Forum: Wirtschaft
Radikalumbau: "Die Deutschbanker holen sich die Deutsche Bank zurück"
Simon Dawson / REUTERS

Der Tag nach der Ankündigung für den Großumbau der Deutschen Bank: Analysten loben den Mut des Vorstandschefs, Aktionäre zweifeln und Gewerkschafter hoffen, dass die Jobs an der richtigen Stelle abgebaut werden. Doch das ist teils noch offen.

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chillimarie 09.07.2019, 06:40
50. Gierige Gekkos

Greed is good - Gordon Gekko
Ich habe null Mitleid für diese gierigen Gekkos, die hier ihren Arbeitsplatz räumen müssen. Hoch gepokert und tief gefallen. Und sicher mit goldenem Handschlag abgefunden von einer Deutschen Bank, die über Jahre treue Sparer und Anleger durch eine nicht zu überbietende Arroganz vergrätzt hat und stattdessen mit unersättlicher Gier und ohne wirkliche Kompetenz im Haifischbecken erfolgreich sein wollte (inkl. Finanzierung schmutziger Rüstungsgeschäfte).
Wer soll jetzt die Milliarden Schrott in der Bad Bank übernehmen? Am Ende zahlt wieder der Steuerzahler die Zeche - auch die, die sich schon vor Jahren fassungslos von dieser Bank abgewendet haben.

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matbhmx 09.07.2019, 06:54
51. Die Probleme sind sehr wohl ...

Zitat von MeinForumname
Das Problem der Deutschen Bank ist mit Sicherheit NICHT das Bonus-System. ... ...
... das Bonus-System - nicht bilanziell, aber systemisch. Die Boni sind ja vor allem im Investmentbanking aufgelaufen. Und der Bereich hat ja die DB runter gezogen. Die DB hat mit dem Investmentbanking in einer Sparte mitzuspielen versucht, in dem Deutsche nicht akzeptiert wurden und werden. International sind deutsche Banker dem Ansehen nach alle Sparkassen! Nicht umsonst hatten nach Übernahme der britischen Morgan Grenfell reihenweise die besten Investmentbanker Morgan Grenfells fluchtartig das Haus verlassen. Für Deutsche arbeitet man nicht! Was nicht begriffen worden ist, dass es im angelsächsischen Bereich unglaubliche und völlig irrationale Vorbehalten gegenüber Deutschen gibt, die Fortschreibung des ersten und zweiten Weltkriegs sind. Man könnte das mainstream-artig als Rassismus bezeichnen. Und deswegen haben die angelsächsischen Dependancen die Sparkassenverwaltung der Deutschen Bank in Frankfurt a. M. verächtlich vorgeführt! Im Investmentbanking arbeiten fast ausnahmslos Psychopathen. Es gibt dazu eine wunderbare Analysen von Lehmann Brothers und dem Vorstand. Und es geht nur darum, eigene Gewinne zu generieren. Nicht umsonst zahlt die DB die größten Schadenssummen im Bereich des Investmentbankings. Und das ist Folge des Bonus-Systems! Der Schweizer Ackermann hat den Vorstand der DB übernommen aus Mitleid, Mitleid für das deutsche (Sparkassen-)Bankenwesen. Der Mann war leidenschaftlicher Anhänger des angelsächsischen Systems des Investmentbankings und des Hochrisikobankings. Der Mann war mental Anhänger von Lehmann Brothers. Für die Frankfurter Zentrale mit ihrer Beamtenmentalität hatte der Mann nur Verachtung übrig. Es gibt genügend europäische Banken, die mit klassischen Bankprodukten und Versorgung des Kleinanlegers, des Durchschnittskunden Erfolg haben, beispielsweise ING oder Santander. Wie wenig die Bank ihr klassisches Geschäftsfeld achtete, zeigte sich an der Gründung der Deutschen Bank 24. Den klassischen Kunden, um den man sich auf einmal wieder bemühen will, outgesourct in die Billigbank! Das hat die Commerzbank dann mit comdirect sehr viel intelligenter gemacht!

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rainercom 09.07.2019, 08:12
52. Ich hoffe nur das diese Dreck an stecken habende Bank

nicht Pleite geht.
Denn seit dem sie von der Merkel Regierung als System-Relevant bezeichnet wurde,läuft es mir immer wenn ich einen Artikel über die DB lese kalt den Rücken herunter.
System-Relevant bedeutet nur droht sie Pleite zu gehen zahlt der Steuerzahler.
da kommt noch was auf uns zu.

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alternativlos 09.07.2019, 08:28
53. Sie kommen!

Die Deutschbanker, die mit suggeriertem Kahlschlag die Republik dominieren wollen.

Wir sollten uns fürchten und uns um die Zukunft unserer Kinder, deren Erbe und um das Klima sorgen.

Wenn erst einmal der Referenzzinssatz der EZB wieder steigt, dann sind die Zukunftsängste von Vermögenden wieder gesichert und die deutschen Banken können wieder funktionieren.

Weiterhin Alles Gute

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spmc-12355639674612 09.07.2019, 08:48
54. Verfahren bei Entlassung

Zitat von matti99
das da bereits heute früh personal in london entlassen wurde, ausweis entzogen, edv-zugang gesperrt .... zeigt doch nur, daß diese mitarbeiter besonders hoch qualifiziert waren - aber vielleicht mit übermäßig hohen gehaltsvorstellungen dort beschäftigt. eine planvolle entlassung, die rücksicht auf noch lfd. geschätfte nimmt, wo kenntnisse von mitarbeitern auf andere übertragen werden müssen, sieht anders aus.
Das Verfahren bei Entlassung, das Sie beschreiben, ist Standard in fast jedem internationalen Konzern, insbesondere bei US-amerikanischen Unternehmen. Damit verhindert man, dass Mitarbeiter in ihrer Wut noch schweren Schaden anrichten, indem sie z. B. noch schnell irgendwelche rufschädigenden E-Mails an Kunden versenden, Unterlagen kopieren oder Ähnliches. Da erscheinen dann zwei nette Mitarbeiter der Security an Ihrem Arbeitsplatz und geben Ihnen 30 Minuten, um Ihre persönlichen Sachen zusammenzuklauben, passen auf, dass Sie den PC und auch sonst nicht mehr anrühren und begleiten Sie schließlich bis vor die Tür.
Natürlich wird so ein Verfahren vorher geplant.

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erzengel1987 09.07.2019, 09:13
55. Eine Bank sollte nur Geld leihen

Eine Bank sollte sich generell auf das verleihen von Geld konzentrieren. Jegliches andere Geschäft sollte man per Gesetz verbieten.
Denn ein Banker kann nur mit imaginären Werten spielen. Aber wirklich erwirtschaften kann man nur etwas durch eine erbrachte Leistung. Geld wird geschaffen durch neue Güter. Einzig die Agrarwirtschaft kann theoretisch unendlich Geld drucken, durch die Produktion von Waren.
Dienstleister können Geld lediglich verteilen.
Banken sollten hier nur die Aufgabe haben das Geld über Kredite nach Bedarf zu verteilen.

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Watchtower 09.07.2019, 09:27
56. Nice procedure...

Zitat von spmc-12355639674612
Das Verfahren bei Entlassung, das Sie beschreiben, ist Standard in fast jedem internationalen Konzern, insbesondere bei US-amerikanischen Unternehmen. Damit verhindert man, dass Mitarbeiter in ihrer Wut noch schweren Schaden anrichten, indem sie z. B. noch schnell irgendwelche rufschädigenden E-Mails an Kunden versenden, Unterlagen kopieren oder Ähnliches. Da erscheinen dann zwei nette Mitarbeiter der Security an Ihrem Arbeitsplatz und geben Ihnen 30 Minuten, um Ihre persönlichen Sachen zusammenzuklauben, passen auf, dass Sie den PC und auch sonst nicht mehr anrühren und begleiten Sie schließlich bis vor die Tür. Natürlich wird so ein Verfahren vorher geplant.
Was Sie beschreiben, ist zwar Usus insbesondere in den angelsächsischen Staaten, dennoch ein tiefst inhumaner und abstoßender Akt, der dem Image (soweit vorhanden) der Bank großen Schaden zufügt, insbesondere bei der Gewinnung von jungen Talenten. Eine Inkompetenzerklärung der Personalabteilung....

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Kurt-C. Hose 09.07.2019, 09:39
57. Häme ist unangebracht

Mir tut es um die Mitarbeiter leid, die gehen müssen. Das Bankenumfeld ist im Moment ja nicht gerade so, dass die alle sofort wieder einen Job finden. Im Rahmen der Digitalisierung wird das nur ein erster sChritt sein - viele Bankangestellte haben Jobs, die zukünftig von Technik erledigt werden.
Hoffen wir mal, dass die Bank bald wieder zu einem stabilen Zustand findet.

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bs2509 09.07.2019, 09:42
58.

Gut 18.000 Mitarbeiter das Haus verlassen. Zum Ende des Jahres 2022 soll die Zahl der Jobs von zuletzt knapp 91.500 auf etwa 74.000 sinken. Szenen wie bei Lehmans damals,jeder fünfte Mitarbeiter muss sein Büroinventar in Pappkartons auf die Straße tragen.
Der Grund ist sehr einfach: Die Spekulanten haben sich verzockt. In dem Geschäftsbericht 2018 wird der Bestand hochriskanter Finanzwetten, sogenannter Derivate, auf 43,5 Billionen Euro beziffert. Eine Zahl, mehr als zehnmal so hoch wie das Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik. Diesen Berg »finanzieller Massenvernichtungswaffen«, wie sie Multimilliardär Warren Buffett einst bezeichnete, müssen Vorstand und Aufsichtsrat abtragen. Trotz niedrigem Aktienkurs halten sich die Investoren zurück. Die Bilanz des Geldhauses ist eine Blackbox. Niemand weiß am Ende des Tages, welche Kredite bedient werden können. In einer hausinternen »Bad Bank« sollen faule Kredite im Wert von bis zu 50 Milliarden Euro geparkt werden.
Seitens der Dienstleistungsgewerkschaft, in Person von Herrn Bsirske, gab es lauten Beifall, weil angeblich viele Arbeitsplätze in Deutschland erahlten bleiben würden.
Die US-Ratingagentur Moody's oder Goldman & Sachs hegen Zweifel, ob es Deutschen Bank gelingt wieder ins richtige Fahrwasser zu steuern, es fehle der Bank weiterhin an renditeträchtigen Geschäftsfeldern.

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rainer-rau 09.07.2019, 09:50
59. Unser Sohn hat vor über 20 Jahren

Zitat von telarien
Wer in den letzten 20 Jahren Banker werden wollte, der hatte doch bewusst einen Job zwischen Zocker und Drückerkolonne angepeilt. Die älteren Kollegen, die noch aus der Zeit von Kundenberatung gekommen sind, werden das Unternehmen bald verlassen. Und die junge Generation wird das Konto eher nicht bei Trumps Hausbank führen.
seine ersten durch richtige Arbeit selbstverdienten 20 000 DM von der Deutschen Bank betreuen lassen. Sie haben kein ganzes Jahr gebraucht, bis nix mehr da war. OHNE irgendwelchen Eigenverbrauch durch unseren Sohn, nur durch fachgerechtes Agieren.

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