Forum: Wirtschaft
Produktionsverlagerung ins Ausland: Harley-Davidson-Entscheidung irritiert Trump
AFP

Der Motorradhersteller Harley-Davidson zieht wegen der EU-Vergeltungszölle einen Teil seiner Produktion aus den USA ab - ein Rückschlag für Donald Trump. Er ist eigenen Angaben zufolge überrascht.

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frenchie3 26.06.2018, 09:15
90. @1 Na, DIE Rechnung ist aber lustig

Royal Enfield und Harley haben zwei Dinge gemeinsam in Europa. 1. das schöne alte Design und 2. den für erbrachte Leistung überhöhten Preis. Die RE steht in Indien mit ca 2300 Euro im Laden, bei uns rund 6000. Ein Inder bekommt für eine RE die Räder und Lenker einer HD, auch wenn die dort gefertigt wird, ungefähr so ist dann auch das Verhältnis in Europa. Das für den Gag. Der Sinn der Verlagerung ist daß HD von Indien aus ohne Strafzoll in Europa einführen darf, mit etwas Glück sogar günstiger falls die Inder Präferenzzölle haben. Wenn HD es noch schafft in wenigstens amerikanischer Qualität zu fertigen (sorry, Ausschuß billig ist eher indisch) verdienen die sogar prächtig mehr. Diese Fertigung kommt dann nie wieder zurück in die US

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Edgard 26.06.2018, 09:18
91. Wenn Harley das beabsichtigt hätte..

Zitat von wasistlosnix
Harley nutzt die Zölle als Argument billiger im Ausland produzieren zu können um damit den Gewinn zu steigern. Der Preisvorteil durch billigere Produktion muß nicht weitergegeben werden da ja der Zoll wegfällt. Guter Deal für Harley
.. dann hätten sie es schon längst getan.
Aber es gibt auch hier Menschen die die Trump`sche Logik bereits verinnerlicht haben.
Es wird wohl so sein wie weiter oben bereits angegeben - Teileprodution in den USA (einschließlich der Verarbeitung von US-"Qualitäts"Stahl und -aluminium) für die Teile und Endmontage ausserhalb.

B.t.w.: Mir persönlich ist es eh wurscht - ich fahre weder zölligen Schrott noch trinke ich Seifenlauge aus Kentucky oder Tennessee.

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Meinungsmacher77 26.06.2018, 09:18
92.

Zitat von markus.w77
40000 x 2200 macht also 35- 40 Mio.
..Das bedeute allein für den Rest dieses Jahres eine Belastung von voraussichtlich 30 bis 45 Millionen Dollar.

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matthip 26.06.2018, 09:21
93. Protektionismus vs Handelsabkommen

All jene, die jahrelang auf dem armen Chlorhühnchen rumgeritten sind, sollten sich nun mal klar machen, dass die aktuelle Entwicklung in den USA schlicht das Gegenteil von Handelsabkommen ist. Im Nachhinein sind die Proteste gegen TTIP, bei denen Linke sich nicht entblödet haben gemeinsam mit der AfD auf die Straße zu gehen, doch sehr peinlich.

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hemschbäscher 26.06.2018, 09:23
94. Tja

Der Staat kann den Verbraucher nicht zwingen was er kauft. Wenn die Nachfrage vorhanden ist, dann werden auch Waren aus dem Ausland importiert (z.B. Autos aus DE nach US). Finden die Verbraucher die ausländischen Produkte toller, dann entsteht ein Defizit. Und das will man wie verhindern? Zölle auf ausländische Produkte damit der Verbraucher die unbeliebteren aber dann preiswerteren inländischen Produkte kauft? Also ich verstehe es nicht!
Und Firmen verhalten sich da auch nicht anders. Insbesondere im „Musterland“ des Kapitalismus.

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ein-berliner 26.06.2018, 09:25
95. Die Kirche im Dorf lassen

Der kleine Mopedlhersteller ist für die Wirtschaft nicht maßgebend, hier geht es nur um Marginalien. Einzig die Entscheidung für einen anderen Produktionsstandort ist eine Meldung wert.

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thommy2130 26.06.2018, 09:28
96. Jetzt noch

Amazon , Google , Starbucks und Consorten in Europa besteuern, dann wollen wir mal sehen was mit Amerika first wird.

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Beat Adler 26.06.2018, 09:34
97. Ursprungszeugnis Made in (Land) bedeutet mehr wie 50% des Wertes

Zitat von wuxu
Wirtschaft ist ein wenig komplexer als SPON und Trump denken. Die Maschinen müssen doch nur in einem anderem Staat zusammengeschraubt werden. Die Komponenten können nach wie vor aus Milwaukee kommen. Ganze ......
Ursprungszeugnis Made in (Land) bedeutet mehr wie 50% des Wertes sind aus dem (Land).
Zusammenschrauben genuegt also nicht, um aus Made in USA z.B. Made in India zu machen.

Harley erzielt 16% des Umsatzes in der EU. Sollte dieser Umsatz durch Strafzoelle der EU, um sagen wir 1/3 zurueckgehen, fehlen der Firma Harley 5% des Gesamtumsatzes und damit ist die Firma, die heute schon finanziell schwach auf der Brust ist, bankrott. Sie stellt im Trump-Anhaenger-Kernland viele Leute auf die Strasse. Ausser, ja ausser, Trump beschliesst allen seinen Offizieren der Streitkraefte eine Harley zu schenken;-)

Harley reagiert zur Rettung der Firma mit Verlagerung der Wertschoepfung Richtung Ausland. Auch das kostet in den USA Arbeitsplaetze im Kernland der Trump-Sekten-Anhaenger.
Wer in den Foren immer wieder schreibt, dass ein Harley Fan auch 25% mehr fuer seine Maschine bezahlen wird, erklaert den Verkaufsleiter von Harley fuer unfaehig, dies bei der Preisgestaltung nicht schon beruecksichtigt zu haben. Bei jeder ploetzlichen Preiserhoehung gehen die Umsaetze zurueck, auch bei Luxusware!

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pm2001 26.06.2018, 09:41
98. Zahlen sind so eine Sache

Zitat von markus.w77
40000 x 2200 macht also 35- 40 Mio.
40000 x 2200 Dollar macht 88 Mio. für ein Jahr (unter Annahme der Zahlen aus 2017).
D.h.: "für den Rest dieses Jahres eine Belastung von voraussichtlich 30 bis 45 Millionen Dollar."

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timo_kohlhepp 26.06.2018, 09:45
99. @markus.w77

Es geht um 2018 (also ab Juni 2018 bis einschl. Dezember 2018)
40.000 x 2.200 = 88.000.000 für 12 Monate

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