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Projekt Stuttgart 21: Bahn beziffert Ausstiegs-Kosten auf 1,4 Milliarden

Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 muss trotz Bürgerprotest umgesetzt werden - so lautet die Devise der Bahn, wohl auch aus finanziellen Gründen. Nach SPIEGEL-Informationen rechnet das Unternehmen im Fall eines totalen Bauabbruchs mit Kosten in Höhe von 1,4 Milliarden Euro.

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Olias 16.10.2010, 13:16
10. ebend

Zitat von SirLiesalot
Es ist doch irrelevant, mit welchen angeblichen Kosten die Bahn rechnet! Wie kann sich eine Zeitung wieder Spiegel darauf berufen, welche Kosten die Bahn vorgibt?! Lassen Sie sich die Unterlagen zeigen! Recherchieren und überprüfen Sie! Holen Sie Experten, die die Angaben auf Plausibilität überprüfen! Einfach weiter geben, was die Bahn sagt, ist echt schwach! Zumal sie die entsprechenden Dokumente nach wie vor unter Verschluss hält! Andere Berechnungen, zum Beispiel von der Financial Time Deutschland, gehen von insgesamt 380 Millionen aus. Wie erklärt sich der Unterschied von einer Milliarde Euro? Gründlich recherchieren, nicht einfach nachplappern!
Außerdem wissen wir doch, dass Bahnchef Gruber seine Vasallen die Kosten des Projekts runterrechnen ließ. Auch darüber berichtete der SPIEGEL. Seltsam, dass er diesmal nicht an die Zahlen rankam.

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fleischwurstfachvorleger 16.10.2010, 13:17
11. ?????

Zitat von Sabi
Warum zahlen die am lautesten schreiende Schreihälse à la Klau-di-au Kotz, Tritt-hin u. Konsorten nicht die Zeche von 1,4 Mrd. ? Geld genug haben sie ja !
Ein sehr qualifizierter Beitrag von Ihnen!

Danke - Sie heben das Niveau wesentlich.

Und wer sagt Ihnen, dass es 1,4 Milliarden kosten würde aus S21 auszusteigen? Herr Grube?

Herr Grube ist Partei.

Außerdem rechnet er in diese Kosten die Rückabwicklung des Immobiliendeals nebst Zinsen ein - das ist unsauber. Er hat das Geld vorher eingenommen um mit einer guten Bilanz auftrumpfen zu können und jetzt muss er es eben wieder zurückzahlen.

Herr Grube ist eher Demagoge als ehrbarer Kaufmann.

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Ahnungslos 16.10.2010, 13:19
12. ...

Zitat von hajoste52
11 Milliarden oder mehr bei einer Fortsetzung des Bauvorhabens, gegen 1,4 Milliarden bei einem Bauabbruch. Wie auch immer die Rechtslage sein mag, was auch immer dafür sprechen würde, Stuttgart 21 wird sich, nach meiner Einschätzung, nicht mehr durchsetzen lassen. Insofern ist es von Seiten der Befürworter müssig darüber zu jammern, was für Ausstiegskosten anfallen würden. W
K21 wird nur etwa 500 Mio billiger als S21, mit 1,5 Mrd Ausstiegskosten zahlen wir also 1 Mrd mehr für ein schlechteres Produkt. Nur ein Idiot würde so ein Geschäft auch nur in Erwägung ziehen.

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arminius44 16.10.2010, 13:20
13. Trittin

Trittin hat den Bundespräsidenten zu Fall gebracht jetzt setzt er es bei Mappus und Merkel an.

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curtisnewton 16.10.2010, 13:20
14. 1,4 Milliarden so oder so "verloren"

Ein oberirdischer Durchgangsbahnhof am Rande des Parks wie GMP ihn geplant haben wäre günstiger gewesen. Nachzulesen u.a. im Hauptkommentar der renomierten "deutsche bauzeitung" (aktuelle Ausgabe).

1,4 Milliarden Euro beim Ausstieg oder ein völlig überteuertes Projekt bei dem der tatsächliche Preis nach Ferigstellung noch höher ist als bisher von der Bahn prognostiziert. Das kommt in Etwa aufs gleiche raus.

Dann lieber ein Abbruch und damit ein Denkzettel an Politiker, die solche Kostensteigerungen in Kauf nehmen.
Wobei Grube eines bewußt unterschlät. Bei einem oberirdischen Aus-/Umbau wären höchstahrscheinlich die gleichen Unternehmen wieder beteiligt. Schadensersatz etc. in der Höhe unwahrscheinlich. Da würde man sich einigen.

Ja, dann wird es einige Großprojekte mit denen sich Politiker ein Denkmal setzen wollen nicht geben. Dafür man sich mehr Gedanken machen, welche Großprojekte wirklich sinnvoll sind. Z.B. Streckenmodernisierungen, damit der ICE nicht bei manchen Städteverbindungen mit lächerlichen 150km/h durch die Landschaft ziehen muß.

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BartSimpson 16.10.2010, 13:20
15. Titel

Zitat von SirLiesalot
Es ist doch irrelevant, mit welchen angeblichen Kosten die Bahn rechnet! Wie kann sich eine Zeitung wieder Spiegel darauf berufen, welche Kosten die Bahn vorgibt?!
Völlig richtig. Ist auch ein gaaaanz alter Hut. Wenn es um die Gesamtkosten geht, um das Projekt schmackhaft zu machen, dann werden die Zahlen plötzlich untertrieben (ursprünglich waren 2 Mrd. nun sind es über 4 Mrd., und am Ende werden es wohl zwischen 8 und 10 Mrd. Euro werden.), aber wenn es jetzt um die angeblichen Kosten geht, die entstünden, wenn man das Projekt kippt, werden die Kosten hochgepuscht. Also immer so, wie man es gerade braucht (und das nicht nur bei der Deutschen Bahn).

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sprechweise 16.10.2010, 13:22
16. Sparen

Zitat von sysop
Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 muss trotz Bürgerprotest umgesetzt werden - so lautet die Devise der Bahn, wohl auch aus finanziellen Gründen. Nach SPIEGEL-Informationen rechnet das Unternehmen im Fall eines totalen Bauabbruchs mit Kosten in Höhe von 1,4 Milliarden Euro.
Alle die heute dagegen sind sollen schon mal anfangen zu sparen.

In der Vergangenheit gab es genügend Gelegenheit Einsprüche und Einwände vorzubringen. Und man gewiss nicht behaupten, dass die ignoriert wurden.

Warum sollen wiedermal die anderen dafür aufkommen, dass gewisse Parteien auf politisch billige Weise Populismus zu Lasten der Finanzen der Bürger machen.

1.4 Milliarden ohne jeglichen Nutzen zu verpuffern, ist ein organisiertes Verbrechen gegen die Bürger. Leider verstehen das noch nicht viele.

Es sind die selben Politverbrecher, die dem Bürger in den nächsten Jahren 120 Milliarden Euro aus der Tasche ziehen für die Förderung der Fotovoltaik, die keinen oder nur einen sehr geringen Umweltnutzen, aber wirtschaftlich völlig daneben ist weil vor allem China gefördert wird.

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hajoste52 16.10.2010, 13:22
17. demokratischer Prozess ???

Zitat von Clawog
Soviel kostet die systematische Unterwanderung eines demokratischen Prozesses. Das genügt auch, um sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen Bauprojekte in Deutschland zu stoppen. Dafür gibt es aber Denkmäler für Roth, Trittin, Özemir, Kühnast, Bendit u.a. einen massive Auswanderung, und wahrscheinlich dann ein homogenes Land von friedliebenden Hartzern.
Ihrer Lesart nach gehen also in Suttgart Woche für Woche 100.000 Antidemokraten auf die Strasse. Wären die Planer mal von Anfang an mit offenen Karten und korrekten Zahlen herausgekommen, wären wir heute nicht da wo wir sind. Ich denke, so wird ein Schuh draus.

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eknauff 16.10.2010, 13:22
18. Meine Güte...

Zitat von Sabi
Warum zahlen die am lautesten schreiende Schreihälse à la Klau-di-au Kotz, Tritt-hin u. Konsorten nicht die Zeche von 1,4 Mrd. ? Geld genug haben sie ja !
...geht es auch eine Spur weniger emotional?

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Jolande9 16.10.2010, 13:23
19. -

Jaja, jetzt treibt der Spiegel jede verfügbare Sau durchs Dorf, weil man die Befürworter der Projekts als wohlfeile Klick-Geber entdeckt hat.
Klar, die Gegner sind müde, seit Wochen immer dieselben Argumente zu wiederholen. Darum nimmt man längst bekannte Zahlen und Aussagen und baut einen neuen Artikel drumherum.

Die Fakten werden jetzt auf den Tisch kommen. Hoffentlich.
Dann können auch die Kosten für einen Ausstieg eruiert werden.
Warum sollen die Aussagen von Bahn und Landesregierung jetzt plötzlich ehrlich sein? Das ist doch reine Stimmungsmache.

Die Rolle der Medien in der gesamten Diskussion ist mittlerweile höchst bedenklich. Die klammen Medienhäuser prostituieren sich doch nur noch. Egal für welche Seite.

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