Forum: Wirtschaft
Rätselhafter Freitod: Schweizer Versicherer Zurich will Todesfall aufklären

Der Tod des Finanzchefs bei Zurich gibt Rätsel auf. In seinem Abschiedsbrief soll Wauthier auch etwas über das Verhältnis zum zurückgetretenen Verwaltungsratspräsidenten Ackermann geschrieben haben. Der Versicherungskonzern will nun die Umstände untersuchen.

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chingachkook 30.08.2013, 10:29
1. Wieso eigentlich Freitod?

Der Mann hat Selbstmord gemacht und damit seine Familie vermutlich sehr unglücklich gemacht. Freitod klingt viel zu romantisch. Und sollte er es aus beruflichen Gründen gemacht haben, müsste man es ja wohl eher als Feigheit vor dem Leben bezeichnen.

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zonenuschi 30.08.2013, 10:49
2. Jetzt hat es Ackermann kapiert

Ich vermute, dass Herr Dr. Ackermann Tausenden von gekündigten Deutsche Bank Mitarbeiter keine Träne hinterher weinte. Vielleicht hat er nun nach dem Tod des CFO verstanden, in welcher krimineller Manier er als CEO damals über private Schicksale urteilte.

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grefark 30.08.2013, 10:51
3.

Unabhängig davon, was er seiner Famile angetan hat, wird man sich ja wohl noch umbringen dürfen. Der Mann hat sich vermutlich umgebracht um endlich Ruhe haben zu dürfen. Und selbst nach seinem Tod will man ihm diese Ruhe nicht geben? Das finde ich feige. Weiter auf jemanden einzutreten, der einen, meinetwegen auch fragwürdigen, persönlichen Weg der Lösung gefunden hat.

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KarlRad 30.08.2013, 11:04
4. Bleibt noch eine Frage:

Wieviele ähnliche Tragodien haben sich im Kleinen bei den geschädigten Anlegern dieses Bankensystems abgespielt?

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aus_dem_off 30.08.2013, 11:10
5. alles oder nichts

Der Konzern hat Pech gehabt, dass ein unter Druck geratener Mitarbeiter den Selbstmord wählte statt die Auseinandersetzung oder die Kündigung. Und wir normal Sterblichen mit kleinen Gehältern und ohne Prestige rätseln, warum solch Privilegierte (so sie nicht gemütskrank sind) nicht auf Karriere verzichten und sich mit ihren Fähigkeiten oder ihrem Geld neu orientieren sondern die Selbsttötung wählen nach dem Alles oder Nichts Prinzip die Familie inbegriffen.

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schaier 30.08.2013, 11:12
6. Aufgabe für Journalisten.

Zitat von KarlRad
Wieviele ähnliche Tragodien haben sich im Kleinen bei den geschädigten Anlegern dieses Bankensystems abgespielt?
Eine sehr, sehr gute Frage. Das herauszufinden und laut die Antwort(en) geben,wäre eine gute Aufgabe für einen Journalisten.

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klugscheißer2011 30.08.2013, 11:13
7. Bizarre Ironie

So tragisch das für die Familie des freiwillig Verstorbenen sein mag, er hat es selber so gewollt.
Ob er dabei unter Druck gestanden hat, ist irrelevant, denn wer sich für den Suizid entscheidet, steht imme rirgendwie unter psychischem Druck.
Für Ackermann hat das Ganze auch ein Stück bizarrer Ironie. Einer, der als kühler Rechner und Denker gilt und dem es bisher wohl ziemlich egal war, wie Menschen klarkommen, die vielleicht durch sein Tun Nachteile hatten, wird nun von einem einzelnen Schicksal so tangiert, dass er zurücktritt.
Der große Machtmensch, der der Kanzlerin einflüstert, wie sie die Banken zu retten hat, plötzlich machtlos und ein Verlierer. Wer hoch steigt...

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lasse52 30.08.2013, 11:21
8.

Zitat von autocrator
Wieso "untersucht" das die Versicherung selbst und nicht die Staatsanwaltschaft? - Im Raum steht der Vorwurf der Nötigung zum Selbstmord! Juristisch ist das Mord oder wenigstens Totschlag. Als absoluter Machtmensch ist Ackermann von seinem millionenschweren Selbstbedienungs-Jobdenen nicht ohne hinreichendem Zwang zurückgetreten - das, was in dem Abschiedsbrief drinsteht muss schwerwiegend sein - so schwerwiegend, dass Ackermann trotz seiner Machtfülle gar nicht anders mehr reagieren konnte. Aber Ackermann ist Chefkoordinator der Bilderberger - und damit der mächtigste Mann der Welt. Und einige Leute sind eben etwas "gleicher" als der Rest der Bevölkerung. Vulgo: Dem passiert nichts.

Selbstverständlich ermittelt in diesem Fall die Staatsanwaltschaft.
Es ist aber wichtig, dass auch das Unternehmen intern prüft, inwieweit man genauer hätte hinsehen müssen.
Wichtig sind die Konsequenzen, die sich aus diesem schlimmen Vorfall ergeben, insbesondere auch für die Mitarbeiter, die ebenso von den Forderungen nach immer mehr und immer schneller betroffen sind und denen dieses öffentliche Interesse fehlt.

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piet12 30.08.2013, 11:22
9. piet12

Wenn alle die unter Druck stehen oder eine schwere Enttäuschung erleben Selbstmord begehen würden wäre die Welt bald menschenleer. Vom Finanzchef der Zürich Versicherung erwarte ich, das er entweder sagt ich trage die Entscheidungen mit oder ich gehe. Dass er seine Familie im Stich lässt halte ich für unverzeihlich. Die Schuld auf Ackermann zu schieben - den ich im höchsten Masse unsympathisch finde - halte ich in diesem Fall für absolut unangebracht.

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