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Prognose bis 2024: Erbschaften zementieren Ungleichheit in Deutschland
DPA

2,1 Billionen Euro werden die Deutschen bis 2024 erben - ein großer Teil der Immobilien, Aktien und Geldvermögen bleibt bei den oberen zwei Prozent. Laut einer Studie verfestigt sich die Kluft zwischen Arm und Reich.

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karabas 09.09.2015, 14:46
100.

prima Logik - also, wenn ich mein Kind (egal wie alt) auf eine Urlaubsreise mitnehme und diese ihm bezahle, so soll darauf nach dieser Logik eine Erbschaftsteuer erhoben werden. Der einzige Verdienst des Kindes sei ja, dass er mein Kind ist.

Meine Eltern sind unvermögend, ich werde nichts erben. Ich habe durch Ausbildung, harte Arbeit und tlw. gesundheitliche Konsequenzen trotz tausender Steuern und Abgaben einen kleinen Wohlstand aufgebaut. Diesen gebe ich an mein Kind weiter. Ich gehe jedem an den Kragen, der sich an diesem kleinen Wohlstand mit irgendwelchem Gerechtigkeitsgequassel gütlich machen will.

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laaangweilig 09.09.2015, 14:47
101.

Zitat von apfeldroid
Und es führt dazu, dass man als Nichterbe trotz Hochschulabschluss und ca 4.000 netto (Frau zwar ebenso, ist aber außer Einkommen da sie 2 Kinder 0 und 2 Jahre alt betreut) nicht in der Oberbayerischer Pampa ein Häuschen leisten kann, da die gerechten Erben 10 Häuser bekommen und sich gleich in ein 11. investieren. Und das ist gerecht? Und was mit denen, die nur 2,5T Netto für 2 Personen verdienen - für immer immobilienlos? Erbschaftssteuer ist notwendig und gerecht
Ein Besserverdiener mit 4.000 Euro netto (!) beschwert sich hier? Ihr Ernst? Wissen Sie eigentlich, dass viele Menschen in Deutschland viel weniger verdienen. Fangen Sie da erstmal an mit Ihrer Gerechtigkeit. Mal sehen, was Sie dann noch für "notwendig und gerecht" erachten. Wahrscheinlich nichts, wenn Sie selbst was abgeben sollen.

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kalim.karemi 09.09.2015, 14:48
102. OK Gegenfrage

Da haben Eltern hart gearbeitet, ein Haus gebaut, eine Firma gegründet oder sparsam gelebt. Ihre Steuern gezahlt, konsumiert und es blieb am Ende etwas übrig, was vererbt werden kann. Krake Staat hält auch hier die Hand auf und kassiert mit, völlig selbstverständlich und gewissensfrei. Tatsächlich bleibt für die Erben etwas zurück, was Vater Staat oder Studienerstellern noch zu viel erscheint. Da holen wir die guten alten Begriffe von der sozialen Gerechtigkeit und der Armutschere aus dem Koffer und prangern einfach mal an. Was wäre denn die Lösung, das Vermögen verstorbener direkt in die Staatskasse zu überweisen? Was hätten die davon, die als ungerecht behandelte hergenommen werden? Erhalten die dann Bargeld vom Staat um sich einen neuen LED TV ins Zimmer zu stellen? Natürlich nicht, aber man könnte prima Asylantenheime von bauen, der BW ein neues Sturmgewehr schenken, Griechenland retten, etc. Niemand glaubt doch im Ernst, daß im Umkehrschluß etwas Steuern gesenkt oder freien Kindergartenplätze entstehen würden.

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kayakclc 09.09.2015, 14:50
103. Warum ist eine Ungleichheit per se schlecht?

Die Frage soll man doch erst einmal jenseits der Neiddebatte beantworten. In Deutschland schröpft der Staat die Bürger mit horrenten Einkommen- und Verbrauchssteuern. Auch bei der Erbschaftsteuer langt der Staat mit 30-50% hin, wenn es nicht die eigene Kinder sind, (Bruder, Nichte, Neffe etc) Andere Staaten lassen den Menschen zu Lebzeiten mehr Geld, damit sie auch das, was sie verdiene, selbst ausgeben können, und langen erst bei der Erbschaftsteuer hin. Nur davon wollen unsere Politiker nichts wissen. Auch darf man nicht vergessen: vererbt wird immer bereits mindestens einmal versteuertes Geld!

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cwernecke 09.09.2015, 14:51
104. Enteignung?

Was ist denn die Alternative zur Erbschaft? Enteignung etwa?

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westfalen7 09.09.2015, 14:51
105.

Es ist völlig in Ordnung,daß die Nachkommen die erarbeiteten Dinge erben und verwerten dürfen.Hier müßte sich der Staat normalerweise raushalten,den das Geld,daß zur Realisierung der Erbmasse aufgewendet wurde,ist schon versteuert!!!

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Niederbayer 09.09.2015, 14:52
106.

Zitat von rkinfo
Durchaus könnte man die direkte Erbschaftssteuer abschaffen und dafür 1-2% /a des Vermögens oder Verkaufserlöse als Steuer ansetzen. Es gibt ja auch die Gewerbesteuer für Firmen.
Vermögenssteuer ist Diebstahl. Wenn ich meine Million in cash unter die Matratze lege, verdiene ich damit keinen Cent. Trotzdem wollen Sie jedes Jahr 2% davon kassieren? Wofür denn?

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grafheini2 09.09.2015, 14:52
107. Geburtenrückgang könnte dadurch verstärkt werden

Wenn ein potentielles Elternpaar nicht mehr sichergehen kann, dass die Kinder irgendwann das Vermögen erben, so wird das sicherlich auch ein Faktor sein, der entscheidet ob man nun Kinder kriegt oder nicht.
Ich würde mich jedenfalls dann dazu verleitet fühlen mein Vermögen für Weltreisen etc. zu verprassen...

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dieteroffergeld 09.09.2015, 14:52
108. Immer diese Studien!

Zu nahezu jedem Bereich vermeldet die Studienindustrie derlei erschütternde Erkenntnisse einer vermutlich äußerst aufwändigen Recherche.
Liebe Leute: Es genügt, im alltäglichen Leben die Augen und Ohren zu benutzen. Die Menschen brauchen die Analysen nicht, denn sie sehen und hören. In den Medien tauchen immer häufiger die hochtalentierten Söhne und Töchter bekannter Personen(IrgendWasMitMedien) auf. Der Adel veranstaltet regelrechte Hochzeitsaktionen, um geeignete PartnerInnen zu generieren.Auch in poltischen Zirkeln scheint das Modell erkannt worden zu sein.
Macht nix. Wir da unten delektieren uns ja schließlich daran und genießen die im Umfeld immer wieder auftauchenden Herzblattgeschichten.

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muellerthomas 09.09.2015, 14:53
109.

Zitat von mr.andersson
Eben, deswegen zahlen die ja auch Erbschaftssteuer. Je nach Verwandschaftsgrad und Höhe bis zu 50%. Also wo ist das Problem? Warum wird immer nach "mehr" geschrien?
Also die deutsche Steuerqwuote ist seit Ewigkeiten sehr stabil:
http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Monatsberichte/2015/06/Inhalte/Kapitel-5-Statistiken/5-1-11-entwicklung-der-steuer-und-abgabequoten.html

Von immer "mehr" sehe ich da nichts. Deutschland weist aber eine im Vergleich sehr geringe Vermögenssteuern i.w.S. auf, d.h. Vermögensteuer i.e.S., Ebrschaftsteuer, Grundsteuer etc. sind hierzulande viel geringer als etwa in den USA und von Skandinavien brauchen wir da erst gar nicht sprechen.

Eine andere Lastenverteilung halte ich durchaus für sinnvoll, ohne dass es um eine Mehrbelastung geht.

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