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Protest gegen Umweltverschmutzung: Wütende Chinesen stoppen Industrieprojekt
REUTERS

Chinas Behörden beugen sich dem Druck der Straße: Zehntausende Demonstranten in der ostchinesischen Küstenstadt Qidong verhindern die Einleitung von Abwässern aus einer Papierfabrik ins Meer. Die Anwohner stürmten ein Regierungsgebäude und lieferten sich Schlachten mit der Polizei.

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spon-facebook-1701463480 28.07.2012, 14:38
70. Hoffnung...

Es sind tatsächlich nicht DIE Chinesen, die einen ökonomischen und vor allem ökologischen Krieg gegen die ganze Welt führen, sondern nur ihre politische und wirtschaftliche Führungs-Kaste. Die Hoffnung bleibt, dass auch die hinweggeschwemmt wird, bevor es für uns alle verdammt ungemütlich wird.

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spiegel_135 28.07.2012, 14:39
71. Veränderungen

Zitat von Dumpfmuff3000
Liste endlos fortsetzbar.
An wem liegt es, dass zu verändern? Gesetze sind ein Schritt, Wille zur Umsetzung der zweite. Lösungen können so einfach sein. Nicht das System ist verantwortlich, sondern MENSCHEN.

Wenn Sie das verstanden haben, wissen Sie, welchen Hebel Sie benutzen müssen. Ein Systemwechsel verändert keine Menschen.

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spiegel_135 28.07.2012, 14:42
72. Wale bringen Fischwachstum

Zitat von kein Ideologe
überwiegend. Es gibt aber sehr wohl auch den Umweltschutzgedanken, der nicht von der Angst getrieben ist. Beispielsweise die Abkommen über die Antarktis oder das Engagement für Wale haben nur sehr indirekt mit europäischem Lebensniveau zu tun. Trotzdem ist der Zusammenhang prinzipiell da, wird meist aber nicht so ehrlich ausgesprochen.
Sie irren. Wale binden Stickstoff der Atemluft und düngen damit die Meere. Viele Wale, viel Plankton, viele Fische. Das Abschlachten der Wale ein wahrscheinlich neben der Fischerei ein Grund für kleiner und seltener werdende Fischschwärme.

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Europa! 28.07.2012, 14:44
73. Genauso sehe ich das auch

Zitat von kuehtaya
Kann der Michel sehen, dass die Chinesen ganz anders sind, als er sie sich vorstellt. Ganz normaler Mittelstand im Protest gegen Umweltverschmutzung, also fast so wie Stuttgart21. Viele Deutsche denken ja, China bestehe aus lauter bösen, armen Reisbauern, die fleissig nur deutsche Produkte kopieren und ansaonsten total regimeunterdrückt sind. Alles Propagandablödsinn wie man sieht. China und Russland, sind kulturell und wirtschaftlich unsere Partner der Zukunft.
Die Chinesen sind gute Partner für Deutschland: aufgeschlossen, pragmatisch, neugierig und freundlich. In dem historischen Bewässerungsprojekt Dujiangyan (bei Chengdu), das zum Weltkulturerbe gehört und alljährlich von Hunderttausenden Chinesen besucht wird, gab es auf den vielen erklärenden Tafeln drei Sprachen: Chinesisch, Englisch - und Deutsch. Es war gut, dass Außenminister Steinmeier die Stadt gleich nach dem schweren Erdbeben von 2008 besucht hat und zahlreiche deutsche Helfer dort im Einsatz waren. China und Deutschland - zwei Länder, die trotz des Größenunterschieds gut zueinander passen.

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TerryBlake 28.07.2012, 14:52
74. Die Marktwirtschaft...

Zitat von kein Ideologe
Die Marktwirtschaft ist erstmal keine Ideologie, sondern ein gewachsenes System. Es existierte schon, im Gegenteil zum sozialistischen Gegenentwurf, bevor es durch Theorien erklärt wurde.
...soll also keine Ideologie sein? Eines ihrer zentralen Elemente ist "die Unsichtbare Hand des Marktes" (um nur EIN, sehr offensichtliches Beispiel zu nennen). Wer das nicht als eine Ideologie erkennt ist meiner Ansicht nach Opfer ideologischer Verblendung...

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Europa! 28.07.2012, 14:56
75. Mercedes, Audi und BMW statt Radfahren

Zitat von Norbert1981
Die deutsche Presse spielt normalerweise willig mit, wenn in Artikeln wieder jeder Missstand in diesem Land bis zum Platzen aufgeblasen wird - und jede positive Entwicklung in Technik, Lebensqualität, Wohlstand klein geredet. Früher dachte ich zum Beispiel alle Chinesen fahren Fahrrad, als ich dann das erste mal in China war, habe ich weniger Radfahrer gesehen als in Deutschland. Inzwischen habe ich sogar schon 3 Chinesen das Radfahren beigebracht.
Ja, es kann einen schon in Wut bringen, wenn man das ständige Gehupe hört, mit dem die neureichen Chinesen ihre Landsleute von den Straßen zu treiben versuchen. Aber auch hier gibt es Verblüffendes: Auf der relativ schmalen, steilen, verregneten und mit tiefen Schlaglöchern übersäten Straße von Chengdu nach Tibet habe ich Hunderte von jungen Chinesen gesehen, die trotz der vielen Lastwagen und hupenden Busse mit Mountainbikes nach Lhasa wollten! Für Studenten und junge Erfolgschinesen offenbar der große Selbsterfahrungstrip! Fast tausend Kilometer und 4000 Höhenmeter in 26 Tagen - das ist das Ziel der Freizeitsportler.

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xaka 28.07.2012, 15:10
76. Die Marktwirtschaft nicht...

Zitat von TerryBlake
Die Marktwirtschaft... ...soll also keine Ideologie sein? Eines ihrer zentralen Elemente ist "die Unsichtbare Hand des Marktes" (um nur EIN, sehr offensichtliches Beispiel zu nennen). Wer das nicht als eine Ideologie erkennt ist meiner Ansicht nach Opfer ideologischer Verblendung...
Das was sie meinen, ist die Einflussnahme auf die Entwicklung des Marktes durch eine Gruppe oder Interessen, die besagte "unsichtbare Hand" in eine bestimmte Richtung geführt sehen wollen.

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TheBeijinger 28.07.2012, 15:10
77. Nur vorlaeufiger Erfolg

Laut chin. Twitter sind Truppen dorthin verlegt worden, die den Widerstand brechen sollen. Angabegemaess gibt es Tote und Verletzte.

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frischling68 28.07.2012, 15:16
78. optional

ein junger Student ist bei dieser Demonstration von der Polizei verprügelt worden, weil er Fotos gemacht hat. Er ist an den Folgen gestorben.

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doytom 28.07.2012, 15:32
79. Die Chinesen entwickeln eine Protestkultur, ein Schritt hin zur Demokratie

Zitat von sysop
Chinas Behörden beugen sich dem Druck der Straße: Zehntausende Demonstranten in der ostchinesischen Küstenstadt Qidong verhindern die Einleitung von Abwässern aus einer Papierfabrik ins Meer. Die Anwohner stürmten ein Regierungsgebäude und lieferten sich Schlachten mit der Polizei.
Die Chinesen entwickeln eine Protestkultur, ein Schritt hin zur Demokratie und das findet Respekt. In der Jahrtausende alten Kultur der Chinesen war die Konfuzianische Unterwürfigkeit vor Autoritäten das weitläufige Paradigma. Die Chinesen haben Dank der `nachgeholten Industrialisierungswelle` Anfang der Neunziger und durch die fortschreitende Erhöhung ihres Lebensstandards auch ein Bewusstsein für Demokratie, soziale Verantwortung sowie Umweltbewusstsein entwickelt was sie auch in `Wutdemonstrationen` zum Ausdruck bringen. Ein Grund dafür, weshalb die chinesische kommunistische Diktatur alle UN-Resolutionen gegen die syrischen Unterdrücker der Demokratie blockieren weil sie dieselbe Entwicklung in ihrem Land spüren und lernen dass die modernste Armee und Waffensysteme das verlangen nach Demokratie und Menschenrechte nicht aufhalten können. Mein Respekt für die `Wutchinesen`

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