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Proteste gegen IAA: Tausende Demonstranten fordern klimaneutralen Verkehr bis 2035
REUTERS

Vorrang für Fußgänger und Radfahrer, Verzicht aufs Kfz: In Frankfurt haben die ersten Proteste gegen die Internationale Automobilmesse begonnen.

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dirkcoe 14.09.2019, 14:20
1. Ich finde es richtig und notwendig

wenn Bürger klar machen - den Filz von Politik und Autobauern lehnen sie ab. Weder Verkehrskasper Scheuer, noch ein Herr Diess sind der Souverän in diesem Land.

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Glüxxkeks 14.09.2019, 14:34
2. Ja zum Rad

Die IAA hat in diesem Jahr deutlich weniger Aussteller, die Automobilbranche steckt in der Krise. Ja, die Verkehrswende muss kommen, günstigere E-Autos, CO2 Steuer. Aber bitte gleichzeitig Ausbau des ÖPNV, was Taktung und Kapazitäten von Bussen und Bahnen betrifft. Das 365-Euro-Ticket. Und Radwege, auf denen man sich nicht in Lebensgefahr begibt.

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chipau 14.09.2019, 14:46
3.

Schön, ich bin gerührt. Ich schlage vor wir schalten Deutschland nächste Woche komplett ab. Zero Co2 Ausstoss sofort. Und das bringt für das Weltklima - nichts. Aber ich erinnere mich, demonstrieren macht Spass.

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supple 14.09.2019, 14:46
4.

klar kann man gerne fordern, aber es ist zum Teil einfach nicht realistisch. Ich brauche mit meinem Auto ca 30min zur Arbeit. Mit den Öffentlichen über 2h (einmalige Strecke versteht sich, unter der Voraussetzung sas der Zug dann fährt wenn ich da bin, dann kann man noch mal eine halbe Stunde darauf rechnen). Es ist für mich faktisch quasi unmöglich anders zu meiner Arbeit zu kommen. Wenn man klimaneutralen Verkehr möchte muss man verstärkt die öffentlichen ausbauen.

Und den Automobilbauern den Untergang zu wünschen wie es manch einer gerne macht ist auch einfach nur dähmlich, wenn man sich überlegt wie viel unserer gesamten Industrie auf den kfz bau getrimmt ist.

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nach-mir-die-springflut 14.09.2019, 14:49
5. Ein Kobold im Elektroauto kommt selten allein

Wenn man jetzt eine CO2-neutrale Fortbewegung fordert, dann wäre es zu verstehen, aber eine Klimaneutralität gibt es nicht. 2038 ist in 19 Jahren. Auf der Welt gibt es ~760 Mio. Verbrennerfahrzeuge, auf jeden zehnten Menschen kommt ein Auto im Schnitt. Es müssten pro Jahr 40. Mio. Verbrennerautos durch Batterieautos ersetzt werden, die mit Ökostrom fahren, oder es müssten Öko-Kraftstoffe hergestellt werden, die pro Jahr 40 Mio. Fahrzeuge mehr CO2-neutral fahren ließen. Beides ist nicht möglich, weder sind die Produktionskapazitäten da, noch ist die Infrastruktur da, noch das Geld. Auf das Klima hätte die Maßnahme einen nicht nachweisbaren Einfluss. Messbar wäre die Maßnahme nicht in dieser Lebenszeit. Es scheint eine Klientel herangewachsen zu sein, die sich vom konservativen Denken verabschiedet hat und die unbedingt als Gutmensch dastehen will ("Die Gutis & die Buntis"). Diese Klientel tut sich darin hervor, dass sie vor allem erst einmal fordert und das viel. Wer die Forderungen umsetzen soll, ist nicht klar und der Klientel egal. Sie ist dafür da, zu fordern, umsetzen muss es der Konservative, zu dem die Klientel ja aufgrund ihrer Abneigung nicht gehört. Wenn der Konservative sich nur weigert die utopistischen Forderungen der Gutmenschklientel umzusetzen, bleibt die Klientel, was sie immer war, Verbalakropbaten. Luftschlösser bauen. Bald tauchen die ersten Schilder auf "Für Gutis & Buntis verboten".

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MikeRubato 14.09.2019, 14:59
6. 5000 bis 20000 Teilnehmer - das sagt schon alles!

So 20000 demonstrieren also gegen Autos. Warum ist das überhaupt eine Meldung wert? Es gibt 47Mio Autos in D, also da 47Mio Autofahrer, dazu noch da 30Mio Kinder, Partner und sehr Alte, die sich gerne fahren lassen. Das Auto hat in fast jeder Hinsicht Vorteile gegenüber dem ÖPNV, außer in Innenstädten. ÖPNV ist auch nicht umweltfreundlicher, wenn man die abends nur schwach besetzten Züge und Busse in die Bilanz einrechnet. Es geht doch bei diesen Demos nur um eine sehr spezielle Lobbygruppe: Immobilienbesitzer in Innenstädten und ideologische Autohasser, die sich von Verboten eine Aufwertung ihrer Wohnquartiere Versprechen. Als Kompromiss akzeptieren sie gerade noch E-Autos, weil die leise und bei ihnen vor Ort emissionsfrei sind. Dass dadurch aber kein einziges Gramm CO2 gespart wird, da der Strom auch erzeugt wird und schon heute der Grünstrom weit weit unter 100% zur Stromerzeugung beiträgt, wird gerne unterschlagen, weil unbequem. Also, sollen die versprengten Autohasser weiter demonstrieren, wir bauen die Autoindustrie weiter aus und machen Sie mit neuen Antriebs- und Kraftstoffkonzepten zukunftssicher. Und fahren weiter in unseren komfortablen Autos wohin und wann wir wollen. Genau wie alle anderen Autobesitzer weltweit. Und das CO2 kriegen wir technisch in den Griff, nicht durch Sozialismus oder grüne Verbote.

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bmiehe 14.09.2019, 15:00
7.

Es ist richtig und gut, dass die Autobauer auf der diesjährigen IAA den Gegenwind zu spüren bekommen. Doch ist allein die Autoindustrie Schuld, dass noch kein Umdenken stattgefunden hat? Dass sich SUVs immer noch einer großen Nachfrage erfreuen ist traurig (nicht nur wegen ihrer Umweltbilanzen) und sagt eben leider auch etwas über unsere Gesellschaft aus. Wir alle müssen umdenken...

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wuxu 14.09.2019, 15:01
8.

Das sind doch nichts anderes als grün wählende Störenfriede.

In unserer parlamentarischen Demokratie ist es vorgesehen, dass die Parteien die Entscheidungen treffen. Und die müssen erst einmal gewählt werden. Die Grünen dümpeln seit der letzten Bundestagswahl bei 9 Prozent im Bundestag.

Falls die Grünen mit diesem schlechten Wahlergebnis jetzt aufgrund von Demonstrationen wie im Hambacher Forst populistische Forderungen durchsetzen sollten, dann frage ich mich, warum wir noch wählen gehen sollen. Dann haben wir keine parlamentarische Demokratie mehr.

Auch bei den letzten beiden Wahlen im Osten bekundeten die Menschen mit mindestens 90 Prozent, dass sie grüne Positionen nicht wollen

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MisterD 14.09.2019, 15:03
9. Falsche Adresse...

früher hat man den Überbringer schlechter Nachrichten hingerichtet. Davon wurde weder die Situation an sich besser, noch trug es zur Lösung des Problems bei. Hier ist es genau dasselbe... es ist nicht die Schuld der Automobilindustrie, wenn sich Mutti morgens in den 2t schweren 350PS-starken SUV setzt, um damit die 2km bis zur Schule oder zum Kindergarten zu fahren. Es ist auch die Schuld des ÖPNV, wenn die Leute bei Regen dann doch wieder ins eigene Auto steigen. Und es ist auch gar nicht die Aufgabe der Politik, den Bürgern vorzuschreiben, wie sie sich fortbewegen sollen. Herr Kempf hat das sehr schön formuliert: Die Kunden kaufen die Autos nicht, weil sie produziert werden. Die Autos werden produziert, weil die Kunden sie kaufen. Es gibt mehr als genug Elektroautos, Fahrräder, Motorroller usw. auf dem Markt. Wenn die Leute aber lieber den SUV kaufen, was soll man machen? Verbieten? Dann muss man auch private Fernreisen verbieten und Kreuzfahrten... wo fangen wir an, wo hören wir auf?

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