Forum: Wirtschaft
Proteste gegen IAA: "Die Party ist vorbei"
Wolfgang Rattay / REUTERS

Fußgänger und Radfahrer sollen sich die Städte von den Autos zurückerobern, haben Tausende Menschen bei Protesten gegen die Frankfurter Automesse gefordert. Die Demo zielte aber nicht nur auf die Autoindustrie.

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whitewisent 14.09.2019, 21:23
1.

Es gibt hier offenbar mehrere Mißverständnisse. Das dargestellte Ziel hat einen Namen - Dorf. Wer das will, sollte sich nicht in Städten aufhalten. Das andere Mißverständnis ist die Annahme, dass früher den Fußgängern die Städte gehörten. Wenn man jedoch historische Beschreibungen vom Leben in Städten sieht, wird man auch Klagen von Bürgern und Fußgängern finden. Nur dass sich diese gegen Fuhrwerke, Reiter, Esel und Ochsentreiber sowie von Hand und Hund gezogene Transportkarren richtete. Übrigens wird in der Regel eine Party durch die Veranstalter und Teilnehmer beendet, nicht durch Leute, welche sich von dieser Party gestört fühlen. Hat was mit Freiheit und Lebensgefühl zu tun. Was vieleicht am Ende der wahre Widerspruch ist, jenseits aller Religionszugehörigkeit gibt es derzeit eine widererwachte Orthodoxie/Konservatismus, welcher als Ziel die Vergangenheit ausruft. Natürlich mit der festen Überzeugung, etwas Gutes damit zu bewirken. Nur glaubten auch Hexenjäger und Inquisitatoren daran, die auch Moderne und Aufgeklärtheit für Übel hielten, welches zu beenden wäre.

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ediart 14.09.2019, 21:36
2. Zeichen

werden gesetzt nur die Politik hat da eine Wahrnehmungsstörung.
Das Klimakonzept der Regierung ist das Papier nicht wert auf dem es gedruckt wird. Die magische schwarze Null dient auch nur dazu damit irgendwann wieder Banken gerettet werden können. Der Finanzminister hat es ja gesagt es müssen Rücklagen für schwierige Zeiten geschaffen werden. im Grunde ein immer weiter so!

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mm12345 14.09.2019, 21:41
3. Nicht überschätzen

15000 Demoteilnehmer, aber 60000 IAA-Besucher. Bei allem Protest bitte die laute Minderheit nicht mit der leider stillen Mehrheit verwechseln.

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Immerandersdenker 14.09.2019, 21:43
4. Öffentlichen Nahverkehr drastisch ausbauen

Pendelfahrten von Millionen Menschen mit dem Auto zur Arbeit, schlimmstenfalls allein in einem Fahrzeug, sind ein Verbrechen, sowohl gegen die Menschheit, als auch die Umwelt.

Innenstädte könnten autofrei sein. Der Wagen wird, so man überhaupt noch mit ihm anreist, ausserhalb der Stadt abgestellt und ein gut ausgebautes Netz aus flexibel getakteten, intelligenten, automatisierten Verkehrssystemen bringt die Menschen in die Innenstädte, wo sie sich dann zu Fuß oder mit kleineren Transportsystemen auf den nun freien Straßen fortbewegen können. Nur noch der Nah- und Lieferverkehr, Spezialfahrten und ähnliches finden auf den Straßen der Innenstadt statt, bei 30km/h.
Der Güterverkehr kommt wieder auf die Schiene, wann und wo immer es geht.
Die Preispolitik ist für alle fair gestaltet. Die öffentliche Finanzierung der Autobahnen wird mindestens halbiert, das Geld fließt in die öffentlichen Verkehrssysteme.
Wer unbedingt meint es zu müssen, der fährt eben in seiner Limousine die 30 bis 200km zur Arbeit, zahlt angemessen hohe Mauten und Steuern.
Autos werden nicht verboten, sie werden weiterentwickelt, jeder wer will kann eines besitzen, für gelegentliche Einkäufe, Arztbesuche, Überlandfahrten, aber niemand sollte mehr darauf angewiesen sein.
Oder besser noch, man sollte es garnicht erst vermissen.

Langfristig gesehen fährt man die zunehmende Urbanisierung zumindest zurück, macht das Land wieder attraktiver und Arbeitsplätze heimarbeitstauglich, wann immer das geht.
Wenn man die Notwendigkeit für erzwungene Autofahrten minimiert, wird auch das Auto nach und nach automatisch verschwinden.

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ThinkTwice2011 14.09.2019, 21:45
5.

Zitat von whitewisent
Es gibt hier offenbar mehrere Mißverständnisse. Das dargestellte Ziel hat einen Namen - Dorf. Wer das will, sollte sich nicht in Städten aufhalten. Das andere Mißverständnis ist die Annahme, dass früher den Fußgängern die Städte gehörten. Wenn man jedoch historische Beschreibungen vom Leben in Städten sieht, wird man auch Klagen von Bürgern und Fußgängern finden. Nur dass sich diese gegen Fuhrwerke, Reiter, Esel und Ochsentreiber sowie von Hand und Hund gezogene Transportkarren richtete. Übrigens wird in der Regel eine Party durch die Veranstalter und Teilnehmer beendet, nicht durch Leute, welche sich von dieser Party gestört fühlen. Hat was mit Freiheit und Lebensgefühl zu tun. Was vieleicht am Ende der wahre Widerspruch ist, jenseits aller Religionszugehörigkeit gibt es derzeit eine widererwachte Orthodoxie/Konservatismus, welcher als Ziel die Vergangenheit ausruft. Natürlich mit der festen Überzeugung, etwas Gutes damit zu bewirken. Nur glaubten auch Hexenjäger und Inquisitatoren daran, die auch Moderne und Aufgeklärtheit für Übel hielten, welches zu beenden wäre.
So ein Quatsch, es gibt bereits grosse Metropolen, die sehr erfolgreich auf autofreie Innenstädte setzen.
Die Lebensqualität in den Städten steigt dadurch rapide an. Ausser Dreck, Lärm, Platzmangel und Abgase geht nichts verloren.

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spiegelleser987 14.09.2019, 21:47
6.

" Für mehr Lebensqualität in den Städten müsse das Auto zurückgedrängt werden, fordern die Organisatoren."

Mehr Lebensqualität ohne Autos und Diesel-LKW? Also müssen alle ihren Müll zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu den weit entfernten Recyclinghöfen bringen. Geht doch nicht. In Berlin landet immer mehr Müll auf den Straßen.

Die Lebensqualität ohne Diesel-LKWs kenne ich hier aus Berlin auch schon. Die vielen Gaststätten werden jetzt täglich mit Getränken, Gemüse usw. durch solche komischen Karren beliefert. Die LKWs sind relativ weit entfernt. Der Krach ist extrem und es dauert relativ lange. Weil das jetzt jeden vormittag immer so laut ist, habe ich das mal aufgezeichnet und schon anderen abgespielt.

Bei den vielen Ereignissen, die ich mit Radfahrern erlebt habe, kann man nur fordern, dass die Radfahrer hier verschwinden oder zumindest einen Lehrgang machen müssen und eine Fahrradnummer, wie beim Auto, bekommen.

Es liegen auch schon viele E-Scooter auf Fuß- und Radwegen herum.

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lala10 14.09.2019, 21:49
7.

Das Problem ist die Leute wollen für wenig Geld in der Stadt bei Verhältnissen wie auf dem Dorf leben Dafür wird der Wohlstand auf der einen Seite riskiert und was gar nicht in deren Köpfen vorkommt ist das der Sozialstandart den wir haben ohne gutgehende Wirtschaft nicht finanzierbar ist.

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bernd_lauert_meer 14.09.2019, 21:53
8.

2011 protestierten ähnlich radikale Gruppierungen gegen die Atomkraft. Schon damals lies sich Merkel von diesen Extremisten treiben. Das Ergebnis ist bekannt: Eine völlig verhunzte Energiewende mit dem höchsten CO2-Ausstoß in Europa.
Jetzt also die Autoindustrie. Auch diese wird nicht überleben. Merken die Demonstranten eigentlich nicht, dass sie an ihrem eigenen Ast sägen? Was glauben die eigentlich wen die künftigen Arbeitslosen wählen werden. Tipp: Weder links noch grün. Des Weiteren findet Umweltschutz nur in wirtschaftlich stabilen Ländern Akzeptanz. Am Ende gibt es dann AfD und keinen Umweltschutz. Tja...

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bosehh 14.09.2019, 21:58
9. Emissionsfreie Ekektromobilität...

gibt es nicht, liebe weltfremde Demonstranten. 25.000 von ca. 80.000.000 betrachten sich scheinbar als Mehrheit. Die derzeitige Diskussion, insbesondere über SUV und Autos im Allgemeinen, empfinde ich als fürchterlich nervend. Und natürlich muss auch Stegner wieder versuchen, möglichst viele Stimmen in die Arme einer anderen Partei zu treiben. Gut gemacht!

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