Forum: Wirtschaft
Prozess gegen Bayer-Tochter: Monsanto muss krebskrankem Kläger 81 Millionen Dollar za
Brendan McDermid/ REUTERS

Das US-Unternehmen Monsanto hat einen wichtigen Prozess um angeblich krebserregende Produkte verloren und muss einen hohen Schadensersatz zahlen. Das Urteil könnte weitreichende Folgen haben.

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mostein 28.03.2019, 00:05
1. Selbst wenn es einigermaßen gut für Bayer laufen würde

würden die Prozesse in der Summe 100 Mrd. Dollar kosten. Selbst wenn Monsanto/Bayer das teilweise auf eine Versicherung abwälzen könnte, wird das mittelfristig dazu führen, dass Bayer für ein Butterbrot von einem US-Konzern geschluckt werden wird.

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jolly.jumper 28.03.2019, 01:01
2. Übernahmekandidat

Das gibt ein Settlement in zweistelliger Milliardenhöhe, was an den derzeitigen Börsenwert von Bayer gefährlich herankäme. Damit wäre Bayer ein Übernahmekandidat. Also Black Rock wird es demnächst besitzen. Tja, so schnell kanns gehen. Gut, dass unsere genialen Manager vor ihrem Gang zum Jobcenter noch eine kleine Abfindung von ca. €50 Mio bekommen werden + Pensionszahlungen in Höhe von jährlich mindestens einer Million. Man kann daher hoffen, dass diese gesellschaftlich alternativlosen Leistungsträger doch nicht Hartz IV beantragen müssen. Puuh, nochmal Glück gehabt. Da bin ich aber froh.

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bernteone 28.03.2019, 01:13
3. Schlimm ist eigentlich

wenn das Zeug in Amerika für Krebs verantwortlich gemacht wird , das es weiter genutzt werden darf . Da haben sich die Manager von Bayer wohl kräftig verzockt , denn langfristig sehe ich ein weltweites Verbot .Aber wie es so bei Topmanage6

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larsmach 28.03.2019, 03:12
4. WAHRSCHEINLICH sind Sie zu schnell gefahren, Angeklagter!

Cool - das revolutioniert die Rechtsprechung! Demnächst kann Jedermann der Führerschein auf Lebenszeit abgenommen werden, wenn Augenzeugen o.a. vor Gericht Gefühle anstelle evidenzbasierter Fakten vortragen: "Der ist WAHRSCHEINLICH vor der Schule zu schnell gefahren! Es wurde zwar weder gemessen noch faktenbasiert bewiesen, doch ...ich GLAUBE, dass es so war." - Willkommen im "aufgeklärt"-postfaktischen Zeitalter von Esoterik und "gefühlten Wahrheiten"! Die übersättigten Gesellschaften der 1. Welt treten offenbar in die Phase der Dekadenz ein, in der Individuen sich zunehmend von Vernunft und Wissenschaft entfernen und - besonders in Großstädten - mangelnde Herausforderungen durch Gründung von Selbsthilfevereinen zu gefühlten und selbstkreierten Problemen begegnen. Solche Nachrichten wie oben darf man nicht isoliert sehen!

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trus 28.03.2019, 03:35
5.

Es fehlt mir jegliches Verständnis, wie sich ein solch traditionsreiches Unternehmen durch den Zukauf von Anteilen an Monsanto in derlei existentielle Risiken begeben konnte. Das war nun wirklich mehr als abzusehen. Expertise kann man wohl doch nicht studieren.

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matbhmx 28.03.2019, 03:46
6. Bayer muss derzeit überhaupt ...

... nichts zahlen. Solche reißerischen Überschriften sind unlauter. Bayer kann und wird Rechtsmittel einlegen. Die amerikanischen Schadensersatzzahlungen haben ohnehin Lächerlichkeitswert und zeigen, dass das Rechtssystem der USA reines Mickey Mouse ist. Von den 80,3 Mio. bekämen den größten Teil im Übrigen die Anwälte. Schon das zeigt das Verwerfliche dieses Systems. In den höheren Instanzen wird das Ganze dann, so überhaupt die Verurteilung hält, deutlich reduziert (ist aber für rechtsstaatliche Verhältnisse meistens immer noch zu hoch). Bayer hat mit Monsanto hoch gepockert - und m. E. eine falsche Wahl getroffen. Aber so ist das mit deutschen Managern! Siehe Deutsche Bank & Co.

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haraldbuderath 28.03.2019, 04:00
7. Willkür und Methode

der Fall Hardeman -Klagen in den USA ? Wer glaubt hier noch an Gerechtigkeit? Wenn einer Zahlen muss dann doch bitte die Amerikaner und vorherigen Besitzer, Wieso sollte Bayer und der Deutsche Steuerzahler zur Kasse gebeten werden ? der Fall Hardeman zeigt das Bayer über den Tisch gezogen werden soll und die Amerikaner Ihrer Verantwortung einfach los werden können, dass Glyphosat "wahrscheinlich krebserregend" sei reicht aus um Millionen zu Zahlen ? Den Verkauf der Firma hätte durch die USA verboten werden müssen bis alle Verfahren abgehandelt sind, wo waren die besorgten Richter und Behörden ? Wer hat dieses Glyphosat zugelassen und Milliarden verdient ? Bayer sollte keinen Cent bezahlen und Hardeman die Verkäufer zur Kasse bitten,

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quark2@mailinator.com 28.03.2019, 04:45
8.

Irgendwo stand mal, daß Bayer und Monsanto vor der Fusion sehr ähnliche Hauptaktionäre hatten. Ich kann mir einfach nicht erklären, wie man sehenden Auges so eine heiße Kartoffel kaufen kann, statt die paar Monate noch abzuwarten und zu sehen, was aus den Prozessen wird. Irgendwo liegen paar Leute am Boden und lachen sich die Seele aus dem Leib, weil sie Geld für Pest und Cholera eingesackt haben. Mir tun die Bayer-Mitarbeiter leid. Spontan fällt mir gerade Thyssen-Krupp und das Werk in Brasilien ein, wo man die Kokerei unbedingt in China bestellen mußte ... Ich dachte, das wäre schon dumm, aber Bayer schießt den Vogel ab.

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spon_8165353 28.03.2019, 05:02
9. Gier frisst Hirn

Was jetzt auf Bayer zukommt. hätte man sich sparen können. Dieses ungute Gefühl, welches immer da war als Bayer unbedingt die us-amerikanische Firma Monsanto aufkaufen musste, wird jetzt zum Albtraum. Diese Firma hatte so viele Leichen im Keller (Agent Orange, Kauf von Politikern u.v.m.), dass einem beim Eruieren der Firmengeschichte übel wurde. Jetzt fällt Bayer wohl die eigene Gier auf die Füße. Nun ja, darüber werden nicht alle Tränen vergießen, zumal Bayer sich sichtlich selbst ins Knie geschossen hat.

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