Forum: Wirtschaft
Projekt Jing-Jin-Ji: China plant 130-Millionen-Megacity
Getty Images

Eine Fläche mehr als doppelt so groß wie Bayern: Peking wird nach dem Willen der chinesischen Staatsführung bald mit zwei seiner Nachbarregionen zur gewaltigsten Stadt der Welt verschmolzen. Name des Giga-Projekts: Jing-Jin-Ji.

Seite 11 von 15
openminded 26.07.2015, 07:37
100.

Der Titel ist sehr reisserisch und suggeriert, dass China eine neue Stadt mit 130 Millionen Einwohnern aus dem Boden stampfen will. Der Artikel selbst beschreibt dann ja auch etwas ganz anderes, aber anscheinend verstehen das die wenigsten. Alles was China laut Artikel vorhat, ist eine Region, in der bereits jetzt ca. 100 Millionen Menschen leben und innerhalb derer Peking der Kollaps droht, durch koordinierte Entzerrung wichtiger Standorte und Funktionen in Verbindung mit strategisch geplanten Verkehrswegen besser für weiteres Bevölkerungswachstum vorzubereiten. Im Prinzip ähnlich dem Ruhrgebiet, nur vielfach größer, geplant statt gewachsen und zentral verwaltet. Aber "China plant infrastrukturelle Massnahmen in und um Peking" würde ja kein Sommerloch füllen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kasam 26.07.2015, 07:45
101. War vor 30 Jahren in China

und fand es damals umwerfend. Schon ein paar Jahre später konnte man die alten Plätze nicht mehr finden. Damals Fahradinvasion, danach Autoinvasion. Wenn dann die Megacity kommt, gibt es eine Wanderarbeiter-Invasion, wenn diese dann noch schlecht bezahlt werden, so wie heute, dann gibt es das grosse Chaos. Denn die Menschen lassen sich heute nicht mehr so manipulieren wie noch vor ein paar Jahren. In den Randgebieten der Städte gibt es ja schon Behördenwiderstand, der nur schwer zu kontrollieren wird. Es wird anders enden, als es angefangen hat. Da bin ich mir sicher.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rico76 26.07.2015, 08:08
102.

Die Weltordnung wird wohl in wenigen Jahrzehnten neu geschrieben werden müssen. Die heutigen, sogenannten Emerging Countries (allen voran China, Indien und der pazifische Raum) werden die Developed Countries der Zukunft und die Vormachtstellung übernehmen, zusammen mit den USA. Europa wird m. E. grundlegend an Bedeutung verlieren. Viele europäische Konzerne sind jetzt schon dort involviert und generieren mehr Umsätze als in den Heimatmärkten. Die Industrie wird sich noch mehr am asiatischen Raum orientieren und spezialisieren. Die Asiaten besitzen jetzt schon großes Know How und werden von Industriespionage immer weniger anhängig bzw. werden sie uns überholen. Der Bildungsstand wird massiv höher - jetzt schon werden die Kinder äußerst streng erzogen und auf Leistung getrimmt, um künftig entsprechende Positionen weltweit übernehmen zu können. Die Asiaten besitzen viele Firmenanteile in Aktien und werden dies ausbauen, um entsprechende Stimmmehrheiten zu erhalten. Die Liste lässt sich beliebig erweitern, während Europa verzweifelt versucht, seine Währung zu erhalten, überschuldet ist und sich im Kleinklein verliert. Wir werden über kurz oder lang den Anschluss an der restlichen Welt verlieren. Die Engländer wären gut dran, die EU hinter sich zu lassen - die haben es erfasst, wo die Chancen liegen und könnten ohne EU im Rücken flexibler reagieren bzw. sich auf neue Situationen einstellen, sowohl politisch als auch wirtschaftlich. Der Rest Europas wird sich weiter in der Abwärtsspirale drehen - unweigerlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
SchneiderG 26.07.2015, 08:26
103.

Zitat von distel61
Viele Äußerungen sind hier wieder einmal völlig unreflektiert! Vergleicht man die Größenordnungen, dann könnte man auch einfach behaupten Deutschland sei kein Land, sondern die Hauptstadt Europas mit 81 Millionen Einwohnern auf 357.000 km². Unsinn.
So wurde Chongqing gegründet. Ein Landstück so groß wie Österreich mit einer Einwohnerzahl von 33 Mio. wurde aus Sichuan ausgeschnitten und als Stadt-Staat deklariert.

Ein anderes Groß-Projekt wird in der Guangzhou Region entwickelt, das in den Ausmaßen der Jing-Jin-Ji Region entsprechen dürfte

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kojak2010 26.07.2015, 09:15
104.

Zitat von Dr_Text
Wenn man das sieht, wird einem wieder mal klar, wie es mit Deutschland bestellt ist. Wir sind zu einem Land von Kleingeistern und kleinkariertem Denken degeneriert. Wir schaffen nicht mal einen Flughafen in der Hauptstadt noch Stuttgart 21 schnell umzusetzen. Elbvertiefung, Stromtrassen in Bayern sind weitere Beispiele, wie langsam das Land denkt, und wie es seine Zukunft verspielt. Aber wenn jedes Lieschen Müller und jeder Sandfloh wichtiger als das Allgemeinwohl sind, dann muss es eben so sein, dass man in 50 Jahren sagen wird: und dieses Land soll mal eine führende Rolle in der Welt und Europa gehabt haben? Man wird es kaum glauben können. Schade um unsere Land.
naja... in Deutschland wäre so eine Stadt schon deshalb nicht möglich, weil wir grad mal die Hälfte an Personen sind.

zudem sind bei uns nicht die Kleingeister in ihren Reihenhäusern das Problem, sondern die selbstverliebten Politik-Clowns. und die haben leider allesamt studiert. vll. liegts doch an der Bildung...?


solche Projekte funktionieren nur mit diktatorischer Hand. nicht mit weichgespülter Demokratie wo man Juchtenkäfer und Borkenkäfern mehr Rechte einräumt als dem Menschen. wir lassen lieber die Hauptdurchgangsstraßen im Stau verrecken, als eine Umgehungstraße zu bauen... die armen feldhamster.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kojak2010 26.07.2015, 09:32
105.

Zitat von Mac_Beth
Sie bringen es auf den Punkt. Während es in Deutschland schon reicht, dass ein poppeliger Käfer ganze Großprojekte zum Stillstand bringt, wird woanders die Zukunft geplant. China ist deswegen so erfolgreich, weil in der asiatischen Kultur das Allgemeinwohl immer höher wiegt als jenes von Individuen. Dort wird gefragt "Was kann ich für die Gesellschaft tun?" und nicht "Was kann die Gesellschaft für mich tun?" Da mögen wir Mitteleuropäer ganz süffisant die Nase rümpfen, wer in Zukunft allerdings den Ton angibt werden wir noch schneller merken als uns lieb ist.
hören Sie doch in Gottes Namen auf damit, so einen Unfug zu schreiben. welche Zukunft denn? entstehen dort Gesundheitszentren, in denen Nierenkranken nach 3 Tagen das Hospital quietsch gesund verlassen können? oder gehen dort menschen glückseelig nach einer Geist Behandlung raus?


meine güte, da werden millionen Kubimeter Beton verbaut, damit Leute schlafen und arbeiten können - um nix anderes geht es dabei (okay, es gibt auch sushi und cofe to go... ), und leicht beeinflussbare Typen wie Sie sind dem Höhepunkt ganz nahe.

man merkt Sie waren noch nie dort.

mit 4 Jahren war ich nicht so beinflussbar, wie manche Erwachsene heute mit so depperten bauprojekten wie in Dubai oder China... wow... sooo viele bunter Lichter!!!

*ironie*

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dr.W.Drews 26.07.2015, 09:38
106. Wieder einmal der Zeit voraus!?

Zitat von rickmarten
China´s Ideen und Mut zu Neuem sind einmalig.
Ich möchte einmal wisse welcher Europäer in einer solchen Stadt leben möchte.
Wenn das die Zukunft ist dann möchte ich der Zeit nicht voaraus sein sondern an einem Ort leben an dem die Zeit stehen geblieben ist.
Chinas Weg der Entwicklung führt in die Katastrophe. Okonomisch, ökologisch und politisch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
digibkk 26.07.2015, 09:40
107. Das Rhein Main Gebiet

ist vom Taunus bis fast zum Odenwald zersiedelt, damit jeder seinen Garten und paar Minuten in die "Natur" hat. Viel sind hier per ÖPNV oder Auto auch eine Stunde unterwegs Selbst innerhalb von FFM braucht man per ÖPNV teilweise eine Stunde. Obwohl man in der Region von Ort zu Ort sehen kann, gibt es Schlaforte wo man noch nichtmal den Tagesbedarf einkaufen kann. Aber wie gesagt, fast jeder hat sein Grün. China baut halt für das 21./22. Jahrhundert. Alleine gesehen das im Bau befindliche UBahn Netz ist auf ein dezentrales Neu Peking ausgelegt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alohas 26.07.2015, 10:01
108. Staunen über ungelegte Eier

Viele hier verstehen offenbar nicht, dass es zwischen Europa und Asien erhebliche kulturelle Unterschiede gibt und stellen dann nassforsche Zukunftsprognosen auf, die keine sind, weil sie einfach aktuelle Zahlen hochrechnen. Dies greift viel zu kurz. Immerhin hat uns die europäische Kultur, die hier im Ggs. zur asiatischen fälschlicherweise als engstirnig und kleingeistig dargestellt wird, bereits eine Menge Wohlstand gebracht. Im asiatischen Raum gibt es derzeit lediglich ein deutliches Plus an Wohlstand, ob das so bleibt und zu einem Konzept des „Wohlstands für Alle“ wie in Westeuropa führt, wage ich durchaus zu bezweifeln. Im Grunde holt Asien derzeit nur etwas auf, das es bisher im Verhältnis zum Westen versäumt hat. Leider spielt hier oftmals nur der technologische Fortschritt eine Rolle, nicht der politische und gesellschaftliche.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mac_Beth 26.07.2015, 10:12
109.

Zitat von kojak2010
hören Sie doch in Gottes Namen auf damit, so einen Unfug zu schreiben. welche Zukunft denn? entstehen dort Gesundheitszentren, in denen Nierenkranken nach 3 Tagen das Hospital quietsch gesund verlassen können? oder gehen dort menschen glückseelig nach einer Geist Behandlung raus?
Sehen sie, so etwas meine ich.

Ich möchte eine gute Gesundheitsvorsorge oder Versorgung allgemein nicht die Bedeutung absprechen. Zu meinen, dass es aber für die Zukunft einen Unterschied macht sich moralisch in noch höhere Sphären zu begeben zeugt von einer ganz anderen Art der Naivität.

Für sie mag es schwer zu ertragen sein, dass die Welt anders funktioniert als es jene mit einer höheren Moralvorstellung gerne hätten. An der Realität ändert das aber herzlich wenig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 11 von 15