Forum: Wirtschaft
Projekt Stuttgart 21: Bahn beziffert Ausstiegs-Kosten auf 1,4 Milliarden

Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 muss trotz Bürgerprotest umgesetzt werden - so lautet die Devise der Bahn, wohl auch aus finanziellen Gründen. Nach SPIEGEL-Informationen rechnet das Unternehmen im Fall eines totalen Bauabbruchs mit Kosten in Höhe von 1,4 Milliarden Euro.

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tjanunwastun 16.10.2010, 13:33
30. schön- und schlechtrechnen

also meines wissens sind 50% der genannten kosten 750 milionen euro reine buchungs posten nämlich das geld was die bahn von der stadt für die grundstücke bekommen hat und die daraus resultierenden zinsen die jetzt bei nichtumsetzung des projektes an die stadt zurückgezahlt werden müßten.

das bedeutet doch weder gewinn noch verlust oder irre ich mich ?

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SirLiesalot 16.10.2010, 13:34
31. Fakten überprüfen!

Zitat von Ahnungslos
Unsinn, alle Experten die den Punkt untersucht haben gehen von etwa 1,5 Mrd aus, nur die Grünen haben mal die Behauptung von 500 Mio in den Raum gestellt.
http://www.ftd.de/politik/deutschlan.../50179250.html

Financial Times Deutschland. Ich gehe davon aus, dass die rechnen können. Ich gehe auch davon aus, das die FTD nicht zu den notorischen Gegnern von S21 zählen.

Okay, in diesem Artikel gehen sie von Kosten von 500 Millionen für die Rückwicklung (übrigens bis 2013) aus. Allerdings für den Bahnhof UND die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm!

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JeZe 16.10.2010, 13:34
32. Logik

Zitat von kdshp
Hallo, ja und das wären dann imme rnoch 3-4mrd die wir einsparen also aus der finanziellen sicht wäre das ja eher ein gewinn bzw. einsparungen.
Völliger Nonsens - einen neuen Bahnhof braucht Stuttgart ja sowieso - jede andere Alternative, wie z.B. K21 - würde alle Kosten miteingerechnet nun teurer werden..

Ich kann nicht verstehen, dass die meisten Leute nur bis A und B denken können ohne daraus C zu folgern....

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BartSimpson 16.10.2010, 13:35
33. Titel

Zitat von tingeltangel-bob
Herr Voßkuhle; NACHTRÄGLICHE Volksentscheide sind in der Tat ein Problem. Besser wär´s gewesen, vorher ALLE Fakten auf den Tisch zu legen, und abstimmen zu lassen. Einen Weiterbau trotz vieler Bedenken allein mit entstandenen/entstehenden Kosten zu begründen, nun ja...
Er macht ja folgende Einschräkung:

Es mag Ausnahmen von diesem Grundsatz geben, diese sollten aber nicht Schule machen.

Ok, dann machen wir halt bei S 21 eine Ausnahme die keine Schule macht, und bei weiteren Großprojekten gibt es halt den Volksentscheid vorher (und wenn nicht, dann tritt eben wieder die Ausnahmeregelung in Kraft).

Der Bürger fühlt sich übergangen, gar hintergangen (meiner Ansicht nach zurecht), und das darf erst recht keine Schule machen (obwohl es scheinbar längst passiert ist). Wenn die Politik damit ungestraft davon kommt, dann wird es wieder, wieder, und immer wieder so gehen. Wenn die CDU das Projekt denoch einfach durchboxt, dann halte ich es für absolut erforderlich, dass sie es bei den nächsten Wahlen auf das Schmerzhafteste zu spüren bekommt.

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curtisnewton 16.10.2010, 13:36
34. Nein, die Grünen sind nicht schuld...

Zitat von Sabi
Warum zahlen die am lautesten schreiende Schreihälse à la Klau-di-au Kotz, Tritt-hin u. Konsorten nicht die Zeche von 1,4 Mrd. ? Geld genug haben sie ja !
...weil die nicht die Kostenexplosion unter den Teppich gekehrt haben. Das waren vorrangig Politiker aus ihrer Lieblingspartei - der CDU. Außerdem: Wenn die Bahn Dokumente für die Behauptung "1,4 Milliarden Ausstiegskosten" herausgeben würde wäre Grube glaubhafter.

Abgesehen davon kostet der Bau auch einige Milliarden mehr als veranschlagt. Auch da greift also der Steuerzahler tiefer in die Tasche.

Nein, S21 muß ein Warnschuß für Politiker sein, die sich ein Denkmal auf kosten der Steuerzahler setzen wollen. Politiker, die die Steuerzahler nicht vollständig in den Planungsprozess einbindet.

Großprojekte wird es trotzdem geben. Die Schweizer machen es mit ihrem Tunnel vor - Die Bürger haben über dieses sinnvolle Projekt von Anfang an abgestimmt und mitbestimmt. Oder Wien, wo mehrere Bahnhöfe sinnvollerweise zu einem neuen "Europabahnhof" zusammengelegt werden - und für weniger Geld als in Stuttgart.

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BartSimpson 16.10.2010, 13:37
35. Titel

Zitat von pragmat
Da haben Sie sich aber schön einlullen lassen. Als ob die Region davon abhängt, ob der Zug längs oder quer ankommt!
Aber, aber, damit steht und fällt das Schicksaal der ganzen Menschheit, ist doch klar.

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marc.l.s. 16.10.2010, 13:38
36. Es denken dann posten!

Ich muß mal 2 Dinge loswerden:

1. Die Immobilienabwicklung sind bei S21 letztlich kostenneutral: Die Stadt Stuttgart hat die Flächen der Bahn vor ein paar Jahren abgekauft, die Bahn müsste dieses Geld wieder, verzinst, zurückzahlen. Da die Bahn das Kapital in der zwischenzeit gewinnbringend investieren/anlegen konnte, entstehen praktisch keine Kosten.

2. Stellt euch vor ihr habt ein Auto im Wert von 3000€. Jetzt ist der Blinker kaputt und ihr ersetzt ihn für 150 €. Bei der ersten Fahrt mit neuem Blinker frisst der Motor und es entsteht ein Schaden von 5000 €. Überlegt mal, wer von euch sagt: Damit die 150€ nicht verloren sind investier ich auch noch 5000€, ich weiß aber nicht ob danach alles wieder problemlos fährt.

Ich will damit sagen: nur weil man schon Geld für etwas ausgegeben hat ist es noch lange nicht sinnvoll das bis zum bitteren Ende durchzuziehen. Es zählt einzig und allein: Was bekommt man für wieviel in welcher Zeit.

Und so lange weder die BW Regierung noch die Bahn Fakten auf den Tisch legt glaub ich ihnen nicht. Denn ALLE Bahnprojekte der Vergangenheit lassen diesen Schluss zu.
Schönreden kann man alles! Beim Autohändler nennt man das dann sogar Betrug....

In diesem Sinne

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CHANGE-WECHSEL 16.10.2010, 13:38
37. geht in Ordnung

Zitat von sysop
Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 muss trotz Bürgerprotest umgesetzt werden - so lautet die Devise der Bahn, wohl auch aus finanziellen Gründen. Nach SPIEGEL-Informationen rechnet das Unternehmen im Fall eines totalen Bauabbruchs mit Kosten in Höhe von 1,4 Milliarden Euro.

Vielleicht kann ich nicht rechnen. Aber ist es nicht besser und ökonomischer 1,4 Milliarden EURO in den Sand zu setzen statt 11 Milliarden EURO?

Da es außerdem noch mein Steuergeld ist, entscheide ich mich für Plan B. Also, nur 1,4 Milliarden in den Sand setzen.

Sollte die Bahn und Politik lieber Plan A verfolgen, so wird es Zeit, die Politiker und Wirtschaftsbosse für dieses Mega-Prokjet persönlich haftbar zu machen. Denn wer Millionen kassiert, muss auch endlich mal Verantwortung übernehmen. Und zwar mit seinem eigenen Geld. So wie es jeder Selbständige auch muss.

Ansonsten freue ich mich schon auf die Wahl März 2011.
Das Ende der schwäbischen Diktatur aus CDU und FDP!

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JeZe 16.10.2010, 13:39
38. Witzig

Zitat von fleischwurstfachvorleger
Ein sehr qualifizierter Beitrag von Ihnen! Danke - Sie heben das Niveau wesentlich. Und wer sagt Ihnen, dass es 1,4 Milliarden kosten würde aus S21 auszusteigen? Herr Grube? Herr Grube ist Partei. Außerdem rechnet er in diese Kosten die Rückabwicklung des Immobiliendeals nebst Zinsen ein - das ist unsauber. Er hat das Geld vorher eingenommen um mit einer guten Bilanz auftrumpfen zu können und jetzt muss er es eben wieder zurückzahlen. Herr Grube ist eher Demagoge als ehrbarer Kaufmann.
Ich finde es äußerst witzig, dass gerade denjenigen, die gegen das Projekt wegen der hohen Kosten sind, die Kosten eines Ausstiegs völlig egal sind.

Vielleicht verstehen das viele nicht - aber es ist sinnvoller für 4 Mrd. einen Bahnhof zu bauen, den man dann auch als Gegenwert hat, als 1,4 Mrd ohne Gegenwert zu verbrennen.

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JeZe 16.10.2010, 13:40
39. Ergebnis

Zitat von arminius44
Trittin hat den Bundespräsidenten zu Fall gebracht jetzt setzt er es bei Mappus und Merkel an.
Destruktiv ist er. Haben wir jetzt einen besseren Bundespräsidenten als vorher?

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