Forum: Wirtschaft
Prozess gegen Bayer-Tochter: Monsanto muss krebskrankem Kläger 81 Millionen Dollar za
Brendan McDermid/ REUTERS

Das US-Unternehmen Monsanto hat einen wichtigen Prozess um angeblich krebserregende Produkte verloren und muss einen hohen Schadensersatz zahlen. Das Urteil könnte weitreichende Folgen haben.

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ruhuviko 28.03.2019, 07:34
20. Schade um einen ehemals großen Konzern,

der mit seinen Medikamenten vielen Menschen geholfen hat. Der Gang über den Großen Teich ist zur Fahrt mit der Titanik geraten.

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panda741 28.03.2019, 07:34
21. Irgendwie ziemlich idiotisch...

dass da Leute entscheiden die anscheinend kaum etwas über Glyphosat wissen. Hat was von "du bist schuldig weil wir das beschlossen haben".
Ich kann naturgemäß nicht ausschließen dass Glyphosat krebserregend ist, jedoch sprechen die Fakten nunmal dagegen.
Bayer ist meiner Meinung nach kein tolles Unternehmen und baut ne Menge Sch***e, aber Glyphosat gehört nicht dazu!
Wenn man sich mal die Alternativen zu Glyphosat anschaut wird man froh sein dass Glyphosat existiert.

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Mikrohirn 28.03.2019, 07:48
22. Solche Urteile

werden dann gefällt, wenn weder Wissenschaft, noch Vernunft, noch Recht, noch Maß, noch Beweise eine Rolle spielen, also in den USA.

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stolte-privat 28.03.2019, 07:49
23. Zeichen

Das Urteil setzt ein wichtiges Zeichen. Bisher konnten sich große Konzerne mit selbstfinanzierten Studien und Gutachten von der Verantwortung freikaufen. Es ist an der Zeit, das die Konzernbosse einsehen, das das Wohl der Menschen über dem Gewinnstreben der Shareholder steht, speziell in den Bereichen Nahrung und Medizin. Allerdings wird der Weg dahin noch lang. Aber ein erster Schritt ist getan.

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Goldwin 28.03.2019, 07:58
24.

Zitat von bernteone
wenn das Zeug in Amerika für Krebs verantwortlich gemacht wird , das es weiter genutzt werden darf . Da haben sich die Manager von Bayer wohl kräftig verzockt , denn langfristig sehe ich ein weltweites Verbot .Aber wie es so bei Topmanage6
Man muss sich dieses Verfahren genau anschauen und nicht anhand der Überschrift eine Aussage fällen...

Der kern ist doch: WER hat ÜBER WAS geurteilt?

WER: Laienrichter aus den USA
ÜBER WAS: Dass Monsanto auf ihrem Produkt nicht auf mögliche Risiken hin gewiesen hat.

Was heißt das? Kann eine Frisöse ihren Chef verklagen, weil er Sie im Arbeitsvertrag nicht darauf hingewiesen hat, dass der Frisörberuf wahrscheinlich krebserregend ist? Laut IRAC gleiche Risikoeinstufunf wie Glyphosat.

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karlo1952 28.03.2019, 08:22
25. Was ist ein Menschenleben wert?

Bei der Schadenersatzfrage geht es nicht um den Wert des Betroffenen Menschen, der in Deutschland, wie man weiss, eh nicht viel wert ist. Es geht um eine Schadenersatzhlge, die dem Unternehmen nachhaltig weh tut und richtet sich eben auch nach der Umsatzgröße und Gewinne dieses Unternehmens. Diesbezüglich waren die 13 Mrd., die VW in den USA zählen müsste Peanuts, wenn man sieht, welchen Gewinn sie trotzdem erwirtschaften. Ich möchte nicht über den Wert eines Menschen urteilen wollen.

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latrodectus67 28.03.2019, 08:25
26. Lächerlichkeitswert

Zitat von matbhmx
... nichts zahlen. Solche reißerischen Überschriften sind unlauter. Bayer kann und wird Rechtsmittel einlegen. Die amerikanischen Schadensersatzzahlungen haben ohnehin Lächerlichkeitswert und zeigen, dass das Rechtssystem der USA reines Mickey Mouse ist. Von den 80,3 Mio. bekämen den größten Teil im Übrigen die Anwälte. Schon das zeigt das Verwerfliche dieses Systems. In den höheren Instanzen wird das Ganze dann, so überhaupt die Verurteilung hält, deutlich reduziert (ist aber für rechtsstaatliche Verhältnisse meistens immer noch zu hoch). Bayer hat mit Monsanto hoch gepockert - und m. E. eine falsche Wahl getroffen. Aber so ist das mit deutschen Managern! Siehe Deutsche Bank & Co.
ich denke die Opfer und Angehörogen der Opfer von Contagan hätten sich sowas gewünscht. Eventuell wären auch Dieselfahrer in Deutschland nicht unglücklich über ähnliche Entscheidungen. Und, was denke ich am wichtigsten ist, es ist ein Gerichtsurteil, gegen das Rechtsmittel eingelegt werden können.
Hat es Bestand bekommt ein dann Verurteilter, in dem Fall ein Multimilliarden Konzern, eine adäquate Strafe. Es gibt fragwürdige Entscheidungen, vgl Hund in Mikrowelle, ja, aber es in Bausch und Bogen zu verdammen finde ich nicht richtig.

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spiegelleser987 28.03.2019, 08:29
27.

Was meint die IARC mit "wahrscheinlich krebserregend"?

Ich habe mich mal informiert. Die IARC ordnet alles fünf Kategorien zu:
Kategorie 1: krebserrend
Kategorie 2A: wahrscheinlich krebserrend
Kategorie 2B: möglicherweise krebserrend
Kategorie 3: nicht eingestuft
Kategorie 4: wahrscheinlich nicht krebserrend

Eine Kategorie "nicht krebserregend" gibt es bei denen nicht. Kategorie 3 entspricht in etwa: ""reden wir mal nicht darüber". Bei denen ist alles immer nur mehr oder weniger stark krebserregend. Was machen die denn mit Selen oder dem pflanzlichen Cumarin (gemischt mit etwas Pfeffer)? Diese Substanzen werden zur Vorbeugung gegen Krebs benutzt und genauso bauen sie Krebs ab. Selen kann man sich als Tabletten beschaffen und genauso steckt es in Knoblauch drin. In einigen Ländern gibt es nicht genug Selen im Erdboden. Dazu gehören z.B. Deutschland, Schottland, Dänemark, Finnland, einige Balkanländer und die Schweiz. Um das Krebsrisiko zu reduzieren hat man z.B. in Finnland selenhaltigen Dünger 1984 eingeführt. Aber die IARC würde dann sagen: "Selen ist wahrscheinlich nicht krebserregend".

Deshalb ist das, was seit Jahren gegen Glyphosat läuft voll daneben. Glyphosat ist nicht krebeserregend.


siehe z.B.:

https://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Agentur_für_Krebsforschung

https://de.wikipedia.org/wiki/Selen#Selen_als_Nahrungsergänzungsmittel

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Hans-Dampf 28.03.2019, 08:38
28.

Braucht noch jemand nun einen Beleg, dass es einen Handelskrieg der USA gegen ausländische Firmen gibt - vielmehr, bei den ausländischen Firmen ordentlich kassiert wird? Inländische Firmen werden nur in homöopathischen Dosen zur Verantwortung bzw. hohen Schadensersatzansprüchen herangezogen.

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waldopepper 28.03.2019, 08:41
29. "Störe deinen Gegner nicht, wenn er Fehler macht"

Diesen Satz des ehemaligen Boeing Managers Stonecipher könnte man ohne Wirtschaftsstudium erweitern um die Weisheit: und kaufe ihn nicht!
Unter den gegebenen Umständen (anhängende Verfahren in den USA, absehbares Glyphosat-Verbot in EU) war der Kauf von Monsanto ein wahres Glücksspiel. Dabei hätte man nur abwarten und zuschauen brauchen.

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