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Prognose des Ministerpräsidenten: Griechenland will in sechs Jahren wieder fit sein
AP/dpa

Griechenlands Premier Samaras verbreitet optimistische Prognosen für sein Land. Der Krisenstaat wird ihm zufolge in sechs Jahren wieder auf die Beine kommen und das Vorkrisenniveau erreichen.

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buerger2013 17.09.2013, 09:10
10. Was

Zitat von sysop
Griechenlands Premier Samaras verbreitet optimistische Prognosen für sein Land. Der Krisenstaat wird ihm zufolge in sechs Jahren wieder auf die Beine kommen und das Vorkrisenniveau erreichen.
für eine schöne Nachricht zur Bundestagswahl.
Gestern erklärte ja schon Herr Draghi das Ende der Eurokrise.
Andrea Nahles hat zu recht im Bundestag geträllert, " wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt."
Zumindest bis zum 22.09.
Aber alle Actung, der Samaras spielt perfekt mit.

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Thomas C 17.09.2013, 09:15
11. Wer's glaubt...

Zitat von sysop
Griechenlands Premier Samaras verbreitet optimistische Prognosen für sein Land. Der Krisenstaat wird ihm zufolge in sechs Jahren wieder auf die Beine kommen und das Vorkrisenniveau erreichen.
Mein ehemaliger Arbeitgeber (größtes Softwareunternehmen) wird also in 6 Jahren die entlassenen 250 Mitarbeiter wieder einstellen, 30% Gehaltserhöhung geben (95% der Mitarbeiter erhalten 1.000 bis 2.500€ Brutto im Monat) und der Staat die massiven Steuererhöhungen zurücknehmen? Na, dann pack ich schon einmal die Koffer um zurückzugehen...

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-bix- 17.09.2013, 09:15
12. Wow

Wow, in 6 Jahren also.
Wenn ich die "Reformergebnisse" der letzten 5 Krisenjahre betrachte (kein nennenswerter Verkauf von Staatsvermögen, kein existentes Finanzwesen, kein existentes Grundbuchamt, keine nennenswerte Senkung der Staatsbediensteten, wesentliche Erhöhung der Schwarzarbeit, wesentliche Senkung der Steuereinnahmen, Erhöhung der Schuldenquote trotz Schuldenschnitt und Staatsfinanzierung durch die EU usw.) dann hab ich großes Vertrauen in die Aussage des "Berufsoptimisten", der wohl jegliche realitätsnähe verloren hat ...

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Lektorat Berlin 17.09.2013, 09:24
13. Na,

Zitat von brux
Vorkrisenniveau? Das war ein Niveau, dass künstlich durch Schulden erreicht wurde. Was soll bitte das billige Geld mittels Schulden ersetzen? ...
neues billiges Geld mittels neeuer Schulden - hat sich doch bewährt. Bewährt sich doch nach wie vor. Man muss nur intensiv genug die Geldgeber beleidigen, schon fließt das Geld. Never change a winning strategy ...

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cdrenk 17.09.2013, 09:30
14. Typisch

So einen Schwachsinn zu verbreiten ist auf dem Niveau des SPON. Die Griechen haben 200% vom GNP als Schuldenquote - das dieses Problem -vielleicht- in 60 (!) Jahren zu lösen ist könnte selbst einem einem SPON-Redakteur einleuchtend sein.

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Lektorat Berlin 17.09.2013, 09:35
15. Na ja,

Zitat von -bix-
Wow, in 6 Jahren also. Wenn ich die "Reformergebnisse" der letzten 5 Krisenjahre betrachte (kein nennenswerter Verkauf von Staatsvermögen, kein existentes Finanzwesen, kein existentes Grundbuchamt, keine nennenswerte Senkung der Staatsbediensteten, wesentliche Erhöhung der Schwarzarbeit, wesentliche Senkung der Steuereinnahmen, Erhöhung der Schuldenquote trotz Schuldenschnitt und Staatsfinanzierung durch die EU usw.) dann hab ich großes Vertrauen in die Aussage des "Berufsoptimisten", der wohl jegliche realitätsnähe verloren hat ...
EIN "Reformergebnis" kann ich Ihnen immerhin aufzeigen: Ganze Straßenzüge wurde hier in Berlin von reichen, stinkreichen Griechen aufgekauft, da die ihre Kohle irgendwo (außerhalb Griechenlands natürlich) investieren mussten. Und bei uns steigen die Mieten ins Astronomische.
Danke, liebe Griechen, da legen wir doch gern weitere Steuergelder für Euch Notleidenden bereit, danke...

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alohas 17.09.2013, 09:36
16.

Schuldenschnitt und dann raus aus dem Euro - die einzig vernünftige Therapie für Griechenland. Wenn das nicht passiert, hängen die noch in 50 Jahren am Tropf.

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semaphil 17.09.2013, 09:44
17. Alles eine Frage des Blickwinels ...

Zitat von brux
Vorkrisenniveau? Das war ein Niveau, dass künstlich durch Schulden erreicht wurde. Was soll bitte das billige Geld mittels Schulden ersetzen? ...
Nun, Samaras setzt auf die Dämlichkeit des europäischen Steuerzahlers. Er kann davon ausgehen, daß in sechs Jahren das siebte oder achte "Hilfspaket" für GR aktuell ist. Es verbietet sich geradezu, dann noch von Krise zu sprechen, denn die Transfers, wie auch deren periodische Steigerungen werden sich dann zur Norm entwickelt haben. Normalität ist jedoch nicht Krise - und somit hätte er Recht.

Seinen EU-Amtskollegen wird er den Rat geben, diese Normalisierung mit allem Nachdruck gegenüber der eigenen Bevölkerung durchzusetzen. Die Kommission tut sowieso schon alles dafür, denn sie selbst hat erkennbar und auch nachvollziehbar das größte Interesse daran.

Zu Ihrer rhetorischen Frage: das bis zum Krisenausbruch vorwiegend von privaten Investoren aufgenommene Geld wird zukünftig - mit entsprechenden Steigerungsraten - vom Steuerzahler der Eurozone zwangseingetrieben.

Odysseus hätte seine Freude an diesem Mann gehabt.

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Lektorat Berlin 17.09.2013, 09:52
18. Und

Zitat von semaphil
Nun, Samaras setzt auf die Dämlichkeit des europäischen Steuerzahlers.
das mit Recht. Genau so, wie Sie es schildern, wird es ablaufen, wenn wir uns nicht selbst aus dieser "Gemeinschaft" verabschieden.

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coopms 17.09.2013, 09:57
19.

Zitat von roro66
Wenn das Thema nicht so ernst wäre, müsste man sich kringeln vor Lachen! Es ist immer wieder erstaunlich, was für Leute in verantwortungsvolle Positionen kommen......
Wieso?
Der Zustand den GR in 6 Jahren erreichen kann ist für GR Normalzustand.
Die meisten anderen Länder würden so etwas zwar für eine schlimme Krise in einem nicht funktionieren Stat halten, aber das sind ja auch keine Griechen.

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