Forum: Wirtschaft
Protektionismus vs. Globalisierung?

Angesichts der schweren Wirtschaftskrise denken Staaten weltweit über die Abschottung ihrer Märkte nach. Heimische Unternehmen und Arbeitsplätze sollen so geschützt werden. Kann der Wirtschafstpatriotismus die Konjunkturprobleme lösen?

Seite 1 von 57
Frank Wagner 05.02.2009, 12:59
1.

Und wieder ein extremes Beispiel für die Doppelzüngigkeit des Westens.
Da wurde über Jahrzehnte der Freihandel als allein selig machendes Modell mit großem Druck in die letzte Ecke der Welt getrieben, Millionen von Menschen und ganze Länder dafü ins Elende getrieben und nun wo das Pendel zurück schlägt soll all das nicht mehr gelten ?
Das wir der Glaubwürdigkeit des Westens und besonders der USA einen weiteren schweren Schlag versetzten.
Die Frage ist, ob wir es uns heute noch leisten können es uns mit Staaten wie China, Indien und Co auf diese Weise zu verscherzen.

Beitrag melden
Der Pragmatist 05.02.2009, 13:01
2. Die Depression, der Wunsch der Linken

Zitat von sysop
Angesichts der schweren Wirtschaftskrise denken Staaten weltweit über die Abschottung ihrer Märkte nach. Heimische Unternehmen und Arbeitsplätze sollen so geschützt werden. Kann der Wirtschafstpatriotismus die Konjunkturprobleme lösen?
Der erste Schritt zur weltweiten Depression! Die Globalisierung der letzten Jahre hat viele Millionen Menschen aus bitterer Armut in ein fast ertraegliches Leben befoerdert. Natuerlich goennen die ewig Linken, die immer gegen die Globalisierung hetzten, es diesen armen Menschen in Asien und Latainamerika nicht, das sie ploetzlich zum ersten Male in ihrem Leben etwas Geld in der Tasche haben.

Beitrag melden
Volker Gretz 05.02.2009, 13:04
3.

Zitat von Frank Wagner
Die Frage ist, ob wir es uns heute noch leisten können es uns mit Staaten wie China, Indien und Co auf diese Weise zu verscherzen.
Aber China macht doch genau das. Sie können dort nur etwas verlaufen, wenn sie einen bestimmten Prozentsatz dort auch herstellen.

Beitrag melden
Pinarello 05.02.2009, 13:14
4.

Zitat von Pragmatist
Der erste Schritt zur weltweiten Depression! Die Globalisierung der letzten Jahre hat viele Millionen Menschen aus bitterer Armut in ein fast ertraegliches Leben befoerdert. Natuerlich goennen die ewig Linken, die immer gegen die Globalisierung hetzten, es diesen armen Menschen in Asien und Latainamerika nicht, das sie ploetzlich zum ersten Male in ihrem Leben etwas Geld in der Tasche haben.
Ach so, der neue "Messias" Barak Obama ist demnach ein ewig Linker und Globalisierungsgegner.

Sieh an sieh an, wer hätte das vom Messias gedacht?

Übrigens, die armen Menschen in Asien und Lateinamerika sind immer noch arm, es wurden nur die paar Reichen noch unermeßlich reicher, siehe China die systematische Ausbeutung der rund 200 Mio Wanderarbeiter, die Vorfälle mit den Sklavenarbeitern in den Ziegeleien ist ja noch bekannt, wurde wohl nur beendet weil die Olympischen Spiele in Peking vor der Tür standen.

Da geht es den normalen Menschen in Deutschland ja nicht anders, auch hier wurden die Menschen immer ärmer, siehe Agenda 2010 und Lohndumping der lezten 10-15 Jahren, Ergebnis: die stärkste Volkswirtschaft Europas ist seit 10 Jahren nichtin der Lage, eine stabile Binnenkonjunktur aufzubauen, was die 40 Jahre vorher der Fall war.

Allerdings die Reichen wurden noch reicher, die hatten genug Geld um es im internationalem Finanzkarusell zu verballern, die Rechnung zahlt jetzt wieder, richtig der arme Bürger mit seinen Steuern und rapider Geldentwertung.

Beitrag melden
katastrophen_michel 05.02.2009, 13:27
5.

Zitat von Pragmatist
... die immer gegen die Globalisierung hetzten, es diesen armen Menschen in Asien und Latainamerika nicht, das sie ploetzlich zum ersten Male in ihrem Leben etwas Geld in der Tasche haben.
Genau, darum geht die Schere zwischen reich und arm auch immer weiter auseinander, besonders in den von Ihnen zitierten Regionen. Wenn Sie natürlich einen Farbfernseher als eine besondere Errungenschaft ansehen, meinen Glückwunsch.
Globalisierung ja, aber bitte für alle.
http://www.youtube.com/watch?v=6E6M3Wsyhro

Nehmen Sie mir es bitte nicht übel, aber der Name Realitätsverlust würde meiner Meinung nach besser zu Ihnen passen.

Beitrag melden
rolli 05.02.2009, 17:32
6.

Zitat von Pragmatist
Der erste Schritt zur weltweiten Depression! Die Globalisierung der letzten Jahre hat viele Millionen Menschen aus bitterer Armut in ein fast ertraegliches Leben befoerdert. Natuerlich goennen die ewig Linken, die immer gegen die Globalisierung hetzten, es diesen armen Menschen in Asien und Latainamerika nicht, das sie ploetzlich zum ersten Male in ihrem Leben etwas Geld in der Tasche haben.
Veröffentlichen Sie Ihre kopierten Beiträge woanders. Durch Wiederholung wird es nicht schlauer. Das was Sie meinen, sieht so aus: vorher keine Arbeit, kein Einkommen, kaum zu essen. Jetzt: Arbeit, Einkommen, aber so gering, dass die Preissteigerungen das Ergebnis bringen: keine Wohnung, kaum Einkommen, kaum zu essen. Den Mehrwert durch die Arbeit haben Sozialschmarotzer (wie Sie?) eingesteckt.

Beitrag melden
rolli 05.02.2009, 17:35
7.

Zitat von Frank Wagner
Und wieder ein extremes Beispiel für die Doppelzüngigkeit des Westens. Da wurde über Jahrzehnte der Freihandel als allein selig machendes Modell mit großem Druck in die letzte Ecke der Welt getrieben, Millionen von Menschen und ganze Länder dafü ins Elende getrieben und nun wo das Pendel zurück schlägt soll all das nicht mehr gelten ? Das wir der Glaubwürdigkeit des Westens und besonders der USA einen weiteren schweren Schlag versetzten. Die Frage ist, ob wir es uns heute noch leisten können es uns mit Staaten wie China, Indien und Co auf diese Weise zu verscherzen.
DIese Länder werden in sehr kurzer Zeit wieder auf dem Stand von 3. Welt-ländern sein, egal wie billig sie ihre Ware anbieten. China etwa kann seine Standards nur dann halten, wenn es mindestens 8% Wachstum hat. EIn Jahr weniger als 8% und aus ist der Ofen.


rolli

Beitrag melden
Rainer Eichberg 05.02.2009, 17:42
8.

Zitat von sysop
Kann der Wirtschafstpatriotismus die Konjunkturprobleme lösen?
Der Zug ist doch abgefahren. Was soll das denn noch?

Außerdem ist da oben ein Tippfehler drin!

Beitrag melden
Jojomax 05.02.2009, 17:56
9.

Auslöser von Wirtschaftskrisen, waren und sind mal wieder die Banken bzw. Spekulanten, die mit ihrem unverantwortlichem Verhalten gleich einen Angriff auf das gesamte System starten. Dennoch ist Protektionismus keine Lösung. Auch lässt sich ein Prozess wie die Globalisierung, an dem alle Länder der Erde beteiligt sind nicht einfach aufhalten indem man die die Handelsschranken höher ansetzt. Außerdem müssten da alle mitmachen aber Eigeninteresse geht wie immer vor gemeinschaftlicher Zusammenarbeit.

Der richtige Weg wäre alle privaten Finanzinstitute einer Banken-und Finanzaufsicht zu unterstellen, der gegenüber sie dann auch rechenschaftspflichtig sind. Der "Raubtierkapitalismus" und die unendliche Gier der Menschen sind letzten Endes für solche Crashs verantwortlich und müssen unbedingt eingedämmt werden. Auch wenn bei Liberalen jetzt wieder das große Geschrei anfängt, nach dem Motto, der Markt wirds schon richten. Er richtet es eben nicht - das haben die letzten Monate gezeigt.

Immer und jederzeit versuchen sich Finanzaufsichten staatlicher Kontrolle zu entziehen, was sie aber im ernstfall nicht davor zurück schrecken lässt, die bereitgestellten Konjunkturmittel in Anspruch zu nehmen. Beides geht nicht. Entweder mit staatlicher Kontrolle bzw. Unterstützung oder ohne.

Dann lieber mit.

Beitrag melden
Seite 1 von 57
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!