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Prognose bis 2024: Erbschaften zementieren Ungleichheit in Deutschland
DPA

2,1 Billionen Euro werden die Deutschen bis 2024 erben - ein großer Teil der Immobilien, Aktien und Geldvermögen bleibt bei den oberen zwei Prozent. Laut einer Studie verfestigt sich die Kluft zwischen Arm und Reich.

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hammelbein84 09.09.2015, 14:44
90. Unwissen

"Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht...."
So kann unsere soziale Gesellschaft nicht weiter leben!

Ein AN mit 50.000€ Brutto zahlt als Single 45% Steuern, Familie Quandt mit Milliardenerträgen aus Dividenden pauschal 25% zzg SoLi, das gibt es in KEINEM anderen EU Land.
Hinzu kommt die Vererbtbarkeit:
Der AN bzw. seien Erben müssten bei >500.000€ Sachwert Erbschaftssteuer zahlen.
Die Erben einer Dynastie nicht, sofern der geschäftsbetrieb fortgeführt wird.
Richtig so?
Ja, vereinfacht wenn dadaurch eine reele Firma sonst existenziell gefährdet wäre, aber--->
Viele Firmen werden NUR dafür gegründet.
So gründe ich die "MüllerXYZ GmbH", diese wird Eigentümer diverser Immobilien und später können die Erben dann ALLE Häuser als Betriebsvermögen erben....steuerfrei!!
Die bekommen dann eben keine Miete der Immobilien, nein...die bekommen ein geschäftsführergehalt. Dies muss zwar versteuert werden, aber dank Firmenwagen, beruflicher Wohnugsnutzung etc....lässt sich da eine Menge regeln.
Man denke mal drüber nach.....

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westpfälzer 09.09.2015, 14:44
91. Es ist

wie im richtigen Leben. Der Neider sieht nur den schönen Garten, Hacke und Spaten würdigt er allerdings mit keinem Blick!!

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prozesskostenhilfe 09.09.2015, 14:45
92. Merkt ihr was?

Hier wird wieder so lange publizistisch Stimmung gemacht und der Boden für die gierige Politik bereitet, die dann aufgrund der öffentlichen Stimmung die Erbschaftssteuer verschärft. Und wem dient das? Klar, erstmal der politischen Kaste, die von unseren Steuergeldern sowieso lebt. Zweitens den Banken: wer das von Vater und Mutter erarbeitete Vermögen behalten will, insbesondere etwaige Immobilien, muss Kredite aufnehmen, wenn nicht genügend liquide Mittel vorhanden sind. Oder Immobilien verkaufen. Der Käufer muss dann auch in der Regel einen Kredit aufnehmen. Verdienen die Banken dran. Sozusagen eine Win-Win-Situation für Politik und Finanzwelt, wenn es keine private Kapitalakkumulation gibt.

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die_zukunft 09.09.2015, 14:45
93. Erbschaft gäbe es nicht ohne Staat

Erbschaft gäbe es nicht ohne den Staat. Und für diese Leistung sollte er sich bezahlen lassen. Es kann auch niemand ernsthaft behaupten, dass den Quandts oder irgendjemandem geschadet wäre, wenn ihr Anteil an BMW kürzlich um, z.B., 30% geschrumpft wäre statt um gar nichts wie bei der dort gewählten "schenkungssteuerlich vorteilhaften" Lösung.

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zynik 09.09.2015, 14:45
94. Purer Neid...

... und natürlich kein volkswirtschaftliches Problem. Also weiter so.

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steffen-m. 09.09.2015, 14:45
95. Ich warte immer noch auf eine Antwort

Seit Jahren stelle ich bei jedem Hochkochen dieses Themas die gleiche Frage: Eine ungebremste Konzentration der Vermögen bei immer weniger Menschen kennt nur ein Ende: Einer besitzt alles.
Da es extrem unwahrscheinlich ist, dass der Rest sich das gefallen lassen wird, gibt es nur zwei Lösungen: entweder die Umverteilung wird freiwillig beendet oder unfreiwillig.
Was die freiwillige Beendigung anbelangt, so ist die Erbschaftssteuer die denkbar schmerzloseste Variante, da sie Menschen erst dann besteuert, wenn sie es nicht mehr spüren.
Und bleibt mir jetzt bloß mit Omas Häuschen und Konsumverzicht von der Pelle: wir reden hier von Milliardenvermögen, die selbst dann noch wachsen würden, wenn der Besitzer sich den Hintern nur mit Van Goghs abwischen würde.

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Crom 09.09.2015, 14:46
96.

Zitat von vorname.nachname
In einer sozialen Marktwirtschaft wird die Besteuerung nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit vorgenommen (bzw. sollte sie eigentlich). Hohe Leistungsfähigkeit bedeutet entweder hohes Einkommen oder hohes Vermögen.
Nein, nur hohes Einkommen, denn wenn jemand auf dem Papier vielleicht ein wertvolles Haus hat, heißt das nicht, dass er auch entsprechende Einnahmen daraus erwirtschaftet. Nur weil durch den Immobilienboom das Eigenheim wertvoller geworden ist, ist man dadurch doch nicht gleich leistungsfähiger.

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Vasilitsion 09.09.2015, 14:46
97. Ja und?

Wenn die Eltern ein Vermögen erworben haben, warum sollen sie das nicht vererben? Oder was schlagen Sie vor, Herr Diekmann?

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karabas 09.09.2015, 14:46
98.

Zitat von muellerthomas
Weil Einkommen versteuert wird und das Erbe für den Erben ein solches Einkommen darstellt. Die Frage ist doch eher, wieso hier nicht der normale Einkommensteuersatz greifen sollte.
prima Logik - also, wenn ich mein Kind (egal wie alt) auf eine Urlaubsreise mitnehme und diese ihm bezahle, so soll darauf nach dieser Logik eine Erbschaftsteuer erhoben werden. Der einzige Verdienst des Kindes sei ja, dass er mein Kind ist.

Meine Eltern sind unvermögend, ich werde nichts erben. Ich habe durch Ausbildung, harte Arbeit und tlw. gesundheitliche Konsequenzen trotz tausender Steuern und Abgaben einen kleinen Wohlstand aufgebaut. Diesen gebe ich an mein Kind weiter. Ich gehe jedem an den Kragen, der sich an diesem kleinen Wohlstand mit irgendwelchem Gerechtigkeitsgequassel gütlich machen will.

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Achmuth_I 09.09.2015, 14:46
99. Sie ignorieren...

Zitat von bergerangel
das Thema. Der Staat schröpft schon genug. Jemand der sein Geld ehrlich und hart verdient hat hat ein Recht darauf es zu vererben. Ohne eine Erbschaftsteuer da das Geld sowieso schon 2-3 besteuert worden ist. Traurig das unsere Politik nichts besseres zu tun hat.
...dass es Erstens ohne Staat gar kein Geld geben würde, welches hier so eifrig erwirtschaftet wurde und Zweitens jedes Geld immer massenweise versteuert wurde. Es gibt keine Maximalgrenze für die Versteuerung.

Wenn Ich mein Gehalt bekomme, wird darauf auch Einkommenssteuer erhoben, obwohl die Kunden meines Arbeitgebers auch schon Einkommensteuer auf das Geld mit welchem sie bezahlen entrichtet haben.
Alles Sauerei - oder?
Ausserdem - Nein, der Staat schröpft nicht genug - er sorgt in wesentlich höherem Maße für Guthaben bei der Bevölkerung als für Forderungen an diese.

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