Forum: Wirtschaft
Radikaler Reformplan der Republikaner: Diese Steuer könnte die Globalisierung beenden
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Die Republikaner wollen einen radikalen Wandel bei Firmensteuern: Importe in die USA sollen benachteiligt werden. Der Plan droht das Gefüge der globalen Arbeitsteilung zu sprengen.

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observatorius 16.02.2017, 16:09
180. Trumps Pläne könnten aufgehen....vorübergehend

Aber der US-Verbraucher wird es mit stark steigenden Preisen zu tun bekommen. Außerem wird es Nachahmer und Gegenmaßnahmen geben... und irgendwann wird dann der Dollar drastisch abwerten müssen, und der US-Markt wird endgültig uninteressant für den Export.
Aber Ländern, die netto! 8,5% der Wirtschaftsleistung exportieren (wie DE) brauchen sich nicht wundern, wenn Trump nur der erste ist, der den Globalisierungswahnsinn auf die harte Tour zum Entgleisen bringt. Wenn in DE und der Eurozone nicht bald die Einkommen steigen, um die Produktion, die bisher von den USA - wohlgemerkt auf Pump - verkonsumiiert wurde, zu absorbieren, dann sage ich mal eine industriepolitische Megapleitewelle in DE voraus.
Good by transatlantic partnership!!!

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kaimaster 16.02.2017, 16:13
181. Finde die Reform ok

Mit der Reform ist man nicht mehr gezwungen das Endmontage in USA durchzuführen. Man kann gleich ein komplettes Auto nach USA verkaufen. Die Frage ist, ob die dann die vorhandene Einfuhrsteuer/kosten etc. noch mal erhöhen.

Die Firmen wie APPLE, Microsoft, Facebook etc sollen endlich mal ordentlich Steuer bezahlen. Der Gewinnanteil bei ihren Geschäften ist sowieso hoch, dann noch umgehen sie auch noch die Steuerzahlung.

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reflektiert_ist_besser 16.02.2017, 16:13
182. wer

wer hat eigentlich die ganzen Jahre über die Amerikaner gezwungen importierte Produkte zu kaufen? Und jetzt sind die anderen schuld? Etwas billig vom Trumpeltier.

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sirraucheinviel 16.02.2017, 16:14
183.

Zitat von no-reply@USAfirst
Was für eine deutsche Arroganz, Autos wie z.B. den Ford F150 Pick up (laut Verkaufszahlen der amerikanische Golf) , der eine bessere Ausstattung hat als ein Serien 5 er BMW, als Schrott zu bezeichnen. Nur weil solche 5,80 Meter langen und 2,20 Meter breiten Fahrzeuge für Deutschlands popelige Strassen, Parkplätze, Garagen und vor allem aufgrund des V8 Motors für deutsche Geldbeutel nicht geeignet sind. Diesen Käse kann ich schon nicht mehr hören. GM und Ford machen seit Jahren satte Gewinne, nicht ohne Grund.
Dann ist ja alles super .... naja, halt nur der F150 unter den Top10 der US Verkäufe, der Rest Japaner. Und wer was auf sich hält (wertungsfrei) kauft sich trotzdem nen BMW (der natürlich schlechter ausgestattet ist als ein Ford F150 .... looool).
V8 sind hier seltener weil das Benzin in den Staaten noch ein gutes Stück billiger ist .... und trotzdem jammern die Amis über die hohen Spritkosten (kenn ich aus der Bekanntschaft). Ist das nun schlau, reich, arm ..... oder einfach nur doof ?
Aber Sie haben schon recht .... was Autos angeht sind die Deutschen halt arrogant. Aber was Arroganz angeht sollten insbesondere US-Amerikaner ziemlich kleinlaut bleiben. Nie aus dem Land gekommen, laut verkünden daß die USA das beste Land der Welt ist und mich dann fragen ob wir hier in Deutschland Kühlschränke haben. Ja, erlebt. Und natürlich im SPON Forum drüber jammern, daß jemand anders sich für was besseres hält ..... tja, wie es in den Wald reinschallt....

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kv21061929 16.02.2017, 16:22
184. richtig erkannt

Zitat von observatorius
Aber der US-Verbraucher wird es mit stark steigenden Preisen zu tun bekommen. Außerem wird es Nachahmer und Gegenmaßnahmen geben... und irgendwann wird dann der Dollar drastisch abwerten müssen, und der US-Markt wird endgültig uninteressant für den Export. Aber Ländern, die netto!......
die Megapleite zeigt sich schon am Horrizont, nur sehen will sie in Deutschland keiner.

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Watschn 16.02.2017, 16:23
185. Dieses Problem kann man ja mit abgestuften Einfuhrsteuern entgegnen..

Zitat von hup
Jede IT-Firma in den USA, die in irgendeiner Form Hardware herstellt (z.B. Apple, aber auch viele B2B-Unternehmen) tut das in Asien. Es praktisch 0 Produktionskapazität in den USA, hier wird bestenfalls noch endmonitiert und das Firmenlogo aufgeklebt. Wenn Apple (& Co.) auf alle iPhones diese Steuer entrichten muss, dann verteuern sich die iPhones (sonstige Produkte) locker um 50%. Das ändert sich auch nicht wenn sie alternativ in den USA produzieren, dann sind die Phones vermutlich noch teurer. Wenn der Donald ernst macht, dann sollten sich alle mit USA basierte IT-Aktien überlegen sie rechtzeitig abzustoßen. Die Sekundäreffekte gehen duch die ganze Wirtschaft und werden sowohl in den USA als auch in anderen Teilen der Welt zu einer massiven Wirtschaftskrise führen. Es gibt praktisch keine Produkte mehr, die nicht aus weltweit geförderten Rohstoffen oder weltweit vorproduzierten Komponenten bestehen. Es gibt in dem Sinne keinen "US-Computer" und kein "deutsches Auto" - das ist nur noch Mythologie. Diese Wirtschaftsbeziehungen zu stören verursacht kurz- und mittelfristig massive Verwerfungen (erst wirtschaftlich, dann politisch, dann militärisch) und langfristig ist das ebenfalls kein Konzept für eine gerechte Weltwirtschaft. Protektionismus (zumindest in den leistungsstarken Industrieländern) führt lediglich zu weniger Wohlstand für alle - und für die bisher schon benachteiligten zuerst und am schärfsten. Das einzige was Sinn macht ist die Marktöffnung schwacher Staaten zu steuern und übergangsweise Protektionismus zu genehmigen - starke Staaten verlieren mit dieser Strategie. Alle.
Natürlich bestehen nun anhand der "globalisierten Arbeitsteilung" - sprich..der "möglichst lohnnivelliertesten Arbeitsteilung" eine "globale" ..sprich "lohnproduktive" internat. Produktionskette.

Diese lässt sich ohne weiteres grösstenteils o. ganz rückgängig machen. Dazu braucht es nur eine angemessene Übergangszeit mit Ausbildung, Einarbeitung, Produktionsaufbau, Lehrlingsnachwuchs.
Und mit den gepl. US-Steuermodellen der Trump-Regierung (20%-Einfuhrsteuer/massiv US-lokale Unternehmens-Steuersenkung) dem US-Geburtenüberschuss u. einer Bildungs/Ausbildungsoffensive
lassen sich diese Pläne umsetzen.

Man muss ja nicht die ganze Produktion verlegen. Einige Prokduktionsketten kann man ja belassen. Kleinteilige, eher US-unrentable Arbeiten/Produktionen kann man steuerabgestuft z.B mit 10% in die USA einführen.

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sirraucheinviel 16.02.2017, 16:25
186.

Zitat von gldek
Auch ohne Trump konnte es so nicht mehr lange weitergehen. Die EU und China setzen mit ihren Exportüberschüssen der amerikanischen Restindustrie unaufhörlich zu. Manche Ökonomen können es noch so schönrechnen: Die Leidtragenden sind nun mal die Arbeiter und Angestellten des produzierenden Gewerbes. Nicht jeder kann bei IBM oder Google als IT-Experte an künstlicher Intelligenz forschen. Es sind die einfachen Arbeitsplätze, die die USA so dringend mehr bräuchten. Den Exportresen wie Deutschland oder China ist das natürlich egal, jeder denkt an sich. Wer soll es den USA verdenken, wenn sie nun auch tun ?
Zu behaupten, daß Trump bei dem was er tut und sagt an die USA denkt entbehrt nicht einer gewissen Komik.
Und zu behaupten, daß die USA ja die armen Globalisierungsverlierer sind ist .... nunja ..... da kommt man quasi im Kabarett nicht mehr dagegen an.
Wenn der Westen (nicht nur die USA, auch wir hier) sich drum kümmern, daß der Reichtum der Einzelnen nicht mehr von der Menge getragen wird haben wir mit der Finanzierung unseres "Wohlstandes" kein Problem mehr .... aber das ist ja leider sehr unamerikanisch. Ausbeutertum bewundern und Armut als selbstverschuldet anprangern ....

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papaeidea 16.02.2017, 16:30
187. Und was wäre daran jetzt falsch?

Die Litanei, dass eine Einschränkung des 'freien' globalen Handels bei uns tausende von Arbeitsplätzen kosten würde, ist genauso falsch wie sie es vor Jahrzehnten schon war. Gemessen an unseren Exportüberschüssen müssten wir womöglich tatsächlich hohe Einbußen hinnehmen, aber das würde sich über kurz oder lang höchstens darauf auswirken, dass es in vielen Fällen weniger prekäre Beschäftigung und dafür weniger exorbitante Gewinne für global operierende Unternehmen geben wird. Und wenn das anders im kleinen Handbuch für Wirtschaftswissenschaftler steht, muss man vielleicht das Handbuch mal umschreiben.
Solange Trump sonst keinen Mist baut, werden hier nur die nervös, die sich am globalen Finanzkapitalismus bislang eine mehr als goldene Nase verdient und sich durch ihre pure Finanzkraft ganze Staaten unterworfen haben. Den kleinen Mann wird es nicht treffen...

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Watschn 16.02.2017, 16:33
188. Sie bedenken eines nicht...

Zitat von solltemanwissen
Ja richtig, und wenn Sie scharf nachdenken, kommen Sie auch darauf, dass dann die Fertigungskosten wieder steigen, also auch die Preise. Damit können sich dann die US Bürger weniger für ihr Geld leisten und im Ausland greift man zur günstigeren oder besseren Konkurrenz. Dadurch werden insgesamt auch weniger Güter verkauft und richtig: Menschen verlieren ihre Jobs
Durch die 20%-Einfuhrsteuereinahmen (u. evtl. noch die im Raum stehenden ausl. Handelsextremüberschuss-Importstrafsteuern von 35% vorallem gegenüb. Mexico) u. die geplanten (fast halbierten lokalen US-Unternehmenssteuern von aktuell 35% auf neu 15-20%
werden die Verbrauchsgüter mind. auf dem akt. Preislevel gehalten werden können. Obendrein profitieren US-Arbeiter dadurch von höheren Löhnen u. mehr Arbeitsplätzen...
Aber bei uns verpulvert man das Geld für andere Ideen (gr.-südeurop. Eurorettungs-Sisyphussiechtum, Energiewendegrab o. die Finanzierung unkontr. Massenmigration, aktuell noch mit Haushaltsüberschuss, später aus den Sozialsystemen)...

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geando 16.02.2017, 16:40
189.

Zitat von ackergold
Wirklich bemerkenswert, dass immer noch so viele Leute auf Trumps billigen Populismus reinfallen. Atag? Kenn ich nicht. Vermutlich meinen Sie Attack, also diejenige Organisation, die für Freiheit der Menschen und globale Sozialstandards eintritt, aber gegen ungezügelten Finanzkapitalismus. Ich sage Ihnen was: Trump will den Finanzkapitalismus, der ihn selbst superreich gemacht hat, nicht einschränken, sondern die Regulierungen sogar abschaffen und für globale Sozialstandards tritt er ja ebenfalls gerade NICHT ein, sondern ebenfalls für deren Abschaffung. Es geht Trump also nicht um Abschaffung von Globalisierung, sondern um Bereicherung seiner Klientel. Sonst gar nichts. Das muss doch endlich jedem mal klar werden.
Zit: "Atag? Kenn ich nicht. Vermutlich meinen Sie Attack, also diejenige Organisation, die für Freiheit der Menschen und globale Sozialstandards eintritt, aber gegen ungezügelten Finanzkapitalismus."
Die Organisation heisst Attac- nicht Attack. Wenn man schon jemanden belehren will, sollte man es wenigstens richtig machen.

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