbelastungen für die Unternehmen, die den Preis beeinflussen. Gesamtwirtschaftlich mögen die Investitionskosten in den Umweltschutz durch niedrigere Gesundheitskosten für die geplagte Stadtbevölkerung ausgeglichen werden können. Da die Chinesen im Gegensatz zu Deutschland keine zig Milliarden Euro für Militäreinsätze fernab der Heimat und für die Aufnahme von Millionen Flüchtlingen ausgeben, kann die chinesische Staatsführung statt dessen Steuererleichterungen für Unternehmen umsetzen. Damit bleibt der Kostenvorteil trotz Umweltkosten erhalten. Vor diesem Hintergrund ist der Artikel vollkommen sinnfrei.

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