Forum: Wirtschaft
Protest in Berlin: Tausende demonstrieren gegen "Mietenwahnsinn"
DPA

Ein Protestzug Tausender Menschen zieht durch Berlin. Die Demonstranten fordern erschwingliche Mieten und wollen Verdrängung stoppen. Auch in anderen Städten sind Aktionen geplant.

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rissom 06.04.2019, 15:12
10. Hier ist es noch viel schlimmer

Ich wohne in Oxford und hier sind die Preise noch viel höher als in Berlin. Und ich denke ich weiss auch warum: es werden einfach zu wenige und viel zu kleine Häuser gebaut. Wenn es etwas außerhalb, wo mein Arbeitgeber ist, ein paar mehr Cafés, Kinos und Restaurants geben würde, müsste man auch garnicht unbedingt in der Stadt wohnen. Aber die Vororte sind leider ziemlich tot und unattraktiv.

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thomas_kra 06.04.2019, 15:14
11. Verstanden habe ich das noch nicht...

Ich selber wohne auf dem Land und habe das immer gerne getan. Hier bei uns stehen die Häuser leer und können trotz Mieten unter 5€ pro qm nicht vermietet werden. Es gibt im Ort eine Bahnanbindung mit der man in unter einer Stunde in Nürnberg oder Würzburg sein kann. Wenn ich beruflich in Städten bin brauche ich auch immer um die 30 Minuten um beim Arbeitgeber, Seminarraum etc zu sein...

Es kommt mir einfach oft so vor als hätte man gerne alles (Wohnen und Möglichkeiten in der Stadt) auf einmal. Das Land hat auch Vorzüge - vielleicht sollte das einfach auch mal besser "verkauft" werden.

Viele Privatleute die gerne das Haus der Eltern oder Großeltern erhalten würden, wären froh Mieter zu haben die sich auf das "Abenteuer" Land einlassen.

So zumindest meine Wahrnehmung.

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zauberer2112 06.04.2019, 15:16
12. Zurück in die DDR

Das hat doch schon mal super geklappt. Wo könnte der Staat heute stehen, wenn Kohl ihn nicht einfach annektiert hätte. Keine Arbeitslosigkeit, man kannte sich (oder auch nicht, wenn man halt IM war), profitable Großindustrie, hervorragende Infrastruktur, beste Umweltbedingungen. Wäre die Mauer nicht schon am 9.11.89 gefallen, hätte die DDR über kurz oder lang die marode BRD geschluckt.

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Sportzigarette 06.04.2019, 15:19
13. zu 1)

Mieten müssen runter und es muß leichter werden? Sie meinen, wenn man den Preis künstlich begrenzt, wird es einfacher eine Wohnung zu finden? Nee, es wird erst einfacher und billiger, wenn mehr gebaut wird.
Und sorry, Wohnungen bauen kostet Geld, kein Vermieter kann es sich leisten, unter der Kostenmiete zu vermieten. Es müssen mehr Wohnungen her, so einfach ist das! Ich wette, ein Großteil der Demonstranten heute, war auch gegen die Bebauung des Tempelhofes Feldes und ist gegen Hochhäuser und fast alle anderen Bauvorhaben. Typisch meine Heimatstadt Berlin!

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*Querdenker* 06.04.2019, 15:23
14. Ich verstehe es nicht!

Niemand baut/kauft aus karitativen Zwecken. Wenn ich eine Wohnung/Haus kaufe, dann muss dies eine gewisse Rendite bringen, die zumindest mit der Rendite von Aktien mithalten kann. Sonst lege ich mein Geld lieber anders an. Das Dilemma liegt doch ganz woanders. Da sind erst einmal die Grundstückskosten und dann die Baukosten, die der Staat in den letzten Jahren durch immer neue Verordnungen und Gesetze drastisch verteuert hat. Das Geld muss reinkommen, also über die Miete. Ich habe vor 25 Jahren eine Eigentumswohnung gekauft, damals 129.000 € für 105 qm. Ich vermiete diese immer noch für 420 €. Würde ich heute eine ähnlich große Neubauwohnung kaufen im selben Ort, müsste ich über 300.000 € hinlegen. Das ist dann auch der Grund, warum Neubauwohnungen mit ca. 100 qm dort inzwischen um die 800 € kosten.

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sven.kex 06.04.2019, 15:39
15. Gegen hohe Mieten hilft nur Wohnungsbau

Hamburg beweisr das.
Aber Berliner verweigern sich dem ja: lieber Grünflächen in Tempelhof statt Wohnungen.
Macht was Ihr wollt, liebe Berliner, aber was Ihr mach, macht Ihr erkehrt!

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Kanalysiert 06.04.2019, 15:41
16. Irrsinn!

Suchen sie mal eine Wohnung zB auf Immoscout in oder um München, da werden winzige Wohnklos in hässlichster Umgebung für schlappe EUR 1.000 kalt angeboten. Wie soll man das als Normalverdiener bezahlen? Sind ja nicht die einzigen Kosten, die man zum am Leben bleiben hat! Von wegen “nicht mehr als 1/3 des Gehalts”.....

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business 2 plan GmbH- GL 06.04.2019, 15:41
17. 30 Mrd. ist Quatsch

Der Senat muss ja nicht die Wohnungen kaufen sondern die Vermietungsgesellschaften. Da diese in der Regel zu über 90% fremdfinanziert sind, muss der Senat "nur" 3 Mrd. aufbringen. .. die Fremdfinanzierung der Wohnungsunternehmen kann ja bleiben. Die Fremdkapitalzinsen würden wahrscheinlich sinken, da der Staat eine hohe Bonität hat und die Senkung der Zinsen kann der Staat an die Mieter weiterreichen .. bzw. auf weitere Mieterhöhungen verzichten .. daneben ist davon auszugehen, dass der Staat sich als Vermieter "ordentlich" verhält ..

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fsteinha 06.04.2019, 15:49
18. Keine Lösungen hier

Wenn man hier und Forum schaut sieht man, das die Gesellschaft Kapitalismus und Recht auf Wohnung nicht zusammen bringt. Es wird indirekt mit Ausländerhass gearbeitet, in DDR Nostalgie geschwelgt oder das Landleben beschworen. Das schlimme ist, auch die Politik hat keine Antworten. Wie wäre es wenn wir erst Mal die Komplexität des Problems anerkennen, das Problem analysieren und nicht mehr weiter stümpern?

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rosinenzuechterin 06.04.2019, 15:54
19. Schattenseiten der Liberalisierung

In der Stadt ist die Luft so schlecht, dass bald manche Autos dort nicht mehr fahren dürfen. Dennoch wollen so viele Leute in der Stadt wohnen, dass die Preise durch die Decke gehen (Angebot und Nachfrage). Das muss Gründe haben. Die liegen im Versagen der Telekommunikationsunternehmen, die die Telekommunikationsinfrastruktur auf dem Land sträflich vernachlässigen und so erst die Unternehmen, die überleben wollen, in die Stadt zwingen, denen dann die Menschen folgen, die wegen einer fehlgeleiteten Verkehrsinfrastrukturpolitik die stau- und zeitintensive Pendelei nicht mehr ertragen. Das Problem liegt also in der Privatisierung und Liberalisierung grundlegender Aufgaben eines Staates, die besser er selbst mit härterer Hand erledigen sollte.

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